Donnerstag 31. März 2011 von htm
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,
Wir freuen uns, Ihnen den neuen Newsletter im 10. Erscheinungsjahr der Webseite unterbreiten zu dürfen und hoffen, dass er für Sie nützlich ist. Wenn Sie Anregungen für Verbesserungen haben, sind wir für Ihr Feedback dankbar, und wir werden deren technische Umsetzung gerne versuchen. Wir haben nur noch wenige Unterteilungen vorgenommen und eine kleine Auswahl mit gekürzten Meldungen getroffen. Mit Hilfe der Links in den Ueberschriften, können Sie die ausführlichere und verwandte Meldung leicht finden. Um den Newsletter weiter zu kürzen, haben wir zwei getrennte Ausgaben nach den Sprachen Deutsch und Englisch verfasst. Wir würden uns über ein Feedback freuen, ob diese Form für Sie nützlich ist. Auf der Webseite finden Sie weitere Kapitel, z.B. Leserbriefe, Interventionen, Zitate. In der englischen Abteilung sind mehrheitlich Artikel notiert, die in der deutschen Version nicht vorhanden sind. Es lohnt sich, auch dort zu stöbern.
Bitte überprüfen Sie, ob unsere Adresse in der Liste der akzeptierten Adressen enthalten ist, damit Ihr Spam-Filter unsern Newsletter nicht zurückweist.
| 4106 Eintragungen in 141 Kategorienmit 10’346 Schlagwörtern seit 1.1.2009; Online seit August 2001. |
Sollten Sie den Newsletter nicht mehr zu erhalten oder ihn für jemand anderen zu bestellen wünschen, senden Sie bitte eine kurze Mitteilung an htmeyer(at)alkoholpolitik.ch
Um das Mail leicht zu halten, verzichten wir auf die pdf-Beilage.
Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
————————————————————————————————————–
Begleittext zum E-Mail-Newsletter März 2011
In der Schweiz laufen die Vorbereitungen für die erste Dialogwoche Alkohol des Bundesamtes für Gesundheit. Ich konnte mit den OrganisatorInnen von BAG und Fachverband Sucht gute Kontakte knüpfen und bin auf der Webseite der Aktion bereits mit Beiträgen vertreten. Was zu erwarten war, zeigt sich in der bisherigen Präsentation: Von den Veranstaltern kommen kaum Diskussionsbeiträge in Richtung wirksamer Verhältnisprävention. Diese müssen von aussen angeboten werden und werden bei Nichtgefallen (wie erlebt) auch zurückgewiesen. Da das Wissen über die Möglichkeiten der Verhältnisprävention sehr beschränkt verbreitet ist, muss befürchtet werden, dass auch an den während der Woche stattfindenden Standaktionen oder Podiumsveranstaltungen diese Diskussion nicht stattfinden wird. Was den Erwartungen der bürgerlichen Mehrheiten in Parlament und Bundesrat ja entsprechen würde. Dann wäre die Alibiübung perfekt.
Bern führte damit die Politik der Informationsunterdrückung fort, die sie zusammen mit den Medien seit einem Jahr betreibt, als sie die einstimmig gefasste Resolution der Weltgesundheitsorganisation WHO über eine Globale Alkohol-Strategie totschwieg, obwohl sie der Bundesrat mitunterzeichnete. Diese Alkohol-Strategie zeigt die alkoholbedingten Schäden auf und empfiehlt den Mitgliedsländern Massnahmen umzusetzen, welche wissenschaftlich erwiesen, diese Schäden reduzieren können. Auch der im Februar 2011 erschienene „Global status report on alcohol and health 2011“ der WHO wurde vom Bund und von den Medien nicht an die Öffentlichkeit gebracht. Es ist klar, ohne Information kann eine Bevölkerung auch keinen Druck für bessere Lösungen aufbauen.
Wir bewundern die Freiheitsbestrebungen in arabischen Ländern und werden selber von einer alkoholhörigen Regierung und den Medien unserer Freiheit beraubt, ohne uns wehren zu können. Wann setzt endlich ein Umdenken ein? Müssen wir wirklich warten, bis wir EU-Recht übernehmen müssen, d.h. in diesem Falle endlich dürfen?
Aktueller Nachsatz: Wann merken die Neoliberalen nicht nur bei der Atomkraft, sondern auch beim Alkoholproblem, dass die Eigenverantwortung nicht oder nur in Einzelfällen funktioniert?
———————————————————————————————————
TOP NEWS
D: Trockene “Sauf-Party” – 13. März 2011
Stadt und Polizei machten einen dicken Strich durch einen am Samstag in Neumarkt geplanten “Chaos-Party-Day” mit dem Motto “Saufen ohne Ende”.
Die rund 40 nach Neumarkt angereisten Leute aus der Punker-Szene erhielten nicht nur keinen Tropfen Alkohol zu kaufen, sondern mußten bei der Polizeikontrolle auch noch Bier- und Wodka-Flaschen abliefern, die sie selber mitgebracht hatten.
Die Stadt Neumarkt hatte von dem geplanten Punker-Treffen Wind bekommen und eine sogenannte Allgemeinverfügung erlassen, derzufolge das Mitführen von Alkohol im Stadtgebiet untersagt wurde. Die Polizei verdarb den Punkern die Party-Laune, indem sie vorher eine Absprache mit allen möglichen Alkohol-Verkaufsstellen traf, um die Schluckspechte so “trocken” wie möglich zu halten.
Das Konzept ging offenbar auf: Am frühen Nachmittag verließen die ersten “Gäste” völlig entnervt die Stadt, gegen 17 Uhr trollten sich auch die letzten Teilnehmer der “Chaos-Party” – entgegen allen Plänen stocknüchtern. (Quelle: Google Alkohol News, 12.03.11) neumarktonline.de, 12.03.11 Kommentar: Das könnte ein Rezept für die Botellónes-Prävention sein.
Verheimlichte Interessenskonflikte in Meta-Analysen – 10. März 2011
Montreal – Während Autoren in randomisierten klinischen Studien heute ihre finanziellen Beziehungen zur Pharmaindustrie offen legen müssen, gehen diese Hinweise in Meta-Analysen oft verloren, wie eine Analyse im US-amerikanischen Ärzteblatt JAMA (2011; 305: 1008-1017) zeigt. … Es wundert deshalb nicht, dass nur 2 von 29 Meta-Analysen, die Michelle Roseman von der McGill University in Montreal überprüft hat, diesbezügliche Angaben machten, obwohl zwei Drittel der in den Meta-Analysen bewerteten Studien industriegesponsert waren. (Quelle: aerzteblatt.de, 09.03.11) unser Online-Kommentar: Die letzte kanadische Meta-Analyse über 84 ausgewählte Studien zu Alkohol und Herzkrankheiten lässt auch aus obigen Gründen zusätzliche grosse Zweifel aufkommen.
CH: Kein Alkohol für Jugendliche in vier Zuger Gemeinden – 5. März 2011
Die Verkäufer von Alkohol und Zigaretten in den Zuger Gemeinden Cham, Risch, Steinhausen und Hünenberg sind vorbildlich. Wie der Gemeinderat von Hünenberg am Freitag mitteilte, wurden in den vier Ennetsee-Gemeinden am 1. März in 26 Verkaufsstellen und Restaurants Alkohol- und Tabak-Testkäufe durchgeführt. Nicht ein einziges Mal waren die Testkäufer erfolgreich. (Quelle: Google Alkohol News, 04.03.11) luzernerzeitung.ch, 04.03.11 unser Online-Kommentar: Gratulation! Im deutschsprachigen Raum ist mir noch nie ein solches Ergebnis begegnet. Wer mich kennt, versteht, dass ich auch ein bisschen stolz darauf sein darf.
SCHWEIZ
CH: Neue Schülerbefragung: Alkohol-, Tabak- und Cannabiskonsum – 29. März 2011
…nach wie vor auf hohem Niveau
Die 15-jährigen Schülerinnen und Schüler in der Schweiz trinken, rauchen und kiffen 2010 etwa gleich viel wie vier Jahre zuvor. Bei näherer Analyse zeigen sich auch spezifische Unterschiede. Heute hat Sucht Info Schweiz die Resultate der repräsentativen Schülerstudie an einer Medienkonferenz in Bern vorgestellt. … (Quelle: Pressemitteilung Sucht Info Schweiz, 29.3.11) Kommentar: 1. Der Höchststand des Alkoholkonsum war 2002, als die Alcopops aufkamen. Der Konsum ging wegen der Alcopopsteuer bis 2006 zurück und blieb bis heute stabil. D.h. die Steuer bewirkte etwas, wenn auch nicht genug, die übrigen Präventivmassnahmen erreichten höchstens, dass der Konsum nicht wieder anstieg. Das sollten sich die Politiker endlich merken. Das Rauschtrinken kam erst noch dazu.
CH: Nationalrat Sondersession April 2011 – 29. März 2011
Die Vorschau informiert über den aktuellen Stand der wichtigsten im Nationalrat traktandierten Geschäfte
(Botschaften, Parlamentarische Initiativen, Standesinitiativen und vom Ständerat angenommene Motionen).
Die Vorschau ist nach Geschäftsnummern geordnet. U.a. 09.076 Präventionsgesetz
09.082 Sportförderungsgesetz sowie Informationssysteme des Bundes im Bereich Sport. Bundesgesetz. (Quelle: parlament.ch, 28.3.11)
CH: Newsletter Fachverband Sucht 2/2011 zur Alkoholpolitik – 28. März 2011
Parlament
Nationalrat Behandlungsreife Geschäfte / Frühjahrssession und Sondersession April 2011:
Präventionsgesetz –> Details
Weitere Überschriften: Kommissionen – Bundesrat – Veranstaltungen
(Quelle: fachverbandsucht.ch, 28.3.11)
CH: Präventionsgesetz bereit für Sondersession – 25. März 2011
Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates hat dem neuen Präventionsgesetz in der Gesamtabstimmung 12 zu 10 Stimmen bei 1 Enthaltung zugestimmt.
Die Kommission war im März 2010 auf den Entwurf eingetreten und hatte im September 2010 im Grundsatz beschlossen, auf das vom Bundesrat ursprünglich vorgeschlagene neue Institut zu verzichten und stattdessen gewisse Aufgaben der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz zu übertragen. …Der Nationalrat wird das Präventionsgesetz, zu dem 10 Minderheitsanträge eingereicht wurden, während seiner Sondersession vom April 2011 beraten. (Quelle: Medienmitteilung SGK-Nk, 25.3.11)
CH: Problem-Tankstelle verkauft ab 20 Uhr Alkohol nur an über 21-Jährige – 24. März 2011
In Effretikon reagieren die Tankstellenbetreiber auf die Reklamationen wegen dem Lärm und dem Müll rund um den Jugendtreffpunkt. … Ab April verkauft der Esso-Shop von 20 Uhr an sämtliche alkoholhaltigen Getränke nur noch an Kunden, die 21-jährig oder älter sind. Die Probleme seien Esso bewusst, sagte PR-Manager Bertrand Cornaz, man sei davon nicht begeistert. … Bei der freiwilligen Massnahme handle es sich um einen Versuch, den Treffpunkt weniger attraktiv zu machen. Und: Es gebe eine Hemmschwelle. (Quelle: Tages-Anzeiger, 23.3.11) Kommentar: Eine gute, neue Idee. Wenn sie auch umgesetzt wird. Dann würde mir “meine” Tankstelle wieder sympathischer.
Zürich: Alkoholverbot für berittene Zünfter – 24. März 2011
Die Reiter am Sechseläuten-Umzug sollen sich und dem Publikum nicht mehr mit Wein zuprosten. Eine unnötige Vorschrift, finden die Chefs der Reitergruppen.
Seit Peter Fankhauser hoch zu Ross die Spitze des Sechseläuten-Umzugs anführt, ist noch nie ein Reiter betrunken aus dem Sattel gefallen. Weswegen der Präsident der Ostschweizer Kavallerie- und Reitvereine (OKV) auch schmunzeln musste, als er am Dienstagabend beim Treffen der Reiterchefs vom Alkoholverbot erfuhr: «Es ist doch logisch: Wer reitet, der trinkt nicht.» (Quelle: Tages-Anzeiger, 24.3.11) Kommentar: Ein kleines Zeichen, dass doch langsam gemerkt wird, wie das Beispiel in der Öffentlichkeit wirken kann. Und dass es sich lohnt, Rücksicht zu nehmen.
CH: Obstverband geht vor Bundesgericht – 24. März 2011
Das Bundesamt für Gesundheit hatte erlaubt, dass dänischer Cidre mit 85% Wasseranteil in der Schweiz als Apfelwein verkauft werden darf. Der Obstverband klagte beim Bundesverwaltungsgericht im Zusammenhang mit dem Cassis-de-Dijon-Prinzip und verlor. Nun geht er ans Bundesgericht. (Quelle: Tages-Anzeiger, 24.3.11)
CH: Alkoholisierte Autolenkerin kracht in Raupenpanzer – 23. März 2011
Zwischen Bundkofen und Schüpfen (BE) ist es am Montagabend zu einer Kollision zwischen einem Raupenpanzer und einem Auto gekommen. Dabei wurde die Lenkerin schwer verletzt. Offenbar besteht ein Zusammenhang mit Alkohol.«Es besteht ein Zusammenhang mit Alkohol», bestätigt Nicolas Kessler von der Kantonspolizei Bern auf Anfrage von «tagesschau.sf.tv». Ein Atemlufttest bei der Autolenkerin sei mit über 0,8 Promille positiv ausgefallen. … (Quelle: Google Alkohol News, 22.3.11) tagesschau.sf.tv, 22.3.11
Zitat: Vergesst die Eigenverantwortung! – 22. März 2011
Artikel im Tages-Anzeiger vom 21.3.11 von Liliane Minor über Energiesparen nach der Atomkatastrophe in Japan. “Man hat keine Wahl. … Selbst wenn wir wirklich eine Wahl hätten, wäre die Eigenverantwortung in der Energiepolitik das falsche Konzept. Denn mit der Wahlfreiheit räumt man Menschen notwendigerweise auch das Recht ein, sich eben nicht vernünftig zu verhalten. Wenn sie sich damit bloss selbst schaden, ist das nicht weiter schlimm. Beim Energieverbrauch aber schaden die Unverantwortlichen auch allen anderen. Und das darf nicht einfach hingenommen werden, dafür ist die Lage zu ernst.” Kommentar: Das trifft doch haargenau auf die Eigenverantwortung beim Alkoholproblem zu. Wann wird das in der Presse auch einmal derart gross thematisiert? (Natürlich gab es viele negative Kommentare dazu.)
CH: Zum Wahlkampf der Liberalen – 20. März 2011
Was mich an den Liberalen, wahrscheinlich besser Neoliberalen, stört, ist, dass sie nichts von Gerechtigkeit und Solidarität halten, wenn die Interessen der Alkoholindustrie tangiert werden. Sie sind, gemäss Wahlplakaten, für Eigenverantwortung. Sie sollten sich ein bisschen anstrengen. Können sie es für sich verantworten, dass sie (wie wir alle) von der Alkoholindustrie in Geiselhaft genommen worden sind und ein Leben lang ungefragt Zehntausende von Franken an die alkoholbedingten Sozialkosten zahlen? Als Gutverdienende eher mehr als die Mehrheit? Vom Leid, das auch in ihren Reihen vorkommen kann, ganz zu schweigen. Das der anderen interessiert sie ja nicht.
Übrigens: Die erste schweizerische Alkoholgesetzgebung wurde von unsern Staatsgründern, den damaligen Liberalen, als Pionierleistung gebracht. (Als Online-Kommentar zu Artikel von Fulvio Pelli, Präsident der FDP Schweiz auf vimentis.ch)
CH: Alkohol-Intoxikationen und Nachbegleitung – 17. März 2011
Junge Menschen trinken nicht mehr Alkohol als früher, aber sie trinken ihn härter und schneller. Dies bedingt spezifische Präventionsmassnahmen. Dies das Thema des aktuellen Infoblattes (pdf, 4S., 514Kb) vom März 2011 der Suchtpräventionsstelle der Stadt Zürich. (Quelle: Infoset Newsletter März 2011)
CH: Sponsoring bei Swiss Ski ohne Alkohol – 16. März 2011
Nichts überreizen, aber stetig wachsen.
Im Sponsoring setzt Swiss Ski mit seinen Partnern und Ausrüstern auf Kontinuität
Einen Grossteil der Einnahmen generiert Swiss Ski im Sponsoring. Die Balance zwischen Verbands- und Athletensponsoren bezeichnet der zuständige Marketingchef trotz der Affäre Lara Gut als ausgewogen. … In der Liste der Partner figuriert keine Alkoholmarke. (Quelle: Neue Zürcher Zeitung, 16.3.11) Kommentar: Einmal eine positive Meldung.
CH: Wer zahlt die Transport- und Spitalkosten bei Trunkenheit? – 16. März 2011
Spitalkosten übernimmt die Krankenversicherung, Selbstbehalt und Franchise bleibt beim Patienten. Die Ambulanz bezahlt die Grundversicherung zur Hälfte, maximal Fr. 5000.– pro Kalenderjahr. Die andere Hälfte trägt der Patient. (Quelle: Gesundheitstipp Februar 2011)
CH: Noch mehr grosse Tankstellenshops – 15. März 2011
Anfangs 2011 gab es in der Schweiz 3626 Tankstellen, 3 mehr als im Vorjahr. 973 haben einen Laden. grösser als 50 Quadratmeter. Letztes Jahr wurden 34 neue Tankstellenshops gebaut, oder bestehende vergrössert. (Quelle: Tages-Anzeiger, 15.3.11) Kommentar: Kein Wunder, sie leben gut mit Alkoholverkäufen. In Deutschland ist der Trend umgekehrt: Sprit an der Tankstelle:
Während gerade auf bundespolitischer Ebene die Beschränkung des Alkoholverkaufs an Tankstellen noch kontrovers diskutiert wird, ist der Trend in Ländern und Kommunen eindeutig (http://www.journalmed.de/pview.php?id=30705&kat=news). Vor Ort werden die negativen Konsequenzen eines „rund-um-die-Uhr“-Verkaufs (der regelmäßig auch noch unter Verletzung des Jugendschutzes erfolgt) derart drastisch und unmittelbar deutlich, dass der Verkauf alkoholischer Getränke in der Nacht zunehmend untersagt wird. Selbstverständlich wird gegen solche gesundheitspolitisch und gewaltpräventiv wirksamen Verkaufsbeschränkungen von jenen geklagt, deren Umsatz hiervon betroffen ist. Doch die juristischen Entscheidungen sind erfreulich eindeutig: Gesundheits- und Gewaltprävention geht vor Geschäftsinteressen.
Da die aktuellen Entscheidungen beim Bundesverwaltungsgericht getroffen wurden, kann die Angelegenheit als geklärt betrachtet werden. spiegel.de (Quelle: Newsletter DHS, 15.3.11) Kommentar: Wir haben früher berichtet.
CH: Ständerat stimmt dem Kinder- und Jugendförderungsgesetz zu – 13. März 2011
10.087 Kinder- und Jugendförderungsgesetz. (Amtliches Bulletin, 9.3.11) Kommentar: Die Jugendorganisationen sollen die gleichen Beiträge wie bisher erhalten. Bei ihrer wichtigen präventiven Rolle wäre eine verstärkte Förderung angezeigt gewesen.
CH: Der Ständerat lehnt die Volksinitiative Jugend und Musik ab – 13. März 2011
09.095 Jugend und Musik. Volksinitiative Er stimmt einem Gegenantrag zu und verlängert die Behandlungsfrist um ein Jahr. Kommentar: Musikerziehung sei Sache der Kantone. Welch grosse alkoholpräventive Bedeutung der Jugdendmusik zukommt, wird wahrscheinlich nicht berücksichtigt.
CH: Nationalrat lehnt wissensbasierte Steuerung der Gesundheitspolitik ab – 13. März 2011
05.448 Parlamentarische Initiative Heim Bea. Wissensbasierte Steuerung der Gesundheitspolitik
Einreichungsdatum 07.10.05(!) (Amtliches Bulletin, 8.3.11) Kommentar: Studien dürfen nichts kosten. Auf nicht vorhandene Studien muss man auch keine Rücksicht nehmen, dann kann man noch leichter “politische” Entscheide fällen.
CH: Dialogwoche Alkohol – unsere Beteiligung – 8. März 2011
Aktionswoche vom 21. bis 29. Mai 2011
Links zu nützlichen Adressen:
Dialogwoche-Webseite
Diskussions-Möglichkeiten
– Unsere Projekt-Idee
– Aufruf für eine wirksame Schweizer Alkoholpolitik
– Unterschriften-Liste zum Sammeln
– Plakat mit unserer Homepage: 31 Bx61cm H, 61 Bx34cm H, 61 Bx74cm H,
– WHO-Resolution für eine Globale Alkohol-Strategie
– Unsere Leserbriefe und Kommentare (Online-Alias “Kontrabass”)
———————————————————————————————
Testimonials: Ich spreche über Alkohol, weil …
– ich in einer alkoholbelasteten Familie aufwachsen musste und die Not der über 100’000 Kinder in der Schweiz, die ähnliches erleben, selber erfahren habe; …
UND SIE?
CH: Infoset Newsletter März 2011 – 4. März 2011
Informationen aus allen Suchtgebieten vor allem aus der Schweiz. Newsletter bestellen
CH: Standpunkte No. 1 Febr. 2011 – 4. März 2011
UNGEBÄNDIGTE BANDENWERBUNG
Vor allem internationale Bierbrau-Multis haben den Sport entdeckt. Fussball-
und Eishockeyspieler gleichen teilweise wandelnden Plakatsäulen….Weitere Themen:
WIE DIE BRAUEREIEN FÜR NACHWUCHS SORGEN — «BIERTRINKEN GEHÖRT ZUM RITUAL»
DIE JUGENDLICHEN IM VISIER: Das Sponsoring der Spitzenmannschaften hilft auch dem Breitensport. Un-
sportlich ist das Engagement der Bierbrauer, die mit ihrer Werbung in den Stadien keineswegs auf Jugendliche Rücksicht nehmen. KOMMENTAR: Alkoholsponsoring verbieten! (Quelle: Infoset Newsletter März 2011) Sucht Info Schweiz
CH: Alkohol-Problem an Lozärner Fasnacht – 1. März 2011
An den rüüdigen Tagen wird einiges an Alkohol getrunken. Die Suchtprävention gibt Eltern Tipps für diese Zeit.
Noch wenige Tage, dann gehts los mit der Lozärner Fasnacht. Ein Anlass, der aber nicht nur für Freude sorgt, sondern vielen Eltern die Sorgenfalten ins Gesicht treibt: Sie befürchten, dass ihre Kinder während der Fasnachtszeit (übermässig) Alkohol konsumieren. Herbert Willmann ist Leiter der Fachstelle für Suchtprävention in Luzern und kennt diese Ängste der Eltern. «Dass Jugendliche an der Fasnacht beim Alkohol über die Stränge schlagen, ist nach wie vor das grösste Problem.» … (Quelle.: Google Alkohol News, 28.2.11) urnerzeitung.ch, 28.2.11 Kommentar: Wie wäre es, wenn die Suchtprävention auch die Erwachsenen zur Mässigung aufrufen würde? Die geben nämlich das schlechte Beispiel für die Jungen ab. So sieht es aus, als hätten nur die Jugendlichen ein Alkoholproblem und nicht die ganze Gesellschaft.
INTERNATIONAL
D: Alkohol an Minderjährige: Kaum Lerneffekt – 29. März 2011
Landkreis Gifhorn. In acht von fünfzehn überprüften Verkaufsstellen erhielten minderjährige Testkäufer am Freitag Alkohol, der ihnen laut Jugendschutzgesetz eigentlich nicht verkauft werden darf. … Acht von fünfzehn Verkaufsstellen händigten den Testkäufern Schnaps aus. …Nur in einem Supermarkt wurde anders als bei der vorherigen Kontrolle kein Alkohol abgegeben. …Besonders heikel: In einem Fall gab sogar die gleiche Verkäuferin erneut Hochprozentiges an die Minderjährigen ab. (Quelle: Google Alkohol News, 28.3.11) az-online.de, 28.3.11
D: Unerfreuliche Bilanz der Alkohol-Testkäufe – 28. März 2011
Oldenburg – Jugendliche, die an Alkohol kommen wollen, schaffen das auch. Zumindest klappte es am Freitagnachmittag bei Testkäufen von Jugendamt und Polizei. In zehn von 20 Verkaufsstellen (Tankstellen und Supermärkte) erhielten die Jugendlichen Schnaps und andere harte Alkoholika. Damit hält der negative Trend der bisherigen Tests an. …(Quelle: Google Alkohol News, 26.3.11) nwzonline.de, 26.3.11 Kommentar: So lange keine harten Strafen in Aussicht stehen, haben die Verkaufsstellen kein Interesse, den Jugendschutz zu beachten. Die Besitzer sollten gebüsst werden, im Wiederholungsfalle mit Entzug der Alkohollizenz. Wie gut wird wohl das Schutzalter 16 eingehalten? Das wagt man schon gar nicht zu prüfen.
A: Großeinsatz in Disco – 28. März 2011
TIMELKAM —Die Abschiedsfeier und der letzte Tag der Öffnung einer Diskothek in Timelkam sorgte gestern früh für einen Großeinsatz der Exekutive: Der Wirt hatte an seinem letzten Tag noch großzügig Alkohol ausgeschenkt — laut Polizei auch an bereits Betrunkene. Noch nach der offiziellen Sperrstunde ging die Feier noch weiter, und es wurde immer voller. … (Quelle: Google Alkohol News, 27.3.11) volksblatt.at, 28.3.11 Kommentar: Dass gegen den Wirt ein Verfahren laufe wegen Ausschank an Betrunkene und Nichtbeachtung der Sperrstunde wird nicht gemeldet.
Minderjährige bekommen in Hannover zu leicht Alkohol – 28. März 2011
Stadt und Polizei haben am Wochenende in Hannover erneut Alkoholtestkäufe durchgeführt – und müssen eine außerordentlich negative Bilanz ziehen. In 20 von insgesamt 40 getesteten Verkaufsstellen im gesamten Stadtgebiet erhielten die minderjährigen Testkäufer die gewünschten Spirituosen. (Quelle: Google Alkohol News, 27.3.11) haz.de, 27.3.11 unser Online-Kommentar: Mindestens in der Schweiz gibt es seit bald zwei Jahrzehnten immer wieder Alkohol-Testkäufe. Wie lange wird noch zugewartet, bis das …
D: Arbeitsverweigerung, Unpünktlichkeit, Alkohol – 27. März 2011
10 todsichere Kündigungsgründe. Mehr als 250 000 Mal mussten sich deutsche Arbeitsgerichte im Jahr 2009 mit der härtesten aller Job-Konsequenzen beschäftigen: der Kündigung. So mancher Prozess ging dabei ziemlich schnell über die Bühne – die Richter kannten keine Gnade. BILD.de zeigt 10 todsichere Kündigungsgründe, bei denen kein Spielraum bleibt. (Quelle: Google Alkohol News, 26.3.11) bild.de, 26.3.11
D: Die Bierwerbung auf Trams bleibt – 27. März 2011
Augsburg: Der Stadtrat hat mit großer Mehrheit entschieden: Die Bierwerbung auf den Augsburger Straßenbahnen wird nicht verboten. Mehrere heimische Brauereien nutzen die Tram als Werbefläche. Ein Werbeverbot, das als Beitrag zur Vorbeugung von Alkoholmissbrauch zur Diskussion stand, sei überzogen, hieß es in der Begründung. …Soll bei Rathausempfängen auf den Ausschank von Alkohol verzichtet werden? Die Antwort der Stadträte ist eindeutig, wenngleich es noch keinen Beschluss gibt: Wenn es etwas zu feiern gibt, werden weiterhin Bier, Sekt und Wein aufgetischt. … (Quelle: Google Alkohol News, 26.3.11) augsburger-allgemeine, 26.3.11 unser Online-Kommentar: Dieser Stadtrat hat keine Ahnung von Prävention, oder sie ist ihm völlig egal. Er sollte zurücktreten, denn er vertritt nicht die Interessen der Bevölkerung.
A: Anti-Drogen-Kampagne an Volksschulen – 26. März 2011
“echt cool”-Kampagne des Gesundheitsministeriums soll Image von “Nichtrauchern und Nichttrinkern” bei Sechs- bis Zehnjährigen stärken.
Suchtprävention bei Volksschülern” – was wenig nachvollziehbar klingt, ist für das Gesundheitsministerium naheliegend. “Alkohol und Zigaretten sind zwar noch kein Problem in der Volksschule, aber wir wissen, dass hier bereits erste Erfahrungen gemacht werden”, so Gesundheitsminister Alois Stöger bei der Vorstellung einer österreichweiten Kampagne in der Wiener Astrid-Lindgren-Schule. Unter dem Titel “echt cool” soll Kindern vermittelt werden, dass Rauchen und Trinken “nicht nur uncool, sondern auch ungesund” ist. (Quelle: Google Alkohol News, 25.3.11) derstandard.at, 25.3.11
Verkehrssünden bei Auslandsfahrten werden teuer – 26. März 2011
Drastische Strafen drohen im Ausland, wenn man alkoholisiert Auto fährt. Fahren unter Alkohol kann im Ausland sehr teuer werden. Wie der ADAC jetzt mitteilt, können sogar Haft und Enteignung des Autos drohen. Deshalb sollten bei einer Fahrt in fremde Gefilde die Verkehrsregeln im eigenen Interesse strikt beachtet werden. Dazu gehört neben den gültigen Geschwindigkeitsbegrenzungen auch die Einhaltung der Promille-Grenze. (Quelle: Google Alkohol News, 25.3.11) focus.de, 25.3.11
Alkohol in russischer Staatsduma wieder erlaubt – 26. März 2011
Im Wodka-Paradies Russland dürfen Abgeordnete nach fünf Jahren Abstinenz in der Staatsduma wieder zum Glas greifen. Die Parlamentarier könnten sich künftig zum Essen ein Glas Wodka oder Wein gönnen, berichtete die Zeitung „Moskowski Komsomolez“ am Freitag. Mit ihrer Entscheidung machten die Abgeordneten das 2006 beschlossene Alkoholverbot in der Staatsduma wieder rückgängig. (Quelle: Google Alkohol News, 25.3.11) focus.de, 25.3.11 unser Online-Kommentar: In einem Staat, der derart unter Alkoholproblemen leidet, wäre ein vorbildlicher Verzicht der Parlamentarier eigentlich angezeigt. Andererseits muss eingeräumt werden, dass es in andern Ländern diese Vorbildhaltung auch nicht gibt. Die Alkoholsitten und die Verbundenheit mit der Alkoholindustrie wirken stärker als Logik und Ethik.
A: Der Alkomat erobert die Amtsstuben – 25. März 2011
In Salzburg müssen Beamte mehr oder weniger freiwillig zum Alkotest, im Wiener Magistrat will man das nicht.
Alkohol am Arbeitsplatz Die Mitarbeiter können sich einem freiwilligen Test unterziehen, wenn der Verdacht auf Trunkenheit am Arbeitsplatz besteht.
Alkohol am Arbeitsplatz wird immer weniger als Kavaliersdelikt gesehen. Immerhin 52 Prozent der Österreicher trinken noch immer zumindest gelegentlich am Arbeitsplatz, jeder zehnte sogar täglich. … (Quelle: Google Alkohol News, 24.3.11) kurier.at, 24.3.11
D: Schmugglerring zerschlagen – 25. März 2011
Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Schwerin haben 170 Einsatzkräfte der Zollfahndung Hamburg, unterstützt vom Hauptzollamt Stralsund, insgesamt 30 Wohnobjekte im Raum Schwerin und in Lübeck durchsucht und insgesamt zwölf Kilogramm Rauschgift, 265.000 Stück unversteuerte Zigaretten, 1.620 Liter Alkohol und 150.000 Euro Bargeld beschlagnahmt. Gegen die beiden Hauptverdächtigen wurden Haftbefehle vollstreckt. (Quelle: Google Alkohol News, 24.3.11)
D: Nächtliches Verkaufsverbot für Alkohol an Tankstellen – 25. März 2011
Der Stadtrat plant in Augsburg den Tankstellen den Zapfhahn abzudrehen. Nicht für das umstrittene „Bio-Benzin“ E10, sondern für alkoholische Getränke, nachts zwischen 22 und 6 Uhr.
Im Jugendhilfeausschuss der Stadt wurde ein eingeschränkter Verkauf für Alkohol in dieser Form als Bestandteil eines Präventionsprogramms beschlossen. Das letzte Wort hat nun der Stadtrat. Quer durch alle Fraktionen zeichnet sich dafür eine Mehrheit ab. … (Quelle: Google Alkohol News, 24.3.11) daz-augsburg.de, 25.3.11
Sex, Alkohol und Gewalt, Liz Taylor und ihre Männer – 24. März 2011
Sie konnte nicht ohne, aber sie konnte auch nicht mit Männern. Acht gescheiterte Ehen brachen das Herz von Liz Taylor. Liz Taylor war insgesamt acht mal verheiratet. Sie war erst 18, als sie 1950 den Hotelerben Nick Hilton (1926 – 1969) ehelichte, den Grossonkel von Partyluder Paris Hilton. Wegen dessen Alkoholsucht zerbrach die Ehe nach nur einem Jahr.
Ehen Nr. 5 und 6 mit Richard Burton: In der turbulenten Ehe gab es viel Sex, Alkohol und Gewalt. … (Quelle: Google Alkohol News, 23.3.11) blick.ch, 23.3.11 Kommentar: Dieser Bericht wieder einmal als Beispiel der täglich erscheinenden Meldungen über die Alkoholprobleme von mehr oder weniger bedeutenden Showgrössen.
Nadal wird Bacardi-Botschafter – 24. März 2011
Der Weltranglisten-Erste wirbt mit dem Getränkehersteller für einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol.
Rafael Nadal: “Ich versuche jeden beim Tennis und nicht beim Trinken zu schlagen.”
Tennis-Profi Rafael Nadal wird neuer Botschafter des Getränkeherstellers Bacardi. Der Weltranglisten-Erste wirbt mit dem Slogan “Champions Drink Responsibly” (“Champions trinken verantwortungsvoll”) für einen verantwortungsvolleren Umfang mit Alkohol.
“Zu einer großartigen Party mit Freunden oder Familie gehört Alkohol dazu. Ich sage es meinen Freunden aber immer, wo die Grenze ist”, so der Spanier. (Quelle: Google Alkohol News, 23.3.11) kurier.at, 23.3.11 Kommentar: Da hat Nadal der Sache, der er eigentlich dienen wollte, einen schlechten Dienst erwiesen. Diese Werbung nützt einzig der Alkohol-Industrie, die sich mit seinem Image in Szene setzt. Aufrufe zur Verantwortung nützen der Gesundheit rein gar nichts. Sie sind nur Alkoholwerbung und gelangen so auch an Jugendliche, und das ist der Zweck der Sache.
D: Gefährlicher Trend: Wodka-Tampons – 23. März 2011
Deutsche Krankenhäuser melden einen alarmierenden Anstieg von Mädchen mit Alkoholvergiftungen aufgrund von in Wodka getunkten Tampons, die sich Mädchen in die Vagina einführen. Männliche Jugendliche verwenden den Alkohol-Tampon anal, damit er schneller wirkt. (Quelle: Google Alkohol News, 22.3.11) bild.de, 22.3.11
D: Bundesweite Informationstour „Alkohol? Kenn dein Limit“ – 22. März 2011
In Deutschland haben schätzungsweise 9,5 Millionen Menschen zwischen 18 und 65 Jahren Alkoholprobleme. … Um die Bevölkerung über die Gefahren von übermäßigem Alkoholkonsum zu informieren und für einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol zu sensibilisieren, startet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) heute die deutschlandweite Informationstour „Alkohol? Kenn dein Limit.“ (Quelle: Pressemitteilung, 17.3.11) Kommentar: Aufklärung erweitert bekanntlich das Wissen, ändert aber das Verhalten leider kaum. Diese Aufklärung will die Illusion stärken, dass es möglich ist, auf diese Weise das Alkoholproblem zu entschärfen. Statt dessen müsste über die tatsächlich wirksamen Massnahmen aufgeklärt werden. Dies wiederum würde die Alkoholindustrie nicht zulassen, weil wirksame Prävention ihre Gewinne schmälert.
Mexico-City: Betrunkene Piloten türmen nach Landung – 18. März 2011
Die mexikanische Fluggesellschaft Aeroméxico scheint derzeit ein Problem mit Alkohol am Arbeitsplatz zu haben: Zum zweiten Mal in dieser Woche waren Piloten betrunken. Als man sie unter Beobachtung stellen wollte, flüchteten sie. (Quelle: Google Alkohol News, 17.3.11) focus.de, 17.3.11
D: Neues Präventionsprojekt gegen Alkohol bei Kindern und Jugendlichen – 18. März 2011
Gemeinsam mit der Landeskoordinierungsstelle Suchtvorbeugung NRW (ginko), dem Landschaftsverband Rheinland, diversen Jugendschutzverbänden sowie dem Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen startet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ein neues Projekt, um dem Alkoholmissbrauch unter Kindern und Jugendlichen auf kommunaler Ebene entgegenzuwirken. … (Quelle: Google Alkohol News, 17.3.11) gesundial.de, 17.3.11 unser Online-Kommentar:
Im Artikel wird erwähnt, dass allein in Köln ca 30’000 Kinder in alkoholbelasteten Familien aufwachsen. Das sind die eigentlichen unschuldigen Opfer des Alkoholkonsums in der Gesellschaft. Hoffentlich denkt die geplante Prävention auch an diese Kinder, die oft die Hölle durchmachen und schlechtere Lebenschancen …
Costa Rica: Betrunkene Piloten – 16. März 2011
Weil Pilot und Co-Pilot betrunken zum Start ihrer Maschine erschienen, mussten mehr als 100 Passagiere einen ganzen Tag warten. Die Piloten hatten noch 7 Stunden zuvor in einem Hotel gefeiert. Bis zum Ende der Untersuchung dürfen die Piloten nicht mehr fliegen. Die Passagiere erfuhren den Grund der Verspätung nicht. (Quelle: Neue Zürcher Zeitung, 16.3.11)
D: Richter erleichtern Blutentnahme bei Alkohol am Steuer – 16. März 2011
Polizeibeamte dürfen bei betrunkenen Autofahrern notfalls auch ohne einen Richter eine Blutentnahme anzuordnen. Das hat das Bundesverfassungsgericht klargestellt.
Den Verfassungsrichtern zufolge muss eine Blutentnahme zwar grundsätzlich von einem Richter angeordnet werden. Wenn aber kein Richter erreicht werden kann, dürfen auch Polizeibeamte oder die Staatsanwaltschaft die Blutentnahme veranlassen (AZ: 2 BvR 1596/10 und 2 BvR 2346/10). (Quelle: Google Alkohol News, 15.03.11) augsburger-allgemeine.de, 15.03.11
Wales: Aktivisten fordern Mindestpreis für Alkohol – 16. März 2011
In Wales fordern Gesundheitsaktivisten derzeit die Einführung eines Mindestpreises für Alkohol. “Alle Befunde zeigen, dass alkoholbedingte Schäden mit dem Preis und der Lieferbarkeit zusammen hängen. Es gab 18.000 alkoholbedingte Todesfälle in England und Wales, ein Anstieg von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr”, so Jonathan Shepherd von der Universität Cardiff. … (Quelle: Google Alkohol News, 15.03.11) berlinerumschau.com, 15.03.11 Kommentar: Der Schweizer Bundesrat hat ein Rechtsgutachten eingeholt, das ergab, Mindestpreise seien nicht EU-kompatibel. Sie würden das Freihandelsabkommen verletzen. Wie steht es nun?
D: Alkohol-Verbot für Herthas Stars – 16. März 2011
Hertha-Trainer Markus Babbel möchte sich ein Zitterfinale ersparen – Aufstieg Ostermontag perfekt?
Babbel zur B.Z.: „Wir haben noch nichts erreicht und dürfen uns jetzt nicht ablenken lassen, müssen professionell bleiben. Das habe ich den Jungs gesagt.“ Im Aufstiegs-Endspurt darf für die Mannschaft nur noch das nächste Spiel zählen. Babbel knallhart: „Sie sollen sich jetzt gesund ernähren, genug schlafen und auf Alkohol verzichten. …“ (Quelle: Google Alkohol News, 15.03.11) bz-berlin.de, 15.03.11
UK: Kleiner Tom: Mit drei schon alkoholkrank – 15. März 2011
Unfassbar, was manche Eltern ihren Kindern antun: In England musste jetzt ein gerade einmal dreijähriger Knirps wegen Alkoholismus in einem Krankenhaus behandelt werden. Mehr als sechs Monate lang sollen die Rabeneltern dem kleinen Tom (Name geändert) Alkohol zu trinken gegeben haben. Mit möglicherweise fatalen Konsequenzen: Der unfreiwillige kleine Alkoholiker aus den West Midlands könnte bereits Gehirnschäden davongetragen haben, fürchten Experten. (Quelle: Google Alcohol News, 15.3.11) mopo.de, 14.3.11
D: Jugendliche und Alkohol – Saufen auf dem Stundenplan – 15. März 2011
Moralpredigten über Alkohol sind zwecklos, sagt Suchtexperte Johannes Lindenmeyer – er plädiert für kontrollierte “Trinkexperimente”. Mit Lehrern. Von den Folgen sind nicht alle Jugendlichen begeistert. (Quelle: Google Alkohol News, 14.3.11) sueddeutsche.de, 14.3.11 unser Online-Kommentar: Weder Schulprävention noch die Trinkschule bei den Eltern sind massgebend. Das Vorbild ist die Gesellschaft mit ihren alles durchdringenden Trinkunsitten. So lange das Umfeld der Gesellschaft das Gegenteil der Präventionsbotschaft zeigt, ist jede Prävention bei Jungen unglaubwürdig und damit unwirksam. …
D: Neues alkoholfreies Bier soll jetzt wie “echt” schmecken – 15. März 2011
Das perlt, aber steigt nicht zu Kopf: Das Bier der Zukunft hat weniger Alkohol, sagen Experten. Berliner Wissenschaftler haben ein neues Verfahren zur Herstellung von alkoholfreiem Bier entwickelt. Das soll nun schmecken wie „echt“. …. (Quelle: Google Alkohol News, 14.3.11) welt.de, 14.3.11 unser Online-Kommentar: Jede Neuentwicklung im alkoholfreien Sektor, die auch Alkoholkonsumenten anspricht, ist ein Gewinn. Es gibt aber auch jetzt schon alkoholfreie Biere, die im Blindtest nicht von alkoholischen unterschieden werden konnten.
Hamburg: Wissenschaftler Amendt stirbt bei Unfall – 13. März 2011
Bei einem Verkehrsunfall in Hamburg sind mehrere Prominente getötet worden: Ums Leben kamen der 71-jährige Sozialwissenschaftler Günter Amendt, der 65-jährige Schauspieler Dietmar Mues sowie dessen 60-jährige Ehefrau Sibylle, wie die Polizei am Sonntag bestätigte.
Amendt und das Ehepaar Mues standen in einer Menschengruppe auf dem Trottoir, in die am Samstag das Auto eines 38-Jährigen schleuderte, der vermutlich unter Drogeneinfluss stand. Er war bei Rot über eine Ampel gerast. (Quelle: sonntagszeitung.ch, 13.03.11) Kommentar: Ironie des Schicksals. Günter Amendt war in den 80er- und 90er-Jahren auch in der Schweiz bekannt als liberaler Drogenexperte, der das Recht auf Rausch verteidigte.
Stuttgart: Ausschreitungen in der Innenstadt – 13. März 2011
Alle verfügbaren Streifen des Stuttgarter Polizeipräsidiums waren in der Nacht auf Samstag gefordert. Etwa 200 junge Leute veranstalteten Lärm, tranken Alkohol und widersetzten sich der Polizei. Zehn Personen wurden festgenommen, drei Polizisten wurden verletzt. Es besteht der Verdacht des Landfriedensbruchs. (Quelle: Google Alkohol News, 12.03.11) schwaebische-post.de, 12.03.11
D: Weniger Notfälle durch Alkohol – 12. März 2011
Polizei, Rotes Kreuz und Technisches Hilfswerk waren in den närrischen Wochen im Großeinsatz.
Ganz offensichtlich Wirkung zeigen die strikten Verbote von hochprozentigen Alkoholika bei den diversen Umzügen. Denn das Rote Kreuz in Lauingen registrierte rund 15 Prozent weniger alkoholbedingte Notfälle als im Vorjahr. Nicht nur für die Aktiven aus den Faschingsgesellschaften ging am Dienstagabend eine lange närrische Zeit zu Ende. In den rund 17 Wochen (zählt man ab 11.11) gab es auch viel Arbeit für die Einsatz-, Rettungs- und Hilfsdienste von Polizei, Rotem Kreuz, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk. …(Quelle: Google Alkohol News, 11.03.11) augsburger-allgemeine.de, 11.03.11 Kommentar: Man könnte meinen, die Hilfsdienste lebten nur für die närrische Zeit. Eine weitere Senkung der Alkoholpegel könnte sich lohnen.
A: Ein Phantom namens “Alkohol-Sondersteuer” – 10. März 2011
“Stadt Linz plant Sondersteuer auf Alkohol” – diese Schlagzeile brachte am Wochenende eine Kettenreaktion in Gang, die einen unglaublichen Aufruhr unter Politikern, Wirten und Getränkeherstellern im ganzen Land verursachte. Erst nach vier Tagen ist langsam klar geworden: Hier wurde ein Phantom durch die Gassen gejagt, die Steuer wird wahrscheinlich nicht einmal in Linz kommen. … (Quelle: Google Alkohol News, 09.03.11) krone.at, 09.03.11 Kommentar: Dass die Gegner auf die Barrikaden steigen, ist ja klar. Wo sind die Befürworter geblieben? Die WHO sagte schon vor Jahren, Alkohol-Prävention müsse ohne die interessierte Alkohollobby geschehen. Die Presse berichtet über den Aufruhr, aber selber recherchieren und sachlich informieren liegt nicht drin. … Unsere Projekt-Idee scheint doch die einzige Lösung zu sein.
Fastenzeit 2011: Verzicht auf Alkohol – so klappt es – 10. März 2011
Von Aschermittwoch (9. März 2011) bis Karsamstag (23. April 2011) wollen 78 Prozent der Deutschen auf Alkohol verzichten. Das ergab eine aktuelle Studie der Krankenkasse DAK. Aber wie hält man den guten Vorsatz durch? Diplom-Psychologin Susanne Ploog gibt Tipps, damit es klappt. …(Quelle: Google Alkohol News, 09.03.11) suite101.de, 09.03.11
A: Experten warnen vor Kindersnacks mit Alkoholgehalt – 9. März 2011
Die österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages) hat mehrere Lebensmittelprodukte analysieren lassen und festgestellt, dass in zahlreichen Kindersnacks und Lebensmitteln versteckter Alkohol enthalten ist.
Das Ergebnis der österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit überrascht und schockiert zugleich….bei den Süßigkeiten seien lediglich zwei von 19 untersuchten Artikeln alkoholfrei gewesen, berichtet die Ages. (Quelle: Google Alkohol News, 08.03.11) heilpraxisnet.de, 08.03.11 – noows.de, 08.03.11 unser Online-Kommentar: Die Alkoholindustrie hat es geschafft, in die Küchen einzudringen und in allen Bereichen ihre Produkte unterzubringen. … Es geht nicht nur um den im Lebensmittel enthaltenen Restalkohol, sondern darum, dass sich bereits Kinder an den Geschmack gewöhnen und später eher zu Alkoholkonsumenten werden.
D: Alkoholmissbrauch bei Emskirchener Faschingsumzug . 8. März 2011
Kein erfreuliches Ende nahm der Faschingszug in Emskirchen. Trotz eines totalen Alkoholverbots haben fünf Erwachsene so viel getrunken, dass sie ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten. Fünf betrunkene Jugendliche wurden ihren Eltern übergeben.
Bereits vor dem Start des Faschingsumzuges haben 50 Polizisten Taschenkontrollen durchgeführt und mitgebrachten Alkohol beschlagnahmt. Unter anderem 80 Dosen Bier, die eine Gruppe Jugendlicher konsumieren wollte. … (Quelle: Google Alkohol News, 07.03.11) frankenfernsehen.tv, 07.03.11
D: Anhänger mit Alkohol gestohlen – 7. März 2011
Bocholt – Alkoholische Getränke im Wert von rund 500.000 Euro erbeuteten die Diebe, die am Wochenende einen weißen Kühlauflieger stahlen. Der Sattelauflieger im Wert von rund 60.000 Euro war nach Angaben der Polizei auf einem Seitenstreifen im Schlavenhorst abgestellt worden. (Quelle: Google Alkohol News, 06.03.11) ivz-online.de, 06.03.11 Kommentar: Die Diebe wollten sicher der Menschheit einen Dienst erweisen und den Alkohol aus dem Verkehr ziehen.
A: Auch Graz überlegt Steuer auf Alkohol – 7. März 2011
Bürgermeister Nagl:”Das ist eine sehr gute Idee und würde uns 12 Millionen Euro bringen.”
Nach Linz wollen nun weitere Städte eine 15-prozentige Steuer auf Alkohol einheben. Der Grazer Bürgermeister
Siegfried Nagl befürwortet im Gespräch mit ÖSTERREICH die Idee: “Wir unterstützen das sehr. Graz könnte das 12 Millionen Euro bringen. Allein kann man so etwas aber nicht machen.” Nagl plädiert für eine breite Lösung auf Ebene des Städtebundes. … Quelle: Google Alkohol News, 05.03.11) ots.at, 05.03.11
Verstärkte Alkohol-Kontrollen in Berlin – 7. März 2011
Die Berliner Polizei hat in den vergangenen Nächten kurz vor dem Höhepunkt der Karnevalszeit Autofahrer verschärft auf Alkohol und Drogen kontrolliert. Dabei wurden im ganzen Stadtgebiet insgesamt 5314 Fahrer überprüft. … (Quelle: Google Alkohol News, 05.03.11) bild.de, 05.03.11
A: Stadt Linz fehlt Geld: Pläne für Alkohol-Sondersteuer – 7. März 2011
Alkoholische Getränke in der Gastronomie sollen um 15 Prozent teurer werden. So will die Stadt den Wegfall der Getränkesteuer kompensieren. Es geht um elf Millionen Euro an zusätzlichen Steuern.
Wie Graz hat sich Linz den Titel Europäische Kulturhauptstadt einiges kosten lassen. Und wie in Graz blieb in Linz ein veritables Budgetproblem. Ein Problem, das die Kunden der Gastronomie zumindest teilweise lösen sollen. (Quelle: Google Alkohol News, 05.03.11) diepresse.com, 05.03.11 unser Online-Kommentar:
Ich frage mich, warum nur die Gastronomie betroffen sein soll. Eine grosse Gefahr geht doch von den Billigaktionen in den Läden aus. …
D: DAK startet Plakatwettbewerb gegen Komasaufen – 5. März 2011
Unter dem Motto «bunt statt blau» hat die DAK Bayern am Donnerstag einen Plakatwettbewerb gegen das Komasaufen gestartet. Die landesweite Aktion soll Kinder- und Jugendliche zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol ermuntern. .. (Quelle: Google Alkohol News, 03.03.11) bild.de, 03.03.11 Kommentar: Etwas zu unternehmen, gibt ein gutes Gefühl. Effektvoller wäre, sich an den evidenz-basierten Massnahmen zu orientieren. Man muss ja nicht unbedingt die Politiker zufriedenstellen!
D: Städtetag will nächtliches Alkohol-Verkaufsverbot – 5. März 2011
Baden-Württemberg hat es vorgemacht, jetzt will auch der hessische Städtetag den Alkoholverkauf einschränken – der Gesundheit der Jugend zuliebe und der nächtlichen Ruhe wegen.
„Zum Schutz Jugendlicher vor alkoholbedingten Gesundheitsgefahren darf es in den Nachtstunden nicht länger erlaubt sein, uneingeschränkt Alkohol zu erwerben“, sagte der Präsident des kommunalen Spitzenverbandes, der Rüsselsheimer Oberbürgermeister Stefan Gieltowski (SPD), in Fulda. Er kritisierte, dass Tankstellen rund um die Uhr Hochprozentiges verkaufen dürfen. In Baden-Württemberg sei der Alkoholverkauf dort zwischen 22.00 und 5.00 Uhr verboten. Das Hessische Ladenöffnungsgesetz läuft zum Jahresende aus. Dann wären Änderungen möglich. (Quelle: Google Alkohol News, 03.03.11) faz.net, 03.03.11
A: Nordische Ski-WM: Bier ist aus – 2. März 2011
Die Nordische Ski-WM in Oslo ist schon jetzt die erfolgreichste, die es für Österreich je gab. Kein Wunder, dass das Bier in Strömen floß; bis es ausgetrunken war, denn es durfte nur ein bestimmtes Kontingent nach Norwegen zur WM mitgebracht werden.
Jetzt setzt Sponsor Stiegl alles in Bewegung, bierigen Nachschub ins WM-Land zu bringen. Dabei werden weder Kosten noch Mühen gescheut, schließlich hofft man auf weitere Stockerlplätze.
Norwegen ist ein Land mit einer überaus restriktiven Alkoholpolitik. … (Quelle: Google Alkohol News, 03/02/11) nachrichten.at, 02.03.11
D: Bei Gewalt ist oft Alkohol im Spiel (Kreis Esslingen) – 2. März 2011
“Der Kreis Esslingen ist ein sicherer Landkreis”, sagte der Leiter der Polizeidirektion Esslingen gestern bei der Vorstellung der Kriminalstatistik 2010. Im vergangenen Jahr hätten er und seine Kollegen 23 172 Straftaten registriert, was einem Rückgang von 0,4 Prozent entspreche. Betrachte man die Zahl der Delikte seit dem Jahr 2007, so sei “erfreulicherweise kontinuierlich ein leichter Rückgang” feststellbar. … Laut Wagner ist im Bereich der Gewaltkriminalität die Präsenz der jungen Personen besonders hoch: 47 Prozent der tatverdächtigen Gewalttäter im Kreis Esslingen seien unter 21 Jahre alt gewesen. Rund ein Drittel von ihnen habe zum Zeitpunkt der Tat unter Alkoholeinfluss gestanden. Dies seien zwei Prozent mehr als im Vorjahr. …
“Alkohol ist der Katalysator für Gewalt”, sagte Hans-Dieter Wagner und ergänzte, dass sich der Anteil der betrunkenen Tatverdächtigen bei Fällen wie Mord, Sexualdelikten, Raub und schwerer Körperverletzung im Lauf der vergangenen fünf Jahr von 24,4 auf 33,7 Prozent erhöht habe. Erfreulicherweise sei die Aufklärungsquote in diesem Bereich mit 80 Prozent überdurchschnittlich hoch. (Quelle: Google Alkohol News, 01.03.11) stuttgarter-nachrichten.de, 01.03.11
D: Verkehrswacht fordert: kein Alkohol am Steuer – 1. März 2011
Nach Vorliegen der Ergebnisse einer internen Arbeitsgruppe zum Thema Alkohol am Steuer fordert die Verkehrswacht ein grundsätzliches Alkoholverbot.
Der Deutschen Verkehrswacht e.V. liegt das Thema Alkohol am Steuer schon lange am Herzen, ihr Motto: “Wer fährt, trinkt nicht – wer trinkt, fährt nicht.” Der Vorstand der Verkehrswacht hat eine Arbeitsgruppe gebildet, die über die Auswirkungen von Alkohol am Steuer diskutieren sollte, mit dem Zweck, eine einheitliche Postion des Verbandes zu diesem Thema zu ermöglichen. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe liegen nun vor, der Vorstand hat diese zur Grundlage eines Beschlusses vom 27. Februar 2011 gemacht, der kurz und klar die Position der Deutschen Verkehrswacht e.V. zusammenfasst: Kein Alkohol am Steuer. (Quelle: Google Alkohol News, 28.2.11) suite101.de, 28.2.11
FORSCHUNG
Alkohol erhöht Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs – 19. März 2011
Alkohol sollte nicht regelmäßig, sondern nur gelegentlich genossen werden. Anderenfalls kann sich das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs erhöhen. Das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs wird durch Alkoholkonsum offenbar tatsächlich gesteigert. Schon lang ist dieser Zusammenhang vermutet worden, den nun eine über 24 Jahre laufende US-Studie belegt hat. Wie die Experten im Fachmagazin “Archives of Internal Medicine” berichten, steigt die Gefährdung bei Personen, die über mehrere Jahre hinweg täglich drei oder mehr alkoholische Getränke zu sich nehmen. … (Quelle: Google Alkohol News, 18.3.11) business-panorama.de, 18.3.11
Wann elterliche Kontrolle wirkt – 18. März 2011
Wenn die Mutter den Sohn überwacht und der Vater das Verhalten der Tochter im Auge hat, wirkt sich das besonders positiv auf den Nachwuchs aus. Laut Forschern um Julie Patock-Peckham von der Baylor University mindert gegengeschlechtliche elterliche Kontrolle impulsives Verhalten im jungen Erwachsenenalter und schützt vor späteren Alkoholproblemen (Journal of Studies on Alcohol and Drugs, Bd. 72, S. (Quelle: Google Alcohol News, 03/17/11) sueddeutsche.de, 17.3.11
Deutsche wollen Trinkverbot am Steuer – 17. März 2011
Eine 0,0-Promille-Grenze am Steuer ist in Deutschland mehrheitsfähig. Bei Männern allerdings nur knapp.
Zwei Drittel der Deutschen sind für ein komplettes Alkoholverbot am Steuer. Bei den Frauen sind es sogar 75 Prozent, wie aus einer GfK-Umfrage im Auftrag der Versicherung DA Direkt hervorgeht. Die Männer wünschen sich lediglich zu 58 Prozent eine 0,0-Promille-Grenze. (Quelle: Google Alkohol News, 16.3.11) focus.de, 16.3.11 Kommentar: Ein solches Umfrageergebnis gab es schon. Siehe Eintrag vom 23.12.10. In der neuen Umfrage ist die Akzeptanz noch höher. Die Polizei möchte auch 0.0-Promille. Die Politik wird weiter mauern.
Alkohol gegen Stress – 17. März 2011
Wer jung anfängt, ist gefährdet.
Wer früh mit dem Konsum von Alkohol beginnt, neigt später dazu, in belastenden Situationen schnell zur Flasche zu greifen. Zu diesem Ergebnis kommen Ärzte um Dorothea Blomeyer vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim (Alcoholism: Clinical & Experimental Research, online). Die Forscher hatten 306 Erwachsene zu ihrem Umgang mit Stress und ihren Trinkgewohnheiten befragt. (Quelle: Google Alkohol News, 16.3.11) sueddeutsche.de, 16.3.11
Elterliche Kontrolle – gegengeschlechtlich besonders effektiv – 16. März 2011
Wenn die Mutter über den Sohn und der Vater über die Tochter Bescheid weiß, wirkt sich das außerordentlich positiv auf späteres Verhalten aus.
Waco (USA) – Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Das gilt auch für Eltern, die ihren Nachwuchs im Auge behalten. Elterliche Überwachung der Kinder mindert impulsives Verhalten im jungen Erwachsenenalter und schützt damit vor späteren Alkoholproblemen – allerdings insbesondere dann, wenn diese Kontrolle gegengeschlechtlich erfolgt: … Das haben amerikanische Forscher bei ihrer Analyse der Angaben von mehr als 500 Studenten herausgefunden, wie sie im “Journal of Studies on Alcohol and Drugs” berichten. (Quelle: Google Alcohol News, 16.3.11) wissenschaft-aktuell.de, 16.3.11
Hemmungsloser Alkohol- und Drogenkonsum in Games – 14. März 2011
Sie versprechen den schnellen Kick und die Lösung aller Probleme: Drogen sind auch in Videospielwelten allgegenwärtig. Häufig verbessert ihr Verzehr die Gesundheit oder erhöht vorübergehend die Statuswerte der Spielfigur, wird allerdings auch mit unerwünschten Nebenwirkungen quittiert. Wir zeigen Ihnen nachfolgend Games, in denen Alkohol – und Drogenkonsum thematisiert wird. (Quelle: Google Alkohol News, 13.3.11) pcgames.de, 12.3.11
A: Viele Jugendliche leben in Risikoverhältnissen – 11. März 2011
Viele österreichische Jugendliche geben im europäischen Vergleich ein äußerst schlechtes Bild ab. Fünf bis zehn Prozent der Kinder leben hierzulande in sogenannten Risikokonstellationen, das heißt belastete Familiensituationen, die durch Gewalt, Alkohol, Armut, Vernachlässigung und Missbrauch geprägt sind, beschrieb … (Quelle: Google Alkohol News, 10.03.11) derstandard.at, 10.03.11 unser Online-Kommentar: Die Kommentare zum Artikel zeigen, dass für das in vielen Fällen dahinterstehende Alkoholproblem kein Verständnis besteht. Die alkoholisierte Gesellschaft sieht sich eben als Normalfall. Und sie ist auch Vorbild der Jugend. Da kann auch keine Besserung erwartet werden.
Gewalt in Kneipen und Happy Hour hängen zusammen – 10. März 2011
Zwischen Gewalt in Kneipen und dem Trinkverhalten während der Happy Hour gibt es einen Zusammenhang. Das geht aus einer britischen Studie hervor. Grundlage der Untersuchung sind Daten aus Pubs und Nachtclubs in fünf britischen Städten. Demnach sind vergünstigte Preise während der Rabattzeiträume häufig für gesteigerte Aggressionen verantwortlich …
Wie die Experten im Fachmagazin “Alcohol and Alcoholism” berichten, … (Quelle: Google Alcohol News, 09.03.11) curado.de, 09.03.11 Kommentar: In schweizerischen Gastgewerbegesetzen ist die Abgabe von Alkohol an betrunkene Gäste verboten. Nur wird praktisch nie kontrolliert oder geahndet.
CH: JAMES-Studie zum Medienverhalten von Jugendlichen – 4. März 2011
Wie nutzen Jugendliche in der Schweiz die digitalen Medien? Über diese und andere Fragen gibt die repräsentative Studie JAMES Auskunft. Die Gesamtergebnisse sind erstmals präsentiert worden und liefern verlässliche Zahlen zum Mediennutzungsverhalten Jugendlicher. (Quelle: Infoset Newsletter März 2011)
—————————————————————————————————–
Herausgeber:
Hermann T. Meyer, Projekte und Dienstleistungen, Lindenstr. 32, CH-8307 Effretikon, Schweiz
Tel. +41 (0)52 343 58 75, Fax: +41 (0)52 343 59 29 e-mail
Copyright © 2001-2011: Hermann T. Meyer. Alle Rechte vorbehalten. Texte von Drittpersonen geben nicht in jedem Fall unsere Meinung wieder. Wenn Sie unsere Texte weiterverwenden, bitten wir um Quellenangabe.
Letzter Eintrag 30.03.11