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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Vorsorge'

Leserbrief: Alkohol ist auch ein Tabu

Dienstag 27. April 2021 von htm

24.04.2021

 

Redaktion NZZ
Zürich

per e-mail

Leserbrief zu „CO2-Gesetz: Wissenschafter geben Ja-Parole heraus“, vom 23.4.2021

Reto Knutti, Klimaforscher an der ETH Zürich, begründet, warum er und über 100 führende Forscher die Ja-Parole für das CO2 –Gesetz unterstützen. Diese politische Einflussnahme galt bisher für Forscher oft als Tabu. Nun sagt er, wenn die Wissenschaft es unterlasse, die Zahlen und Fakten zu deuten, würden es allein die Lobbyisten tun

Auf einem andern Gebiet, wo Menschen seit jeher leiden und sterben (jährlich weltweit 3 Mio. Tote) wünschte man sich, die Wissenschaft würde ebenfalls ihre Stimme unüberhörbar laut erheben: der Alkoholfrage. Seit gut 10 Jahren hat sich die Politik von der Alkohollobby völlig vereinnahmen lassen und nach und nach auch die letzten wirksamen Präventionsmassnahmen aufgegeben:

Verzicht auf ein verbessertes Alkoholgesetz, Verzicht auf ein Präventionsgesetz, Verbot der Alkoholwerbung am Fernsehen, Alkoholverbot auf Autobahnraststätten, Schubladisierung der einstimmig angenommenen Resolution der WHO-Generalversammlung 2010. Indem sie die Resolution annahm, appellierte die Generalversammlung an die Mitgliedsländer, die Globale Alkohol-Strategie zur Verminderung des schädlichen Gebrauchs von Alkohol zu übernehmen und umzusetzen, um die öffentliche Gesundheitspolitik in den Mitgliedsländern zu ergänzen und zu unterstützen. Stattdessen wurde die auch präventiv aktive Eidgenössische Alkoholverwaltung zerschlagen, die ausserparlamentarische Kommission für Alkoholfragen aufgehoben, die Abteilung Alkohol beim BAG in eine Suchtabteilung eingegliedert und geschwächt.

Wo waren die empörten Stimmen der Wissenschaft? Wahrscheinlich zum Teil ausgewandert, weil bei unsern Politikern Hopfen und Malz verloren sind. Aber vielleicht fassen sie nun Mut, gegen die mächtigste Lobby aufzutreten und gegen die für die Gesellschaft gefährlichste Droge anzukämpfen. Das Tabu wurde ja einmal mehr gebrochen.

Freundliche Grüsse

Hermann T. Meyer
Effretikon

(pendent)

Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Diverse, Gesundheit, Internationales, Leserbriefe, Medien, Neues Präventionsgesetz CH, Parlamente/Reg., Politik, Schweiz, Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen, Vorsorge, Weltgesundheits-Org., Werbung, WHO globale Alkohol-Strategie, Wirtschaft | Keine Kommentare »

Leserbrief: Wissenschafter zur CO2-Abstimmung

Samstag 24. April 2021 von htm

23.04.2021

Tages-Anzeiger
Leserforum
Zürich

Per Webseite

Leserbrief zu „Tabubruch fürs Klima“ im Tagi vom 23.4.2021

Reto Knutti, Klimaforscher an der ETH Zürich, begründet, warum er die Ja-Parole für das CO2 –Gesetz unterstützt. Diese politische Einflussnahme galt bisher für Forscher als Tabu. Nun sagt er: „Wir haben das Feld zu lange den Lobbyisten überlassen.“ Und zum Schluss meint er: „Wenn die Gefahr besteht, dass Menschen leiden oder sterben, dann ist es unsere Aufgabe, das laut zu sagen.“

Auf einem andern Gebiet, wo Menschen seit jeher leiden und sterben (jährlich weltweit 3 Mio. Tote) wünschte man sich, die Wissenschaft würde ebenfalls ihre Stimme unüberhörbar laut erheben: der Alkoholfrage.Seit gut 10 Jahren hat sich die Politik von der Alkohollobby völlig vereinnahmen lassen und nach und nach auch die letzten wirksamen Präventionsmassnahmen aufgegeben:

Verzicht auf ein verbessertes Alkoholgesetz, Verzicht auf ein Präventionsgesetz, Verbot der Alkoholwerbung am Fernsehen, Alkoholverbot auf Autobahnraststätten, Schubladisierung der einstimmig angenommenen Resolution der WHO-Generalversammlung 2010. Indem sie die Resolution annahm, appellierte die Generalversammlung an die Mitgliedsländer, die Globale Alkohol-Strategie zur Verminderung des schädlichen Gebrauchs von Alkohol zu übernehmen und umzusetzen, um die öffentliche Gesundheitspolitik in den Mitgliedsländern zu ergänzen und zu unterstützen. Stattdessen wurde die auch präventiv aktive Eidgenössische Alkoholverwaltung zerschlagen, die ausserparlamentarische Kommission für Alkoholfragen aufgehoben, die Abteilung Alkohol beim BAG in eine Suchtabteilung eingegliedert und geschwächt.

Wo waren die empörten Stimmen der Wissenschaft? Wahrscheinlich zum Teil ausgewandert, weil bei unsern Politikern Hopfen und Malz verloren sind. Aber vielleicht fassen sie nun Mut, gegen die mächtigste Lobby aufzutreten und gegen die für die Gesellschaft gefährlichste Droge anzukämpfen. Das Tabu wurde ja gebrochen.

Freundliche Grüsse

Hermann T. Meyer
Effretikon

(pendent)

Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Diverse, Internationales, Leserbriefe, Medien, Parlamente/Reg., Politik, Prävention, Prominenz, Schweiz, TOP NEWS, Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen, Vorsorge, Weltgesundheits-Org., WHO globale Alkohol-Strategie | Kommentare deaktiviert für Leserbrief: Wissenschafter zur CO2-Abstimmung

Leserbrief zum Corona-Virus, Artikel im Tages-Anzeiger

Donnerstag 26. März 2020 von htm

26.03.2020

Tages-Anzeiger
Leserforum
Zürich

Per e-mail

Leserbrief zu „Der ignorante Deutschschweizer“ im Tagi vom 26.3.20

Genf, die Waadt und das Tessin weisen die höchsten Fallzahlen auf. Und das Wallis? Philippe Reichen schreibt: „Die Erklärungsversuche fallen dürftig aus, nach Gründen will man mancherorts nicht einmal mehr suchen.“ Wie wäre es mit diesem Erklärungsversuch? Die Nicht-deutschschweizer Kantone weisen den höchsten Alkoholkonsum in der Schweiz auf. Alkohol schädigt bekanntlich das Immunsystem. Bisher habe ich weder in den Medien noch von Behörden eine entsprechende Warnung an die Bevölkerung gesehen oder gehört.

Wohl ist der Alkoholkonsum im Gastgewerbe nun unterbunden worden. Doch wer in der verordneten Quarantäne zu Hause über einen Wein- oder Biervorrat verfügt, ist in dieser psychisch anspruchsvollen Zeit erst recht versucht, Trost im Alkohol zu suchen. Auch wird in Lebensmittelgeschäften der Alkoholsektor nicht abgesperrt. Für Nachschub ist also gesorgt. Singles und die ältere Risikogruppe sind besonders gefährdet.

Ist ein Grund für die fehlende Information wohl die Befürchtung, die Alkoholindustrie, als systemrelevant, könnte leiden? Auch in der Zeit darnach? Oder will man damit erreichen, dass möglichst viele Menschen vom Virus infiziert und dann hoffentlich immunisiert werden? Kollateralschäden bei den Risikogruppen werden in Kauf genommen? Die belasten ja doch nur die Rentenversicherungen und die AHV?

Freundliche Grüsse

Hermann T. Meyer
Effretikon

(Am 27.3.20 vollumfänglich veröffentlicht.)  Der verlinkte Online-Artikel wurde für die Druckausgabe gekürzt.

Nachtrag: Artikel im Tages-Anzeiger vom 28.3.20: „Online blüht das Geschäft“, gemeint ist das Geschäft mit Wein. Überschrift zum letzten Abschnitt: „Rentner bestellen fleissig.“ Letzte Sätze: “ Gleich doppelt so viel wie vor einem Jahr, so verraten ihm seine Statistiken, bestellen die über 65-Jährigen, die zu Hause blieben. Eigentlich eine gute Nachricht.“
Kommentar: Gut für den Weinhändler, schlecht für jene Kunden, die nicht masshalten können und den schon bestehenden Altersalkoholismus noch anheizen.

 

Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Alter, Aufruf, Dokumente, Erhältlichkeit, Gesundheit, Internationales, Leserbriefe, Medien, Politik, Prävention, Schweiz, Senioren, Statistik, Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen, Verschiedene, Vorsorge, Wirtschaft | Keine Kommentare »

Leserbrief zu „Alkohol schlägt auch aufs Gehirn“

Mittwoch 9. Mai 2018 von htm

Tages-Anzeiger
Leserforum
Zürich                                                                            7.5.2018

Per e-mail

Leserbrief zu „Alkohol schlägt auch aufs Gehirn“, vom 7.5.18

Schon seit Prof. Bunge, 1888 in seiner Antrittsvorlesung über Alkohol, an der Uni Basel oder Prof. Forel an der Uni Zürich hat es auch bei uns viele Untersuchungen über Alkohol und Gesundheit gegeben. Sowohl in den Medien wie in der Politik meist mit wenig Resonanz. Nun kommt noch der Zusammenhang mit den Demenzerkrankungen dazu. Erfreulich, dass der Tagi darüber berichtet.

Bei der WHO spricht man von ca 60 Krankheiten, die durch Alkohol bedingt oder mitbedingt sind. Ob die neuen Erkenntnisse nun unsere bürgerlichen, wirtschaftsfreundlichen PolitikerInnen bewegen wird, ihre Haltung in Bezug auf die Prävention zu ändern? Sie werden laufend von so vielen kleineren Problemchen und dem nächsten Wahlkampf absorbiert, dass sie leider keine Kraft haben, unser grösstes sozial-medizinisches Problem ernsthaft anzupacken. Es gibt natürlich auch andere Gründe für ihre diesbezügliche Passivität: Im Ausland spricht man z.B. von Korruption, wenn sich Politiker von Lobbyisten vereinnahmen und das Gehirn waschen lassen. Bei uns von fehlender Transparenz und geht zur Tagesordnung über. Auch bei Politikern kann Alkohol aufs Gehirn schlagen.

Freundliche Grüsse

Hermann T. Meyer
Effretikon

(veröffentlicht mit kleiner Kürzung am 11.5.18)

Kategorie: Alkoholkrankheit, Allgemein, Forschung, Früherkennung, Gesundheit, Internationales, Leserbriefe, Medien, Medizin, Politik, Prävention, Schweiz, Senioren, Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen, Vorsorge | Keine Kommentare »

Alkoholkonsum von Jugendlichen: Der Preis ist entscheidend!

Donnerstag 18. Juni 2015 von htm

Eine neue wissenschaftliche Untersuchung von Sucht Schweiz belegt, dass höhere Preise den Alkoholkonsum von jungen Menschen erheblich senken könnten und in der  Bevölkerung  breite  Akzeptanz  finden.  Bei  der  aktuellen  Beratung  des Alkoholgesetzes  ignoriert  aber  das  eidgenössische  Parlament,  insbesondere  der Nationalrat, bisher diese nachweislich wirksame Massnahme und politisiert am Volk vorbei.

Medienmitteilung von Sucht Schweiz am 18.6.15. Hier ganzer Text

Kategorie: Alkoholsteuern, Allgemein, Erhältlichkeit, Gesundheit, Jugend, Jugendliche, Medien, Neues Alkoholgesetz (CH), Politik, Preisgestaltung, Schweiz, Statistik, Verhältnis-Präv., Verschiedene, Vorsorge | Keine Kommentare »

Leserbrief betr. Krebsvorsorge

Mittwoch 19. Februar 2014 von htm

Bericht rät von Brustkrebs-Tests ab – und löst damit Empörung aus. Tages-Anzeiger vom 3.2.14 (siehe auch: Bald 40 Prozent mehr Krebserkrankungen, Tages-Anzeiger vom 3.2.14)

Die Aufregung um diesen Bericht beherrscht in den Medien das Thema Krebs und die mögliche Prävention im Allgemeinen. Eine wichtige Verlautbarung der Weltgesundheitsorganisation wird dadurch überdeckt. Sie hat eben, alarmiert durch die wachsenden Schäden durch Krebs, eindringlich gewarnt und mit Nachdruck die Einführung von wirksamen Präventions-Strategien gefordert.

Die oft vergessene Verbindung in Präventionsanstrengungen sei die zwischen Alkohol und Krebs. In Bezug auf Krebs gibt es keine sichere Konsummenge. Die Entdeckung erster schlüssiger Verbindungen zwischen Alkohol und Krebs gehen aufs Jahr 1987 zurück. Heute, 26 Jahre später, sind sich nur 36% der EU-Bürger dieser Verbindung bewusst. Schweizer BürgerInnen wohl noch weniger. Alkoholische Getränke beeinträchtigen den Verdauungsapparat und tragen zur Entstehung von Brust-Krebs bei. Die WHO bringt um 60 verschiedene Krankheiten mit Alkohol in Verbindung.

Da Europa den weltweit stärksten Alkoholkonsum aufweist, einige Länder mit dem 2,5-fachen des globalen Konsum-Durchschnitts, sollte dies zu sofortiger Aktion aufrufen. Der Anteil von Alkohol an einer Reihe von Krebsarten müsste besser beachtet werden. Es braucht vermehrte öffentliche Information, mehr Aufmerksamkeit bei den Gesundheitsberufen und wirksame Massnahmen, um diese Zusammenhänge hervorzuhaben und für Aktionen zu werben, die vermeidbare Krankheiten und Todesfälle vermindern können.

Die Internationale Agentur für Krebsforschung stellt fest, dass die Ergebnisse von Krebs-Kontrollmassnahmen zeigen, Prävention hat Erfolg, aber Gesundheitsförderung allein wirkt ungenügend. Eine angemessene Gesetzgebung spielt eine wichtige Rolle bei der Verminderung der Exposition und des Risikoverhaltens.
(nicht veröffentlicht)

Kategorie: Alkoholkrankheit, Allgemein, Entwicklungs- und Schwellenländer, Gesundheit, Internationales, Konsumhaltung, Leserbriefe, Medien, Medizin, Neues Alkoholgesetz (CH), Nichtübertragbare Krankheiten, Politik, Schweiz, Statistik, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen, Vorsorge, Weltgesundheits-Org. | Keine Kommentare »

Leserbrief zu „informative Präventionskampagnen bringen nichts“

Montag 5. August 2013 von htm

30.07.2013

Redaktion
Tages-Anzeiger
Leserforum
8004 Zürich

Leserbrief zu „Fast alle Rekruten trinken – und kennen die Risiken“ am 30.7.13

Es wäre zum Lachen, wenn es nicht zum Heulen wäre. Die Schweizer Wissenschaft hat herausgefunden, dass auf Information basierende Kampagnen keinen merklichen Konsumrückgang beim Alkohol bringen. Das wissen wir doch schon seit Jahrzehnten, obwohl uns die Regierungen von Bund und Kantonen immer wieder mit millionenschweren Kampagnen beglückten, nur um keine wirksamen Massnahmen ergreifen zu müssen. Der eben wieder veröffentlichte Konsum-Rückgang von einem Deziliter reinen Alkohols im letzten Jahr  zeigt einmal mehr, dass die laufenden üblichen Präventionskampagnen gerade genügen, um die Alkohol-Werbefeldzüge zu neutralisieren. Von einem spürbaren Rückgang, der sich positiv auf die Gesellschaft auswirken würde, keine Rede.

Die Schlussbemerkung in der SDA-Agenturmeldung ist aber geradezu komisch. Die Wissenschafter hätten sich nicht damit befasst herauszufinden, welche Massnahmen einen Konsumrückgang bewirken würden. Dafür braucht es nun wirklich keine Untersuchungen mehr. Die sind vor Jahren schon weltweit gemacht und diskutiert worden und die WHO hat die Ergebnisse den Mitgliedsländern zur Anwendung empfohlen. Die Schweiz hat diese Resolution für eine globale Alkoholstrategie im Mai  2010 mitunterzeichnet und anschliessend in den Schubladen versenkt. Die Bevölkerung wurde darüber praktisch nicht informiert.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer, Effretikon
(Leicht gekürzt am 5.8.13 veröffentlicht)

Kategorie: Allgemein, Internationales, Jugend, Jugendliche, Konsumhaltung, Leserbriefe, Schweiz, Statistik, Verhältnis-Präv., Vorsorge, Werbung, WHO globale Alkohol-Strategie | Keine Kommentare »

Wirksamkeit von Alkohol-Prävention

Dienstag 29. November 2011 von htm

DIMDI, das Deutsche Institut für medizinische Dokumentation und Information, veröffentlichte jüngst seinen Bericht zur Prävention des Alkoholmissbrauchs von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Hierfür unternahm das Institut eine systematische Literaturrecherche in 34 Datenbanken und wählte aus 401 gefundenen Studien 59 zur genaueren Analyse aus.

Die Mehrzahl der Studien stammt aus den USA, neun Studien sind aus Deutschland. Als wirksam erwiesen sich ein Familieninterventionsprogramm, personalisierte computergestützte Interventionen an Schulen und Universitäten, kurze motivierende Interventionen und zentrale Elemente der Verhältnisprävention.

Gerade aber verhältnisbezogene Maßnahmen, z.B. Steuer- und Preiserhöhungen, Verkehrskontrollen und Kontrollen des Verkaufspersonals, Einschränkungen der Zugriffsnähe und Werbemöglichkeiten (Displays, Aufsteller) für alkoholische Getränke weisen eine hohe Effektivität auf. Traditionelle (universelle) Medienkampagnen sowie Informations- und Erziehungsprogramme an Schulen erwiesen sich nicht als effektiv.

Der Bericht zeigt die Notwendigkeit der Entwicklung spezifischer und zielgruppenorientierter Präventionsmaßnahmen für den deutschen Kontext. Dazu gehören die verbindliche Definition von Zielgrößen (Reduktion des Konsums, Änderung des Verhaltens) sowie eine verbindliche Definition und empirische Bestimmung riskanten Alkoholkonsums. Vor der Einführung von Präventionsmaßnahmen (so DIMDI) sollte deren Wirksamkeit eindeutig belegt sein, was gegenwärtig nur selten der Fall ist. (Quelle: Newsletter der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen DHS, 29.11.11) http://portal.dimdi.de/de/hta/hta_berichte/hta309_bericht_de.pdf
Kommentar: Unwirksame Alibiübungen zu verkaufen ist einfacher, als effektive Verhältnisprävention durchzusetzen.

Kategorie: Allgemein, Erhältlichkeit, Internationales, Jugend, Jugendliche, Kinder, Medien, Newsletter, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv., Vorsorge, Werbung | Keine Kommentare »

Neuer HTA-Bericht zur Prävention von Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen

Dienstag 26. Juli 2011 von htm

Köln – Ob und wie Präventionsmaßnahmen dazu beitragen, den Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen zu reduzieren, ist nicht hinreichend nachgewiesen. Darauf weist das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information in einem neuen Health Technology Assessment (HTA) hin.
Demnach können Familieninterventionsprogramme sowie personalisierte computergestützte Interventionen an Schulen, Colleges und Universitäten vermutlich zwar dazu beitragen, Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen vorzubeugen.
Dagegen sei die Wirksamkeit von Anzeigen- und Informationskampagnen in Funk und Fernsehen nicht ausreichend belegt. Der Bericht zeigt auch, dass nur wenige Maßnahmen Häufigkeit oder Menge des Alkoholkonsums dauerhaft reduzieren. (Quelle: aerzteblatt.de, 26.7.11)unser Online-Kommentar: Die im Rahmen der Gesundheitsförderung seit bald 20 Jahren übermächtige Verhaltensprävention hat nicht nur nichts gebracht sondern auch noch das Aufkommen der neuen Modeerscheinungen Rauschtrinken und Mixgetränke erleichtert.
Die Regierungen sollten endlich ihre Verantwortung übernehmen und wirksame Massnahmen der Verhältnisprävention einführen und durchsetzen. Die bisherigen Alibiübungen der Verhaltensprävention dienen nur der Alkoholindustrie und nicht der Bevölkerung. Sogar die Weltgesundheitsorganisation der UNO drängt seit einem Jahr darauf.

Kategorie: Alcopops (de), Alkoholindustrie, Allgemein, Gesundheit, Internationales, Jugend, Jugendliche, Kinder, Politik, Sozialkosten, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv., Vorsorge, WHO globale Alkohol-Strategie | Keine Kommentare »

Bei Heuschnupfen auf Alkohol verzichten

Montag 23. Mai 2011 von htm

Bier, Wein und Schnaps enthalten Histamin – deshalb sollten Heuschnupfengeplagte auf Alkohol verzichten. Denn Histamin kann die Symptome verschlimmern, sagt Harald Morr, Präsident der Deutschen Lungenstiftung. „Histamin agiert im menschlichen Körper als einer mehrerer Signalstoffe, die während einer allergischen Reaktion ausgeschüttet werden und die typischen allergischen Symptome verursachen.“ … (Quelle: Google Alkohol News, 23.5.11) welt.de, 22.5.11

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