www.alkoholpolitik.ch

Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Sonntag 6. Januar 2013 von htm

After 10 years of full and one year with reduced activity this website is working as an archive.

Nach 10 Jahren mit voller und einem Jahr mit reduzierter Aktivität wird diese Website zum Archiv.

Da mich das Thema immer noch nicht loslässt, werde ich meine Webseite zum Bloggen einsetzen. Ab und zu werde ich einen Kommentar aufschalten. Vielleicht schauen Sie gelegentlich hinein. Mit den besten Wünschen zum neuen Jahr.

Hermann T. Meyer

Kategorie: Allgemein | Keine Kommentare »

Leserbrief zu Zürcher Studie über Suchtmittelkonsum Jugendlicher

Sonntag 28. Oktober 2018 von htm

27.10.2018

Tages-Anzeiger
Leserforum
Zürich

Per e-mail

Leserbrief zu „Jeder zehnte 11-jährige trinkt Alkohol“ vom 27.10.2018

Bisher erfuhr man aus Polizeiberichten und Zeitungsartikeln ab und zu, dass bei Delikten, verübt durch Jugendliche, Alkohol im Spiel war. Forderungen nach wirksamen Gegenmassnahmen liefen ins Leere. Nun kommt diese Langzeitstudie mit Zürcher Kindern und Jugendlichen, die zeigt, warum diese kriminell werden.

Die grosse Überschrift auf der Titelseite weckt die Erwartung, dass im Innern der Zeitung die Details zu erfahren sein würden. Weit gefehlt. Die ganze Seite 3 wird nur über die Folgen des Rauchens in diesem Zusammenhang berichtet, was an sich auch lesenswert, aber eigentlich schon lange bekannt ist. Es fehlt noch der Hinweis auf die retardierte Entwicklung des nikotingeschädigten Kindes als eine der Folgen der Hirnschädigung.

Auf die Folgen des Alkoholkonsums wird mit keinem Wort eingegangen. Das lässt erahnen, dass die Medien auch in Zukunft dieses Thema tabuisieren werden. Als ausgleichende Schlusspointe ist wohl der letzte Artikel dieser Tagi-Nummer anzusehen: „29 Milliarden Liter weniger Bier“. Als Ergebnis der Klimaerwärmung würde in Zukunft in einigen Ländern weniger Bier produziert, also auch weniger getrunken, was als weitere schlimme Folge des Klimawandels gewertet wird. Immerhin kann die Alkohollobby nun beruhigt sein, an Konsumenten-Nachwuchs wird es auch in Zukunft nicht fehlen.

Freundliche Grüsse

Hermann T. Meyer
Effretikon

PS

Irgendwie einleuchtend, dass auf der Internetseite die Kommentarfunktion nach vier die Studie kritisierende Meinungen blockiert wurde.
Sie wurde am Sonntag wieder ermöglicht. Vielleicht nach meinem Leserbrief.

(nicht veröffentlicht)

 

Kategorie: Allgemein, Andere Drogen, Foetales Alkohol Syndrom, Jugendliche, Schweiz, Veröffentlichungen | Keine Kommentare »

WHO Global Status Report on Alcohol and Health 2018

Freitag 21. September 2018 von htm

PRESS RELEASE

Brussels, Belgium, 21st September 2018

We are still number one but hopefully not for long – Europe’s alcohol consumption
WHO Global Status Report on Alcohol and Health 2018

More than 3 million people died as a result of harmful use of alcohol in 2016, according to a report released by the World Health Organization (WHO) today. This represents 1 in 20 deaths. More than three quarters of these deaths were among men. Overall, the harmful use of alcohol causes more than 5% of the global disease burden.

Europe continues to have the highest per capita consumption in the world. The good news is that per capita consumption has decreased by more than 10% since 2010. However, Europe has the highest rates of current drinking among 15–19-year-olds, followed by the Americas (38%) and the Western Pacific (38%). School surveys indicate that, in many countries, alcohol use starts before the age of 15 with very small differences between boys and girls.

European Alcohol Policy Alliance (Eurocare) wants to remind the European Institutions of the Council Conclusions on Cross-border aspects in alcohol policy – tackling harmful use of alcohol during the Estonian Presidency in December 2017.

Mariann Skar, Secretary General of Eurocare said:
“Juncker’s Commission has neglected and ignored alcohol policy. We are still waiting for decision on such, one might imagine, simple issue as whether consumers should have calories on the labels. Not to mention the missed opportunity of Audiovisual Media Services Directive to reduce exposure to alcohol advertising. Last but not least, we still have minimum excise duties from 1992. The progress we are seeing in Europe is because of courageous actions at a Member States level, countries such as Estonia, Lithuania, Poland, Scotland, Finland have implemented progressive alcohol policy solutions’‘.

Member States have clearly shown that there is a will to do more to tackle alcohol related harm. Juncker’s Commission has to quickly increase its efforts to find a way to actualise these Council Conclusions.
Conclusions highlighted several areas of action and call on the European Commission to:

  • Produce and adopt a new EU Alcohol Strategy
  • Monitor and evaluate the adequacy of the current measures in the online advertising of alcoholic beverages
  • Support Member States in the framework of a new Joint Action – RARHA
  • Support research and studies in areas such as for instance cross-border purchases
  • Propose better provisions for alcohol labelling by the end of 2019

WHO’s Global status report on alcohol and health 2018 presents a comprehensive picture of alcohol consumption and the disease burden attributable to alcohol worldwide. It also describes what countries are doing to reduce this burden.

Source: Eurocare, 18/09/21

Kategorie: Advertising, Alcohol taxes, Alerts, Allgemein, consumption, Documents, English Website, Global, Health, Labels, mortality, Parliaments / Governments, Politics, Prevention, Publications, Research, Social Costs, Statistics, Watchdogs, WHO, Youth | Keine Kommentare »

Leserbrief zu „Kulturverlust durch Abstinenz? Aber nein!

Freitag 21. September 2018 von htm

21.09.2018

Tages-Anzeiger
Leserforum
Zürich

Per e-mail

Betr. Meinungen

Leserbrief zu „Kulturverlust durch Abstinenz? Aber nein! Vom 21.9.2018

Um auf die Frage im Titel genauer zu antworten: Aber nein, sonst hätte die Mehrheit der Erdenbewohner keine Kultur! Und unsere alkoholische Scheinkultur wäre das Mass aller Dinge.

Zum Glück lesen die meisten Leute nur das Fettgedruckte. Immerhin hat Redaktor Hesse im ersten Teil richtige Fakten aufgetischt, aber gegen den Schluss wird er richtig komisch-ironisch. Damit bedient er die offenbar jetzt angesagte Masche, das Alkoholproblem zu verharmlosen. Jetzt, wo die Fakten derart erdrückend wurden, macht man sich lustig und verdeckt das bisherige Versagen.

Dazu wird das Schreckgespenst der totalen Nüchternheit als Ziel von WHO und EU-Kommissär an die Wand gemalt. Dabei war und ist das Ziel der Suchtprävention immer die Reduktion der suchtbedingten Schäden. Das kann erreicht werden, indem möglichst viele Massnahmen grossflächig getroffen werden, die den Konsum senken. Erstmals hat die WHO an ihrer Generalversammlung im Mai 2010 mit ihrer einstimmig verabschiedeten Globalen Alkohol Strategie die wirkungsvollsten Möglichkeiten für eine Konsumreduktion aufgelistet. Dies nach jahrelangen Verhandlungen auch mit der Alkoholindustrie auf allen Kontinenten. Die Schweiz hat mitunterzeichnet und den Beschluss sofort schubladisiert.

Die im Text erwähnte Konsumminderung ist natürlich nicht von selbst eingetreten. Während des ganzen letzten Jahrhunderts tobte ein dauernder Kampf zwischen der Alkoholindustrie, ihrer Lobby in Parlamenten, Regierungen und Medien und der Gesundheitslobby verschiedenster Schattierungen. Einiges wurde erreicht, einiges wurde in diesem Jahrhundert wieder aufgegeben. Begründung: Der Konsum geht ja zurück. Dabei wird verschwiegen, dass der Risikokonsum steigt. Die Schäden sind nach wie vor vorhanden. Von denen spricht niemand.

Bei der Untersuchung der Lebenszufriedenheit wurden sicher nicht die Opfer des übermässigen oder fahrlässigen Alkoholkonsums befragt: Die leidenden Ehepartner, die über 100‘000 Kinder und Jugendlichen in alkoholbelasteten Familien, die vergewaltigten Frauen, die ungeliebten, im Rausch erzeugten Kinder, die Hinterbliebenen von Gewalt- und Unfallopfern, die Invaliden, die Krebskranken, die sexuell ausgebeuteten, die von Hooligans verletzten Polizisten und Rettungsmannschaften, ganz zu schweigen von den Milliarden Franken, die uns diese Droge jährlich kostet. Sie ist die gefährlichste,  wenn man ihre gesellschaftliche Relevanz mitberücksichtigt.

Freundliche Grüsse

Hermann T. Meyer
Effretikon

(nicht veröffentlicht)

Siehe auch WHO Global Status Report on Alcohol and Health 2018

Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Europaparlament / EU-Kommission, Gewalt/Kriminalität, Internationales, Jugend, Kinder, Kultur, Leserbriefe, Medien, Parlamente/Reg., Politik, Prävention, Schweiz, Sozialkosten, Statistik, Verhältnis-Präv., Verkehr, Veröffentlichungen, Verschiedene, Weltgesundheits-Org., WHO globale Alkohol-Strategie | Keine Kommentare »

Leserbrief an die Tages-Anzeiger Chefredaktorin

Sonntag 16. September 2018 von htm

08.09.2018

Tages-Anzeiger
Leserforum
Zürich

Per e-mail

Leserbrief zu „Mehr Platz für Ihre Meinung“ vom 8.9.18

Sehr geehrte Frau Wittwer,

Sie berichten über die Ergebnisse Ihrer Umfrage vom 9. Juli. Ich möchte nachdoppeln beim Wunsch von Lesern, dass die Leserbriefseite vergrössert werde. Immer mehr wurde durch Werbung oder Beiträge von eigenen Leuten die Äusserungsmöglichkeiten der Leserschaft eingeschränkt. Auch die Karikaturisten sollten eine andere Seite erhalten.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich meine Anerkennung zollen, dass in kurzer Zeit mehrere Artikel mit Bezug aufs Thema Alkohol erschienen sind, welches in den letzten Jahren stark vernachlässigt worden ist. Zum ersten Mal scheint mir, dass das „Plädoyer für eine freie Presse“ von Herrn Supino, erschienen am 3.9.18 ernst gemeint war, wenn er schreibt, er verstehe es als Kern der verlegerischen Verantwortung, für unabhängige Medien einzustehen. Bisher konnte ich auf solche Äusserungen nur mit Unglauben reagieren.

Wenn ich mir einen Hinweis gestatten darf: In vielen aktuellen Themengebieten spielt Alkohol eine wesentliche Rolle, er wird aber nicht oder nur am Rande kurz erwähnt, weil er immer noch tabuisiert wird. Z.B. Gewalt gegen Behörden, Polizei, Rettungsmannschaften; oder die Armutsdiskussion (7.9.18) ein grosser Teil der Armut ist alkoholbedingt; oder Sex der jungen Schweizerinnen (8.9,18).

Der heutige Mamablog hat mich freudig überrascht. Soviel Sachverstand habe ich in letzter Zeit zum Thema noch selten im Tagi gefunden. Vielleicht können Sie ja mit der Zeit wieder einmal einen Sachbearbeiter einstellen, der das Thema fachlich einigermassen beherrscht und dauernd betreut.

Freundliche Grüsse

Hermann T. Meyer
Effretikon

(Mit Kürzungen am 15.9.18 bei Leserbriefen veröffentlicht)

Kategorie: Allgemein, Armut, Gewalt/Kriminalität, Jugend, Leserbriefe, Medien, Schweiz, Sport, Veröffentlichungen | Keine Kommentare »

Das «Gläschen in Ehren» schadet doch

Freitag 24. August 2018 von htm

Das Schweizer Radio srf berichtet heute in seinen Nachrichten über eine grosse amerikanische Studie, die aufräumt mit dem alten Märchen vom unbedenklichen mässigen Alkoholkonsum.

  • Alkohol zu trinken ist immer mit einem gesundheitlichen Risiko verbunden – auch bei geringer Menge.
  • Zu diesem Schluss gelangen die Autoren einer Studie über den weltweiten Konsum alkoholischer Getränke und den Zusammenhang mit 23 Krankheiten.

Die Forscher um Griswold und Emmanuela Gakidou, ebenfalls von der University of Washington, hatten 694 Studien über Alkoholkonsum und 592 Studien über Gesundheitsrisiken durch den Genuss von Alkohol ausgewertet. Die im Fachjournal «The Lancet» vorgestellten Daten umfassen die Bevölkerung von 15 bis 95 Jahren in 195 Ländern. Demnach stehen weltweit 2,8 Millionen Todesfälle pro Jahr mit Alkoholkonsum in Verbindung. ….

Weil in diversen Studien positive Effekte von mässigem Alkoholkonsum auf Diabetes oder die Erkrankung der Herzkranzgefässe festgestellt wurden, rechneten die Forscher dies gegen die negativen Folgen. «Insbesondere der starke Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und dem Risiko von Krebs, Verletzungen und Infektionskrankheiten gleicht die schützenden Wirkungen für Erkrankungen der Herzkranzgefässe bei Frauen in unserer Studie aus», so die Forscher.

Zehn Gramm Alkohol pro Tag – dies entspricht einem Glas Wein – erhöhen das Risiko, eine alkoholbedingte Krankheit zu bekommen, demnach um 0,5 Prozent. Bei 20 Gramm pro Tag steigt das Risiko bereits um 7 Prozent und mit jeder täglichen Alkoholeinheit mehr wird es höher.

Quelle: Radio srf, 24.8.2018

Kommentar: Ob die in Bern diese Meldung auch hören und, ihr eigenes Konsumverhalten vergessend, einmal für die Volksgesundheit politisieren können?

Kommentar nach der Sendung:

Nach einer kurzen Einführung zum Inhalt einer grossen internationalen Studie über die gesundheitlichen Risiken auch bei mässigem Alkoholgenuss wurde ein Ethiker der Uni Zürich als einziger zu seiner Meinung über die Studie befragt, die in der renommierten Fachschrift „The Lancet“ erschienen war.

Obwohl er sich als Nicht-Fachmann bezeichnete, erhielt er die ganze restliche Sendezeit, um seine Sicht über den Wert des mässigen Konsums zu verbreiten. Damit stellte er sich völlig gegen die Aussagen der vorgestellten Untersuchung und  blieb der seit vielen Jahren durch die Alkoholindustrie verbreiteten These treu, dass mässiger Alkoholkonsum  unbedenklich – ja sogar gesund –  sei.

Alkohol ist nicht nur ein abhängig machendes Rauschgift, es ist sozialmedizinisch die gefährlichste aller Drogen. Das wird gerne unterschlagen. Politiker und Wissenschaftler  kämpften deshalb für präventive Massnahmen,  die heute immer mehr abgeschafft werden. Der Konsum gehe ja zurück. Dabei steigt der Risikokonsum. Und über 100‘000 Kinder müssen bei uns in alkoholbelasteten Familien aufwachsen.

Beschwerde an den Ombudsmann für Radio und Fernsehen am 30.8.18

Die Sendung hat die sehr wichtige Studie einseitig präsentiert und ihren Wert für die Gesellschaft völlig ausgeblendet. Statt dass auch eine ausgewiesene Präventionsfachperson beigezogen wurde, erhielt der Hörer nur eine einseitige Privatmeinung zu hören, die dem wichtigen Thema bei weitem nicht gerecht wurde. Auf Grund der Sendung sich nun eine eigene fundierte Meinung zu bilden, war dem Laien nicht möglich.

 PS

Mein Bemühen, auf der Webseite einen Kommentar einzureichen, wurde mit technischen Tricks unterbunden. Ich habe den Kundendienst informiert, mit nichtssagender Antwort.

 

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Make Alcohol Policy Solutions The Priority They Should Be

Freitag 24. August 2018 von htm

69th IOGT World Congress urges governments to make alcohol policy the priority it should be and calls for Framework Convention on Alcohol Control.

42 countries, 77 delegates and 320 participants all together took part in the 69th session of the IOGT International World Congress. Together they issued the following declaration:

Make Alcohol Policy Solutions The Priority They Should Be

We, the delegates of the 69thIOGT International World Congress “Future Made Here”, gathered to galvanize fresh momentum in our efforts to tackle alcohol as major obstacle to sustainable development.

We note with alarm the lack of progress in preventing and reducing alcohol harm in countries around the world.

13 of 17 Sustainable Development Goals are adversely affected by alcohol. Every ten seconds a human being dies due to an alcohol-related cause. Globally, alcohol is the leading risk factor for premature death and disability among people between the ages of 15 to 49. Alcohol harm is decimating our families, hurting our communities, undermining our economic productivity, and impeding progress for all. All this is manufactured and fueled by the alcohol industry, their harmful products and unethical business practices, which include tax avoidance, pervasive marketing and industry self-regulation.

Not only is Big Alcohol ruthlessly pursuing profits with no regard for Human Rights, human dignity, and human well-being. The alcohol industry is also engaging in aggressive political activities to undermine, derail and obstruct evidence-based and cost-effective alcohol policy measures that would benefit people and societies.

We are deeply concerned about the fact that our governments are dangerously off track in fulfilling their commitments to promoting a better life for all through tackling alcohol harm.

Independent science shows that the alcohol policy best buys hold considerable and largely untapped potential to promote health,  foster development and to protect especially vulnerable groups like children and youth, women and people in deprived and marginalized communities. For example, a $1 investment in the alcohol policy best buy measures generates a return of $9 dollars. These alcohol policy best buys are important tools to help achieve the SDGs.

The lack of progress in policy implementation and enforcement since the adoption of the WHO Global Alcohol Strategy in 2010 make the need for a binding international agreement abundantly clear.

Therefore, we call for the adoption of a Framework Convention on Alcohol Control. In the era of the Agenda 2030, sustainable development will not be possible without renewed and high-level political commitment and persistent, evidence-based action to prevent and reduce alcohol harm.

It is high-time that governments make alcohol policy solutions the priority they should be in order to achieve development for all.

Source: IOGT International

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Big Alcohol, Big Oil and Big Pharma hold meeting in the heart of the UN

Donnerstag 23. August 2018 von htm

New York, United Nations, July 19, 2018 – Civil society groups express deep concern about presence of harmful industries at the United Nations and during the UN High-Level Political Forum on Sustainable Development  

On July 12, 2018, front groups for Big Alcohol, Big Oil and Big Pharma were inexplicably granted access into the heart of the UN to host a side event as part of the official program of the UN High-Level Political Forum on Sustainable Development (HLPF).

The HLPF is the premier body of the United Nations to assess and discuss the implementation of the Agenda 2030 and the Sustainable Development Goals (SDGs). [1] The HLPF is convening at the United Nations in New York between July 10-18, bringing together more than 2000 participants from civil society and other stakeholder groups with more than 100 ministers from governments around the world. The purpose of the meeting is to jointly assess global and national progress and challenges in achieving the SDGs. During the eight days of the HLPF, a total of 190 side events are being organized. And here is where it gets ugly.

Two front groups for some of the most harmful industries in the world joined with the UN Office of Partnerships to host a side event about private sector initiatives to promote sustainable development. [2] Masquerading as a “not-for-profit” organization, the International Alliance for Responsible Drinking (IARD) is the lobby arm representing 11 of the biggest alcohol producers in the world [3], while GBCHealth is the front group for Big Oil, Big Pharma and other industries harmful to health and development. [4]

The fact that private sector invitation-only events take place in the heart of the UN is deeply concerning. In this way, well-funded private sector front groups are able to monopolize the conversation on matters of public concern, further fueling problems of intransparency and monopolizing the definition of problems and accepted solutions. Harmful industries should have no place at discussions about solutions to the problems that their products, business models and business practices are causing in the first place. 

In a time of shrinking space for civil society, front groups funded by harmful industries can pay their way to prime access to the UN and decision-makers. The event was held in the UN Secretariat Building, West Terrace, where only few can afford to rent meeting rooms and other associated costs. Basic analysis of the official HLPF program shows that only about 20% of all side events list civil society groups as primary organizer. Many civil society event applications were rejected and therefore had to find affordable space outside UN premises.

This event is also deeply concerning because alcohol is a massive obstacle to development, adversely affecting 13 of 17 SDGs, killing one human being every 10 seconds, fueling poverty, inequality, violence, including gender-based violence, and vast economic and productivity losses. [5] [6] The corporations represented by the IARD have a horrific track record of human rights abuses [7], exploitation of women and girls [8], use of tax avoidance schemes [9] [10], institutional ties with the tobacco and other harmful industries [11] [12], marketing techniques and strategies that expose children, adolescents and youth to alcohol [13], and misrepresentation of the science about the harmfulness of their products [14].

All of these corporations attack evidence-based and WHO-recommended public policies and interventions that help save and improve lives by reducing and preventing alcohol harm – because these policies would jeopardize their profits. [15]

Extractive industries, like Big Oil, often undermine effective measures against climate change and for transformation towards sustainable development. The adverse effects of their business practices extend across the SDGs. [16]

These facts clearly show the conflict of interest at work when harmful industries like Big Alcohol, Big Oil and Big Pharma engage in conversations about health and development.

However, at the side event, which was part of the official HLPF program, none of these facts could be highlighted because the event was invitation only, excluding selected civil society groups. And so, in the heart of the UN and during a most important meeting to discuss obstacles to sustainable development, harmful industries were able to spread misinformation and propaganda.

As civil society groups, representing communities affected by the harms these industries cause to people, families and societies worldwide, we are deeply concerned about this event and what it represents.

We are concerned about the absence of quality standards for HLPF side events. We are also concerned about the lack of conflict of interest safeguards.

We strongly oppose the shrinking space for civil society and ever increasing platforms for harmful private interests. We are against the role of the UN Office of Partnerships, promoting harmful industries that undermine and attack policies and guidelines of other UN agencies.

We are concerned about Human Rights compliance of harmful industries and their attempts to use the United Nations to white and green wash the real harms they cause to human and planetary health and well-being.

We are concerned about the integrity and effectiveness of the HLPF and our collective ability to find the most comprehensive solutions to achieve sustainable development for all, not just for a few corporate giants.

Link to IOGT Intern. with List of signatories

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DRUNK, DISRUPTIVE AIR PASSENGER NUMBERS ON THE RISE

Mittwoch 22. August 2018 von htm

 Report shows that 6 in 10 people have encountered drunk passengers following a six-fold increase in passenger incidents on planes since 2012

Almost two thirds of British adults who travel by air (60%) have encountered drunk passengers whilst traveling by air, according to a report published today.

Fit to Fly, by the Institute of Alcohol Studies and the European Alcohol Policy Alliance, found that the majority (51%) of Brits believe there is a serious problem with excessive alcohol consumption in air travel. Drunk passengers who become aggressive on planes threaten the safety of other passengers, including children. Cabin crew have reported being sexually assaulted, kicked, punched and headbutted by drunk passengers.1

Though it is an offence to be drunk on a plane, incidents of drunk and disruptive passengers have increased in recent years, up 600% since 2012,2 according to the Civil Aviation Authority, the body which regulates air travel in the UK. Fit to Fly finds that nearly a quarter of GB adults (24%) drink alcohol at the airport, and only 2% of adults reported drinking four drinks or more, indicating that a minority of passengers drinking excessively may be putting other passengers’ safety at risk.

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Online-Kommentar zum Beizensterben, Sonntagszeitung vom 27.5.18

Samstag 2. Juni 2018 von htm

Die in den 90er-Jahren vom Gewerbe und den bürgerlichen Parteien forcierte Liberalisierung im Gastgewerbe hatte zu einem massiven Anstieg der Betriebe geführt. Nicht umsonst äusserte der Präsident von Gastrosuisse vor wenigen Jahren, es hätte 10’000 Betriebe zu viel! Nun folgen die Konsequenzen. Dabei trifft es oft die Falschen.
In ländlichen Gebieten könnten nun die Gemeinden und die Vereine einspringen. Wie es einen Robinsonspielplatz für die Kleinen braucht, so auch einen Treffpunkt für die Grossen. Die Vereine könnten im Turnus die Verpflegung und die Getränke wie eine temporäre Festwirtschaft besorgen. Die Erfahrung dazu besitzen sie vielerorts bereits. Der Gesetzgeber müsste die entsprechenden Rahmenbedingungen festlegen und kontrollieren lassen.

Hermann  T. Meyer
Effretikon

(veröffentlicht)

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Leserbrief zum schweiz. Aktionstag Alkoholprobleme

Dienstag 29. Mai 2018 von htm

27.05.2018

Zürcher Oberland Medien AG
Redaktion
Rapperswilerstrasse 1
8620 Wetzikon

E-Mail: redaktion@zol.ch

Leserbrief zu „Auf der Strasse des Rauschs Richtung Nirgendwo“ Im Zürcher Oberländer vom 24.5.18

Aus Anlass des alljährlich stattfindenden schweizerischen Aktionstages „Alkoholprobleme“ brachte der Zürcher Oberländer eine Seite über eine Effretikerin, die an dieser Krankheit leidet. Zuerst einmal danke, dass Sie wieder einmal auf unser grösstes sozialmedizinisches Problem mit diesem Artikel hinweisen. Es wurde in den letzten Jahren sträflich vernachlässigt.

Als Kenner des Problems möchte ich zusätzlich auf ein paar Besonderheiten hinweisen: Dass es schwierig ist, seinen Drang nach Alkohol zu zügeln hat vor allem auch damit zu tun, dass Alkohol eine abhängigmachende und persönlichkeitsverändernde Droge ist. U.A. wird die Willenskraft geschwächt, die Rückfallgefahr besteht bis zum Lebensende.

Im Bericht steht nichts über die Wichtigkeit einer Nachbetreuung in der Gruppe. Einige Alkoholberatungsstellen oder Vereine bieten solche Gesprächskreise an, in denen vor allem der Wiedereintritt in die Gesellschaft nach einer Kur geübt und gestärkt werden kann. In der Forel-Klinik finden ab und zu Veranstaltungen statt, an denen solche Angebote vorgestellt werden.  Auch der erwähnten Frau Gerber würde eine solche Gruppentherapie wahrscheinlich helfen.

Vier Monate ist Frau Gerber „trocken“ und denkt schon daran, den Konsum wieder kontrolliert aufzunehmen. Sie glaubt, sie sei stärker als das Verlangen. Ein trügerischer Glaube. Herr Dinter,  der Therapeut, hat recht, wenn er sagt, es sei leichter, ganz abstinent zu leben. Hoffentlich kommt Frau Gerber möglichst bald auch zu dieser Einsicht.

Freundliche Grüsse

Hermann T. Meyer
Effretikon

(unbekannt ob veröffentlicht)

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