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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Abhängigkeit'

Leserbrief zu Studie über die Wirksamkeit der Arbeit von Alkoholfachstellen

Samstag 5. Juni 2021 von htm

3.06.2021

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Leserbrief zu „Alkoholfachstellen bremsen Studie aus“ vom 2.6.21

Der Autor der Studie über die Effizienz von Alkoholtherapien, Martin Sieber, bringt es auf den Punkt: „Das Resultat passte den Fachstellen nicht. Es ist politisch zu heikel“. Was er mit Zahlen belegt, könnte jeder und jede mit etwas gesundem Menschenverstand und etwas Kenntnis des Themas Alkohol auch herausfinden.

Als in den 1990er-Jahren die grosse Alkoholliberalisierungswelle über unser Land hinwegschwappte, suchte man nach neuen, niederschwelligen Angeboten, um therapiewilligen Alkoholkranken den Gang zur Alkoholberatung zu erleichtern. Das Therapieziel „kontrolliertes Trinken“ versprach Besserung ohne totale Abstinenz. Und war vielen hochwillkommen. Wer will sich schon freiwillig ins gesellschaftliche Abseits stellen, wenn es auch anders geht!  Leider funktioniert es, wie vorauszusehen war, mehrheitlich nicht.

Dass diese Entwicklung politisch heikel ist, kann gut nachvollzogen werden. Die Politik sieht es nicht gerne, wenn die Ergebnisse ihrer unsäglichen Alkoholpolitik der letzten Jahrzehnte ans Tageslicht kommen. Aber keine Angst, genau so, wie die vom Bundesrat mitunterzeichneten Empfehlungen der WHO für eine Globale Alkoholstrategie in den Berner Schubladen verschwanden, genau so wird auch diese Untersuchung kaum positive Folgen haben. Und die ach so ehrlichen und kritischen Medien werden wieder die Tabu-Politik weiterführen und schweigen.

Freundliche Grüsse

Hermann T. Meyer
Effretikon

(Am 5.6.21 gekürzt veröffentlicht)

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D: Volkskrankheit Alkoholsucht: sozialpolitisch brisant, gesellschaftlich verkannt

Donnerstag 7. Juni 2012 von htm

Berlin – Anlässlich des Weltdrogentags 2012, findet das 2. AktivA – Symposium für eine aktive Alkoholtherapie statt:

Dienstag, den 26. Juni 2012, 14.00 Uhr – 19.30 Uhr,
Hörsaalruine im Medizinhistorischen Museum der Charité, Berlin

Ziel des Symposiums am diesjährigen Weltdrogentag ist es, das gesellschaftliche Tabu-Thema Alkoholerkrankung bei Erwachsenen auf die Agenda zu setzen, die Situation in Deutschland zu beleuchten und bestehende Versorgungsstrukturen zu diskutieren.

U. a. wird Professor Jürgen Rehm erstmalig und exklusiv den „Alcohol Comparator Report 2012“ präsentieren, welcher einen umfassenden überblick über die Auswirkungen von Alkohol auf Gesundheit, Gesellschaft und Wirtschaft für Deutschland gibt.

Das Programm ist nun online. Weitere Informationen und Anmeldung unter: http://www.aktiva-symposium.de
(Quelle: Gesundheit adhoc, 6.6.12

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D: Medizinstudierende lernen zu wenig über Suchtkrankheiten

Freitag 4. Mai 2012 von htm

Medizinstudierende lernen in ihrem Studium zu wenig über die Behandlung der Alkohol- und Tabakabhängigkeit. Das berichtet ein Team von Wissenschaftlern der Charité – Universitätsmedizin Berlin, der Universitätsmedizin Göttingen sowie aus Hamburg und London. Die Forscher befragten knapp 20.000 deutsche Medizinstudierende zu ihrer Vorbereitung auf die praktische Tätigkeit.

Es zeigte sich, dass im letzten Studienjahr nur rund 20 Prozent wissen, wie Alkohol- oder Tabakabhängigkeit behandelt wird. Nur sieben Prozent aller Studierenden fühlt sich in der Lage, einen Raucher zu beraten, der Hilfe bei der Tabakentwöhnung sucht. Weit über die Hälfte der Studierenden wünschen sich, im Studium mehr über diese Suchtkrankheiten zu lernen. …
(Quelle: aerzteblatt.de, 3.05.12)

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Wie Alkohol abhängig macht

Donnerstag 12. Januar 2012 von htm

Endorphine benebeln das Gehirn

Vermutung bestätigt: Nach dem Konsum von Alkohol schüttet das Gehirn Endorphine aus – Hormone, die glücklich machen. Bei Alkoholikern führt Alkohol zudem gleichzeitig zu einem starken Gefühl der Trunkenheit; ihr Gehirn hat offenbar gelernt, das Glücksgefühl mit den ethanolhaltigen Getränken zu verbinden. Wissenschaftler von der University of California in San Francisco konnten diesen Prozess nun erstmals direkt im menschlichen Gehirn nachweisen.

„30 Jahre lang haben wir darüber spekuliert, wie Alkohol auf das menschliche Gehirn wirkt, aber wir konnten es nicht belegen – bis jetzt“, freut sich Jennifer Mitchell, eine der beteiligten Wissenschaftlerinnen, über die Ergebnisse. Die Medizinerin und ihr Team haben untersucht, wie das Gehirn von Alkoholikern und Nicht-Alkoholikern auf den Konsum des Genussmittels reagiert. Dazu verglichen sie die Wirkung einer Einheit Alkohol auf die Ausschüttung von Endorphinen im Gehirn von 13 starken Trinkern, die mehr als 10 Einheiten Alkohol pro Woche zu sich nahmen, und 12 Probanden mit maximal 7 Einheiten Alkohol pro Woche, die als Kontrollgruppe dienten. Eine Einheit Alkohol entsprach dabei beispielsweise 200 Millilitern Bier, 100 Millilitern Wein oder 20 Millilitern Schnaps beziehungsweise 0,1 Promille. …
(Quelle: Google Alkohol News, 11.01.12) wissenschaft.de, 11.01.12

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Alkohol kein geeignetes Mittel gegen Stress

Dienstag 19. Juli 2011 von htm

Der Griff zur Flasche hat nicht die gewünschte entspannende Wirkung
Chicago (USA) – Der Konsum von Alkohol hilft nicht, akuten Stress besser zu bewältigen. Er drosselt zwar die Freisetzung des Stresshormons Kortisol, verlängert aber die Dauer der nervlichen Anspannung, berichten US-amerikanische Forscher. Sie konnten auch nachweisen, dass Stress die Alkoholwirkung beeinflusst: Nach einer Stresssituation verringern sich die angenehmen Effekte des Alkohols, während das Verlangen, mehr zu trinken, wächst. Wer also die unangenehmen Empfindungen als Folge von Stress durch erhöhten Alkoholkonsum bekämpfen will, könnte damit auch das Risiko steigern, eine Alkoholabhängigkeit zu entwickeln, schreiben die Wissenschaftler im Fachblatt „Alcoholism: Clinical & Experimental Research“. (Quelle: Google Alkohol News, 19.7.11)wissenschaft-aktuell.de, 18.7.11

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USA: The Four Loko Effect

Dienstag 24. Mai 2011 von htm

The popular, formerly caffeinated, fruity alcoholic beverage, Four Loko, has been blamed for the spike in alcohol-related hospitalizations, especially throughout college campuses.
Initially, caffeine was deemed the culprit and the Food and Drug Administration ordered all traces of caffeine to be removed from Four Loko and all other similar beverages. However, according to an upcoming evaluation in Perspectives on Psychological Science, a journal of the Association for Psychological Science, caffeine might not be the primary cause of the spike in hospitalizations. … (Source: Alcohol Reports, 5/23/11) psychologicalscience.org, 5/23/11

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Russland muss Kampf gegen Alkohol aufnehmen

Mittwoch 13. April 2011 von htm

Russland kann die sinkende Lebenserwartung seiner Bevölkerung einer Studie zufolge nur durch einen Kampf gegen den Alkohol aufhalten.
Russland kann die sinkende Lebenserwartung seiner Bevölkerung einer Studie zufolge nur durch einen Kampf gegen den Alkohol aufhalten. Alkohol sei der wichtigste Faktor für die „starke negative Entwicklung“ bei der Demographie, sagte der Direktor des Berlin-Instituts, Reiner Klingholz, am Dienstag bei der Vorstellung einer Russland-Studie in der Bundeshauptstadt. … (Quelle: Google Alkohol News, 13.4.11) stern.de, 12.4.11

Kategorie: Abhängigkeit, Alkoholkrankheit, Allgemein, Diverse, Gewalt/Kriminalität, Internationales, Statistik | Keine Kommentare »

CH: Interkantonale Studie zur Wirksamkeit der ambulanten Alkoholbehandlung

Dienstag 5. April 2011 von htm

Jedes Jahr lassen sich in der Schweiz mehrere tausend Personen mit Alkoholproblemen erfolgreich bei einer ambulanten Suchthilfestelle beraten. Bisher fehlten aber wissenschaftlich fundierte Aussagen dazu. Aus diesem Grund führen Fachstellen der Kantone Aargau, Bern und Zürich erstmals eine interkantonale Katamnese-Studie durch, welche die Wirksamkeit der ambulanten Suchtbehandlung im Bereich Alkohol aufzeigen soll. Als externe Forschungsstelle führt das Institut für Sucht- und Gesundheitsforschung Zürich (ISGF) die Evaluationen durch und sichert den Anspruch der Wissenschaftlichkeit. Medienmitteilung (pdf, 3S., 70Kb) der beteiligten Fachstellen. Weitere Infos zur Studie auf den Seiten der ISGF. (Quelle: Infoset Newsletter April 2011)

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Alkohol gegen Stress

Donnerstag 17. März 2011 von htm

Wer jung anfängt, ist gefährdet.
Wer früh mit dem Konsum von Alkohol beginnt, neigt später dazu, in belastenden Situationen schnell zur Flasche zu greifen. Zu diesem Ergebnis kommen Ärzte um Dorothea Blomeyer vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim (Alcoholism: Clinical & Experimental Research, online). Die Forscher hatten 306 Erwachsene zu ihrem Umgang mit Stress und ihren Trinkgewohnheiten befragt. (Quelle: Google Alkohol News, 16.3.11) sueddeutsche.de, 16.3.11

Kategorie: Abhängigkeit, Allgemein, Internationales, Jugendliche, Vorsorge | Keine Kommentare »

Viele Karrierefrauen trinken gegen Stress im Job

Donnerstag 17. Februar 2011 von htm

Ein Gläschen zur Entspannung – Forscher warnen: Besonders gut qualifizierte Frauen haben ein hohes Risiko, zu oft zur Flasche zu greifen.
Ein Sekt im Büro, ein Glas Wein nach der Arbeit: Alkohol zu trinken, gilt vielen als selbstverständlich. Immer häufiger sind es nach Einschätzung von Wissenschaftlern der Universität Hannover dabei Frauen, die zum Glas greifen. Gefährdet seien nicht zuletzt hoch qualifizierte Arbeitnehmerinnen, die im Job unter besonderem Druck stehen und dann das Gefühl haben, abends «ein Glas» zu brauchen. Häufig unterschätzten sie allerdings die Gefahr, die auch mit einem vergleichsweise geringen Alkoholkonsum verbunden ist, sagte Anja Wartmann vom Institut für interdisziplinäre Arbeitswissenschaft der Universität. (Quelle: Google Alkohol News, 16.02.11) welt.de, 16.02.11

Kategorie: Abhängigkeit, Allgemein, Diverse, Geschlechtspezifische | Keine Kommentare »

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