Archiv für die Kategorie 'TOP NEWS'
Montag 23. November 2009 von htm
Vom ewigen Streben nach Gerechtigkeit. Was Recht und Unrecht ist, steht in den Gesetzen. Was aber ist Gerechtigkeit? In ihrer Rede am Ustertag ging Bundesrätin Doris Leuthard (CVP) der Frage nach. Zitat aus dem TA-Bericht: „Der Staat müsse dafür sorgen, dass seine Bürger sich gerecht behandelt fühlen. Schleiche sich das Gefühl der Ungerechtigkeit in die Seele der Menschen, destabilisiere dies die ganze Gesellschaft.…“
(Quelle: Tages-Anzeiger, 23.11.09) Kommentar: Was tun also die Politiker, die Alkoholindustrie und die Medien? Sie sorgen dafür, dass die Menschen, d.h. alle Passivtrinker, schlecht informiert sind und sich so nicht ungerecht behandelt fühlen können. Bis jetzt mit vollem Erfolg.
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Mittwoch 11. November 2009 von htm
Forscher in Ausstralien und England verlangen eine neue Vorgehensweise in der Debatte, ob das Sponsern des Sports durch die Alkoholindustrie den Alkoholkonsum bei den Sporttreibenden erhöht. Sie wollen, dass die Beweislast an die Alkoholindustrie übergeht.
Letztes Jahr wurde die Debatte über das Sport-Sponsoring neu aufgenommen, als eine Studie unter Sportlern letztes Jahr in Neuseeland zeigte, dass jene, die von der Alkoholindustrie gesponsert wurden, vor allem in Form von Gratis- oder verbilligtem Alkohol, mehr als jene konsumierten, die keine solchen Beiträge erhielten. Die Studie erhielt grosse Medienbeachtung, aber die Portmann-Gruppe (ein PR-Institut der Alkoholindustrie) und die Europäische Sponsoren Vereinigung (zu deren Mitgliedern führende Alkoholproduzenten gehören) lehnten die Ergebnisse ab, es gebe keinen Kausalzusammenhang zwischen Sponsoring und Alkoholmissbrauch. (Quelle: Medical News Today, 10.11.09) Kommentar: Ja, aber solche Studien müssten von unabhängigen Universitäten durchgeführt werden, die nicht von der Alkoholindustrie unterstützt werden. Denn bei den meisten Untersuchungen, die von einer Industrie finanziert werden, fallen die Ergebnisse zu Gunsten der Industrie aus.
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Dienstag 10. November 2009 von htm
Der Zürcher Kantonsrat will den Alkoholausschank bei Grossanlässen nicht verbieten. Er lehnte eine Motion von EVP und CVP am Montag mit 111 zu 50 Stimmen deutlich ab. Diese wollten mit einer Gesetzesänderung vor allem Gewaltausschreitungen nach Fussballspielen verhindern. Im Mai 2007 hatte die Zürcher Stadtpolizei auf Initiative der Stadt und der Sportverbände ein solches Verbot ausgesprochen, die Volkswirtschaftdirektion hatte dieses wegen mangelnder Rechtsgrundlage wieder aufgehoben. (Quelle: NZZ, 9.11.09) Online-Kommentar: Damit hat der Kanton der ungeliebten Stadt wieder einmal eins auswischen können. Die vorgebrachten Gegenargumente waren allesamt nicht stichhaltig. Besonders unfassbar ist die unheilige Allianz der SP mit der Gegnerschaft. Die Interessen von ein paar Wirten im Umkreis der Stadien wiegen mehr als jene der Steuerzahler, die pro Hochrisikospiel 200’000 – 300’000 Franken ungefragt bezahlen dürfen. (Leserbrief pendent)
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Mittwoch 4. November 2009 von htm
Global life expectancy could be increased by nearly five years by addressing five factors affecting health – childhood underweight, unsafe sex, alcohol use, lack of safe water, sanitation and hygiene, and high blood pressure, according to a report published by WHO on 27 October.
„Global health risks“ is a comprehensive assessment of leading risks to global health. It provides detailed global and regional estimates of premature mortality, disability and loss of health attributable to 24 global risk factors.
In a press release WHO draws attention to the combined effect of multiple risk factors. Many deaths and diseases are caused by more than one risk factor and may be prevented by reducing any of the risk factors responsible for them. WHO press release // Full report
Kategorie: Allgemein, Documents, Global, Health, Politics, Prevention, Publications, Research, Statistics, TOP NEWS, WHO |
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Dienstag 3. November 2009 von htm
Chinesische Forscher setzen unreifen Wein unter Strom und beschleunigen damit die Reifung. Das Produkt schneidet im Vergleich zu herkömmlichen Weinen in Blindtests gut ab.
Edler Rotwein, gereift nicht in Monaten und Jahren, sondern, unter Strom gesetzt, binnen weniger Minuten – sieht so die Zukunft der Weinproduktion aus? (Quelle: Tages-Anzeiger, 3.11.09) Kommentar: Diese Entwicklung könnte das Alkoholproblem in eine neue Dimension führen. Ob die Politiker auch diese verschlafen werden?
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Donnerstag 22. Oktober 2009 von htm
Sieben Tankstellen im Kanton Zürich müssen ihre Shops zwischen 1 und 5 schliessen. Laut Bundesverwaltungsgericht verstossen sie gegen das Nachtarbeitsverbot. (Quelle: Tages-Anzeiger, 21.10.09) (Quelle: NZZ, 21.10.09) (mit unserem Online-Kommentar)Kommentar: Die Schaffung der Tankstellenshops war damals in erster Linie die Antwort der Alkoholindustrie auf das Alkoholverbot in Autobahnrestaurants. Heute geht es wieder vermehrt um den Alkoholverkauf auch an Jugendliche und nicht um einen Liter Milch, wie die NZZ scheinheilig klagt. Wie es in einem Grundlagenpapier der WHO zu ihrer neuen Alkohol-Strategie steht, sind wir alle Passiv-Trinker und leiden darunter. Die Einschränkung der Erhältlichkeit von Alkoholika liegt somit im Interesse von uns allen.
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Mittwoch 14. Oktober 2009 von htm
Wird Alkohol an Jugendliche verkauft, haftet der Betriebsverantwortliche ohne Wenn und Aber: Er kann die Verantwortung nicht auf Verkäufer abschieben und auch nicht geltend machen, Testkäufe seien als Methode unzulässig. Ende Mai 2008 hat ein Angestellter in einem Laden in Interlaken einer unter 16-jährigen Person zwei Flaschen Bier verkauft. Das Pech des Verkäufers: Es handelte sich um eine Testperson. Der Regierungsstatthalter bestrafte den Laden daraufhin mit einem einmonatigen Verkaufsverbot für Alkohol. Regierung und Verwaltungsgericht bestätigten das Urteil. (Quelle: Google Alkohol News, 14.10.09) Der Bund, 14.10.09
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Donnerstag 8. Oktober 2009 von htm
As requested by the Swedish Presidency, the European Economic and Social Committee (EESC) has presented its views on alcohol-related harm in European society. The EESC calls for stricter controls on alcohol marketing and pricing policies in order to reduce problems associated with alcohol consumption.
These measures are aimed at reducing the proportion of people estimated to drink harmful levels of alcohol in the EU, which currently amounts to 15% of the adult population, as well as protecting children from its consequences. … EESC Press release Nr 127/2009, 10/6/09. The full text of these opinions will soon be available in all EU languages on http://eesc.europa.eu/documents/opinions/avis_en.asp
Kategorie: Addiction, Advertising, Allgemein, Documents, Global, Health, Parliaments / Governments, Politics, Prevention, Publications, Research, Statistics, TOP NEWS, Violence and crimes, Youth |
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Dienstag 6. Oktober 2009 von htm
Vor dem Hintergrund, dass Suchtmittelmissbrauch heute für eine von 14 Spitaleinweisungen verantwortlich ist und Milliarden von Gesundheitskosten verursacht, haben führende Wissenschaftler auf dem Capitol-Hügel die Beweise, die bereits vorhanden sind und jene, die wir bei Behandlung und Prävention von Alkohol-, Drogen- und Tabakmissbrauchnoch benötigen, vorgestellt. …
„Bisher haben Forscher bedeutende Beweise zur Wirksamkeit von Massnahmen erbracht, z.B. minimales Einstiegsalter, strengeres Vorgehen bei Alkohol am Steuer und Erhöhung der Alkoholsteuern,“ sagte er.
Z.B. gibt es Beweise, dass eine Erhöhung der Alkoholsteuern im Gleichschritt mit der Inflation zu einer Reduktion beim starken Alkoholkonsum von Jugendlichen um 19% führen würde, und zu einer 6%-Reduktion beim Hochrisiko-Konsum. Die Forschung zeigte auch, dass nur schon eine Änderung der Lizenzbedingungen und eine Veränderung der Betriebszeiten von Geschäften, die Alkohol verkaufen, einen signifikanten Effekt auf den Konsum und alkoholbezügliche Probleme haben können. (Source: Medical News Today, 10/5/09) Kommentar: Würden sich unsere Wissenschafter auch so direkt einsetzen? Hätten die Politiker dann offenere Ohren?
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Freitag 25. September 2009 von htm
After three readings in both chambers of the Swiss Parliament, when the small Federal Chamber always said no and the big National Chamber said always yes to ads in all TV stations and private broadcasting for wine and beer they both agreed after a joint meeting of a commission to this new law, following the demand by the European Union to accept the EU directives on TV over the frontiers. This was a condition because Switzerland wanted to have a Media-Agreement with the EU and profit from film sponsoring. Since the beginning of Swiss Television alcohol advertising was always banned for preventive reasons.
Comment: This is a very sad moment, after a long fight in parliament. The only hope is now that future EU regulations on alcohol will be better and have to be taken by the Swiss legislation. It is against all logic and research on the influence of marketing on youth, in a time when alcohol abuse of young people is in the headlines. But the liberals, the conservatives and even christian democrates in agreement with economy organisations, the alcohol and marketing industry are too strong. The medias didn’t take up the matter and brought only short statements by agencies. This is freedom of the press. Journalists are not obliged to follow their own ethical basic rules which say journalists have to contribute to an open discussion in society. That means that the people cannot make up a realistic mind and put pressure on the parliament.
Theoretically there is the possibility to launch a referendum because this Media-Agreement is an international contract. But I doubt that there is somebody to take this chance as the industry, and the media are financially and in their publicity too strong.
Kategorie: Advertising, Alcohol industry, Allgemein, Parliaments / Governments, Politics, Prevention, Schweiz, TOP NEWS, Verhältnis-Präv., Verschiedene, Youth |
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