Archiv für die Kategorie 'TOP NEWS'
Freitag 29. Januar 2010 von htm
Eltern, die versuchen, verantwortungsbewusstes Trinken zu lehren, indem sie ihre Teenager den Konsum zu Hause erlauben, haben wohl gute Absichten, aber sie liegen wahrscheinlich falsch, gemäss einer neuen Studie in der letzten Ausgabe des Journal of Studies on Alcohohol and Drugs. In einer Studie mit 428 holländischen Familien haben Forscher gefunden, dass je mehr Teenagern erlaubt wurde, zu Hause Alkohol zu konsumieren, sie desto mehr auch ausserhalb des Heimes tranken. Dazu kam, dass Teens, die unter elterlicher Aufsicht oder alleine tranken, ein erhöhtes Risiko hatten, Alkoholprobleme zu entwickeln. (Quelle: Medical News Today, 28.1.10) Kommentar: Diese Studie ist ausserordentlich wichtig. Sie widerlegt eine auch von der Alkoholindustrie vielverbreitete Theorie und stützt die alte These, dass der Erstkonsum so lange wie möglich hinausgezögert werden sollte. Hoffentlich schlucken die Psychologen diese Kröte möglichst bald. Siehe auch miteinandersprechen.blogspot.com, 1.2.10 mit unserem Online-Kommentar
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Dienstag 12. Januar 2010 von htm
Forscher, die 22000 Männer während mehr als zwei Jahrzehnten untersuchten, haben festgestellt, dass Alkoholkonsum weder mit den Risiken, einen Herzinfarkt zu erleiden, noch mit dem Schweregrad von Infarkt-Symptomen im Zusammenhang steht. Reuters berichtete am 5.1.10. Früher haben kleinere Studien nahegelegt, dass mässiger Alkoholkonsum gegen Herzinfarkt schützen könnte, aber Forscher Tobias Kurth und Kollegen fanden, dass diese Annahme schwach begründet sei und mit der Zeit sogar schwächer werde. Die Studie fand, dass sehr mässige Konsumenten – jene, die gerade einen Drink wöchentlich zu sich nahmen – leicht weniger gefährdet waren, einen Infarkt zu erleiden, aber mässiger Konsum hatte keinen Einfluss. (Quelle: Join Together, 8.1.10) Ob das der Durchbruch ist? Wie reagiert wohl die alkoholfreundliche Presse darauf?
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Donnerstag 7. Januar 2010 von htm
Tages-Anzeiger, 6.1.09: TV-Kritik: Armselige Lösungen für die Armen: Der gestrige «Club» hat gezeigt: Ansätze zur Bekämpfung der Armut gibt es viele – doch scheint sich kaum jemand ernsthaft um die Umsetzung zu bemühen.
Weltwoche 1/10: Agitprop mit Steuergeldern: Unter dem Titel «Armutsbekämpfung» propagiert die Soziallobby eine Allzweckrente mit Vollkaskogarantie. Finanziert wird die hochpolitische Kampagne aus der Staatskasse. Über Alternativen wird nicht gesprochen. Wir stellen deshalb an dieser Stelle einen 10-Punkte-Gegenvorschlag zur Debatte.
Neue Zürcher Zeitung, 4.1.10: Soziale Auffangnetze besser verknüpfen: Armut soll in der Schweiz aus der Gesamtschau bekämpft werden. Die Langzeitarbeitslosen sollen speziell unterstützt werden. Nach der Caritas nimmt sich auch die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe (Skos) dem Thema Armut in der Schweiz an. Sie will die verschiedenen Sozialwerke und Auffangnetze besser aufeinander abstimmen und so die Armut in zehn Jahren halbieren. Besondere Unterstützung brauchten die Langzeitarbeitslosen.
Kommentar: Ich wundere mich, dass in der ganzen Armutsbekämpfungs-Debatte ausser Acht gelassen wird, dass ein beträchtlicher Teil der Armut alkoholbedingt ist. Würden die Hilfswerke und die öffentliche Hand einen Teil ihrer Anstrengungen in eine wirksame Alkoholpolitik investieren, würde uns allen geholfen: Weniger alkohohlbedingte Armut, weniger alkoholbehinderte Kinder, weniger Fürsorgekosten, weniger alkoholbedingte Sozialkosten, mehr Lebensqualität für alle. Die Hilfswerke sollten ihre Argumente der Alkoholprävention zur Verfügung stellen und keine Angst vor dem heissen Eisen haben.
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Samstag 2. Januar 2010 von htm
Vom heutigen 1. Januar an ist in ukrainischen Printmedien Werbung für Alkohol- und Tabakwaren verboten.
Ausgenommen vom Verbot sind auf diese Warengruppen spezialisierte Printmedien. Das entsprechende Gesetz wurde von der Werchowna Rada im März 2008 beschlossen. Bereits seit dem 1. Januar 2009 trat der erste Teil des entsprechenden Gesetzes in Kraft, wonach die Außenwerbung für Alkohol- und Tabakwaren verboten wurde. (Quelle: Google Alkohol Alert, 1.1.10) ukraine-nachrichten.de, 1.1.10 Kommentar: Die positive Meldung zum Jahresbeginn. Dabei spricht man immer von Korruption in östlichen Ländern….
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Mittwoch 30. Dezember 2009 von htm
1. Ausgangslage: Der verbreitete Alkoholmissbrauch bei den Jugendlichen stellt eine große Herausforderung für alle Zuger Gemeinden dar. Deshalb haben alle Gemeinden im Kanton Zug im Rahmen des Kantonalen Alkohol-Aktionsplanes 2006 bis 2011 beschlossen, eine gemeinsame Alkoholpolitik zu entwickeln, welche für alle Gemeinden gültig ist. Der Gemeinderat Neuheim stimmte an der Sitzung vom 11.06.2007 der Mitwirkung beim
Alkoholpräventions-Projekt „Die Gemeinden handeln“ zu. (Quelle: Google Alkohol Alert, 29.12.09) Gemeinde Neuheim, Kt. Zug, November 09 (pdf)
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Freitag 25. Dezember 2009 von htm
Leserbrief zu „Umstrittene 0,5-PromilleGrenze rettete viele Leben“ bei Basler Zeitung online, 24.12.09
47,5% weniger alkoholbedingte Todesfälle nach zwei Jahren, das ist eine stolze Bilanz, wie sie wahrscheinlich von keinem andern umliegenden Land bei der Einführung der 0,5‰-Grenze erreicht wurde. Aber es brauchte einen jahrzehntelangen Kampf vor allem der Abstinentenverbände, bis das Parlament ein Einsehen hatte und die ewiggestrigen Liberalen und Wirtschaftsvertreter überstimmte. Wer präsentiert diesen die Rechnung für Tausende während dieser Jahrzehnte unnötig gestorbene Verkehrsopfer? Auch hat man den Eindruck, dass sie nichts daraus gelernt haben. Sie mauern wie bisher bei jeder offensichtlich notwendigen, wissenschaftlich erhärteten Präventionsmassnahme.
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Donnerstag 24. Dezember 2009 von htm
Wir wünschen allen eine friedliche frohe Weihnachtszeit und ein neues Jahr, in welchem die grossen und kleinen Menschheitsprobleme die nötige Aufmerksamkeit und Mehrheiten finden, die zu einer Lösung beitragen.
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Mittwoch 9. Dezember 2009 von htm
Der Entwurf ist nun auf der Homepage der WHO erhältlich: http://www.who.int/substance_abuse/activities/globalstrategy/en/index.html, und hier: http://apps.who.int/gb/e/e_eb126.html.
Das Dokument besteht aus drei Teilen: Der Bericht des Sekretariats mit dem Entwurf einer Strategie für das WHO Executive Board zur Behandlung; Beilage 1 ist der Strategie-Entwurf, Beilage 2 eine zweiseitige Zusammenfassung der Beweise für die Wirksamkeit und Kostenwirksamkeit der Massnahmen. Zusätzlich gibt es ein Bibliographie über Beweise zu schädlichem Gebrauch von Alkohol, auf einem separaten Dokument auf der gleichen Webseite veröffentlicht. Kommentar: Dies ist einer der wichtigsten Vorgänge in der Alkoholpolitik der letzten Jahre. Man kann nur hoffen, dass die Ländervertreter nicht alles verwässern, und dass die Mitgliedstaaten die Vorschläge umsetzen werden.
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Samstag 5. Dezember 2009 von htm
Das revidierte Radio- und Fernsehgesetz wurde vom Bundesrat per 1. Febr. 2010 in Kraft gesetzt. Dann darf auf allen Fernsehsendern Werbung für vergorene Getränke gesendet werden. Das ist der Preis für das Media-Abkommen mit der EU, das der Schweizer Filmindustrie Vorteile bringt. (Quelle: Tages-Anzeiger, 5.12.09) Kommentar: Auf Kosten der Volksgesundheit.
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Mittwoch 25. November 2009 von htm
Gemäss einem neuen Bericht werden ein oder zwei Gläser pro Tag die Gehirnleistung nicht fördern, wenn die Leute älter werden. Reuters berichtete am 16. November, dass Forscher des University College London untersuchten: soziale, wirtschaftliche und physikalische Bedingungen und Denkfähigkeiten bei 1985 Männern und Frauen im Alter von 60 bis 74 Jahren. Die Daten von den 87% der Teilnehmer, die sagten, sie würden mässig Alkohol konsumieren oder gar keinen, wurden weiter im Detail analysiert. … Die Forscher sagten, mässige Alkoholkonsumenten hätten leicht bessere geistige Fähigkeiten, wenn sie älter werden, weil ihr besserer sozialer, wirtschaftlicher und bildungsmässiger Status ihnen während des ganzen Lebens half, ihre Denkfähigkeit zu verbessern und nicht der Alkoholkonsum. (Quelle: Join Together, 24.11.09) Online-Kommentar: Auf eine solche Studie haben wir gewartet. Nun lasst uns sehen, ob die Medien über diese Studie auch so berichten, wie sie früher die Studie mit dem positiven Alkohol-Effekt willkommen geheissen haben.
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