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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Internationales'

Bei der Gewalttat in Brüssel war Alkohol im Spiel

Montag 9. April 2012 von htm

Seit der Gewalttat stehen in Brüssel Busse und Bahnen still.
Der Mann, der einen Mitarbeiter des Brüsseler Nahverkehrs getötet haben soll, stand unter Alkoholeinfluss. Inzwischen hat er Bedauern über seine Tat geäußert. Die Kollegen des Toten lassen die Arbeit weiter ruhen.
„Ich bedaure mein Handeln und ich hätte nie geglaubt, dass es dazu führen würde“, ließ der Verdächtige laut der Nachrichtenagentur Belga über seine Anwälte ausrichten. Er denke an die Familie des Opfers. Gegen den jungen Mann wird nicht wegen Mordes sondern wegen Totschlags ermittelt. Er hatte sich selbst der Polizei gestellt.
… weiter lesen auf FOCUS Online.de, 8.4.12
Kommentar: „Frohe Ostern“ bleibt einem im Halse stecken. Auch dieser Täter war ein vorher selbstverantwortlicher Erwachsener, der seinen Konsum selbstverständlich im Griff hat – wie all die vielen liberalen Superklugen, die verhindern, dass die nötigen politischen Weichen gestellt werden, um das tägliche Alkoholdrama wenigstens zu reduzieren. Da wir gerade das höchste christliche Fest feierten, müsste auch erwähnt werden, dass auch die kirchlichen Würdenträger sich darum drücken, deutlich gegen die Herrschaft der Mächtigen im Alkoholbereich Stellung zu beziehen, obwohl sie im Allgemeinen verbal für Gerechtigkeit, Freiheit und Menschenwürde eintreten. Dass dies auch mit Alkohol zu tun haben könnte, merkt aber niemand oder wird verdrängt.

Kategorie: Allgemein, Arbeitsplatz, Gewalt/Kriminalität, Internationales, Politik | Keine Kommentare »

Alkohol schädigt das Gehirn von Jugendlichen massiv

Donnerstag 5. April 2012 von htm

Stuttgart – Das Saufen bis zum Umfallen endet oft auf der Intensivstation. Die Jugendlichen werden in der Klinik medizinisch versorgt, nach Hause entlassen – und trinken weiter. Dabei ist den meisten der jungen Erwachsenen nicht klar, dass sie sich dabei nicht nur akut, sondern auch langfristig schaden. Das Nervensystem im jungen Gehirn ist noch nicht endgültig ausgebildet, die Entwicklung durch alkoholische Exzesse wird gestört. „Man findet bei diesen Jugendlichen neurodegenerative Veränderungen im Frontalcortex, wie man sie sonst nur bei 50- bis 60-jährigen Alkoholikern sieht“, berichtet Sonja Bröning vom deutschen Zentrum für Suchtfragen am Hamburger Universitätsklinikum bei den diesjährigen Tübinger Suchttherapietagen.

Durch den exzessiven Alkoholkonsum nehme die Reaktionsgeschwindigkeit ab, das Gedächtnis werde schlechter, die Aufmerksamkeit sinke und die Konzentration lasse nach, erklärte die Psychologin. Zudem komme es unter Alkoholeinfluss zu ungewollten sexuellen Übergriffen, und das alkoholisierte Autofahren ende nicht selten tödlich. …
(Quelle: Google Alkohol News, 05.04.12) stuttgarter-zeitung.de, 04.04.12

unser Online-Kommentar: Dass die Jugendlichen lernen sollen „nein“ zu sagen, versucht man schon seit Jahrzehnten. Es hilft nicht, solange die Gesellschaft ständig gegenteilige Botschaften aussendet.

Etwas vom Grundlegendsten zu diesem Thema findet sich in „Alkohol und Massenmedien“ (Regionale Veröffentlichungen der WHO/Europäische Schriftenreihe Nr. 62, 1998)
(Seiten 4/5) „Alkoholaufklärung hat u.a. nur deshalb begrenzten Erfolg, weil sie gegen einen Schwall von Botschaften ankämpfen muss, die den Alkoholkonsum fördern. Die primäre Quelle alkoholpositiver Botschaften ist die gesellschaftliche Wirklichkeit, sind die verbreitete und sichtbare Verfügbarkeit alkoholischer Getränke sowie die Allgegenwärtigkeit und die Akzeptanz des Alkohols in unterschiedlichsten Alltagssituationen und Zusammenhängen. Wie sich die Menschen zu gesundheitsbezogenen Themen stellen, wird tendenziell stärker durch Erfahrungen als durch Information bestimmt. Oft machen persönliche Erfahrungen der gesellschaftlichen Normen und Verhaltensweisen die weisen Ratschläge der Alkoholaufklärung unglaubwürdig.“
Die Gesellschaft, d.h. ihre gewählten Repräsentanten, müssten endlich ihre Verantwortung einsehen und entsprechend handeln. Die WHO hat die nötigen Massnahmen aufgezeigt. Die deutsche Regierung hat sie sogar mitunterzeichnet und sofort schubladisiert.

Kategorie: Allgemein, Eltern, Internationales, Jugend, Jugendliche, Kinder, Medien, Medizin, Politik, Unterricht, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv., Verschiedene, Weltgesundheits-Org., Werbung, WHO globale Alkohol-Strategie | Keine Kommentare »

„4. Auflage ‐ Handbuch Alkohol – Österreich“

Dienstag 3. April 2012 von htm

Das „Handbuch Alkohol ‐ Österreich“ bietet einen umfassenden Überblick über alle in Österreich verfügbaren 
alkoholrelevanten Daten und liefert einen wichtigen Beitrag zur Diskussion dieser sensiblen Thematik. Das 
„Handbuch Alkohol – Österreich“ erscheint künftig nicht mehr als Einzelband, sondern ab der aktuellen 4. Auflage 
in vier Bänden. Änderungen und Neuerungen bei Gesetzen oder Statistiken können dadurch schneller 
eingebunden werden. Die Daten‐Bände werden in kürzeren Abständen veröffentlicht (Band 1 und 2, bereits 
aktualisiert als Download verfügbar), während die theoretischen Text‐Bände in größeren Zeiträumen aktualisiert 
werden (Band 3 und 4, in Überarbeitung). 
 
Download 
Band 1: Statistiken und Berechnungsgrundlagen 
Band mit aktuellen alkoholbezogenen Statistiken inkl. einer Auflistung relevanter Formeln und rechnerischer Grundlagen 
Band 2: Einrichtungen 
Informiert über alkoholbezogene Hilfs‐ und Behandlungsangebote 
(Quelle: Bundesministerium für Gesundheit, Wien, Newsletter 1. Quartal 2012)

Kategorie: Alkoholkrankheit, Allgemein, Internationales, Newsletter, Rehabilitation, Statistik, Veröffentlichungen | Keine Kommentare »

USA: Indianerstamm verklagt Brauereien

Dienstag 27. März 2012 von htm

Bei den Oglala-Sioux im US-Bundesstaat South Dakota grassiert der Alkoholismus. Die Indianer-Gemeinschaft verklagt nun Brauereien auf eine halbe Milliarde Dollar. In dem Reservat ist der Konsum von Alkohol bereits seit 1832 verboten.

Seit 180 Jahren ist Alkohol im Indianerreservat Pine Ridge (US-Bundesstaat South Dakota) strikt verboten. Dennoch kämpfen die dort lebenden Oglala-Sioux mit den Folgen chronischer Alkoholabhängigkeit vieler Stammesmitglieder. Nach Jahren erfolglosen Protests und Einredens auf Politiker verklagt der Stamm nun einige der weltweit größten Bierbrauereien sowie Spirituosenhändler. …
(Quelle: Google Alkohol News, 27.3.12) rp-online.de, 26.3.12
Kommentar: Es währe ein bahnbrechendes Urteil, wenn diese offensichtlich absichtliche Schädigung einer Bevölkerung als Haftpflichtfall anerkannt würde. Auf die Rechtsprechung in Europa hätte dies leider keinen direkten Einfluss.

Kategorie: Aktionen, Alkoholindustrie, Alkoholkrankheit, Allgemein, Armut, Erhältlichkeit, Gerichtsfälle, Gesundheit, Gewalt/Kriminalität, Internationales, Jugend, Kinder, Konsumhaltung, Sozialkosten, Verhältnis-Präv. | Keine Kommentare »

Großbritannien will Mindestpreis für Alkohol einführen

Samstag 24. März 2012 von htm

Das Ziel: 50.000 Straftaten und 900 alkoholbedingte Todesfälle weniger. In Großbritannien ufern Sauf-Exzesse besonders unter Jugendlichen so sehr aus, dass die Regierung nun Mindestpreise für Alkohol einführen will. Der Premierminister setzt große Hoffnungen in die geplante Maßnahme – doch es gibt massive Gegenwehr.

Wer sich in Großbritannien betrinken will, kann das bislang für relativ wenig Geld tun. Supermärkte bieten reichlich Sonderangebote, vor allem Cider gibt es oft äußerst günstig. Doch nach dem Willen der Regierung hat das bald ein Ende. Innenministerin Theresa May hat am Freitag im Parlament angekündigt, dass Großbritannien einen Mindestpreis für Alkohol einführen wird. Der Grund: „Zu viele Menschen glauben, es war eine gute Nacht, wenn sie wirklich betrunken waren und sich geprügelt haben“, sagte May. …

Diese Kultur kostet das Land sehr viel Geld: Der Schaden, der durch alkoholbedingte Straftaten entsteht, beläuft sich pro Jahr auf umgerechnet 15 Milliarden Euro. Die Zahl von Menschen mit ernsthaften Leberschäden ist in den vergangenen Jahren dramatisch gestiegen.
Der Gesundheitsminister hatte sich gegen einen Mindestpreis ausgesprochen, den er als zu viel staatliche Intervention ansieht. Premierminister David Cameron hat ihn jedoch überstimmt. Der Premier hatte sich in den vergangenen Wochen mehrmals zum Thema geäußert und den Mindestpreis in Aussicht gestellt.

Nun soll er bei 40 Pence pro „Einheit“ liegen. Als Einheit zählen zehn Milliliter reiner Alkohol, was umgerechnet einem kleinen Glas Whisky oder einem halben Glas Wein entspricht. Eine Flasche Rotwein mit im Schnitt 9,4 Einheiten würde also mindestens 3,76 Pfund kosten, selbst wenn sie schlimmsten Fusel enthielte. Im Supermarkt würde Alkohol dadurch merklich teurer, im Pub würde sich nichts ändern.

… 2014 soll der Mindestpreis in Kraft treten. Es wird erwartet, dass die britische Getränkeindustrie Klage am Europäischen Gerichtshof einreicht und einen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht geltend macht.

(Quelle: Google Alkohol News, 23.3.12) sueddeutsche.de, 23.3.12

Kommentar: Den Ausgang einer Klage sollte die Schweizer Regierung zur Kenntnis nehmen. Sie ist der Meinung, Mindestpreise würden gegen EU-Recht verstossen und hat es deshalb abgelehnt, diese Preisregulierung ins neue Alkoholgesetz aufzunehmen.
Mindestpreise können wenigstens die Billigst-Verkaufsaktionen verhindern. Die Industrie müsste eigentlich erfreut sein, fliessen die Mehreinnahmen doch in ihre Taschen. Besser wären Alkoholsteuern, die dem Staat zur teilweisen Deckung der Schäden zugute kommen würden.
(siehe auch die Artikel in englischer Sprache)

Kategorie: Alkoholindustrie, Alkoholsteuern, Allgemein, Europaparlament / EU-Kommission, Gesundheit, Gewalt/Kriminalität, Internationales, Jugend, Neues Alkoholgesetz (CH), Politik, Prominenz, Sozialkosten, Verhältnis-Präv., Verschiedene | Keine Kommentare »

Sexentzug lässt Männchen (der Fruchtfliege) mehr Alkohol trinken

Freitag 16. März 2012 von htm

… Wenn männliche Fruchtfliegen keinen Sex bekommen, trinken sie deutlich mehr Alkohol, als sexuell zufriedene Männchen, berichten US-Forscher im Wissenschaftsmagazin „Science“ . Sex aktiviere genau wie Alkohol das Belohnungszentrum im Gehirn.

Die Forscher um Galit Shohat-Ophir von der University of California in San Francisco fanden auch eine Erklärung für das Verhalten: Sex und Alkohol veränderten den Gehalt eines kleinen Moleküls im Gehirn der Fliegen. Nach Sex werde mehr vom sogenannten Neuropeptid F gebildet. Bei zurückgewiesenen Fliegen-Männchen hingegen sei der Neuropeptid F-Spiegel sehr niedrig. Durch den Verzehr von Alkohol steigt er wieder. „Sexentzug erzeugt einen Mangel dieses Botenstoffs, der die Fliegen nach anderen Möglichkeiten der Befriedigung suchen lässt“, schreiben die Wissenschaftler. …
(Quelle: Google Alkohol News, 15.3.12) spiegel.de, 15.3.12

Kommentar: Es ist schon erstaunlich (vielleicht aber auch gerade nicht), wie viele Zeitungen, sogar in der Schweiz, sich auf diese Meldung gestürzt haben. Viel wichtigere Forschungsergebnisse haben es oft bedeutend schwerer, in die Medien zu gelangen.

Kategorie: Allgemein, Diverse, Geschlechtspezifische, Internationales, Konsumhaltung | Keine Kommentare »

Deutsche kaufen immer weniger Fleisch und Alkohol

Donnerstag 15. März 2012 von htm

Verbraucher in Deutschland greifen beim Einkauf immer seltener zu Fleisch und Schnaps. In den vergangenen 20 Jahren ist die Nachfrage nach Fleischprodukten preisbereinigt um 17,8 Prozent gesunken, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. …

Stetig sparsamer werden die Verbraucher auch beim Alkohol. Die Nachfrage sank preisbereinigt um 17,1 Prozent. Ihre Ausgaben für Bier drosselten die Menschen in der Biernation Deutschland preisbereinigt um 13,8 Prozent, der Konsum von Spirituosen brach im Laufe von 20 Jahren um ein starkes Drittel (- 38,8 Prozent) ein. Hingegen wird in Deutschland etwas mehr Wein (+ 4,7 Prozent) getrunken als 1991.
(Quelle: Google Alkohol News, 14.3.12) focus.de, 14.03.12
Kommentar: Wer untersucht, um wieviel Prozent die alkoholbedingten Schäden trotzdem angestiegen sind?

Kategorie: Allgemein, Internationales, Konsumhaltung, Lebensmittel, Statistik | Keine Kommentare »

D: Alkohol-Verkaufsverbot nach 22 Uhr in Hamburg gefordert

Mittwoch 7. März 2012 von htm

Die Zahl der Straftaten in Hamburg ist laut Kriminalstatistik leicht angestiegen. Rund ein Drittel aller Körperverletzungen in Hamburg passieren im Alkoholrausch. Deshalb fordert die Gewerkschaft der Polizei ein Verkaufsverbot von Alkohol nach 22 Uhr.

Im gesamten Stadtgebiet Hamburg werden laut Statistik rund 31 Prozent aller Körperverletzungen im Suff begangen. Auf St. Pauli sind es sogar 52,1 Prozent. Im Kampf gegen die zunehmende Gewaltkriminalität fordert die Gewerkschaft der Polizei deshalb, den nächtlichen Alkohol-Verkauf zu stoppen.

Vorbild ist Baden-Württemberg. Dort gilt schon jetzt ein Verkaufsverbot von Alkohol nach 22 Uhr. Ergebnis: Im ersten Jahr des Verbots gab es 5,5 Prozent weniger jugendliche alkoholisierte Gewalttäter.

Eine positive Bilanz in Sachen Alkoholverbot kann auch der Hamburger Nahverkehr verzeichnen. Seit einem halben Jahr gilt in Bussen und Bahnen des Hamburger Verkehrsverbundes ein Alkoholkonsum-Verbot. Laut HVV-Umfrage sind 85 Prozent der Fahrgäste zufrieden damit.

(Quelle: hamburg.1730sat1.de, 6.3.12)

Kommentar: Hier wäre eine Unterstützung für ein nächtliches Alkohol-Verkaufsverbot im neuen Alkoholgesetz in der Schweiz.

Kategorie: Allgemein, Erhältlichkeit, Gewalt/Kriminalität, Internationales, Neues Alkoholgesetz (CH), Politik, Statistik, Transportation, Verhältnis-Präv., Verkehr | Keine Kommentare »

D: Reiche Schüler verfallen Alkohol am schnellsten

Mittwoch 29. Februar 2012 von htm

Eine neue Studie räumt mit Vorurteilen auf: Nicht die Schüler aus sozial schwachen Familien, sondern jene mit reichen Eltern verfallen Alkohol am häufigsten. Auch über Kinder mit Migrationshintergrund gibt es interessante Erkenntnisse.
Schüler trinken in Deutschland deutlich seltener Bier, wenn Vater und Mutter beide Ausländer sind. Das geht aus einer neuen Studie der Universität Bielefeld für die Weltgesundheitsorganisation WHO hervor. Die Forscher hatten bundesweit mehr als 5800 Jungen und Mädchen befragt. Die Interviewten stammten aus fünften, siebten und neunten Schulklassen.

„Wir erklären uns das so, dass die meisten von ihnen einen muslimischen Hintergrund haben. Da gelten bestimmte kulturelle Regeln“, sagte die Studien-Koordinatorin Prof. Petra Kolip. Den Zahlen zufolge trinken bundesweit 8,5 Prozent der Jungen zwischen 11 und 15 Jahren jede Woche Alkohol, aber nur halb so viele Jungen mit beiderseitig migrantischem Elternhaus.

Deutscher Alkoholkonsum
… Generell greifen männliche Schüler doppelt so häufig zur Flasche wie ihre weiblichen Altersgenossen. Gut 6 Prozent der Mädchen und mehr als 11 Prozent der Jungen trinken mindestens ein Mal pro Woche ein alkoholisches Getränk. „Die beliebtesten Getränke sind Biermixgetränke und Bier, gefolgt von Alkopops, während Wein und Sekt nur selten konsumiert werden“, erläuterte Kolip. Sie ist Leiterin des WHO Collaborating Centre an der Uni Bielefeld. Das Zentrum erarbeitet den deutschen Anteil der Studie, deren Schirmherrin die WHO ist.

Jungen aus wohlhabenden Haus trinken mehr
„Interessanterweise ist der Alkoholkonsum in wohlhabenden Familien von Jungen deutlich häufiger und auch das rauschhafte Trinken tritt in diesen Familien häufiger auf“, berichtete Kolip weiter. „Anders als das übliche Vorurteil, das riskanten Alkoholkonsum in sozial benachteiligten Familien verortet, zeigen unsere Daten, dass riskanter Konsum in allen Sozialschichten auftritt und in höheren Schichten zumindest bei Jungen ausgeprägter ist.“
(Quelle: Google Alkohol News, 28.2.12) FOCUS Online, 28.2.12

Kategorie: Allgemein, Geschlechtspezifische, Internationales, Jugendliche, Konsumhaltung, Weltgesundheits-Org. | Keine Kommentare »

Fährst du nach Frankreich, vergiss den Alk-Tester nicht

Dienstag 28. Februar 2012 von htm

Von wegen „Bon Voyage“! Ab Juli muss jeder Autofahrer, der in Frankreich unterwegs ist, einen Alkohol-Tester im Wagen haben – sonst droht ein Bußgeld.

Ziel soll es sein, alkoholbedingte Unfälle zu reduzieren. Kritiker sagen: Da wird der Autofahrer wieder mal zur Melk-Kuh gemacht. Alkohol am Steuer – das wird in Frankreich teuer: Bei Promille-Werten zwischen 0,5 und 0,8 Promille ist eine Geldbuße von 90 bis 750 Euro fällig. Bei über 0,8 Promille: Geldstrafe bis 4500 Euro und/oder Fahrverbot bis zu drei Jahren und/oder Gefängnis bis zwei Jahre.

Und jetzt kommt die Alkohol-Tester-Pflicht, damit jeder prüfen kann, ob er nicht zu viel intus hat. Michael Nissen, Leiter Internationales Recht beim ADAC: „Jeder Autofahrer muss in Frankreich ein unbenutztes Alkohol-Testset im Fahrzeug mitführen und gegebenenfalls bei einer Kontrolle durch die Polizei vorweisen können. Ansonsten droht ein Bußgeld von 11 Euro, das sofort bezahlt werden muss.“

Es gibt aber eine Schonfrist. Bußgelder sollen erst ab 1. November verhängt werden. Wird zuvor ein Verstoß festgestellt, gibt’s eine Ermahnung und einen Hinweis auf die Neuregelung. Nissen: „Zu beachten ist, dass das erst vorläufige Informationen sind. Die Gesetzesverordnung ist noch nicht erlassen und veröffentlicht.“ …
(Quelle: Google Alkohol News, 27/02/12) express.de, 27.2.12
Kommentar: Wenigstens für den Staat kostenneutral. Ob es etwas nützt, ist eine andere Frage.

Kategorie: Allgemein, Internationales, Verhältnis-Präv., Verkehr | Keine Kommentare »

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