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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Reklame'

Die nationalrätliche Fernmeldekommission für Alkoholwerbung

Mittwoch 20. Mai 2009 von htm

Leserbrief zu „Nationalräte für Wein- und Bierwerbung“, im Tages-Anzeiger, 20.5.09
Vorweg: Dieser Titel ist falsch. Die Debatte im Nationalrat findet erst in der Sommersession statt. Geäussert hat sich die Fernmeldekommission. Ob es eine Entschuldigung bedeutet, dass die Medienmitteilung des Bundesrates ebenso falsch ist, sei dahingestellt. Dazu kommt, dass die angegebenen Stimmverhältnisse im Tages-Anzeiger und in der Medienmitteilung unterschiedlich sind.
Es ist erstaunlich, dass der sonst eher konservativ und reformkritisch eingestellte Ständerat die Alkoholwerbung verbieten will, während die Nationalrats-Kommission dem Bundesrat folgt. Man möchte die deutsche Bundespräsidentin-Kandidatin Gesine Schwan zitieren, die heute im grossen Interview im Tages-Anzeiger sagte: „Politik ist das Sichkümmern um das Gemeinwohl – und nicht nur eine Sache der Parteien“. Politiker (und Parteien), die heute noch für Alkoholreklame votieren, sind schlicht unverantwortlich und handeln ihrem Amtsgelübde zuwider. Laufend werden neue Studien publiziert, die nachweisen, wie die Alkoholreklame sich auf den Konsum (auch den von Jugendlichen) fördernd auswirkt, und die Politiker können nicht lesen oder foutieren sich einfach um die Schäden, die sie im Volk verursachen. Gerade heute zelebrierte das Schweizer Radio DRS1 während zwei Stunden die Verherrlichung des Bieres. Die einzige kurze Erwähnung von Alkoholschäden war falsch. Ob diese Nationalräte denken, wenn Radio und Fernsehen ohnehin stundenlange Alkoholwerbung im Programm senden dürfen, sei es doch schade, das Geld, das da auf der Strasse liegt, nicht zu kassieren? Weder der Ombudsmann, noch die Unabhängige Beschwerdeinstanz noch das BAKOM regen sich deswegen auf. Das Gemeinwohl hat wirklich keine grosse Bedeutung und keine massgeblichen Fürsprecher mehr. Dabei müssten alle das grösste Interesse haben, in der Zeit massiv steigender Gesundheitskosten und Krankenkassenprämien, die Alkoholschäden ebenso massiv zu reduzieren.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer

(bis 17.6.09 nicht veröffentlicht, die falschen Formulierungen per e-mail zugegeben aber nicht richtiggestellt)

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Top News: Werbung verführt Jugendliche zum Alkohol

Mittwoch 13. Mai 2009 von htm

Die Werbung verführt Jugendliche laut einer Studie zum Trinken. Je mehr Alkoholwerbung die Jungen und Mädchen sehen, umso mehr Alkohol trinken sie, wie eine gestern in Berlin vorgestellte Erhebung der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK) unter rund 3400 Schülern im Alter von zehn bis 17 Jahren ergab. Die Kasse forderte ein entschiedenes Handeln von Werbewirtschaft und Politik. Alkoholwerbung müsse eingeschränkt werden – die im vergangenen Jahr eingegangene Selbstverpflichtung der Wirtschaft reiche zum Schutz von Kindern und Jugendlichen nicht aus. (Quelle: Google Alkohol Alert, 13.5.09) RP ONLINE, 13.5.09 (Google.com/AFP, 13.5.09)

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Fakten zur Alkoholpolitik (April 08?) der deutschen Brauer

Samstag 11. April 2009 von htm

Google verbreitete am 7.4.09 eine ausführliche Darstellung des Alkoholproblems in Deutschland aus Sicht der Brauer. Es heisst einleitend: „Eine effektive Alkoholpolitik muss aber bei den Ursachen des Missbrauchs ansetzen“. Wir haben die Thesen abschnittweise kommentiert. Der Text könnte sich für den Unterricht als Arbeitspapier eignen. Thesen der deutschen Brauer zur Alkoholpolitik

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CSPI: NCAA kann auch ohne Bierreklame überleben

Donnerstag 9. April 2009 von htm

Das US Center for Science in the Public Interest (CSPI) drängt wieder den Präsidenten Myles Brand der National Collegiate Athletic Association (NCAA) mit der Bierreklame bei College Sportübertragungen aufzuhören. Dabei zitiert es eine neue Untersuchung, die sagt, dass die NCAA finanziell überleben könne, wenn die Bierreklame eliminiert würde. (Quelle: Join Together, 8.4.09)

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USA: Alcopops = Alkoholkonsum von Minderjährigen

Donnerstag 9. April 2009 von htm

Aromatisierte alkoholische Getränke oder Alcopops werden in den USA immer beliebter, vor allem bei jungen Leuten, und dies verstärkt Befürchtungen betreffend den Alkoholkonsum Minderjähriger.
Laut einem neuen Bericht glauben 52% der Erwachsenen in den USA sicher oder wahrscheinlich, dass Alcopops Minderjährige zum Alkoholkonsum ermutige. Der Bericht findet auch, dass 92% der Erwachsenen stark die Verwendung von Warnetiketten unterstützen, weil diese oft fruchtigen, fizzy, poppigen Drinks leicht mit nicht-alkoholischen Getränken verwechselt werden könnten. Die meisten Erwachsenen unterstützen ebenfalls grössere Einschränkungen bei Werbung, die sich an Jugendliche richtet. (Quelle: Medical News Today, 7.4.09)

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EU Werbeverbot für Alkohol nötig, um Kinder zu schützen

Samstag 4. April 2009 von htm

Eine grenzüberschreitende Inititiative ist nötig, um die Alkoholwerbung zu verbieten, die sich an Kinder und Jugendliche richtet, damit die jungen Leute vor den schädlichen Wirkungen des Alkohols beschützt werden. Gemäss dem führenden Fachmann der öffentlichen Gesundheit, Dr. Peter Anderson in Clinical Medicin dieses Monats, der Zeitschrift des Royal College of Physicians. (Quelle: Medical News Today, 3.4.09)

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Das Fernsehen bringt gemischte Botschaften zu Alkohol

Samstag 28. März 2009 von htm

Bemühungen, Jugendliche vom Alkoholkonsum abzubringen, indem er negativ dargestellt wird, können mittels Darstellungen von positivem Konsum in Programmen der Hauptsendezeit des Fernsehens hintertrieben werden. Eine neue Studie im Journal of Consumer Affairs enthüllt, dass TV-Serien oftmals gemischte Botschaften über Alkohol bringen, aber positive und negative Botschaften würden auf verschiedene Art und Weise gezeigt. (Quelle: Medical News Today, 27.3.09)

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Top News: Alcopopsteuern ersetzen Alkoholwerbung in Australien?

Freitag 27. März 2009 von htm

Die Australian Medical Association, AMA, empfiehlt, dass das Geld, welches mit der auslaufenden Alcopop-Steuer eingenommen wurde, versuchsweise verwendet werden sollte, um die Alkoholwerbung im Sport zu reduzieren. AMA Präsidentin Dr. Rosanna Capolingua sagte, es mache keinen Sinn, die total $340 Mio. der Alkoholindustrie zurückzugeben. „Dieses Geld sollte für einen guten Zweck eingesetzt werden. Es könnte einen sorgfältig evaluierten Versuch finanzieren, bei dem die Regierung Werbeflächen zurückkauft, die sonst von Alkoholwerbern während Sportveranstaltungen gebraucht würden – speziell während Zeiten, wenn Kinder zuschauen. … Der Einfluss der Alkoholwerbung im Sport ist real. Wir müssen die Verbindung zwischen dem australischen Zelebrieren des Sports, gesunden sportlichen Vorbildern und dem Alkohol aufbrechen.“ (Quelle: Medical News Today, 26.3.09) Kommentar: Die gleiche Idee ist bereits in unserer Projekt-Idee enthalten. (30.3.04)

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Beitrag an die SKS EMailAktion Werbung für Kinder

Montag 16. März 2009 von htm

Die Stiftung für Konsomentenschutz startet eine E-Mail-Kampagne zu Handen der Schweizer Werbung.
Hier unser Beitrag bei http://www.konsumentenschutz.ch/dienstleistungen/spezialaktionen/ (Ab Punkt 3)

Sehr geehrte Damen und Herren

Die Schweizer Werbung hat bereits vor sieben Jahren 48 Grundregeln für die Werbung und Kinder entworfen. Darunter sind sehr sinnvolle Regeln, etwa, dass Spielsachen durch Spezialeffekte in der Werbung keine falschen Erwartungen wecken duerfen, dass die Werbung keine direkten Kaufaufforderungen enthalten oder Werbung fuer Snacks nicht suggerieren darf, dass es sich um ausgewogene Mahlzeiten handle.

Leider vermisse ich aber die Umsetzung dieser Regeln der Werbebranche.

Zudem sind in den Werberegeln auch wenig nuetzliche oder sinnvolle Regeln enthalten (Werbung fuer Spielcasinos duerfe sich nicht an Kinder richten).

Ich fordere Sie deshalb auf:

1. Diese Regeln zu ueberarbeiten und zu straffen
2. Auf der anderen Seite aber auch, Ihre Mitglieder anzuhalten, diese Regeln konsequent einzuhalten.
3. Auf Alkoholwerbung, die sich an Kinder und Jugendliche richtet und/oder von dieser zu
normalen TV-Zeiten gesehen werden kann, zu verzichten.
4. Auf Schleichwerbung, auch unbezahlte, für Alkohol, z.B. mit Lifestylereportagen in Radio und
Fernsehen, zu verzichten.

Kinder beduerfen einer besonderen Ruecksichtnahme, da sie in ihrer Urteilsfaehigkeit noch wenig geuebt und dem Einfluss der Werbung stark ausgesetzt sind. Immer mehr Untersuchungen zeigen, dass Kinder und Jugendliche, ja sogar Studenten, die man zu den urteilsfähigen Bürgern zählen können sollte, von der Alkoholwerbung direkt beeinflusst werden. Sie wissen auch, dass die Alkoholwerbung für Jugendliche ein derart alkoholverseuchtes Umfeld bietet, dass Alkoholprävention bei ihnen unglaubwürdig und deshalb unwirksam ist. Geben Sie Ihre Komplizenschaft mit der Alkoholindustrie auf und übernehmen Sie gegenüber der Gesellschaft, von der Sie leben, Verantwortung. Wenn Sie glauben, das finanziell nicht verkraften zu können, setzen Sie sich für die Projekt-Idee ein, die auf www.alkoholpolitik.ch entwickelt wurde. Sie wären bei den Hauptgewinnern, weil das Alkoholsponsoring durch positive Werbung abgelöst würde.

Mit freundlichen Gruessen
Hermann T. Meyer
www.alkoholpolitik.ch

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„Alkohol im Fernsehen regt zum Trinken an“

Samstag 14. März 2009 von htm

Leserbrief zu „Alkohol im Fernsehen regt zum Trinken an“, am 4.3.09 im Tages-Anzeiger (nicht veröffentlicht) siehe auch unsere Meldung am 21.1.09

Diese Studie zeigt einmal mehr, dass Alkohol am Fernsehen den Konsum beeinflusst, egal ob als bezahlte Werbung oder innerhalb eines Programmbeitrags. Wenn die Wirkung innerhalb eines Programms die gleiche ist wie bei bezahlter Werbung, müsste von Schleichwerbung gesprochen werden. Unser Radio- und Fernsehgesetz regelt Schleichwerbung aber nur sehr vage und zu Gunsten der Programmgestalter, so dass diese praktisch freie Hand haben, wie meine Beschwerden bei der Unabhängigen Beschwerdeinstanz gezeigt haben. Es wäre nun an der Zeit, das Gesetz neu zu formulieren, damit hier Klarheit geschaffen und vor allem unsere Jugend vor dieser Werbung geschützt würde. Die Beweislage ist eindeutig und Ausreden inakzeptabel. Im Rahmen des Media-Abkommens mit der EU wird es wahrscheinlich ohnehin Textänderungen geben. Hoffentlich die richtigen.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer

Unser Online-Kommentar wurde aufgeschaltet:

Diese Studie zeigt einmal mehr die Wirkung von Alkohol am Fernsehen auf den Zuschauer, wobei Studenten mit ihren überdurchschnittlichen kognitiven Fähigkeiten zu den „mündigen“ Bürgern gezählt werden können, von denen die Alkohol- und Werbebranche immer behauptet, sie wüssten mit Werbung umzugehen. Es ist klar: Alkohol am Fernsehen wirkt, egal ob als Reklame oder im Programm (=Schleichwerbung).

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