Beitrag an die SKS EMailAktion Werbung für Kinder
Montag 16. März 2009 von htm
Die Stiftung für Konsomentenschutz startet eine E-Mail-Kampagne zu Handen der Schweizer Werbung.
Hier unser Beitrag bei http://www.konsumentenschutz.ch/dienstleistungen/spezialaktionen/ (Ab Punkt 3)
Sehr geehrte Damen und Herren
Die Schweizer Werbung hat bereits vor sieben Jahren 48 Grundregeln für die Werbung und Kinder entworfen. Darunter sind sehr sinnvolle Regeln, etwa, dass Spielsachen durch Spezialeffekte in der Werbung keine falschen Erwartungen wecken duerfen, dass die Werbung keine direkten Kaufaufforderungen enthalten oder Werbung fuer Snacks nicht suggerieren darf, dass es sich um ausgewogene Mahlzeiten handle.
Leider vermisse ich aber die Umsetzung dieser Regeln der Werbebranche.
Zudem sind in den Werberegeln auch wenig nuetzliche oder sinnvolle Regeln enthalten (Werbung fuer Spielcasinos duerfe sich nicht an Kinder richten).
Ich fordere Sie deshalb auf:
1. Diese Regeln zu ueberarbeiten und zu straffen
2. Auf der anderen Seite aber auch, Ihre Mitglieder anzuhalten, diese Regeln konsequent einzuhalten.
3. Auf Alkoholwerbung, die sich an Kinder und Jugendliche richtet und/oder von dieser zu
normalen TV-Zeiten gesehen werden kann, zu verzichten.
4. Auf Schleichwerbung, auch unbezahlte, für Alkohol, z.B. mit Lifestylereportagen in Radio und
Fernsehen, zu verzichten.
Kinder beduerfen einer besonderen Ruecksichtnahme, da sie in ihrer Urteilsfaehigkeit noch wenig geuebt und dem Einfluss der Werbung stark ausgesetzt sind. Immer mehr Untersuchungen zeigen, dass Kinder und Jugendliche, ja sogar Studenten, die man zu den urteilsfähigen Bürgern zählen können sollte, von der Alkoholwerbung direkt beeinflusst werden. Sie wissen auch, dass die Alkoholwerbung für Jugendliche ein derart alkoholverseuchtes Umfeld bietet, dass Alkoholprävention bei ihnen unglaubwürdig und deshalb unwirksam ist. Geben Sie Ihre Komplizenschaft mit der Alkoholindustrie auf und übernehmen Sie gegenüber der Gesellschaft, von der Sie leben, Verantwortung. Wenn Sie glauben, das finanziell nicht verkraften zu können, setzen Sie sich für die Projekt-Idee ein, die auf www.alkoholpolitik.ch entwickelt wurde. Sie wären bei den Hauptgewinnern, weil das Alkoholsponsoring durch positive Werbung abgelöst würde.
Mit freundlichen Gruessen
Hermann T. Meyer
www.alkoholpolitik.ch
Dieser Beitrag wurde erstellt am Montag 16. März 2009 um 11:51 und abgelegt unter Aktionen, Alkoholindustrie, Allgemein, Interventionen einzeln, Jugend, Reklame, Schweiz, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv., Verkehr, Werbung. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Die Kommentare sind derzeit geschlossen, aber sie können einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.