Archiv für die Kategorie 'Werbung'
Donnerstag 15. Oktober 2009 von htm
Nachdem er die Tour de France siebenmal hintereinander gewonnen hatte, was kann ein Radfahrer anderes tun, als für Bier zu hausieren? Lance Armstrong, die Ikone, der Athlet, der den Krebs besiegt hat, scheint so zu denken. Er hat eben einen Dreijahresvertrag mit Anheuser-Busch InBev (ABI) unterschrieben, um für Michelob Ultra als ein Schwachkalorien-Bier für „gesundheitsbewusste, aktive Alkoholkonsumenten“ zu werben. (Quelle: Marin Institute, 12.10.09)
Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Internationales, Prominenz, Sport, Werbung |
Keine Kommentare »
Dienstag 13. Oktober 2009 von htm
11.10.2009
Redaktion Leserforum
Tages-Anzeiger
Postfach
8021 Zürich
Per e-mail
Leserbrief zu „Das tägliche Bier hält die Gesundheit bei der Stange“ vom 10.10.09)
Erfreulich wie sich der Tages-Anzeiger plötzlich um die Gesundheit seiner LeserInnen bemüht. Nur ist leider Vorsicht am Platz. Auch wenn einige an sich wertvolle Stoffe im Bier enthalten sind, ist leider trotzdem Alkohol drin. Es würde sich demnach aufdrängen, für alkoholfreies Bier zu werben. Wenn man die Verlässlichkeit der Angaben im Text an den Zahlen der einen Grafik misst, vergisst man den Artikel am besten möglichst schnell. Die WHO bespricht in Genf dieser Tage ein neues Alkoholstrategiepapier. Der Artikelschreiber sollte dessen Einleitung mit den Zahlen zu den weltweiten alkoholbedingten Schäden lesen, vielleicht treibt es ihm die Schamröte ins Gesicht. Und wenn er sich hinter dem Titel mit dem einen täglichen Bier versteckt, muss einmal gesagt sein, dass nur die Hälfte der Bevölkerung diesen mässigen Konsum fertig bringt. Es ist nicht, wie immer behauptet wird, die grosse Mehrheit. Die andern Alkoholkonsumenten trinken risikoreich bis krankhaft. Und jeder fühlt sich von solchen Gesundheitsanpreisungen in seinem Konsum bestärkt, egal, wie viel er trinkt. Wahrscheinlich ist jetzt dann wieder die Weinlobby dran und auch sie wird den gesunden alkoholfreien Traubensaft vergessen. Papier ist geduldig und Qualitätsansprüche gehören offenbar zur „guten alten Zeit.“
Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
(gekürzt veröffentlicht am 13.10.09 . Der angesprochene Fehler in der Grafik wurde in der gleichen Nummer auf der Seite „Wissen“ richtiggestellt.)
Kategorie: Allgemein, Diverse, Gesundheit, Leserbriefe, Medizin, Schweiz, Veröffentlichungen, Werbung |
Keine Kommentare »
Freitag 9. Oktober 2009 von htm
2.10.2009
Redaktion der
Neuen Zürcher Zeitung
Briefe an die NZZ
8021 Zürich
Per e-mail redaktion@nzz.ch
Leserbrief zu „Gesund leben ohne Paragrafen“ am 1.10.09
In der Kritik am neu vorgeschlagenen Präventionsgesetz wird behauptet, es gehe „um Interventionen in die Wirtschaftsfreiheit und das legitime Recht von erwachsenen Menschen, das zu kaufen und zu konsumieren, was sie für richtig halten“. Dieses Recht wird auch im neuen Gesetz nicht aufgegeben. Andernfalls hätte es ja zum vornherein keine Chance. Das Problem liegt doch auf einer andern Ebene: Unsere erwachsenen Menschen haben keine Möglichkeit, ihre Käufe wirklich frei und unabhängig zu planen und zu entscheiden, weil sie von den Medien und der Alkohollobby falsch oder ungenügend informiert werden. Die immer wieder hochgelobte bürgerliche Selbstverantwortung existiert in vielen Fällen nur in der Fantasie von Interessenvertretern der Wirtschaft, die damit ihre eigenen Interessen schädigen. Wenn sich die vielen Alkoholschäden nur auf Individuen beziehen würden, könnte man noch sagen, diese seien selber schuld. Leider sind bereits die Nächsten in der Familie mit Hauptleidtragende dieser „Selbstbestimmung“, von den vielen Schäden in der Gesellschaft durch Gewalt, sexuelle Gewalt, im Verkehr usw. gar nicht zu reden, die wir alle mitbezahlen. Am Tag des grossen Lamentos über den Krankenkassen-Prämien-Schock wäre es angezeigt, diese sozialen Kosten zu überdenken und zu handeln. Dann könnten die Prämien wieder sinken.
Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
(veröffentlicht mit Kürzungen am 9.10.09)
Kategorie: Allgemein, Gewalt/Kriminalität, Jugend, Leserbriefe, Politik, Schweiz, Verhältnis-Präv., Werbung |
Keine Kommentare »
Donnerstag 8. Oktober 2009 von htm
Alkohol? Nein Danke!
Immer häufiger liest und hört man von Jugendlichen, die so viel trinken, dass sie schließlich mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus landen. K!ar. Texterin Nadine Leißler hat sich einige Gedanken übers „Komasaufen“ gemacht. Alkohol macht Birne hohl – Birne hohl, mehr Platz für Alkohol. Nach diesem Motto scheinen wohl einige Jugendliche zu leben. Alkohol ausprobieren gehört dazu, nur leider übertreiben es einige. …
(Quelle: Google Alkohol Alert, 8.10.09) Augsburger Allgemeine, 7.10.09 Unser Online-Kommentar: Mehr Kontrollen ist schon richtig, genügt aber bei weitem nicht. Prävention bei Jugendlichen hat nur Erfolg, wenn sie glaubwürdig ist. Bei der heutigen trinkwütigen Erwachsenengesellschaft ist das nicht der Fall. Die nötigen Massnahmen der Verhaltensprävention sind bekannt. Die Politiker wollen nicht, weil sie vor den Wählern Angst haben. Diese können keinen positiven Druck auf die Politik ausüben, weil sie von der Politik, den Medien und der Alkoholindustrie ungenügend und falsch informiert werden. Der Leidensdruck ist offenbar noch nicht gross genug. Lieber zahlen wir die immensen Sozialkosten weiter und nehmen die Toten, die Invaliden, die psychisch geschädigten Kinder usw. in Kauf. Die Alkoholindustrie streicht die Gewinne ein.
Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Internationales, Jugend, Konsumhaltung, Politik, Verhältnis-Präv., Werbung |
Keine Kommentare »
Sonntag 4. Oktober 2009 von htm
Viele negative Wirkungen auf (insbesondere Jugendliche) Spieler wurden Computerspielen schon vorgeworfen. Relativ neu ist allerdings die Anschuldigung, Games würden Alkoholexzesse unter jungen Spielern fördern – nun erhoben gegen das populäre MMORPG World of Warcraft (WoW).
Anlass der Kritik ist ein virtuelles „Braufest“, das momentan in der Spielewelt des geradezu irrsinnig beliebten Fantasy-RPGs stattfindet. Dieses wurde inspiriert vom Oktoberfest und dreht sich (wie sein Gegenstück in der realen Welt auch) primär um Alkohol. Einige Wettkämpfe basieren darauf, so betrunken wie möglich zu sein. So beispielsweise die Jagd nach dem Fantasiewesen Wolpertinger: „Die hasenähnlichen Wesen werden für euch aber erst sichtbar wenn ihr richtig betrunken seid. Kauft euch also den stärksten Alkohol, den ihr auf dem Braufest finden könnt und kippt ihn so lange runter, bis ein Wolpertinger vorbeigesprungen kommt.“.. (Quelle: Google Alkohol Alert, 4.10.09) gulli.com, 3.10.09
Kategorie: Allgemein, Internationales, Jugend, Politik, Verhältnis-Präv., Werbung |
Keine Kommentare »
Sonntag 4. Oktober 2009 von htm
»Love Parade war gestern«. Journalisten in Dirndl und Lederhosen, ein bisschen Wahlkampf und die weltbekannte »German hospitality«. Ein Besuch beim Oktoberfest. (Quelle: Google Alkohol Alert, 4.10.09) Jungle World, 1.10.09
Kategorie: Allgemein, Arbeitsplatz, Geschichten, Internationales, Konsumhaltung, Politik, Prominenz, Veranstaltungen, Werbung |
Keine Kommentare »
Donnerstag 1. Oktober 2009 von htm
17.9.2009
TELE
Leserbriefe
8021 Zürich
e-mail: leserbriefe@tele.ch
Leserbrief zu “Prosit“ in Nr. 38/09M
Sehr geehrte Damen und Herren
Es würde mich freuen, wenn Sie den nachfolgenden Leserbrief veröffentlichen würden. Mit bestem Dank und freundlichen Grüssen
Hermann T. Meyer
Sie nehmen das bald wieder stattfindende Oktoberfest in München als Aufhänger, dem bezahlenden Leser altbekannte Werbesprüche für Bier zuzumuten. Natürlich wird noch kurz ermahnt, massvoll zu trinken. Dabei ist gerade das Oktoberfest der Inbegriff einer Sauforgie, z.B. gehören dort sexuelle Übergriffe zum Alltag. Rund zehn Vergewaltigungen pro Oktoberfest gehen in die Statistik ein – die Dunkelziffer wird auf 200 geschätzt. Die Spitzenkandidatin der bayerischen Grünen nannte es kürzlich in einem Zeitungsinterview „die grösste offene Drogenszene der Welt“. Diese rituelle Massenenthemmung wird mit ein Grund für die zunehmende Gewalt in München sein, an der bekanntlich auch Zürcher Schüler beteiligt sind. Solche Feste, die es auch in der Schweiz in kleinerem Massstab massenhaft gibt, bilden die Vorbilder für die jugendlichen Massenbesäufnisse, die dann von den Medien wieder genussvoll dargestellt werden.
Die angeblich gesundheitlichen Vorteile von Wein und Bier werden von ernsthaften und nicht von der Alkoholindustrie finanzierten Wissenschaftern immer mehr angezweifelt, umso mehr, als die überwiegenden negativen Eigenschaften schon geringer Mengen alkoholischer Getränke meistens unterschlagen werden.
(veröffentlicht am 1.10.09, Nr. 40/09, über die Hälfte gestrichen)
Kategorie: Allgemein, Gesundheit, Gewalt/Kriminalität, Internationales, Jugend, Leserbriefe, Statistik, Werbung |
Keine Kommentare »
Donnerstag 1. Oktober 2009 von htm
Redaktion der
Neuen Zürcher Zeitung
Briefe an die NZZ
8021 Zürich
Per e-mail redaktion@nzz.ch
Leserbrief zu „Ideen dürfen begeistern“ am 22.9.09
Die Wissenschaftskommunikation wird breit dargestellt, von ihrer Verantwortung, ihrer Aufgabe in Gesellschaft und Wirtschaft wird berichtet, auch dass sie Transparenz schaffen muss.
Auf Seite 2 wird vom Chefredaktor die Neugestaltung der NZZ angekündigt und zum wiederholten Mal von der führenden Qualität der NZZ geschwärmt, natürlich um die Kunden bei der Stange zu halten.
Vor einer Woche etwa hat der sicher nicht im Rufe der Wirtschaftsfeindlichkeit stehende Bundesrat Ueli Maurer der Schweizer Presse in einmalig deutlicher Art und Weise die Leviten gelesen.
Ich frage mich, warum die NZZ nicht ihrem Ruf gerecht werden will, indem sie diese Kritik durch Taten entkräftet? Ich denke da in erster Linie an die bisherige Unfähigkeit oder absichtliche Verhinderung, das Alkoholproblem in seiner ganzen politischen Bedeutung zu recherchieren und darzustellen, damit die Bevölkerung endlich die Tragweite des Fehlens einer echten Alkoholpolitik erfassen und diskutieren kann. Dazu gehörte auch die Diskussion einer Projekt-Idee, die begeistern könnte, (siehe Titel) wenn sie in die öffentliche Diskussion eingebracht würde. Seit Jahren ist sie den Medienschaffenden von www.alkoholpolitik.ch her bekannt, aber wie eine heisse Kartoffel unbeachtet geblieben. Dabei gäbe sie reichlich Stoff für angeregte Diskussionen und wissenschaftliche Untersuchungen. Würde sie verwirklicht, hätten wir auf einen Schlag eine Vielzahl sozialer Probleme stark gemildert und alle würden auf lange Zeit finanziell profitieren, auch die Wirtschaft, auch die Medien und die Werbung.
Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
(bis 1.10.09 nicht veröffentlicht)
Kategorie: Alkoholsteuern, Allgemein, Leserbriefe, Politik, Schweiz, Verhältnis-Präv., Werbung |
Keine Kommentare »
Sonntag 27. September 2009 von htm
Junge Union wollte mit Alkohol für eine Feier mit CSU-Abgeordneten werben. Marcus König versteht die Aufregung nicht. Der Chef der Jungen Union (JU) in Nürnberg musste sich gestern fragen lassen, ob ihm die Präsentation von CSU-Bundestagskandidaten im Rahmen einer Saufparty angemessen erscheine. Für den Abend hatte die JU in eine Bar geladen. Der Handzettel, der das Gelage bewarb, ließ in der Schwebe, ob Peter Ramsauer und Dagmar Wöhrl als Hauptattraktion gelten – oder der Jägermeister zu 1,50 Euro. (Quelle: Google Alkohol Alert, 27.9.09) sueddeutsche.de, 26.9.09
Kategorie: Allgemein, Internationales, Jugend, Politik, Veranstaltungen, Werbung |
Keine Kommentare »
Sonntag 27. September 2009 von htm
Worum geht es? Populäre Themen wie Lifestyle und Gesundheit standen zuletzt weit oben auf der Tagesordnung der EU-Institutionen. Eine Reihe von EU-Gesetzesvorschlägen wurde mit dem erklärten Ziel vorgelegt, einen gesünderen Lebensstil zu fördern. Dazu gehören Initiativen zum Alkoholkonsum und zum Nichtraucherschutz – mit deutlichen Folgen auch für die heimische Gastronomie. Denn auf Basis von EU-Vorgaben wurden in Deutschland nicht nur die umstrittenen Landesgesetze zum Nichtraucherschutz erlassen, … Auch der Entwurf eines Nationalen Aktionsprogramms zur Alkoholprävention geht auf einen EU-Ansatz zurück. Nur durch die Intervention der durch das Programm bedrohten Wirtschaftszweige konnten ein Werbeverbot oder höhere Steuern bisher verhindert werden. In eine ähnliche Richtung wie das Nationale Aktionsprogramm zielen Bestrebungen der EU-Generaldirektion SANCO. Auch sie propagiert Steuererhöhungen, Werbeverbote und die Lizenzierung des Verkaufs. (Quelle: Google Alkohol Alert, 27.9.09) hotels-germany.com Kommentar: Einen Erwachsenen-Alkoholismus und das Vorbild der Gesellschaft für die Jugendlichen kennt die Hotellerie nicht.
Kategorie: Alkoholindustrie, Alkoholsteuern, Allgemein, Arbeitsplatz, Europaparlament / EU-Kommission, Internationales, Jugend, Politik, Verhältnis-Präv., Werbung |
Keine Kommentare »