Archiv für die Kategorie 'Gewalt/Kriminalität'
Montag 20. September 2010 von htm
Am Sonntagmorgen um 5 Uhr kletterte ein 21-jähriger Mann auf der Terrasse des Lausanner Clubs Loft auf ein Möbelstück, das eine Raucherzone vom Haupteingang abtrennte, und verlor das Gleichgewicht. Er fiel 12 Meter tief. Als die Polizei kam, wurde sie von einer wütenden Menge empfangen. Das Opfer erlag noch auf der Unfallstelle seinen Verletzungen. Warum er kletterte, ist nicht bekannt. (Quelle: Tages-Anzeiger, 20.9.10) Kommentar: Warum er kletterte und warum die Kletterei misslang, könnte wahrscheinlich eine Blutprobe erahnen lassen. Ob wohl eine gemacht wird? Und das Ergebnis veröffentlicht wird?
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Montag 20. September 2010 von htm
OB Ude rief gerade „O zapft is“, als eine Streife der Polizeihundestaffel vier Minderjährige bemerkten, die sich mit einem Kasten Bier auf einer Parkbank im Bavariapark niedergelassen hatten. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass die Jugendlichen zwischen 14 und 15 Jahre alt waren – zu jung für Alkohol. Die Polizei schüttete nach Rücksprache mit den Eltern sämtliche Bierflaschen aus. Dennoch durften die vier Freunde anschließend mit Einverständnis der Eltern noch auf das Oktoberfest.
Immer wieder kommt es auf dem Oktoberfest zu Verletzungen durchen einen Maßkrug. So auch am Samstag. Gegen 15.50 Uhr geriet ein 20-jähriger Münchner in einem Festzelt mit einem 29-jährigen kanadischen Touristen in Streit. Dabei schlug der 20-Jährige seinem Kontrahenten mit dem Maßkrug auf den Kopf. Der Kanadier erlitt eine Kopfplatzwunde und eine Gehirnerschütterung. Die herumfliegenden Splitter verletzten noch zwei Begleiter des Kanadiers. usw. (Quelle: Google Alkohol News, 20.9.10) abendzeitung.de, 19.9.10
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Donnerstag 16. September 2010 von htm
In Schottland haben über 700 Pubs in den letzten vier Jahren wegen des Rauchverbots schliessen müssen. Das seien 11% weniger. Dies ergab eine Studie, die von der Aktion „Save Our Pubs and Clubs“ in Auftrag gegeben worden war. Ein Besitzer eines Pubs sagte einem Journalisten, 95% seiner Gäste hätten geraucht. Viele Arbeiter unter ihnen seien nach der Arbeit vor dem Heimgehen für ein paar Biere vorbeigekommen. Jetzt würden sie zu Hause Bier aus dem Laden trinken. (Quelle: Tages-Anzeiger, 16.9.10) (nicht online) Kommentar: Das haben doch die Schweizer Gastronomen schon lange erhofft. Der Gastrosuisse Präsident verkündete öffentlich, bei uns gäbe es 10’000 Betriebe zu viel. Auch Schottland wird gesundheitlich stark profitieren. Weniger Lungenkrebs, weniger Alkoholkonsum, weil die Frau zu Hause den Einkauf besorgt und in einigen Fällen steuern kann. Das heisst auch weniger Alkoholschäden, z.B. auf dem Heimweg. Auf das Budget der Familie wird es sich auch auswirken. Ist mehr Geld übrig, muss der Armutsfrust weniger in noch mehr Alkohol ersäuft werden. Wenn mehr Geld übrig bleibt, profitiert die übrige Wirtschaft und die Gemeinde. Diese findet dann vielleicht die Mittel, um einen geeigneten Treffpunkt für Dorfbewohner zu finanzieren, an dem alle, auch die Frauen und Kinder teilhaben können. Das wird neue soziale Aktivitäten auslösen.
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Donnerstag 16. September 2010 von htm
„Durch den Alkohol vergesse ich meine Probleme“
Alkohol ist für viele Jugendliche auch ein Mittel, um sich einer Gruppe zugehörig zu fühlen.
Nina hatte bereits mit 13 ihren ersten Rausch. Auch ihre Freundinnen Julia und Lisa haben schon mit 14 das erste Mal über ihren Durst getrunken. Für Philipp (15) ist Alkoholkonsum ganz normal: „Durch den Alkohol vergesse ich all meine Alltagsprobleme und werde einfach lockerer. Beim Fortgehen gehört das Trinken für mich einfach dazu.“
Obwohl der Alkohol schon drastische Auswirkungen auf sie hatte, denkt die 15-jährige Verena aus Neukirchen ähnlich. Bereits mit 13 Jahren hatte sie ihren ersten Vollrausch und litt mit 14 unter Gedächtnisverlust. Gelernt hat sie daraus nichts. Denn nach wie vor ist es ihr wichtig, „vorzuglühen“, bevor sie mit ihren Freunden durch die Stadt zieht – zum Beispiel mit selbst gekauftem Wodka aus dem Supermarkt… (Quelle: Google Alkohol News, 16.9.10) derstandard.at, 15.9.10 mit unserem Online-Kommentar: Es ist nicht erstaunlich, dass Jugendliche ihre Probleme mit Alkohol zudecken. Die Eltern der Valium-Generation haben es ja vorgemacht. Allerdings gelöst werden Probleme so nicht. Es gibt höchstens noch zusätzliche: Beispielsweise Straftatbestände, unerwünschte Schwangerschaft, usw.
Dass das Bundesministerium kein Geld für Alkoholprävention hat, überrascht nicht. Wo kein Wille ist, ist auch kein Geld vorhanden. Dabei bringt richtige Prävention Geld ein und hilft Schäden decken.
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Donnerstag 16. September 2010 von htm
CSU-Arbeitskreis unterstützt Bad Kissinger Amtsgerichtsdirektor.
Im Nachbarlandkreis Bad Kissingen sorgt dieser Tage Amtsgerichtsdirektor Matthias Göbhardt für Aufregung. Mit unverhohlener Kritik an der bayerischen Politik während einer Gerichtsverhandlung vorigen Donnerstag sorgte er für Aufsehen. Verhandelt wurde eine nächtliche Schlägerei von vier Betrunkenen. Diese hatten sich zu später Stunde in Tankstellen Alkohol besorgt.
Göbhardt klagte darüber, dass der Freistaat nicht das Baden-Württemberger Modell übernimmt, wo der Verkauf alkoholhaltiger Getränke in Tankstellen nach 22 Uhr verboten ist. In Bayern rede man von Prävention und Nachsorge, aber wenn es anzupacken gelte, dann werde „der Schwanz eingezogen“, so der Amtsgerichtsdirektor in deutlichen Worten. (Quelle: Google Alkohol News, 16.9.10) mainpost.de, 15.9.10 mit unserem Online-Kommentar: Worte statt Taten. Man kann nur hoffen, dass der Einsatz dieser Politiker und Polizeibeamten Erfolg hat. Bayern ist bekannt für schöne Sprüche. Wenn es aber konkret werden soll, klemmen die massgeblichen Stellen. Der Alkoholindustrie könnten ja Umsatzeinbussen drohen. Das ist immer noch wichtiger als die Gesundheit und die Lebensqualität der Bevölkerung. Die Schäden zahlt letztere sowieso.
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Mittwoch 15. September 2010 von htm
Randale auf dem Plärrer, in der Tankstelle oder in der Disko. Die Liste der Straftaten, die am vergangenen Wochenende in Augsburg verübt wurden, ist erschreckend lang (wir berichteten), und dennoch nur eine Auswahl. Eine Auswahl von Straftaten, die alle ein und denselben Auslöser hatten: Alkohol. „Am Wochenende steigt der Alkoholkonsum. Eigentlich wollen Partygänger enthemmt und locker feiern. Doch wer zu tief ins Glas blickt, bei dem schlägt es schnell mal in Aggressivität um“, so Polizeisprecher Robert Göppel. (Quelle: Google Alkohol News, 15.39.10) augsburger-allgemeine, 14.9.10
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Montag 13. September 2010 von htm
Mit 6,8 Promille Alkohol im Blut hat ein Mann in Baden-Württemberg weitere Getränke stehlen wollen. Der 54-Jährige war gestern in Rottweil gleich zweimal erwischt worden, als er mehrere Flaschen Hochprozentiges in Geschäften mitgehen lassen wollte. (Quelle: Google Alkohol News, 13.9.10) maerkischeallgemeine.de, 12.9.10
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Samstag 11. September 2010 von htm
Kongress der städtischen Polizeidirektoren in Zürich über heutige Herausforderungen im öffentlichen Raum.
Der öffentliche Raum in Städten birgt zunehmend Konfliktpotenzial. An einem Kongress in Zürich sind die Herausforderungen für die Polizei thematisiert worden.
Öffentliche Räume sind gerade in urbanen Gebieten wichtige Orte der Begegnung, der Kommunikation und der Kreativität. Doch in letzter Zeit häufen sich in der Bevölkerung die Klagen über ein Übermass an Freiheit – insbesondere in einer Stadt wie Zürich, die am Wochenende Tausende Nachtschwärmer anlockt. Lärmemissionen, Littering, Vandalismus, Massenbesäufnisse im öffentlichen Raum oder Gewalt im Ausgang wollen von vielen nicht mehr einfach geduldet werden. Die Polizei ist in diesem Zusammenhang immer mehr gefordert. (Quelle: NZZ, 11.9.10)
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Samstag 11. September 2010 von htm
3.9.2010
Redaktion
Tages-Anzeiger
Leserforum
Zürich
Per e-mail
Leserbrief zu „Die Schwingfest-Puristen begehren auf“ 3.9.2010
Nun hat die Alkoholindustrie mit Feldschlösschen auch im Schwingerverband die Macht übernommen. Und damit hat sie einen weiteren kulturellen Bereich mit ihrer Scheinkultur erobert: Binge Drinking auf „Eidgenössisch“. Es gibt ja noch viel zu wenig Gelegenheiten, wo man sich unter Gleichgesinnten am Wochenende vollaufen und dann die Sau rauslassen kann. Aber das gehört bekanntlich zum Reifeprozess der Heranwachsenden und einige Erwachsenen finden ihre eigene Jugendzeit damit entschuldigt.
Die im Titel als Puristen geschmähten Anhänger einer andern Festform und einige andere verantwortungsbewusstere Mitbürger sehen das wahrscheinlich etwas anders. Nur haben sie nicht die Druckmittel wie die Alkoholindustrie und deren befreundete Wirtschaftskreise. Also zahlen wir „Passivtrinker“ weiterhin ungefragt ein Leben lang die unerhörten alkoholbedingten Sozialkosten und tragen mit Fassung die damit verbundene verminderte Lebensqualität. Wenn sich die schweigende Mehrheit der Nicht- oder Mässigtrinker nicht aus ihrer Lethargie bewegt und sich wehrt, wird auch das neue Alkoholgesetz keine Abhilfe schaffen.
Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer, Effretikon
(nicht veröffentlicht)
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Donnerstag 9. September 2010 von htm
Alkohol und Übermut haben einen jungen Mann ins Krankenhaus gebracht. Der Schwerverletzte und ein Begleiter waren als Straßenbahnsurfer unterwegs. (Quelle: Google Alkohol News, 9.9.10) badische-zeitung.de, 8.9.10
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