D: Gefordert wird: Kein später Alkohol an Tankstellen
Donnerstag 16. September 2010 von htm
CSU-Arbeitskreis unterstützt Bad Kissinger Amtsgerichtsdirektor.
Im Nachbarlandkreis Bad Kissingen sorgt dieser Tage Amtsgerichtsdirektor Matthias Göbhardt für Aufregung. Mit unverhohlener Kritik an der bayerischen Politik während einer Gerichtsverhandlung vorigen Donnerstag sorgte er für Aufsehen. Verhandelt wurde eine nächtliche Schlägerei von vier Betrunkenen. Diese hatten sich zu später Stunde in Tankstellen Alkohol besorgt.
Göbhardt klagte darüber, dass der Freistaat nicht das Baden-Württemberger Modell übernimmt, wo der Verkauf alkoholhaltiger Getränke in Tankstellen nach 22 Uhr verboten ist. In Bayern rede man von Prävention und Nachsorge, aber wenn es anzupacken gelte, dann werde „der Schwanz eingezogen“, so der Amtsgerichtsdirektor in deutlichen Worten. (Quelle: Google Alkohol News, 16.9.10) mainpost.de, 15.9.10 mit unserem Online-Kommentar: Worte statt Taten. Man kann nur hoffen, dass der Einsatz dieser Politiker und Polizeibeamten Erfolg hat. Bayern ist bekannt für schöne Sprüche. Wenn es aber konkret werden soll, klemmen die massgeblichen Stellen. Der Alkoholindustrie könnten ja Umsatzeinbussen drohen. Das ist immer noch wichtiger als die Gesundheit und die Lebensqualität der Bevölkerung. Die Schäden zahlt letztere sowieso.
Dieser Beitrag wurde erstellt am Donnerstag 16. September 2010 um 10:04 und abgelegt unter Alkoholindustrie, Allgemein, Gerichtsfälle, Gewalt/Kriminalität, Politik, Verhältnis-Präv., Verkehr. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Die Kommentare sind derzeit geschlossen, aber sie können einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.