Archiv für die Kategorie 'Zitate'
Mittwoch 19. Mai 2010 von htm
Die Ernennung des ehemaligen Tages-Anzeiger-Chefredaktors wird als grosse Überraschung aufgenommen. Von Journalisten und von links bis Mitte links begrüsst, von rechts abgelehnt. (Quellen: Tages-Anzeiger, 19.5.10 / NZZ, 18.5.10 Kommentar: Im TA-Interview zitiert er aus dem Programmauftrag der SRG: „Die Vielfalt der Ereignisse und Ansichten muss angemessen zum Ausdruck kommen. Ansichten und Kommentare müssen als solche erkennbar sein.“ „..ich wäre nicht Generaldirektor geworden, wenn ich nicht voll und ganz hinter diesem Gundsatz stehen würde.“ Beim Alkoholproblem ist die Vielfalt der Ansichten jedenfalls bisher nicht berücksichtigt worden. Es wäre schön, wenn dies jetzt ändern würde.
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Samstag 10. April 2010 von htm
Dass die steigenden Kosten im Gesundheitswesen ein Problem darstellen, ist unbestritten. Zur Lösung liegen etliche Vorschläge auf dem Tisch. Am Freitag hat die CVP weitere präsentiert. Sie möchte die medizinische Versorgung neu organisieren. «Es kann nicht sein, dass die Prämienlast jedes Jahr wächst», hat CVP-Präsident Christophe Darbellay am Freitag vor den Medien gesagt. Die CVP lege deshalb einen Plan vor, um das Gesundheitswesen wieder fit und bezahlbar zu machen. Im Zusammenhang mit der Krebsbehandlung soll die Menschenwürde ein wichtiges Kriterium sein. Der Artikel endet mit: „Zwiespältig fällt die Forderung zur Prävention aus: So wehrt sich die CVP gegen Eingriffe in die persönliche Freiheit, verlangt aber „pfiffige“ Angebote für mehr Bewegung und gesündere Ernährung.“ (Quelle: NZZ, 9./10.4.10) Kommentar: Die Menschenwürde, die bei Alkoholkonsum oft verloren geht, scheint die CVP nicht zu kümmern. Den Eingriff in die persönliche Freiheit sieht sie wahrscheinlich in Verbindung mit wirksamen Massnahmen zur Eindämmung der Alkoholschäden. Sie übersieht dabei geflissentlich, dass die ganze Bevölkerung seit über 100 Jahren von der Alkoholbranche in der persönlichen Freiheit massiv beschnitten wird, indem sie eine Gesellschaft von Passivtrinkern geworden ist, die ungefragt die verminderte Lebensqualität in Kauf nehmen und die horrenden Sozialkosten ein Leben lang bezahlen muss.
Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Arbeitsplatz, Armut, Gesundheit, Gewalt/Kriminalität, Jugend, Kinder, Passivtrinker, Politik, Schweiz, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen, Zitate |
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Donnerstag 8. April 2010 von htm
Wie Studien die Wirtschaft fünfmal grösser machen. Artikel der NZZ am 3.12.06
Der Nutzen von Nutzenstudien ist gross – für Berater, die sie verfassen, und für Lobbys, die sie nutzen. Für die anderen sind sie unnötig und politisch gefährlich, schreibt Tilman Slembeck.
Heute ist in der gedruckten NZZ ein neuer Artikel zum gleichen Thema erschienen: Reto Föllmi: Was nützen die Nutzenstudien? (nicht online) Zitat aus dem heutigen Artikel: „Letztlich kranken all diese Nutzungsstudien daran, dass sie die derzeit bestehende Verflechtung einer Branche mit ihrer Bedeutung für den Arbeitsmarkt gleichsetzen. () Sie unterstellen, dass ein Rückgang der Beschäftigung in einem Industriezweig zu einem entsprechenden Anstieg der Arbeitslosigkeit führt. Ignoriert wird dabei, dass solche Prozesse im Strukturwandel dauernd ablaufen, manche Branchen kleiner werden und stattdessen Stellen in neuen Sektoren () geschaffen werden.“ Kommentar: Treffendes Gegenargument, wenn die Alkoholindustrie uns vorrechnet, wie viele Arbeitsplätze sie anbietet und welch grosser Schaden entstünde, wenn der Konsum zurückginge.
Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Schweiz, Statistik, Veröffentlichungen, Werbung, Zitate |
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Donnerstag 8. April 2010 von htm
Andreas Blum: • Die Schweiz braucht eine SRG, die sich wieder zurückbesinnt auf ihren Auftrag, auf ihre Bedeutung als Spiegel der Vielfalt und Brücke zwischen den regionalen Sprach- und Kulturwelten, auf ihre Rolle als Kultur-Produzentin und -Vermittlerin, als kritische Impulsgeberin und Forum der gesellschaftspolitischen Auseinandersetzung. (Quelle: Gesellschaft für Medienkritik (gfmks), 6.4.10) Kommentar: Sicher ist dieser Ausschnitt aus seiner Diagnose für die Alkoholpolitik von grosser Relevanz. Die gesellschaftspolitische Auseinandersetzung im Bereich des Alkoholproblems findet nicht statt oder wird nicht ehrlich geführt.
Kategorie: Allgemein, Medien, Schweiz, Werbung, Zitate |
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Freitag 26. März 2010 von htm
„Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.“
Albert Einstein, 1879-1955
(Quelle: GUTTEMPLER DIALOG, 1/2010)
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Donnerstag 21. Januar 2010 von htm
…Statistiken zufolge sind Schriftsteller nach Barkeepern die Berufsgruppe, die am zweithäufigsten von der Todesursache der Leberzirrhose betroffen ist. Eine Erkrankung, die meistens auf Alkoholmissbrauch zurückzuführen ist. Unter den amerikanischen Literaturnobelpreisträgern macht Goodwin sogar einen Alkoholikeranteil von über 70 Prozent aus. In seinem Buch fragt er zunächst, warum es interessanter sein soll, sich mit den Alkoholismus von Schriftstellern zu beschäftigen als mit dem Trinkverhalten von Klempnern, Ärzten oder jeder beliebigen anderen Berufsgruppe. Für sich selbst findet er eine einfache Erklärung: „Bücher und Alkohol entdeckte ich etwa im gleichen Alter: mit sieben.“ Diese Verbindung war prägend für sein Leben. (Quelle: Google Alkohol Alert, 20.1.10) weilwirunslieben.wordpress.com, 20.1.10 Online-Kommentar:
Diese fleissigen Sprachforscher könnten sich doch einmal der Aufgabe widmen herzauszufinden, warum in der Bibel im Originaltext ca 11 verschiedene Ausdrücke vorkommen, die alle mit Wein übersetzt wurden, obwohl sie alles mögliche bedeuten, z.B. alkoholfreier Traubensaft, vergorenener Traubensaft (Wein), oder beides, getrocknete Trauben, frische Trauben, Traubenmus. Und dann die berühmten Stellen darauf kontrollieren, was jetzt wirklich gemeint war. War der gute Wein in Kanaa wirklich vergoren?
Ich finde es etwas pervers, wenn man die bekannten Alkoholiker-Karrieren sozusagen als Vorbilder hinstellt. Goethe soll übrigens auch gesagt haben: Jugend ist Trunkenheit ohne Wein.
Sicher kann man sich trotzdem an den alkoholbedingten Werken freuen. Sie gehören auch zum Leben. An echten, ungedopten Leistungen freue ich mich aber mehr, wie beim Sport.
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Mittwoch 20. Januar 2010 von htm
20.1.2010
„Der Zürcher Oberländer“
Redaktion Leserforum,
Postfach
8620 Wetzikon.
Per e-mail
Leserbrief zu „Es grassiert die „Verbotitis“ in unserem Lande“ , vom 20.1.2010
Der Fraktionspräsident der FDP im Kantonsrat durfte in einem grossen Artikel die von den Liberalen immer wieder herbeigeredete „Verbotitis“ bejammern. Er mischt dabei grosszügig Selbstverständlichkeiten und wichtige Probleme durcheinander, zitiert geschichtliche Grössen und sagt zwischendurch sogar etwas Wesentliches: „Meist steht im Hintergrund ein zu langes Zuwarten der Politik, Sorgen der Bevölkerung zu thematisieren, mit dem Resultat, dass es irgendwann dann „gnueg isch“ und über das Ziel hinausgeschossen wird.“ Dass dann über das Ziel hinausgeschossen wird, hat sich die bürgerliche Mehrheit im Kanton und im Bund aber selber zuzuschreiben, denn sie bestimmt die Gesetze weitgehend. Also wozu das Gejammer?
In mehr als 50 Jahren wurde in der Schweiz keine Vorlage zur Verbesserung der Alkoholsituation vom Volk angenommen, das immer wieder dem mit Millioneneinsatz vorgebrachten Arbeitsplatzargument der Bürgerlichen auf den Leim gekrochen ist. Wäre es nicht viel sinnvoller und für die Gesellschaft nutzbringender, wenn diese FDP und die andern bürgerlichen Parteien z.B. das Alkoholproblem als Ganzes wahrnehmen und problemorientiert sowohl lokal, kantonal wie national Lösungen anstreben würden, die den wissenschaftlichen Erkenntnissen Rechnung trügen? Sie würden dabei sogar die Wirtschaft unterstützen, der sie doch immer zu dienen vorgeben.
Seit die Liberalen (!) vor 100 Jahren die erste Alkoholgesetzgebung durchbrachten, haben sie noch fast alle Verbesserungen der Alkoholproblematik bekämpft. Keine Rede davon, dass die Freiheit des Einzelnen dort aufhört, wo der Nächste betroffen ist. Das hat dazu geführt, dass wir heute alle Passivtrinker sind (aus Arbeitspapier der WHO), die ungefragt Zehntausende ein Leben lang an die Sozialkosten bezahlen und unter der verminderten Lebensqualität leiden. Das ist die Freiheit, die uns die FDP und ihre Glaubensbrüder verkaufen will. Und die Medien unterstützen sie dabei noch grosszügig. Das ist ihre Lesart von Pressefreiheit.
Hermann T. Meyer, Effretikon
(unbekannt ob veröffentlicht)
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Mittwoch 20. Januar 2010 von htm
Dies forderte Bundesrat Ueli Maurer vor rund 950 Kader-Mitarbeitern seines Departementes am Ort der Schlacht von Laupen, 1339. Es brauche Mut, ausgetretene Pfade zu verlassen. (Quelle: NZZ, 19.1.10) Kommentar: Die dramatische Inszenierung à la Rütlirapport erinnert an Pfadfinderübung. Wenn Maurer und seine SVP auch in der Alkoholfrage so denken würden, wäre ein heutiger, wichtiger Feldzug im Inland zu gewinnen.
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Samstag 9. Januar 2010 von htm
Marc Lüthi, CEO des SC Bern, erklärte, der Übergang zu reinen Sitzplatzstadien und ein totales Alkoholverbot würden aus finanziellen Gründen das Aus für den Berufssport in der Schweiz bedeuten. (Quelle: NZZ, 9.1.10)Kommentar: Wenn der Berufssport in der Schweiz zu einem grossen Teil vom Alkohol abhängt, wäre es doch höchste Zeit, etwas dagegen zu unternehmen. Z.B. unsere Projekt-Idee unterstützen, dann wäre das Problem gelöst. Diese Alkoholabhängigkeit ist ein Skandal! siehe auch Das Hooliganismus-Konkordat ist in Kraft
Kategorie: Allgemein, Politik, Schweiz, Sport, Verhältnis-Präv., Werbung, Zitate |
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Samstag 9. Januar 2010 von htm
Polizeidirektoren hoffen auf rasche Umsetzung ihres Massnahmenpakets gegen Gewalt im Sport.
Anfang Jahr ist das Konkordat der Kantone über Massnahmen gegen Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen in Kraft getreten. Damit wurde es möglich, die drei Massnahmen Rayonverbot, Polizeigewahrsam und Meldeauflagen für Gewalttäter fortzuführen. Sie waren von den eidgenössischen Räten, zusammen mit der Schaffung einer Hooligan-Datenbank, im Hinblick auf die an die Schweiz vergebenen Grossanlässe Fussball-Euro 2008 und Eishockey-Weltmeisterschaft 2009 beschlossen worden. …Marc Lüthi, CEO des SC Bern, erklärte, der Übergang zu reinen Sitzplatzstadien und ein totales Alkoholverbot würden aus finanziellen Gründen das Aus für den Berufssport in der Schweiz bedeuten. (Quelle: NZZ, 9.1.10) Kommentar: Wenn der Berufssport in der Schweiz zu einem grossen Teil vom Alkohol abhängt, wäre es doch höchste Zeit, etwas dagegen zu unternehmen. Z.B. unsere Projekt-Idee unterstützen, dann wäre das Problem gelöst. Diese Alkoholabhängigkeit ist ein Skandal!
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