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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Zitate'

Interview mit BAG-Direktor Thomas Zeltner

Montag 28. Dezember 2009 von htm

„Selbstverwirklichung ist nicht alles“ Von Jean-Martin Büttner und Markus Brotschi, Bern im Tages-Anzeiger vom 28.12.09.
Gesundheit dürfe nicht zum einzigen Lebenszweck verkommen, sagt der abtretende Gesundheitsdirektor Thomas Zeltner nach 19 Jahren im Amt. Dennoch brauche die Schweiz ein nationales Präventionsgesetz.
Thomas Zeltner: „Die Bevölkerung ist heute deutlich gesünder.“ Kommentar: Auch in diesem Interview wird das Thema Alkohol nicht kritisch behandelt. Es taucht nur in einer der Fragen auf: „Bei der Prävention hat man Ihnen oft vorgeworfen, Sie wollten alles mit Einschränkungen regeln – Rauchverbote, Essgebote, Verkaufsverbote von Alkohol.“

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Alkohol und Weihnachtszeit

Freitag 18. Dezember 2009 von htm

Leserbrief: Der Tages-Anzeiger vom 18.12.09 bringt gleich mehrere kleine Artikel über die persönliche Befindlichkeit in der Weihnachtszeit. Da wird den früheren Zeiten nachgetrauert, als Völlerei und Rausch noch etwas Tolles war, und als Schluss geraten, man soll sich auch heute noch etwas gehen lassen. Und mit „O du fröhliche, o du selige, alkoholbringende Weihnachtszeit“ wird auf die kommenden Tage geschaut, wenn „wir tief in die Gläser gucken“. Dann wird auf eine Webseite hingewiesen, die seit 13 Jahren für „das Recht, besoffen zu werden“ kämpfe. Auch drei andere kleine Artikel geben Ratschläge, wie die Feiertage einigermassen gelassen zu überleben sind. Man kann natürlich sagen, das widerspiegle nur die Realität. Aber ich frage mich schon, mit welchem Recht eine deutliche Mehrheit die Minarette verbieten konnte, wenn wir eines der drei grössten christlichen Feste nicht mehr als solches wahrnehmen. Man könnte auch sagen, hier wird eine Minderheit verspottet und verletzt.

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Zum Alkoholproblem in Österreich

Montag 7. Dezember 2009 von htm

Die Zahl der Alkoholiker in Österreich wird auf etwa 340.000 geschätzt, 10.000 Menschen erkranken jährlich neu an chronischem Alkoholismus. Österreich ist dennoch weit von einem generellen Werbeverbot für alkoholische Getränke entfernt. Während man diese Restriktionen bei Tabak schwer aber doch umsetzen konnte, verhindern die Alkoholindustrie und ihre Abhängigen seit Jahren entsprechende Initiativen. Man ist verblüfft ob dieser paradoxen Koexistenz: Es darf mit dem Sanktus des Staates aktiv für Alkohol geworben werden, während gleichzeitig Millionen an Steuergeldern in Suchtkliniken und Aufklärungskampagnen investiert werden. (Quelle: Google Alkohol Alert, 5.12.09) alkoholinfo.at, 4.12.09 Online-Kommentar:
Völlig richtig. Man könnte noch beifügen, was in einem WHO-Arbeitspapier kürzlich betont und von der Alkohollobby scharf kritisiert wurde, nämlich dass wir alle Passiv-Trinker sind. Egal wie viel wir trinken, wir tragen die alkoholbedingten Schäden in verminderter Lebensqualität und an die alkoholbedingten Sozialkosten ein Leben lang und ungefragt. Ein Grund ist, dass die Medien und die Politik die Bürger ungenügend oder falsch informieren, damit sie nicht Druck auf sie ausüben, um eine Richtungsänderung zu erreichen. Und solange niemand gegen die Wissenschaftler klagt, die laufend Forschungsergebnisse mit zweifelhaften gesundheitspositiven Ergebnissen veröffentlichen, die von den Konsumenten als Bestätigung für ihr Konsumverhalten aufgenommen werden können, wird sich wahrscheinlich auch nichts ändern.
WHO und EU werden möglicherweise nächstes Jahr Alkoholstrategien herausbringen, aber die Mitgliedstaaten sind frei, sie umzusetzen. Die Alkoholloby wird dies wie bisher zu verhindern wissen.

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„Der Weg zu mehr Gerechtigkeit ist das Ziel“

Montag 23. November 2009 von htm

Vom ewigen Streben nach Gerechtigkeit. Was Recht und Unrecht ist, steht in den Gesetzen. Was aber ist Gerechtigkeit? In ihrer Rede am Ustertag ging Bundesrätin Doris Leuthard (CVP) der Frage nach. Zitat aus dem TA-Bericht: „Der Staat müsse dafür sorgen, dass seine Bürger sich gerecht behandelt fühlen. Schleiche sich das Gefühl der Ungerechtigkeit in die Seele der Menschen, destabilisiere dies die ganze Gesellschaft.…“
(Quelle: Tages-Anzeiger, 23.11.09) Kommentar: Was tun also die Politiker, die Alkoholindustrie und die Medien? Sie sorgen dafür, dass die Menschen, d.h. alle Passivtrinker, schlecht informiert sind und sich so nicht ungerecht behandelt fühlen können. Bis jetzt mit vollem Erfolg.

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Mit Jägermeister wird der Jäger zum Meister

Montag 23. November 2009 von htm

Kann es sein, dass manche Jäger nur ihre Flinte ruhig halten können wenn sie Alkohol zu sich genommen haben? Am Feldrain verlieren die Sträucher ihre Blätter und geben den Blick in die ehemaligen Unterstände der Jäger frei. Weit ab von Dörfern und Straßen findet man in großer Zahl die Hinterlassenschaften der Menschen die unsere Natur mit ihrer Arbeit erträglicher machen wollen. Hier liegen also die Tierkenner schwer bewaffnet und alkoholisiert auf der Lauer. Unvorstellbar, auf einem Gelände, welches auch der allgemeinen Öffentlichkeit zugänglich ist. Die Anwendung von Schusswaffen geschieht in anderen Bereichen unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen. Aber Jäger haben sich ihre eigenen Gesetze geschrieben. Es treibt sich in ihren Kreisen auch genug Prominenz herum, die genügend Einfluss nehmen, um auch das Unmögliche möglich zu machen. (Quelle: Google Alkohol Alert, 22.11.09) rp-online.de, 22.11.09

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Endo Anaconda von „Stiller Has“, Interview (Leserbrief)

Freitag 6. November 2009 von htm

22.10.2009

Tages-Anzeiger
Redaktion Leserforum
8021 Zürich

Per E-Mail

Leserbrief zu „20 Jahre Stiller Has“
, Interview im Tages-Anzeiger vom 22.10.09
Endo Anaconda verausgabt sich nicht nur am Mikrofon, er produziert auch ziemlich dumme Sprüche, die ihn nicht gerade stark von den von ihm apostrophierten Spiessern unterscheiden lassen. Lieber sollen sich die Leute für ihre Ekstase zudröhnen, als dies bei einer Freikirche zu suchen. Warum denn? Diese fühlen sich jedenfalls auch nachher besser und schädigen nicht ihre Gesundheit und die Gesellschaft. Er hat noch nicht gemerkt, dass wir alle Passiv-Trinker sind, die es sehr wohl etwas angeht, wenn sich jemand zudröhnt, sei es nun mit Whiskey, Absinth oder Heroin. Denn wir alle zahlen die Zeche über Steuern, Versicherungs- und Krankenkassenprämien, durch Gewalt in den Familien, in der Öffentlichkeit, in den Bahnen, im Sportumfeld, im Strassenverkehr, im Zusammenhang mit Sexualität, usw. Der Staat müsste im Auftrag der Bürgerinnen und Bürger handeln. Er versucht es, leider mit geringem Erfolg, weil die Mehrheit der Parlamentarier und des Bundesrates, die Wirtschaftsverbände, die Werbebranche und die Medien das Volk für dumm verkaufen, nicht informieren, die Gesundheitskosten nicht senken wollen, wo es gut möglich wäre und warten, bis die EU uns vielleicht einmal zu unserem Glück zwingt. Anteil am Misslingen der Prävention haben allerdings auch alle jene angeblich liberalen Freiheitskämpfer, die sofort vom Verbotsstaat reden, wenn ein schüchterner Versuch in die richtige Richtung getan werden sollte und übersehen, dass ihre Lust an der Eigenzerstörung (sie nennen das Eigenverantwortung) sehr wohl die ganze Gesellschaft angeht. Die Alkoholindustrie, die auch Endo Anaconda den Geist vernebelt, profitiert weiter, und kompensiert eventuelle Verluste in Europa bereits in den Schwellen- und Entwicklungsländern, wo sie den Erfolg unserer Entwicklungshilfe reduziert.
Zur Kostenexplosion im Gesundheitswesen hat sich in der gleichen Ausgabe eine Zürcher Fachärztin äussern dürfen. Sie meint, wir müssten die Mechanismen im Gesundheitswesen hinterfragen und unsererseits gut informiert werden. Sie ist skeptisch, dass es eine Besserung geben werde. Wenn alles bleibt, wie oben beschrieben, hat sie sicher recht. Andererseits könnten gerade die Ärzte die Informationsblockade aufbrechen, wie es in England geschieht. Das würde auch den Druck auf ihren Stand abbauen und der Volksgesundheit sehr dienen, der sie sich ja verschrieben haben.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer

(nicht erschienen)

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Gewalt an Sportveranstaltungen

Sonntag 1. November 2009 von htm

Nationalrat Jürg Stahl, Winterthur fordert vom Sport mehr Einsatz im Kampf gegen Chaoten. Zitat: Sind die 25 Millionen pro Jahr zu viel, welche die Polizeieinsätze kosten? „Nein, es braucht dieses Geld und dieses Kontingent an Polizisten wohl. Was mir fehlt, ist ein gesamtgesellschaftliches Bekenntnis, das Problem wirklich eindämmen zu wollen. England ging das Gewaltproblem erst nach schwerwiegenden Vorfällen mit Toten an. Ich hoffe, die Schweiz braucht keinen tödlichen Vorfall, um zu selben Einsicht zu gelangen.“
Kommentar: Herr Stahl ist Mitglied der SVP, die bekanntlich alle Versuche, die Alkoholprobleme zu vermindern, torpediert. Wie viele Menschen sind wohl schon deshalb gestorben? Dass Alkohol auch bei diesen Sport-Chaoten eine wesentliche Rolle spielt, sollte auch ihm bekannt sein. (Quelle: Tages-Anzeiger, 29.10.09)

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klau|s|ens zum alkoholverbot in mönchengladbach

Sonntag 25. Oktober 2009 von htm

klau|s|ens zum alkoholverbot in mönchengladbach (B. M-gladbach – 1. FC köln) und zum alkoholmissbrauch allerorten – www.klausens.com
von klausens Pro @ Samstag, 24. Okt, 2009 – 12:33:19
klau|s|ens, alle welt trinkt nun alkohol, überall, dauernd, öffentlich. fast jeder.
ja, es ist modern, betrunken zu sein.
früher haben wir über russland gelacht. wodka und so.
und heute gehen wir selber im alkohol unter.
keine u-bahn mehr ohne sichtbare bierflasche.
überall sitzen menschen in den bahnen und bussen und haben flaschen mit alkohol in der hand.
bei jungen leuten, auch bei studenten, ist die bierflasche wie ein accessoire.
genau das: es ist ein modeartikel. kult. …
(Quelle: Google Alkohol Alert, 25.10.09) klausens.blog.de, 24.10.09 Kommentar: Versuch, die Alkohol-Misere in literarische Form zu giessen. Zeugt mindestens von Einsicht, die vielen Zeitgenossen abgeht.

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Replik zur Gesundheitsprävention (Leserbrief)

Donnerstag 22. Oktober 2009 von htm

2.10.2009

Tages-Anzeiger
Redaktion Leserforum
8021 Zürich

Per E-Mail

Leserbrief zu „Gesundheitsprävention ist wie Impfen“ vom 2.10.09

Am Tag nach dem Artikel “Zu viel Prävention schadet” kommt eine Replik vom Präsidenten der Zürcher Lungenliga, Otto Brändli: “Gesundheitsprävention ist wie Impfen”. Darin weist er richtig auf die Unterschiede zwischen der Verhaltens- und der Verhältnisprävention hin. Er erwähnt, dass z.B. Steuern wirksam sind, die ein Produkt verteuern. Und bringt dies in Zusammenhang mit Stoffen, die Übergewicht nach sich ziehen. Dann schreibt er: “Weniger Sorgen macht mir der Alkohol, den die meisten im Griff haben, weil sich die Menschen unseres Kulturkreises über Jahrtausende daran adaptieren konnten”. So etwas liest man sonst nur bei der Alkohollobby. Offenbar ist da bereits ein Verteilungskampf ausgebrochen. Die Antirauch-Kreise haben doch inzwischen ihre Ziele mehr oder weniger erreicht. Warum wollen sie jetzt verhindern, dass in der Alkoholfrage, die von der WHO in ihrer Schädlichkeit als praktisch gleichbedeutend gewichtet wird, aber eine wesentlich stärkere soziale Komponente aufweist, endlich auch Verbesserungen erzielt werden? Der Tag mit dem Krankenkassen-Prämien-Schock wäre doch der geeignete Zeitpunkt, darüber nachzudenken und zu handeln.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
(nicht veröffentlicht)

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Die Schweiz an der Fussball-WM 2010

Donnerstag 15. Oktober 2009 von htm

Trainer Hitzfeld nach dem Spiel: «Jetzt mal ein Glas Alkohol trinken».
Glücklich und erleichtert zeigten sich die Schweizer nach der Zitter-Qualifikation für die WM 2010 in Südafrika. Das Motto: egal wie – Hauptsache qualifiziert. (Quelle: Google Alkohol News, 15.10.09) 20Minuten Online, 14.10.09 Kommentar: Immer wieder Sport und Alkohol. Und dann wundern sie sich über die Chaoten. Siehe auch den Artikel über die Anzeige gegen Serbiens Präsidenten Boris Tadic.

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