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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Schweiz'

Die Schweiz an der Fussball-WM 2010

Donnerstag 15. Oktober 2009 von htm

Trainer Hitzfeld nach dem Spiel: «Jetzt mal ein Glas Alkohol trinken».
Glücklich und erleichtert zeigten sich die Schweizer nach der Zitter-Qualifikation für die WM 2010 in Südafrika. Das Motto: egal wie – Hauptsache qualifiziert. (Quelle: Google Alkohol News, 15.10.09) 20Minuten Online, 14.10.09 Kommentar: Immer wieder Sport und Alkohol. Und dann wundern sie sich über die Chaoten. Siehe auch den Artikel über die Anzeige gegen Serbiens Präsidenten Boris Tadic.

Kategorie: Allgemein, Geschichten, Prominenz, Schweiz, Sport, Werbung, Zitate | Keine Kommentare »

TOP NEWS: CH: Alkohol-Testkäufe sind zulässig

Mittwoch 14. Oktober 2009 von htm

Wird Alkohol an Jugendliche verkauft, haftet der Betriebsverantwortliche ohne Wenn und Aber: Er kann die Verantwortung nicht auf Verkäufer abschieben und auch nicht geltend machen, Testkäufe seien als Methode unzulässig. Ende Mai 2008 hat ein Angestellter in einem Laden in Interlaken einer unter 16-jährigen Person zwei Flaschen Bier verkauft. Das Pech des Verkäufers: Es handelte sich um eine Testperson. Der Regierungsstatthalter bestrafte den Laden daraufhin mit einem einmonatigen Verkaufsverbot für Alkohol. Regierung und Verwaltungsgericht bestätigten das Urteil. (Quelle: Google Alkohol News, 14.10.09) Der Bund, 14.10.09

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Bier soll gesund sein (Leserbrief)

Dienstag 13. Oktober 2009 von htm

11.10.2009

Redaktion Leserforum
Tages-Anzeiger
Postfach
8021 Zürich

Per e-mail

Leserbrief zu „Das tägliche Bier hält die Gesundheit bei der Stange“ vom 10.10.09)

Erfreulich wie sich der Tages-Anzeiger plötzlich um die Gesundheit seiner LeserInnen bemüht. Nur ist leider Vorsicht am Platz. Auch wenn einige an sich wertvolle Stoffe im Bier enthalten sind, ist leider trotzdem Alkohol drin. Es würde sich demnach aufdrängen, für alkoholfreies Bier zu werben. Wenn man die Verlässlichkeit der Angaben im Text an den Zahlen der einen Grafik misst, vergisst man den Artikel am besten möglichst schnell. Die WHO bespricht in Genf dieser Tage ein neues Alkoholstrategiepapier. Der Artikelschreiber sollte dessen Einleitung mit den Zahlen zu den weltweiten alkoholbedingten Schäden lesen, vielleicht treibt es ihm die Schamröte ins Gesicht. Und wenn er sich hinter dem Titel mit dem einen täglichen Bier versteckt, muss einmal gesagt sein, dass nur die Hälfte der Bevölkerung diesen mässigen Konsum fertig bringt. Es ist nicht, wie immer behauptet wird, die grosse Mehrheit. Die andern Alkoholkonsumenten trinken risikoreich bis krankhaft. Und jeder fühlt sich von solchen Gesundheitsanpreisungen in seinem Konsum bestärkt, egal, wie viel er trinkt. Wahrscheinlich ist jetzt dann wieder die Weinlobby dran und auch sie wird den gesunden alkoholfreien Traubensaft vergessen. Papier ist geduldig und Qualitätsansprüche gehören offenbar zur „guten alten Zeit.“

Freundliche Grüsse

Hermann T. Meyer

(gekürzt veröffentlicht am 13.10.09 . Der angesprochene Fehler in der Grafik wurde in der gleichen Nummer auf der Seite „Wissen“ richtiggestellt.)

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Selbstverantwortung als Fantasie (Leserbrief)

Freitag 9. Oktober 2009 von htm

2.10.2009

Redaktion der
Neuen Zürcher Zeitung
Briefe an die NZZ
8021 Zürich
Per e-mail redaktion@nzz.ch

Leserbrief zu „Gesund leben ohne Paragrafen“ am 1.10.09

In der Kritik am neu vorgeschlagenen Präventionsgesetz wird behauptet, es gehe „um Interventionen in die Wirtschaftsfreiheit und das legitime Recht von erwachsenen Menschen, das zu kaufen und zu konsumieren, was sie für richtig halten“. Dieses Recht wird auch im neuen Gesetz nicht aufgegeben. Andernfalls hätte es ja zum vornherein keine Chance. Das Problem liegt doch auf einer andern Ebene: Unsere erwachsenen Menschen haben keine Möglichkeit, ihre Käufe wirklich frei und unabhängig zu planen und zu entscheiden, weil sie von den Medien und der Alkohollobby falsch oder ungenügend informiert werden. Die immer wieder hochgelobte bürgerliche Selbstverantwortung existiert in vielen Fällen nur in der Fantasie von Interessenvertretern der Wirtschaft, die damit ihre eigenen Interessen schädigen. Wenn sich die vielen Alkoholschäden nur auf Individuen beziehen würden, könnte man noch sagen, diese seien selber schuld. Leider sind bereits die Nächsten in der Familie mit Hauptleidtragende dieser „Selbstbestimmung“, von den vielen Schäden in der Gesellschaft durch Gewalt, sexuelle Gewalt, im Verkehr usw. gar nicht zu reden, die wir alle mitbezahlen. Am Tag des grossen Lamentos über den Krankenkassen-Prämien-Schock wäre es angezeigt, diese sozialen Kosten zu überdenken und zu handeln. Dann könnten die Prämien wieder sinken.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
(veröffentlicht mit Kürzungen am 9.10.09)

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9-Jähriger liebt Alkohol (Leserbrief)

Donnerstag 8. Oktober 2009 von htm

2.10.2009

Redaktion „regio“
Schlimpergstr. 33
8307 Effretikon

per e-mail

Leserbrief zur Eröffnung des neuen Märtplatzes in Effretikon

Der Tages-Anzeiger berichtete am 28.9.09 über die Eröffnung des neuen Märtplatzes und lobte u.a. die Mädchen, die an der Cocktailbar der Jugendarbeit Effretikon gratis alkoholfreie Drinks abgaben. Ein Knirps von 9 Jahren soll dazu geäussert haben, sie schmeckten vorzüglich, auch wenn sie einen Schuss Schnaps vertragen hätten. „In den Ferien in Italien habe ich eine ganze Flasche Alkohol getrunken“. Vielleicht sollte sich unser Gesundheitsvorstand dieses Falles annehmen, hat er doch im Nationalrat einen Gegner mit dem Argument bekämpft, die Eltern müssten die Verantwortung für ihre Kinder übernehmen, es brauche deshalb kein Alkohol-Werbeverbot im Fernsehen. Es wäre doch interessant zu erleben, wie er die Eltern des kleinen Aufschneiders zu ihrem Glück zwingen kann. Übrigens, einen Nationalrat, der für Alkoholwerbung am Fernsehen ist, finde ich als Gesundheitsvorstand am falschen Platz.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
(veröffentlicht am 8.10.09)

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Gesundheitswesen die Wachstumsbranche

Mittwoch 7. Oktober 2009 von htm

Zwischen 2005 und 2008 hat die Zahl der Beschäftigten in der Schweiz um 7,4% zugenommen. Dies ist der jüngsten Betriebszählung des Bundesamts für Statistik (BfS) zu entnehmen, die am Dienstag publiziert wurde. Vor allem der Gesundheits- und Sozialbereich konnte stark zulegen. Dies ist die Branche mit den meisten Arbeitsplätzen in der Schweiz. Ende September waren über 480’000 Personen beschäftigt, 12% der Gesamtbeschäftigten. (Quelle: NZZ, 30.9.09) Kommentar: Vom Ausländeranteil steht nichts, sonst könnte die SVP, der das Alkoholproblem egal ist, noch ins Grübeln kommen.

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Eigenwerbung im Tages-Anzeiger Magazin

Dienstag 6. Oktober 2009 von htm

Inserat-Zitat: „Was, wenn Sie auch die Hintergründe der Hintergründe interessieren?
Dranbleiben. Mit dem Magazin. Tages-Anzeiger“
Kommentar: Wir wären schon glücklich, wenn nur die Hintergründe des Alkoholproblems recherchiert wiedergegeben würden.

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Alkoholtestkäufe im Oberwallis

Montag 5. Oktober 2009 von htm

Das kantonale Präventionsprojekt Alkoholtestkäufe wird seit Juli 2008 im Oberwallis durchgeführt. Bisher wurden über 60 Betriebe in 13 Gemeinden getestet. Die Projektverantwortlichen möchten mit Hilfe dieser Testkäufe die Verkaufspraxis dauerhaft verbessern. Das Konzept für die Testkäufe entstand in der Zusammenarbeit zwischen der Alkohol- Drogenberatungs- und Präventionsstelle LVT, der Kantonspolizei und den Walliser Gemeindepolizeien. Medienmitteilung (pdf, 1S., 123Kb). (Quelle: Infoset Newsletter Okt, 09)

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Alkohol am Arbeitsplatz

Montag 5. Oktober 2009 von htm

Neue Website über Alkohol am Arbeitsplatz: Drei bis fünf Prozent der Berufstätigen sind gemäss Schätzungen alkoholabhängig. Bis zu einem Viertel der Arbeitsunfälle sind auf Alkoholkonsum zurückzuführen. Der Bedarf nach Information über geeignete Massnahmen am Arbeitsplatz ist gross, sowohl bei Kleinbetrieben als auch bei grossen Unternehmen. Die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) stellt auf einer neuen Website Basiswissen, Tipps und Leitfäden zur Verfügung. Medienmitteilung der SFA. http://www.alkoholamarbeitsplatz.ch (Quelle: Infoset Newsletter Okt. 09)

Kategorie: Allgemein, Arbeitsplatz, Rehabilitation, Schweiz | Keine Kommentare »

Die Unfallverhütungstätigkeit der bfu wird bewertet

Montag 5. Oktober 2009 von htm

Das Ziel der vorliegenden Studie (pdf, 118S., 600Kb) ist, die volkswirtschaftliche Wirkung der Präventionstätigkeiten Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) zu bewerten. Dazu wurde insbesondere die Frage geklärt, ob der jährliche Aufwand der bfu von rund 22.5 Mio. CHF durch entsprechenden Nutzen in Form von eingesparten Unfallkosten gerechtfertigt ist. Teil der Untersuchung sind auch die Massnahmen der bfu im Rahmen der Herabsetzung des Alkoholgrenzwertes im Strassenverkehr auf 0.5 Promille. (Quelle: Infoset Newsletter Okt. 09)

Kategorie: Allgemein, Diverse, Schweiz, Statistik, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv., Verkehr | Keine Kommentare »

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