Donnerstag 22. Oktober 2009 von htm
Sieben Tankstellen im Kanton Zürich müssen ihre Shops zwischen 1 und 5 schliessen. Laut Bundesverwaltungsgericht verstossen sie gegen das Nachtarbeitsverbot. (Quelle: Tages-Anzeiger, 21.10.09) (Quelle: NZZ, 21.10.09) (mit unserem Online-Kommentar)Kommentar: Die Schaffung der Tankstellenshops war damals in erster Linie die Antwort der Alkoholindustrie auf das Alkoholverbot in Autobahnrestaurants. Heute geht es wieder vermehrt um den Alkoholverkauf auch an Jugendliche und nicht um einen Liter Milch, wie die NZZ scheinheilig klagt. Wie es in einem Grundlagenpapier der WHO zu ihrer neuen Alkohol-Strategie steht, sind wir alle Passiv-Trinker und leiden darunter. Die Einschränkung der Erhältlichkeit von Alkoholika liegt somit im Interesse von uns allen.
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Donnerstag 22. Oktober 2009 von htm
1.10.09
Tages-Anzeiger
Redaktion Leserforum
8021 Zürich
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Leserbrief zu „Couchepin ärgert Wirtschaft“ u.a. vom 1.10.09
Kurz vor seinem Abtritt bringt Couchepin die Botschaft für ein Präventionsgesetz ins Parlament, wobei er die Opposition der dagegen Sturm laufenden Wirtschaft für „antistaatliche Hirngespinste“ hält. Leider ein zu spätes Aufbäumen gegen den Neoliberalismus der eigenen Partei. Es wäre schön, würde der Nachfolger im Bundesrat dies schon zu Beginn seiner Amtszeit auch so sehen.
Allerdings gibt es Aspekte, die zur Vorsicht mahnen: Wird die Koordination der nationalen Prävention dazu führen, dass die bestehende nichtstaatliche Prävention praktisch ausgebootet wird, wie es im Kanton Zürich betrieben wurde? Oder wird es eine partnerschaftliche Zusammenarbeit z.B. mit den NGO’s geben, die nicht immer die Meinung des von der Politik abhängigen staatlichen Präventions-Institutes teilen könnten? Wird die Gewichtung beim Setzen der Schwerpunkte nicht dazu führen, dass das Alkoholproblem zu Gunsten weniger heikler Themen vernachlässigt wird?
Zwei weitere Artikel der gleichen Nummer befassen sich auch mit der Prävention. Im Kommentar wird die abgedroschene Leier der Eigenverantwortung zelebriert. Die Wirtschaftslobby mit der ihr hörigen Parlamentsmehrheit hat in den letzten Jahrzehnten noch alle wirksamen Massnahmen im Bereich Alkohol und Gesellschaft abgeblockt oder sogar verschlechtert mit Ausnahme der gegen Jugendliche gerichteten nicht ganz gelungenen Alcopopsteuer und der Senkung des Promillewertes im Strassenverkehr. Das hat nicht zuletzt damit zu tun, dass die sogenannte Mehrheit der mässigen Alkoholkonsumenten ihre Verantwortung für die Gesellschaft nicht wahrnimmt und sich damit selber massiv schädigt. Genau so wie die Wirtschaft, die gegen ihre eigenen Interessen verstösst. Dass es soweit gekommen ist, haben wir der Werbung und den Medien zu verdanken, welche die wahren Zusammenhänge nicht aufdecken und die Bevölkerung mit falschen Botschaften verunsichern und von politischer Aktivität abhalten. Dem Bund eine widersprüchliche Prävention vorzuhalten, ist äusserst billig, wenn man seiner eigenen journalistischen Pflicht seit vielen Jahren nicht nachkommt und dem Leser die Hintergründe und Fakten vorenthält.
Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
(nicht veröffentlicht)
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Donnerstag 22. Oktober 2009 von htm
2.10.2009
Tages-Anzeiger
Redaktion Leserforum
8021 Zürich
Per E-Mail
Leserbrief zu „Gesundheitsprävention ist wie Impfen“ vom 2.10.09
Am Tag nach dem Artikel “Zu viel Prävention schadet” kommt eine Replik vom Präsidenten der Zürcher Lungenliga, Otto Brändli: “Gesundheitsprävention ist wie Impfen”. Darin weist er richtig auf die Unterschiede zwischen der Verhaltens- und der Verhältnisprävention hin. Er erwähnt, dass z.B. Steuern wirksam sind, die ein Produkt verteuern. Und bringt dies in Zusammenhang mit Stoffen, die Übergewicht nach sich ziehen. Dann schreibt er: “Weniger Sorgen macht mir der Alkohol, den die meisten im Griff haben, weil sich die Menschen unseres Kulturkreises über Jahrtausende daran adaptieren konnten”. So etwas liest man sonst nur bei der Alkohollobby. Offenbar ist da bereits ein Verteilungskampf ausgebrochen. Die Antirauch-Kreise haben doch inzwischen ihre Ziele mehr oder weniger erreicht. Warum wollen sie jetzt verhindern, dass in der Alkoholfrage, die von der WHO in ihrer Schädlichkeit als praktisch gleichbedeutend gewichtet wird, aber eine wesentlich stärkere soziale Komponente aufweist, endlich auch Verbesserungen erzielt werden? Der Tag mit dem Krankenkassen-Prämien-Schock wäre doch der geeignete Zeitpunkt, darüber nachzudenken und zu handeln.
Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
(nicht veröffentlicht)
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Donnerstag 22. Oktober 2009 von htm
Das Bezirksgericht Aarau hat einen 22-jährigen Schweizer wegen einer tödlichen Schlägerei vor einer Discothek zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt. Es sprach ihn der fahrlässigen Tötung und der eventualvorsätzlichen schweren Körperverletzung sowie des Raufhandels für schuldig. (Quelle: NZZ, 21.10.09)
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Mittwoch 21. Oktober 2009 von htm
Während der elftägigen Ausstellung wurden 60 Straftaten angezeigt. Der Grad der Alkoholisierung bei den meistens 18 – 25-Jährigen sei laut Polizei sehr hoch gewesen. (Quelle: Tages-Anzeiger, 20.10.09)
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Mittwoch 21. Oktober 2009 von htm
Madetswil, ein kleines Kaff bei Russikon im Zürcher Oberland hat ein Oktoberfest erhalten, das ein Fäschtverein unter Leitung eine Elektromonteur-Lehrlings organisiert hat. 270 Teilnehmer am Samstag konsumierten mit den wenigen Teilnehmern am Freitag 800 Liter Bier, gegen 3 Liter pro Person. (Quelle: Tages-Anzeiger, 19.10.09) Kommentar: Da fällt einem die Bergpredigt ein.
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Mittwoch 21. Oktober 2009 von htm
Das Bundesamt für Polizei hat ermittelt, dass in einer Woche mit Eishockey- oder Fussballspielen 900 Polizisten zum Einsatz kommen. Bei 1000 Franken pro Polizist und Tag ergibt dies Kosten von 25 Mio. Franken pro Jahr. Dies sei ein Durchschnitt, der variieren könne. (Quelle: SonntagsZeitung, 18.10.09)
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Dienstag 20. Oktober 2009 von htm
Jugendgewalt und Sucht ist das Thema der eben erschienenen Nr. 05/2009 des SuchtMagazin. Neben den verschiedenen theoretisch oder praktisch ausgerichteten Artikeln fällt wiederum die Fotoserie auf, mit von Jugendlichen selbst angeregten und gestellten Bildern zum Thema. Das Magazin kann für sFr. 15.00 unter abo@suchtmagazin.ch bestellt werden.
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Sonntag 18. Oktober 2009 von htm
Ihre Produkte stärken das Immunsystem, behaupten Joghurt-Hersteller. Doch jetzt stehen sie unter Druck: Die EU will Beweise sehen, und die Schweiz plant gar ein Werbeverbot. (Quelle: Tages-Anzeiger, 17.10.09)
Kommentar: Vergorene Getränke unterstehen doch auch der Lebensmittel-Gesetzgebung. Wie steht es mit Gesundheitsanpreisungen für diese?
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Freitag 16. Oktober 2009 von htm
09.3801 – Motion: Eine Gesundheitsstrategie für die Schweiz. Eingereicht von Fraktion CVP/EVP/glp
Sprecher / in Humbel Ruth, Einreichungsdatum 23.09.2009, Eingereicht im Nationalrat
09.1140 – Anfrage: Keine Ausnüchterung im Spital. Eingereicht von Humbel Ruth. Einreichungsdatum
25.09.2009. Eingereicht im Nationalrat
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