Dienstag 3. November 2009 von htm
Die Stadt verzichtet möglicherweise aufs Geschäft mit Plakatflächen
Das Genfer Baudepartement hat genug von einem jahrelangen Streit mit zwei Aussenwerbefirmen. Es stellte deshalb beim Stadtrat den Antrag, ab 2011 auf Werbeplakate auf öffentlichem Grund zu verzichten. (Quelle: NZZ, 3.11.09) Kommentar: Das wäre ein interessantes Experiment.
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Sonntag 1. November 2009 von htm
Gestern erhielt Gerhard Schwarz den Jahrespreis der Stiftung für Abendländische Ethik und Kultur für seinen Einsatz für eine freiheitliche Marktwirtschaft mit sozialer Verantwortung. (Quelle: NZZ, 27.10.09) Kommentar: Ist das vielleicht ein Preis auf die Zukunft wie bei Präsident Obamas Friedensnobelpreis? Die Behandlung des Alkoholproblems könnte in der Schweiz, nicht nur in dieser Wirtschaftsredaktion. noch sehr viel Ethik vertragen.
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Sonntag 1. November 2009 von htm
Nationalrat Jürg Stahl, Winterthur fordert vom Sport mehr Einsatz im Kampf gegen Chaoten. Zitat: Sind die 25 Millionen pro Jahr zu viel, welche die Polizeieinsätze kosten? „Nein, es braucht dieses Geld und dieses Kontingent an Polizisten wohl. Was mir fehlt, ist ein gesamtgesellschaftliches Bekenntnis, das Problem wirklich eindämmen zu wollen. England ging das Gewaltproblem erst nach schwerwiegenden Vorfällen mit Toten an. Ich hoffe, die Schweiz braucht keinen tödlichen Vorfall, um zu selben Einsicht zu gelangen.“
Kommentar: Herr Stahl ist Mitglied der SVP, die bekanntlich alle Versuche, die Alkoholprobleme zu vermindern, torpediert. Wie viele Menschen sind wohl schon deshalb gestorben? Dass Alkohol auch bei diesen Sport-Chaoten eine wesentliche Rolle spielt, sollte auch ihm bekannt sein. (Quelle: Tages-Anzeiger, 29.10.09)
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Sonntag 1. November 2009 von htm
Nachdem das Bundesverwaltungsgericht den Zürcher Tankstellenshops untersagt hat, zwischen 01 und 05 Uhr offen zu halten gehen sie nun vor Bundesgericht. (Quelle: Tages-Anzeiger, 29.10.09)
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Donnerstag 29. Oktober 2009 von htm
Thema: Bundesgesetz über Prävention und Gesundheitsförderung
Gestern fand in Zürich diese Forumsveranstaltung auf Einladung der Gesundheitsförderung Kanton Zürich statt. Es ging darum, den Entwurf zu diesem neuen Bundesgesetz bekannt zu machen und zu diskutieren. Als Kritiker konnte sich vor allem ein Vertreter von economiesuisse in Szene setzen, dem hauptsächlich das geplante Institut nicht gefiel. Ausgerechnet er, dessen Verband jede wirksame Alkoholprävention bekämpft, behauptete, die Wirtschaft habe ein grosses Interesse an einer gesunden Bevölkerung. Wenn man bedenkt, welche Macht die Wirtschaft im Parlament ausübt, sind Zweifel angebracht, dass viel von diesem Gesetzesentwurf übrigbleiben wird, sollte überhaupt darauf eingetreten werden. Aber so lange die Wirtschaft und die mit ihr verlinkten Parteien nicht einsehen, dass sie wirklich von einer gesünderen Bevölkerung profitieren würden, wird sich ohnehin nichts ändern. Sie werden weiterhin ihre Macht in Parlament, Bundesrat und Öffentlichkeit zum Schaden von uns allen ausspielen.
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Mittwoch 28. Oktober 2009 von htm
18.10.2009
Redaktion Leserforum
Tages-Anzeiger
Postfach
8021 Zürich
Per e-mail
Leserbrief zu „Weg von der Flasche“, vom 17.10.09
Es wäre sicher erfreulich, wenn Alkoholismus mit Hilfe von Medikamenten bekämpft oder gar geheilt werden könnte. Nur sollte, wie nach einem klinischen Entzug, die psychologische Therapie folgen. Die Willenskraft wird immer eine Rolle spielen. Die besten Erfolge werden aber erzielt, wenn nach der Therapie direkt anschliessend eine Nachbetreuung in einer Gruppe erfolgt und dann sich die Persönlichkeit in einer Gruppe von Abstinenten weiter entwickeln kann. Das ergibt einen neuen Freundeskreis und Entfaltungsmöglichkeiten. Das von mir 1988 auf Anregung eines Mitarbeiters der Zürcher Alkoholberatungsstelle entwickelte und vom Kanton Zürich aus dem Alkoholzehntel mehrheitlich finanzierte Nachbetreuungs-Projekt läuft immer noch und wird erweitert. Nur sterben die Abstinentengruppen, welche diese anspruchsvolle Betreuungsaufgabe zu leisten imstande sind, langsam aus. Die medikamentöse Behandlung könnte deshalb an Bedeutung noch gewinnen. Damit würde allerdings das Interesse der Pharmaindustrie am florierenden Alkoholhandel noch steigen. Und die Prävention hätte es noch schwerer, wirksame verhältnispolitische Massnahmen durchzubringen.
Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
(leicht gekürzt veröffentlicht am 22.10.09)
Kategorie: Abhängigkeit, Alkoholindustrie, Allgemein, Gesundheit, Leserbriefe, Medizin, Rehabilitation, Schweiz |
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Dienstag 27. Oktober 2009 von htm
Als Jugendlicher Alkohol zu kaufen war 2008 gesamtschweizerisch betrachtet einfacher als im Vorjahr. Weniger Alkohol erhielten die so genannten Testkäufer jedoch in Kantonen, in denen bereits seit längerer Zeit Alkoholtestkäufe durchgeführt werden. (Quelle: Google Alkohol Alert, 26.10.09) Schweizer Fernsehen, Tagesschau, 26.10.09 (mit unserem Online-Kommentar) NZZ, 26.10.09 (mit unserem Online-Kommentar) Kommentar: Damit reagieren die Medien auf den Bericht und das Handbuch des BAG. Siehe unsere vorhergehende Meldung.
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Dienstag 27. Oktober 2009 von htm
Bei der Verabschiedung des Nationalen Programms Alkohol 2008 – 2012 (NPA) hat sich der Bundesrat dahingehend geäussert, dass bestehende Gesetze vollzogen werden sollen.
Im Bereich des Jugendschutzes ist diesbezüglich die Einhaltung der Abgabeverbote zentral. Ziel ist es, dass Regelmässige Testkäufe zeigen, wie hoch der Grad der Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen ist; sie sollen einheitlich dokumentiert werden.
Das Handbuch Testkäufe integriert Grundlagen, die bereits von verschiedenen Präventions-Stellen, kantonalen Stellen und dem Blauen Kreuz erarbeitet wurden und sich in der Praxis bewährt haben.
Alkohol-Testkäufe — Ein Praxis-Handbuch für Kantone und NGOs, Letzte Änderung: 26.10.2009 | 1522 kB | PDF
Testkäufe sind ein wirksames Instrument des Jugendschutzes – Medienmitteilung 23.10.2009 | 290 kB | PDF
Übersicht zu Alkoholtestkäufen in der Schweiz 2000 bis 2008 – Zusammenfassung des Berichts 2008, 26.10.2009 | 472 kB | PDF
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Sonntag 25. Oktober 2009 von htm
Eine Gruppe von wirtschaftsnahen CVP-Politikern lässt das Parlament nach rechts kippen. Die Mehrheiten zu vielen Vorlagen im Parlament werden im Berner Restaurant Lorenzini gezimmert. Dort treffen sich jeweils zehn Tage vor der Session elf Nationalräte, die den rechten Flügel der CVP bilden, zum Mittagessen. Der wegen seiner Wirtschaftsnähe auch «KMU-Flügel» genannte Trupp rund um den Berner Nationalrat Norbert Hochreutener (übrige Mitglieder siehe Schluss des Textes) legt dort seine Positionen fest. Immer wieder verhilft der KMU-Flügel FDP und SVP, die alleine nicht genug Stimmen haben, zu knappen rechten Mehrheiten im Nationalrat. Das Nachsehen haben Linke und Grüne – und die Mehrheit der eigenen CVP. Er brachte auch die Alkoholwerbung ins Schweizer Fernsehen. (Quelle: SontagsZeitung, 25.10.09) Kommentar: Das Nachsehen haben auch das Schweizer Volk und paradoxerweise die Wirtschaft, die als Passiv-Trinker die Zeche dieser unchristlichen Politik bezahlen.
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Freitag 23. Oktober 2009 von htm
Thema: Bundesgesetz über Prävention und Gesundheitsförderung
Inhalt: Kernelemente des Gesetzes, Diskussion ausgewählter Aspekte, Hoffnungen und Befürchtungen, Informationen der Gesundheitsförderung Kanton Zürich
Mittwoch, 28. Oktober 2009, 17.15 – ca 19.00 Uhr; Pfarreizentrum Liebfrauen, Zürich (Keine Anmeldung nötig)
Kategorie: Allgemein, Neues Alkoholgesetz (CH), Schweiz, Veranstaltungen, Verhältnis-Präv. |
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