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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Verhältnis-Präv.'

Alkohol schädigt das Gehirn von Jugendlichen massiv

Donnerstag 5. April 2012 von htm

Stuttgart – Das Saufen bis zum Umfallen endet oft auf der Intensivstation. Die Jugendlichen werden in der Klinik medizinisch versorgt, nach Hause entlassen – und trinken weiter. Dabei ist den meisten der jungen Erwachsenen nicht klar, dass sie sich dabei nicht nur akut, sondern auch langfristig schaden. Das Nervensystem im jungen Gehirn ist noch nicht endgültig ausgebildet, die Entwicklung durch alkoholische Exzesse wird gestört. „Man findet bei diesen Jugendlichen neurodegenerative Veränderungen im Frontalcortex, wie man sie sonst nur bei 50- bis 60-jährigen Alkoholikern sieht“, berichtet Sonja Bröning vom deutschen Zentrum für Suchtfragen am Hamburger Universitätsklinikum bei den diesjährigen Tübinger Suchttherapietagen.

Durch den exzessiven Alkoholkonsum nehme die Reaktionsgeschwindigkeit ab, das Gedächtnis werde schlechter, die Aufmerksamkeit sinke und die Konzentration lasse nach, erklärte die Psychologin. Zudem komme es unter Alkoholeinfluss zu ungewollten sexuellen Übergriffen, und das alkoholisierte Autofahren ende nicht selten tödlich. …
(Quelle: Google Alkohol News, 05.04.12) stuttgarter-zeitung.de, 04.04.12

unser Online-Kommentar: Dass die Jugendlichen lernen sollen „nein“ zu sagen, versucht man schon seit Jahrzehnten. Es hilft nicht, solange die Gesellschaft ständig gegenteilige Botschaften aussendet.

Etwas vom Grundlegendsten zu diesem Thema findet sich in „Alkohol und Massenmedien“ (Regionale Veröffentlichungen der WHO/Europäische Schriftenreihe Nr. 62, 1998)
(Seiten 4/5) „Alkoholaufklärung hat u.a. nur deshalb begrenzten Erfolg, weil sie gegen einen Schwall von Botschaften ankämpfen muss, die den Alkoholkonsum fördern. Die primäre Quelle alkoholpositiver Botschaften ist die gesellschaftliche Wirklichkeit, sind die verbreitete und sichtbare Verfügbarkeit alkoholischer Getränke sowie die Allgegenwärtigkeit und die Akzeptanz des Alkohols in unterschiedlichsten Alltagssituationen und Zusammenhängen. Wie sich die Menschen zu gesundheitsbezogenen Themen stellen, wird tendenziell stärker durch Erfahrungen als durch Information bestimmt. Oft machen persönliche Erfahrungen der gesellschaftlichen Normen und Verhaltensweisen die weisen Ratschläge der Alkoholaufklärung unglaubwürdig.“
Die Gesellschaft, d.h. ihre gewählten Repräsentanten, müssten endlich ihre Verantwortung einsehen und entsprechend handeln. Die WHO hat die nötigen Massnahmen aufgezeigt. Die deutsche Regierung hat sie sogar mitunterzeichnet und sofort schubladisiert.

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USA: Indianerstamm verklagt Brauereien

Dienstag 27. März 2012 von htm

Bei den Oglala-Sioux im US-Bundesstaat South Dakota grassiert der Alkoholismus. Die Indianer-Gemeinschaft verklagt nun Brauereien auf eine halbe Milliarde Dollar. In dem Reservat ist der Konsum von Alkohol bereits seit 1832 verboten.

Seit 180 Jahren ist Alkohol im Indianerreservat Pine Ridge (US-Bundesstaat South Dakota) strikt verboten. Dennoch kämpfen die dort lebenden Oglala-Sioux mit den Folgen chronischer Alkoholabhängigkeit vieler Stammesmitglieder. Nach Jahren erfolglosen Protests und Einredens auf Politiker verklagt der Stamm nun einige der weltweit größten Bierbrauereien sowie Spirituosenhändler. …
(Quelle: Google Alkohol News, 27.3.12) rp-online.de, 26.3.12
Kommentar: Es währe ein bahnbrechendes Urteil, wenn diese offensichtlich absichtliche Schädigung einer Bevölkerung als Haftpflichtfall anerkannt würde. Auf die Rechtsprechung in Europa hätte dies leider keinen direkten Einfluss.

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Großbritannien will Mindestpreis für Alkohol einführen

Samstag 24. März 2012 von htm

Das Ziel: 50.000 Straftaten und 900 alkoholbedingte Todesfälle weniger. In Großbritannien ufern Sauf-Exzesse besonders unter Jugendlichen so sehr aus, dass die Regierung nun Mindestpreise für Alkohol einführen will. Der Premierminister setzt große Hoffnungen in die geplante Maßnahme – doch es gibt massive Gegenwehr.

Wer sich in Großbritannien betrinken will, kann das bislang für relativ wenig Geld tun. Supermärkte bieten reichlich Sonderangebote, vor allem Cider gibt es oft äußerst günstig. Doch nach dem Willen der Regierung hat das bald ein Ende. Innenministerin Theresa May hat am Freitag im Parlament angekündigt, dass Großbritannien einen Mindestpreis für Alkohol einführen wird. Der Grund: „Zu viele Menschen glauben, es war eine gute Nacht, wenn sie wirklich betrunken waren und sich geprügelt haben“, sagte May. …

Diese Kultur kostet das Land sehr viel Geld: Der Schaden, der durch alkoholbedingte Straftaten entsteht, beläuft sich pro Jahr auf umgerechnet 15 Milliarden Euro. Die Zahl von Menschen mit ernsthaften Leberschäden ist in den vergangenen Jahren dramatisch gestiegen.
Der Gesundheitsminister hatte sich gegen einen Mindestpreis ausgesprochen, den er als zu viel staatliche Intervention ansieht. Premierminister David Cameron hat ihn jedoch überstimmt. Der Premier hatte sich in den vergangenen Wochen mehrmals zum Thema geäußert und den Mindestpreis in Aussicht gestellt.

Nun soll er bei 40 Pence pro „Einheit“ liegen. Als Einheit zählen zehn Milliliter reiner Alkohol, was umgerechnet einem kleinen Glas Whisky oder einem halben Glas Wein entspricht. Eine Flasche Rotwein mit im Schnitt 9,4 Einheiten würde also mindestens 3,76 Pfund kosten, selbst wenn sie schlimmsten Fusel enthielte. Im Supermarkt würde Alkohol dadurch merklich teurer, im Pub würde sich nichts ändern.

… 2014 soll der Mindestpreis in Kraft treten. Es wird erwartet, dass die britische Getränkeindustrie Klage am Europäischen Gerichtshof einreicht und einen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht geltend macht.

(Quelle: Google Alkohol News, 23.3.12) sueddeutsche.de, 23.3.12

Kommentar: Den Ausgang einer Klage sollte die Schweizer Regierung zur Kenntnis nehmen. Sie ist der Meinung, Mindestpreise würden gegen EU-Recht verstossen und hat es deshalb abgelehnt, diese Preisregulierung ins neue Alkoholgesetz aufzunehmen.
Mindestpreise können wenigstens die Billigst-Verkaufsaktionen verhindern. Die Industrie müsste eigentlich erfreut sein, fliessen die Mehreinnahmen doch in ihre Taschen. Besser wären Alkoholsteuern, die dem Staat zur teilweisen Deckung der Schäden zugute kommen würden.
(siehe auch die Artikel in englischer Sprache)

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D: Alkohol-Verkaufsverbot nach 22 Uhr in Hamburg gefordert

Mittwoch 7. März 2012 von htm

Die Zahl der Straftaten in Hamburg ist laut Kriminalstatistik leicht angestiegen. Rund ein Drittel aller Körperverletzungen in Hamburg passieren im Alkoholrausch. Deshalb fordert die Gewerkschaft der Polizei ein Verkaufsverbot von Alkohol nach 22 Uhr.

Im gesamten Stadtgebiet Hamburg werden laut Statistik rund 31 Prozent aller Körperverletzungen im Suff begangen. Auf St. Pauli sind es sogar 52,1 Prozent. Im Kampf gegen die zunehmende Gewaltkriminalität fordert die Gewerkschaft der Polizei deshalb, den nächtlichen Alkohol-Verkauf zu stoppen.

Vorbild ist Baden-Württemberg. Dort gilt schon jetzt ein Verkaufsverbot von Alkohol nach 22 Uhr. Ergebnis: Im ersten Jahr des Verbots gab es 5,5 Prozent weniger jugendliche alkoholisierte Gewalttäter.

Eine positive Bilanz in Sachen Alkoholverbot kann auch der Hamburger Nahverkehr verzeichnen. Seit einem halben Jahr gilt in Bussen und Bahnen des Hamburger Verkehrsverbundes ein Alkoholkonsum-Verbot. Laut HVV-Umfrage sind 85 Prozent der Fahrgäste zufrieden damit.

(Quelle: hamburg.1730sat1.de, 6.3.12)

Kommentar: Hier wäre eine Unterstützung für ein nächtliches Alkohol-Verkaufsverbot im neuen Alkoholgesetz in der Schweiz.

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CH: „Grundlegende Erneuerung der Alkoholpolitik“

Dienstag 6. März 2012 von htm

Einleitung aus: SECO: Die Volkswirtschaft 1/2-2012

Mit der Totalrevision des 80-jährigen Alkoholgesetzes legt der Bundesrat den Grundstein für eine zeitgemässe, kohärente und wirksame Alkoholpolitik. Der Spirituosen- und Ethanolmarkt wird liberalisiert und der staatliche Aufgabenfächer gestrafft. Künftig konzentriert sich staatliches Handeln auf tatsächliche Brennpunkte. Zudem wird der Vollzug auf Bundesebene sowie die Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen optimiert. Unter dem Strich führt die Revision sowohl auf Behördenseite wie auch auf Seiten der Wirtschaft zu einer bedeutenden Reduktion der eingesetzten Ressourcen. Nach der Verabschiedung der Botschaft durch den Bundesrat am 25. Januar 2012 wird nächstens das Parlament über die zwei neuen Gesetze – das Spirituosensteuergesetz und das Alkoholhandelsgesetz – entscheiden. …
(Quelle: Infoset Newsletter März 2012)

Kommentar: Zeitgemäss bedeutet hier Liberalisierung, kohärent ist die Erfüllung der Wünsche der Alkoholindustrie und wirksam ist wohl nur der Schutz der Alkoholinteressen. Der generelle Rückgang des Alkoholkonsums über 30 Jahre wird als Vorwand benutzt, keine wirksamen Massnahmen zu ergreifen. Es wird übersehen, dass die alkoholbedingten Schäden trotz des Rückgangs gewaltig sind und mit laufender Forschung noch zunehmen. Wenn auf 10 Milliarden Franken Jahresumsatz 6.5 Milliarden (1998) alkoholbedingte Schäden anfallen, spricht das Bände. Der Versuch, die Erhältlichkeit während der Nacht einzuschränken und die Testkäufe rechtlich abzusichern ist löblich. Ob das Parlament mitzieht, ist offen und was es schliesslich bringt, ebenfalls. An der Tatsache, dass die Bevölkerung keine Chance hat. sich über die wirklichen Zusammenhänge eine eigene Meinung zu bilden, weil die nötigen Informationen vorenthalten werden und oft nur die Desinformation via Werbung und Medien gepflegt wird, ändert dieses Gesetz nichts. Weiterhin wird gelten: Die Schäden der Bevölkerung, der Profit der Alkoholindustrie.

Weitere Artikel in dieser Nummer: Alkoholprävention – zum Wohl! Pascal Strupler
(Kommentar: Gute Situationsschilderung – ohne konkrete Erfolgsaussichten.)

Legalisierung von Testkäufen und verdeckte Ermittlungen im Gastgewerbe: Relationen sind aus den Fugen geraten. Bernhard Kuster

Kohärente Alkoholpolitik – zum Wohl von Individuum und Gesellschaft. Marina Carobbio

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Fährst du nach Frankreich, vergiss den Alk-Tester nicht

Dienstag 28. Februar 2012 von htm

Von wegen „Bon Voyage“! Ab Juli muss jeder Autofahrer, der in Frankreich unterwegs ist, einen Alkohol-Tester im Wagen haben – sonst droht ein Bußgeld.

Ziel soll es sein, alkoholbedingte Unfälle zu reduzieren. Kritiker sagen: Da wird der Autofahrer wieder mal zur Melk-Kuh gemacht. Alkohol am Steuer – das wird in Frankreich teuer: Bei Promille-Werten zwischen 0,5 und 0,8 Promille ist eine Geldbuße von 90 bis 750 Euro fällig. Bei über 0,8 Promille: Geldstrafe bis 4500 Euro und/oder Fahrverbot bis zu drei Jahren und/oder Gefängnis bis zwei Jahre.

Und jetzt kommt die Alkohol-Tester-Pflicht, damit jeder prüfen kann, ob er nicht zu viel intus hat. Michael Nissen, Leiter Internationales Recht beim ADAC: „Jeder Autofahrer muss in Frankreich ein unbenutztes Alkohol-Testset im Fahrzeug mitführen und gegebenenfalls bei einer Kontrolle durch die Polizei vorweisen können. Ansonsten droht ein Bußgeld von 11 Euro, das sofort bezahlt werden muss.“

Es gibt aber eine Schonfrist. Bußgelder sollen erst ab 1. November verhängt werden. Wird zuvor ein Verstoß festgestellt, gibt’s eine Ermahnung und einen Hinweis auf die Neuregelung. Nissen: „Zu beachten ist, dass das erst vorläufige Informationen sind. Die Gesetzesverordnung ist noch nicht erlassen und veröffentlicht.“ …
(Quelle: Google Alkohol News, 27/02/12) express.de, 27.2.12
Kommentar: Wenigstens für den Staat kostenneutral. Ob es etwas nützt, ist eine andere Frage.

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CH: 14-Jähriger fährt alkoholisiert Mutters Auto zu Schrott

Donnerstag 23. Februar 2012 von htm

Ein 14-jähriger Teenie schnappt sich gestern kurz vor Mitternacht unbemerkt den Autoschlüssel seiner Mutter. Er setzt sich ins Auto und fährt in Richtung Hochdorf. Dann verliert er die Kontrolle über das Auto. Das Fahrzeug schlittert über die Strasse in einen Maschendrahtzaun und überschlägt sich mehrmals. Der 14-Jährige bleibt unverletzt.
Ein Atemalkoholtest beim Teenie ergab einen Wert von 1.22 Promille. Der Sachschaden liegt bei 12’000 Franken.
(Quelle: blick.ch, 22.02.12)
Kommentar: Die meisten Online-Kommentare fragen nach der elterlichen Erziehung. Niemand regt sich auf, dass dieser Jugendliche sich irgendwo Alkohol besorgen und sich soviel Mut antrinken konnte, dass er diese Spritztour wagte. Hier müsste auf Mitschuld der Alkohollieferanten geklagt werden. Diese nehmen fahrlässig in Kauf, dass ihre Gesetzesübertretung üble Folgen haben kann. Zum Glück gab es keine Personenschäden. – Die Luzerner Polizei sei mit dem Verlauf der Fasnacht zufrieden, heisst es… Wie viele Alkoholiker-Karrieren sind wohl wieder angestossen und wie viele ungewollte Schwangerschaften auf den Weg gebracht worden?

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CH: Parlaments-Session vom 27.2. – 16.3.2012

Samstag 18. Februar 2012 von htm

Nationalrat Chronologisches Programm / Frühjahrssession 2012
Präventionsgesetz
Behandlungsreife Geschäfte / Frühjahrssession und Sondersession Mai 2012
Pa.Iv. Lüscher. Liberalisierung der Öffnungszeiten von Tankstellenshops

Ständerat Chronologisches Programm / Frühjahrssession 2012
Via sicura. Mehr Sicherheit im Strassenverkehr

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D: Regierung will mit Prävention gegen Sucht vorgehen

Samstag 18. Februar 2012 von htm

Die Regierung setzt im Kampf gegen die Sucht nach Alkohol, Tabak, Schlafmitteln, Internet und Automaten mit einer neuen Strategie auf Aufklärung und Beratung. Die Drogenbeauftragte Mechthild Dyckmans (FDP) erteilte einem Kurs mit Werbeverboten oder höheren Steuern auf Alkohol eine Absage. Außerdem soll nach ihrem Willen Onlinesucht offiziell als Krankheit eingestuft werden.

Die Sucht nach Alkohol, Tabak, Schlafmitteln, Internet und Automaten hält Millionen Menschen fest im Griff – die Regierung setzt mit einer neuen Strategie voll auf Aufklärung und Beratung. Einem Kurs mit Werbeverboten, höheren Steuern auf Alkohol oder härteren Strafen für Schnapsverkauf an Jugendliche erteilte die Drogenbeauftragte Mechthild Dyckmans (FDP) eine Absage. Onlinesucht soll nach ihrem Willen offiziell als Krankheit eingestuft werden. Spielgeräte in Gaststätten sollen verringert werden. Zur Tabakwerbung gab es bei der Verabschiedung der Nationalen Strategie zur Drogen- und Suchtpolitik am Mittwoch im Kabinett eine Kontroverse. …
(Quelle: Google Alkohol News, 15.2.12) focus.de, 15.2.12
unser Online-Kommentar: Seit Jahren ist wissenschaftlich erwiesen, dass aufklärende Prävention fast nichts nützt. Die von der WHO aufgezeigten wirksamen Massnahmen werden bewusst vermieden, weil sie die Profite der Alkoholindustrie schmälern würden. Wie bisher wird das Volk die immensen Schäden bezahlen und die Gewinne werden bei der Industrie bleiben.

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Hessen, D: SPD fordert nächtliches Verkaufsverbot von Alkohol

Samstag 18. Februar 2012 von htm

In Hessen soll nach dem Willen der SPD nachts kein Alkohol mehr verkauft werden – auch nicht in Tankstellen oder an Kiosken. Die Oppositionspartei stellte am Donnerstag im Landtag in Wiesbaden einen Gesetzentwurf vor, der wie in Baden-Württemberg zwischen 22 und 5 Uhr den Verkauf von Alkohol untersagt. „Je länger man Alkohol kaufen kann, desto mehr Trinker gibt es“, begründete der SPD-Abgeordnete Thomas Spies den Vorstoß. Unter Jugendlichen wachse der Trend zum „Komasaufen“ und „Rauschtrinken“. Bundesweit gehe ein Drittel aller Gewalttaten auf Alkoholeinfluss zurück. Die verlängerten Öffnungszeiten von Supermärkten begünstigen nach Ansicht von Spies Streitereien von Trinkern vor Verkaufsstellen oder nächtliche Gelage von Jugendlichen. Viele Freiluftpartys uferten aus, weil unbegrenzt Nachschub zur Verfügung stehe. Zwar könnten Kommunen – wie es zum Beispiel Marburg getan habe – darauf mit lokalen Verboten reagieren. „Wir möchten aber Rahmenbedingungen schaffen, damit die Kommunen solche Verordnungen nicht mehr brauchen“, sagte er.
Die Regierunspartei ist dagegen. …
(Quelle: Google Alkohol News, 10.02.12) welt.de, 10.02.12

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