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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Verschiedene'

CH: Sessionsprogramme Nationalrat

Samstag 8. Mai 2010 von htm

Sommersession, 31. Mai – 18. Juni 2010

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CH: Sessionsprogramme Ständerat

Samstag 8. Mai 2010 von htm

Sommersession, 31. Mai – 18. Juni 2010

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In Griechenland sind Preiserhöhungen auf Alkohol geplant

Dienstag 4. Mai 2010 von htm

EU und IWF wollen den Griechen im Gegenzug für die geplante Geldspritze erneut harte Einschnitte zumuten
Die Beschäftigten des öffentlichen Sektors sollen nach Angaben der Gewerkschaft vom Donnerstag auf Zulagen im Volumen von zwei Monatsgehältern verzichten. Außerdem sollen die Gehälter jahrelang eingefroren und die Mehrwertsteuer erneut erhöht werden. Auch bei Benzin, Zigaretten und Alkohol müssen sich die Griechen auf saftige Preiserhöhungen einstellen. (Quelle: Google Alkohol News, 29.4.10) de.reuters.com, 29.4.10

Kategorie: Alkoholsteuern, Allgemein, Internationales, Verhältnis-Präv., Verschiedene | Keine Kommentare »

Didier Burkhalter will keinen Streit wegen der Prävention

Samstag 10. April 2010 von htm

Die Prävention spare viel Geld, sagt eine neue Studie. Doch das Bundesamt für Gesundheit hält sich zurück. „Wir wollen nicht, dass diese Präventionsstudie politische Kontroversen auslöst.“ (Quelle: Tages-Anzeiger, 10.4.10) Kommentar: Auch wir haben nur zufälligerweise von dieser Studie Kenntnis bekommen und am 5.4.10 darüber berichtet. Nach dem heutigen Tages-Anzeiger-Artikel wird der Verdacht noch verstärkt, dass die angeforderten weiteren Untersuchungen der Verzögerung dienen. Es ist doch sehr eigenartig, dass diese Studie keine politischen Diskussionen auslösen darf. Genau die brauchen wir doch, um endlich aus dieser verknöcherten von Vorurteilen geprägten Situation hinauszufinden.

Kategorie: Allgemein, Neues Präventionsgesetz CH, Politik, Schweiz, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv., Verschiedene, Vorsorge | Keine Kommentare »

Warum ist Alkohol gesellschaftsfähig und das Rauchen nicht?

Samstag 10. April 2010 von htm

Unser Online-Kommentar auf gutefrage.net, am 10.4.10
Dafür gibt es mehrere Gründe. Z.B. rauchen nur noch etwa 25-30%. Alkoholkonsumenten sind um die 75%. Dann ist die Alkoholindustrie in den industrialisierten Ländern meistens stark vertreten und mit ihrer Werbung und dem Sponsoring hat sie viele Menschen und Institutionen an sich gebunden (Werbung, Medien, Politiker, Regierungen. Viele Menschen sind selber an ein Trinkverhalten gewöhnt, das ihnen unbewusst nicht erlaubt, dagegen vorzugehen. Die wahrscheinlich mässig konsumierende Mehrheit denkt, sie habe ja kein Alkoholproblem, also geht es sie nichts an. Sie wollen auch keine kleinen Opfer bringen, z.B. höhere Alkoholsteuern, weil sie ihre Mitverantwortung leider nicht sehen. Der neue Begriff des „Passivtrinkers“ will gerade dies thematisieren. Jeder, ob Konsument oder nicht, leidet passiv an den Folgen des Alkoholkonsums der Gesellschaft. Durch verminderte Lebensqualität (Gewalt, sexuelle Gewalt, Armut, Unfälle, ungewollte Schwangerschaften, Kinder in alkoholbelasteten Familien (Deutschland hat mehr als 1 Million), überbelastetes Gesundheitswesen) Dazu kommen die immensen Sozialkosten, die wir alle ungefragt ein Leben lang bezahlen. Würde der Gesamtkonsum und damit die Schäden gesenkt, hätten gerade die Nicht- oder Mässigkonsumenten den grössten Nutzen bei kleinstem Einsatz. Ein weiterer Grund ist der, dass die Bevölkerung schlecht informiert wird. Die Medien und die meisten Regierungen sind so stark an die Alkoholindustrie gebunden, dass sie ihr Volk nicht genügend informieren und dieses deshalb auf die Regierungen keinen Druck ausübt, dass die Verhältnisse geändert werden. Was auch heisst, die Gesellschaftsfähigkeit des Alkohols zu mindern. Dann würde automatisch auch der grassierende Jugendalkoholismus zurückgehen. Denn die Jugend spiegelt bekanntlich die Gesellschaft. Der Tabakkonsum und sein Prestige ging zurück, nachdem seine Gefährlichkeit für die Gesundheit bewiesen wurde und den Produzenten gerichtlich nachgewiesen wurde, dass sie trotz besseres Wissen, den giftigen Stoff weiter als harmlos vermarkteten. Die Alkoholindustrie hat dies erfasst und gibt laufend neue Studien heraus, wie harmlos ja sogar gesundheitsfördernd alkoholische Getränke seien. In Deutschland betreibt sie seit gestern eine pervertierte Art von Social Marketing, indem sie bei Schwangeren Prävention betreiben und damit für ihren Namen werben und hoffen, damit bei den andern Konsumenten mehr zu verkaufen. Diese Thematik wird seit Jahren auf https://www.alkoholpolitik.ch kritisch und unabhängig abgehandelt.

Kategorie: Alkoholindustrie, Alkoholsteuern, Allgemein, Andere Drogen, Armut, Gerichtsfälle, Gesundheit, Gewalt/Kriminalität, Internationales, Jugend, Kinder, Leserbriefe, Medien, Passivtrinker, Politik, Sport, Statistik, Verhältnis-Präv., Verkehr, Verschiedene, Weltgesundheits-Org., Werbung | Keine Kommentare »

D: Aus Jahrbuch Sucht 2010 der DHS

Donnerstag 8. April 2010 von htm

Besonders Senioren und Jugendliche landen immer häufiger mit akutem Rausch im Krankenhaus. 2008 kamen circa 109.300 Menschen mit akutem Rausch ins Krankenhaus. Weltweit liegt Deutschland beim Alkoholkonsum auf Platz fünf. Die Deutschen saufen sich öfter ins Koma als in der Vergangenheit – auch wenn der Alkoholkonsum in den vergangen Jahren im Durchschnitt nicht gestiegen ist. Das geht aus dem Jahrbuch Sucht 2010 der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) hervor. (Quelle: Google Alkohol Alert, 8.4.10) sueddeutsche.de, 7.4.10 Unser Online-Kommentar: Die neuen Zahlen bestätigen die alte Tatsache, das Alkoholproblem ist ein sozial-medizinisches, gesellschaftliches Problem. Es betrifft die ganze Bevölkerung, vom Ungeborenen bis zum Greis. Massnahmen werden aber praktisch nur gegen komasaufende Jugendliche, d.h. als Symptombekämpfung und Alibiübung ergriffen. Die Bevölkerung hat den Durchblick nicht, sie erhält den Eindruck vermittelt, man könne ja doch nichts machen. Die kommende Generalversammlung der WHO im Mai wird eine Alkoholstrategie vorlegen, die von den Mitgliedsländern umgesetzt werden kann, wenn sie wollen. Die Gefahr ist gross, dass die Bundesregierung nicht will, weil ihr die Interessen der Alkoholindustrie näher stehen als das Wohl ihrer Bevölkerung. Und das Volk der Passivtrinker wird weiterhin die eingeschränkte Lebensqualität erdulden und die immensen jährlichen Sozialkosten ein Leben lang ungefragt bezahlen.

Kategorie: Allgemein, Gesundheit, Internationales, Jugend, Kinder, Konsumhaltung, Passivtrinker, Politik, Statistik, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv., Verschiedene, Weltgesundheits-Org. | Keine Kommentare »

CH: Bund will die Armut bekämpfen – mit Scheuklappen

Donnerstag 1. April 2010 von htm

Armut-Bericht des Bundesrats enttäuscht Gemeinden, Kantone stehen vorerst abseits.
Der Bund soll sich bei der Bekämpfung der Armut auf Massnahmen zur Eingliederung und Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt konzentrieren. So möchte es der Bundesrat – und erntet Kritik.
Der Bundesrat hat am Mittwoch in Erfüllung eines parlamentarischen Auftrages eine Strategie zur Bekämpfung der Armut vorgelegt. Der Bericht enthält Empfehlungen zu Prävention, Armutsbekämpfung und Systemoptimierung. Die Empfehlungen zur Prävention setzen bei den Kindern an. Gefährdete Kinder sollen so gefördert werden, dass sie später nicht in die Armut geraten. Bei der Armutsbekämpfung steht die Begleitung der Betroffenen im Vordergrund: Sozialhilfebezüger sollen individuell beraten werden. (Quelle: Tages-Anzeiger, 31.3.10/1.4.10) (Quelle: NZZ, 31.3.10) Kommentar: Mit keinem Wort wird erwähnt, dass ein beträchtlicher Teil der Armut alkoholbedingt ist. Hier mit Prävention einzusetzen, würde wohl am meisten bringen. Auch hier eine Tabuisierung aus Angst, eine Lawine loszutreten.

Kategorie: Allgemein, Armut, Medien, Politik, Schweiz, Veröffentlichungen, Verschiedene | Keine Kommentare »

Leserbrief zu „exzessives Trinken“

Donnerstag 1. April 2010 von htm

15.3.2010

Redaktion der
Neuen Zürcher Zeitung
Briefe an die NZZS
8021 Zürich
Per e-mail redaktion@nzz.ch

Leserbrief zu „Die kontrollierte Kindheit“ und „Auch Ältere trinken exzessiv“ vom 15.3.2010

Allan Guggenbühl plädiert dafür, dass sich Jugendliche mit der wirklichen Welt auseinandersetzen können, damit sie so lernen, mit den Tücken des Lebens umzugehen.

Als Beispiel einer Fehlentwicklung führt er die Einführung eines Mindestalters von 16 Jahren für Alkoholverkäufe an Jugendliche an. Dies habe zu heimlichen Saufgelagen mit Wodka geführt. Die Auseinandersetzung mit der wirklichen Welt könne z.B. bei einem Gratis-Glas Wein in den Tempeln der Trunksucht stattfinden, wie der Vater einer kinderreichen Familie vorschlage.

Diese Diagnose greift eindeutig zu kurz. Man kann Massnahmen der Verhältnisprävention, wie Mindestalter, Verkaufsverbote in Stadien oder Konsumverbote auf gewissen Plätzen und Strassen, wie sie im Ausland erlassen werden, als Symptombekämpfung taxieren, aber solange die Politiker nicht gewillt sind, die Verantwortung der Gesellschaft zu akzeptieren und entsprechende Massnahmen zu beschliessen, ist die bisherige Symptombekämpfung besser als nichts. Allerdings ist auch zu bemerken, dass die Seuche des jugendlichen Wodkatrinkens eine Folge kurzsichtiger Politik ist: Als es darum ging, die katastrophale Alcopopwelle zu brechen, wurde nur eine Sondersteuer beschlossen, ohne an flankierende Massnahmen zu denken. Diese hätten eben auch die Erwachsenengesellschaft getroffen. Und dies geht der bürgerlichen Parlamentsmehrheit zu weit. So bleibt es bei Alibiübungen gegen die jugendlichen Konsumenten, die sich nicht wehren können. Dass auch erwachsene Männer zum exzessiven Trinken neigen, belegt die heute publizierte Studie aus dem Berner Inselspital.

Dass das kontrollierte Trinken im Elternhaus oder im Restaurant präventive Wirkung haben könnte, ist zweifelhaft. Gemäss einer kürzlichen Studie konsumieren Jugendliche, die zu Hause zum Alkoholkonsum geführt wurden, ausserhalb der Familie ebenso. Die abschreckende Wirkung in der Beiz wird wahrscheinlich nüchtern eher besser erlebt. Auch ist fraglich, ob wirklich eine Abschreckung stattfindet oder nicht einfach die alkoholfreudige Gesellschaft ihre prägende Wirkung entfaltet, die auch Prävention bei der Jugend unglaubwürdig und damit unwirksam macht. Auch ist bekannt, dass früher jugendlicher Alkoholkonsum in späteren Jahren zu mehr Suchtproblemen führen.

Wer unsere Alkoholprobleme nachhaltig reduzieren will, kommt nicht darum herum, für eine Politik der evidenzbasierten Verhältnisprävention und für eine Verhaltensprävention einzustehen, welche Akzeptanz in der Bevölkerung für die verhaltensändernde Verhältnisprävention schafft. Vor allem zwei bürgerliche Parteien sollten sich dazu durchringen. Sie haben die jährlichen Milliardenschäden, das Leid und die verminderte Lebensqualität seit Jahrzehnten zu verantworten, die wir alle als Passivtrinker (wie die WHO sagt) zu zahlen und zu erdulden haben. Wie können diese Politiker noch in den Spiegel schauen? Übrigens: Auch Psychologen sollten sich auf diesem Spezialgebiet weiterbilden, z.B. bei www.alkoholpolitik.ch.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
(nicht veröffentlicht)

Kategorie: Alkoholsteuern, Allgemein, Eltern, Jugend, Konsumhaltung, Leserbriefe, Passivtrinker, Politik, Schweiz, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen, Verschiedene | Keine Kommentare »

Neues zur russischen „Alkoholpolitik“

Dienstag 30. März 2010 von htm

Russlands Kampf gegen den Alkohol ähnelte von Anfang an mehr einer Konfrontation zwischen zwei Lobbygruppen. Dabei versuchen die zwei verfeindeten Lager aus Bierbrauern und Wodkaherstellern, die Behörden gegen den jeweils anderen aufzuhetzen. Der Staat stellte sich volens nolens auf die Seite der Spirituosenproduzenten. Seit dem 1. Januar hat sich die Biersteuer von drei auf neun Rubel verdreifacht, bei Spirituosen stieg sie um rund zehn Prozent. Die Bierbrauer bereiten sich anscheinend auf einen Gegenschlag vor. (Quelle: Google Alkohol Alert, 29.3.10) rian.ru, 29.3.10

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Hamburg vernachlässigt den Jugendschutz sträflich

Freitag 26. März 2010 von htm

Im Vergleich mit Niedersachsen werden illegale Alkoholverkäufe an Minderjährige nur sehr selten geahndet.
Hamburg hat bekanntlich große Probleme mit der Jugendgewalt – doch beim Alkoholmissbrauch, einem der häufigsten Begleiterscheinungen bei Gewalttaten, soll die Stadt dennoch nachlässig handeln. Das jedenfalls werfen die SPD-Abgeordneten Andreas Dressel und Anja Domres dem Senat vor. Der Grund für ihre Vorwürfe ist die Antwort auf eine Kleine Anfrage. Demnach wurden im gesamten vergangenen Jahr in ganz Hamburg lediglich sieben Verwarnungen und 42 Bußgelder wegen Verstößen gegen Jugendschutzvorschriften verhängt.
„Diese Zahlen sind für eine Millionenmetropole ein schlechter Witz“, sagt Dressel zu der Erhebung. (Quelle: Google Alkohol Alert, 25.3.10) welt.de, 25.3.10

Kategorie: Alkohol-Testkäufe, Allgemein, Gewalt/Kriminalität, Internationales, Jugend, Politik, Statistik, Verhältnis-Präv., Verschiedene | Keine Kommentare »

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