Archiv für die Kategorie 'Konsumhaltung'
Donnerstag 31. Mai 2012 von htm
Der TV-Moderator Markus Lanz macht sich für die Aufzeichnungen seiner ZDF-Talkshow mit Koffein fit. … Auf Alkohol dagegen verzichte er, um sich erholen zu können. „Wenn du abends ein Weinchen trinkst, funktioniert das Spiel noch, bei zwei schon nicht mehr.“
(Quelle: Google Alkohol News, 31.5.12) welt.de, 30.5.12
unser Online-Kommentar: Mir scheint, der Mann hat Verstand und nutzt ihn auch.
Kategorie: Alkoholfreies, Allgemein, Arbeitsplatz, Internationales, Konsumhaltung, Medien, Prominenz, Verhaltens-Präv., Zitate |
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Donnerstag 31. Mai 2012 von htm
Im Vorfeld der Fußball-Europameisterschaft (8. Juni bis 1. Juli in Polen und der Ukraine) haben Polens römisch-katholische Bischöfe die Fans zum Alkohol-Verzicht aufgerufen. „Lasst uns Polen und alle anderen Teams unterstützen, indem wir nüchtern bleiben“, heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Statement: „Zeigen wir unseren Gästen, dass wir ein freies Volk sind, das weiß, wie man ohne Alkohol feiert, Spaß hat und das Turnier genießt.“ (Quelle: Google Alkohol News, 30.5.12) welt.de, 29.5.12
Kommentar: Diese Bischöfe wären ein Vorbild auch für westliche Länder. Gerade für jene, die sich mit ihrer Freiheit brüsten, dabei sich der globalen Alkoholindustrie und deren Komplizen unterwerfen und deren Schädigungen ihrer Bevölkerung anlasten.
Kategorie: Alkoholfreies, Alkoholindustrie, Allgemein, Aufruf, Feste und Feiern, Internationales, Jugend, Konsumhaltung, Prominenz, Religion und Alkohol, Sozialkosten, Sport, TOP NEWS, Veranstaltungen, Verbraucherschutz, Verhaltens-Präv., Zitate |
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Montag 28. Mai 2012 von htm
Young people in Switzerland are consuming twice as much alcohol as was previously believed, with many young adults drinking large amounts at the weekend.
These were the results of a research project supported by the Swiss National Science Foundation (SNSF) and presented on Wednesday. Psychologist Emmanuel Kuntsche and his team from the addiction centre Sucht Schweiz in Lausanne conducted a mobile phone survey of 183 western Swiss (86 men and 97 women) aged between 19 and 26. For five weeks the participants had to give hourly updates from Thursday to Saturday on their consumption of alcohol, from early evening to midnight as well as the following morning. At the beginning of the survey they were also questioned on their consumption during the previous 30 days. …
(Source: Google Alcohol News, 05/28/12) bazonline.ch, 05/23/12
Kategorie: Allgemein, Binge Drinking, consumption, Gender, Konsumhaltung, Publications, Research, Schweiz, societal effects, Statistics, Watchdogs, Youth |
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Dienstag 15. Mai 2012 von htm
Die SPD will in Hessen Tankstellen den nächtlichen Alkoholverkauf per Gesetz verbieten. Das CDU-geführte Innenministerium stimmte der Idee der Opposition entgegen dem Ritual im Landtag zu – bis der hr-Korrespondent nachfragte.
Fast jeder kennt vermutlich den Effekt, dass man Dinge doppelt sieht, wenn man zuviel Alkohol getankt hat. Im Landtag kann man nun auch bei klarem Kopf Dinge plötzlich doppelt sehen, wenn es um Alkohol geht.
Nüchtern betrachtet geht es um einen Gesetzentwurf zum Alkohol aus der Feder der SPD-Fraktion. Die Sozialdemokraten schätzen die Tankstelle als Quelle späten Trunks offenbar nicht. Also wollen sie das Ladenöffnungsgesetz ändern, damit Tankstellen, Kioske oder andere Verkaufsstellen zwischen 22 und 5 Uhr keinen Alkohol mehr verkaufen dürfen – ausgenommen landwirtschaftliche Betriebe oder Flughäfen. …
(Quelle: Google Alkohol News, 15.5.12) hr-online.de, 12.5.12
Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Erhältlichkeit, Internationales, Jugend, Konsumhaltung, Politik, Verhältnis-Präv., Verkehr, Verschiedene |
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Sonntag 15. April 2012 von htm
Lateinamerikas Staatschefs wollen die Legalisierung.
Ich bin nicht gegen jeden Krieg. Ich bin gegen dumme Kriege.« Barack Obama hat diesen Satz als junger Senator gesagt. Er meinte damals den Irak-Feldzug, nicht den aussichtslosesten und längsten Krieg, den die USA jemals begonnen haben. Eine ganze Amtszeit lang hat Obama den war on drugs, den Krieg gegen die Drogen, unvermindert weitergeführt wie schon fünf seiner Vorgänger. Nun spürt er zum ersten Mal massiven politischen Widerstand. Nicht von einer Friedensbewegung, sondern von Amtskollegen auf dem Kontinent. Anlässlich des Gipfeltreffens der amerikanischen Staats- und Regierungschefs, das am Samstag im kolumbianischen Cartagena beginnt, fordern die lateinamerikanischen Präsidenten zum ersten Mal eine offene Debatte über die Entkriminalisierung der Drogen. Schon vergangenen November hatte Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos die Strategie der Kriminalisierung als »anachronistisch« bezeichnet und eine internationale Debatte über die Legalisierung vorgeschlagen. Monate später setzte er sie auf die Agenda des Gipfels und überwand schon im Vorfeld die wichtigste Hürde: Barack Obama nahm die Einladung trotz der für ihn prekären Tagesordnung an. Eine Debatte über die Legalisierung von Drogen ist im Wahlkampf das Letzte, was er brauchen kann. …
(Quelle: zeit.de, 14.4.12) mit vielen Kommentaren
Kategorie: Alkoholindustrie, Alkoholkrankheit, Allgemein, Andere Drogen, Aufruf, Entwicklungs- und Schwellenländer, Erhältlichkeit, Gewalt/Kriminalität, Internationales, Jugend, Konsumhaltung, Kultur, Politik, Prominenz, Sozialkosten, Verbraucherschutz, Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen, Verschiedene, Wirtschaft |
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Samstag 7. April 2012 von htm
28.03.2012
Redaktion
Tages-Anzeiger
Leserforum
Zürich
Per e-mail
Leserbrief zu „Unfassbar traurig“ vom 28.3.12
Und wieder ist eine 16-Jährige in einem Raserunfall gestorben. Man ist „unfassbar traurig“, es sei „in erster Linie ein grosses Drama“. Peter Aeschlimann kann das nachfühlen, er schildert ein ähnliches Erlebnis ohne schwere Folgen aus seiner Jugendzeit.
Das Risiko, dass es schlimm ausgehen kann, mache das Leben aus, schreibt er. Ich halte das für Russisches Roulette. Unsere Gesellschaft hat sich damit abgefunden, dass solche Ereignisse in regelmässigen Abständen zu verkraften sind. Ich denke dabei z.B. an den Unfall während der Europameisterschaft im Fussball in der Nähe von Effretikon. Oder kürzlich den tragischen Tod von Whitney Houston.
Auch in meiner Jugend haben wir viele Nächte durchgetanzt. Mit Traubensaft haben wir uns fit gehalten. Am Morgen fuhren wir mit dem ÖV oder per Velo nach Hause. Einmal war ich so blank, dass ich zu Fuss von der Innenstadt nach Zürich-Affoltern marschieren musste. Heute gehört Alkohol und der „brummende Schädel“ am nächsten Morgen dazu und oft eine Alkoholfahrt mit gelegentlich tödlichem Ausgang, mit Tränen und einem lebenslangen Trauma der überlebenden Mitbeteiligten.
Dies ist ein Teil des Preises, den unsere Gesellschaft bereit ist zu zahlen, damit die Alkoholindustrie und die Werbebranche weitgehend unbehelligt ihre Mär vom Genuss ohne Reue verbreiten kann und die Mehrheit der Bevölkerung diesen Genuss auch gedankenlos sucht und pflegt. Und nicht merkt, dass sie dafür eine Mitverantwortung an viel Leid und riesigen Sozialkosten trägt. (Global sterben 6.2% der Männer an Alkohol, in der Altersgruppe der 15-29-Jährigen sind es 9% der Todesfälle dieser Gruppe) Whitney Houston, diese Mädchen bei Effretikon, wie diese 16-Jährige aus der Region Horgen haben dafür mit ihrem Leben bezahlt. Ob Alkohol mitgespielt hat, wurde weder im Fall Effretikon noch im jüngsten Fall mitgeteilt. Mitgefühl, eventuelle Versicherungsleistungen mögen mitspielen. Möglicherweise auch die Hoffnung, man könne unbequemen politischen Forderungen zur Alkoholprävention vorbeugen. Dabei wäre dies absolut nicht nötig. Die Alkoholindustrie hat uns ja ohnehin völlig im Griff.
Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
(nicht veröffentlicht)
Kategorie: Alkoholfreies, Alkoholindustrie, Allgemein, Feste und Feiern, Gewalt/Kriminalität, Jugend, Konsumhaltung, Leserbriefe, Medien, Schweiz, Sozialkosten, Statistik, Verhältnis-Präv., Verkehr, Werbung |
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Dienstag 27. März 2012 von htm
Bei den Oglala-Sioux im US-Bundesstaat South Dakota grassiert der Alkoholismus. Die Indianer-Gemeinschaft verklagt nun Brauereien auf eine halbe Milliarde Dollar. In dem Reservat ist der Konsum von Alkohol bereits seit 1832 verboten.
Seit 180 Jahren ist Alkohol im Indianerreservat Pine Ridge (US-Bundesstaat South Dakota) strikt verboten. Dennoch kämpfen die dort lebenden Oglala-Sioux mit den Folgen chronischer Alkoholabhängigkeit vieler Stammesmitglieder. Nach Jahren erfolglosen Protests und Einredens auf Politiker verklagt der Stamm nun einige der weltweit größten Bierbrauereien sowie Spirituosenhändler. …
(Quelle: Google Alkohol News, 27.3.12) rp-online.de, 26.3.12
Kommentar: Es währe ein bahnbrechendes Urteil, wenn diese offensichtlich absichtliche Schädigung einer Bevölkerung als Haftpflichtfall anerkannt würde. Auf die Rechtsprechung in Europa hätte dies leider keinen direkten Einfluss.
Kategorie: Aktionen, Alkoholindustrie, Alkoholkrankheit, Allgemein, Armut, Erhältlichkeit, Gerichtsfälle, Gesundheit, Gewalt/Kriminalität, Internationales, Jugend, Kinder, Konsumhaltung, Sozialkosten, Verhältnis-Präv. |
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Freitag 16. März 2012 von htm
… Wenn männliche Fruchtfliegen keinen Sex bekommen, trinken sie deutlich mehr Alkohol, als sexuell zufriedene Männchen, berichten US-Forscher im Wissenschaftsmagazin „Science“ . Sex aktiviere genau wie Alkohol das Belohnungszentrum im Gehirn.
Die Forscher um Galit Shohat-Ophir von der University of California in San Francisco fanden auch eine Erklärung für das Verhalten: Sex und Alkohol veränderten den Gehalt eines kleinen Moleküls im Gehirn der Fliegen. Nach Sex werde mehr vom sogenannten Neuropeptid F gebildet. Bei zurückgewiesenen Fliegen-Männchen hingegen sei der Neuropeptid F-Spiegel sehr niedrig. Durch den Verzehr von Alkohol steigt er wieder. „Sexentzug erzeugt einen Mangel dieses Botenstoffs, der die Fliegen nach anderen Möglichkeiten der Befriedigung suchen lässt“, schreiben die Wissenschaftler. …
(Quelle: Google Alkohol News, 15.3.12) spiegel.de, 15.3.12
Kommentar: Es ist schon erstaunlich (vielleicht aber auch gerade nicht), wie viele Zeitungen, sogar in der Schweiz, sich auf diese Meldung gestürzt haben. Viel wichtigere Forschungsergebnisse haben es oft bedeutend schwerer, in die Medien zu gelangen.
Kategorie: Allgemein, Diverse, Geschlechtspezifische, Internationales, Konsumhaltung |
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Donnerstag 15. März 2012 von htm
Verbraucher in Deutschland greifen beim Einkauf immer seltener zu Fleisch und Schnaps. In den vergangenen 20 Jahren ist die Nachfrage nach Fleischprodukten preisbereinigt um 17,8 Prozent gesunken, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. …
Stetig sparsamer werden die Verbraucher auch beim Alkohol. Die Nachfrage sank preisbereinigt um 17,1 Prozent. Ihre Ausgaben für Bier drosselten die Menschen in der Biernation Deutschland preisbereinigt um 13,8 Prozent, der Konsum von Spirituosen brach im Laufe von 20 Jahren um ein starkes Drittel (- 38,8 Prozent) ein. Hingegen wird in Deutschland etwas mehr Wein (+ 4,7 Prozent) getrunken als 1991.
(Quelle: Google Alkohol News, 14.3.12) focus.de, 14.03.12
Kommentar: Wer untersucht, um wieviel Prozent die alkoholbedingten Schäden trotzdem angestiegen sind?
Kategorie: Allgemein, Internationales, Konsumhaltung, Lebensmittel, Statistik |
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Dienstag 6. März 2012 von htm
Einleitung aus: SECO: Die Volkswirtschaft 1/2-2012
Mit der Totalrevision des 80-jährigen Alkoholgesetzes legt der Bundesrat den Grundstein für eine zeitgemässe, kohärente und wirksame Alkoholpolitik. Der Spirituosen- und Ethanolmarkt wird liberalisiert und der staatliche Aufgabenfächer gestrafft. Künftig konzentriert sich staatliches Handeln auf tatsächliche Brennpunkte. Zudem wird der Vollzug auf Bundesebene sowie die Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen optimiert. Unter dem Strich führt die Revision sowohl auf Behördenseite wie auch auf Seiten der Wirtschaft zu einer bedeutenden Reduktion der eingesetzten Ressourcen. Nach der Verabschiedung der Botschaft durch den Bundesrat am 25. Januar 2012 wird nächstens das Parlament über die zwei neuen Gesetze – das Spirituosensteuergesetz und das Alkoholhandelsgesetz – entscheiden. …
(Quelle: Infoset Newsletter März 2012)
Kommentar: Zeitgemäss bedeutet hier Liberalisierung, kohärent ist die Erfüllung der Wünsche der Alkoholindustrie und wirksam ist wohl nur der Schutz der Alkoholinteressen. Der generelle Rückgang des Alkoholkonsums über 30 Jahre wird als Vorwand benutzt, keine wirksamen Massnahmen zu ergreifen. Es wird übersehen, dass die alkoholbedingten Schäden trotz des Rückgangs gewaltig sind und mit laufender Forschung noch zunehmen. Wenn auf 10 Milliarden Franken Jahresumsatz 6.5 Milliarden (1998) alkoholbedingte Schäden anfallen, spricht das Bände. Der Versuch, die Erhältlichkeit während der Nacht einzuschränken und die Testkäufe rechtlich abzusichern ist löblich. Ob das Parlament mitzieht, ist offen und was es schliesslich bringt, ebenfalls. An der Tatsache, dass die Bevölkerung keine Chance hat. sich über die wirklichen Zusammenhänge eine eigene Meinung zu bilden, weil die nötigen Informationen vorenthalten werden und oft nur die Desinformation via Werbung und Medien gepflegt wird, ändert dieses Gesetz nichts. Weiterhin wird gelten: Die Schäden der Bevölkerung, der Profit der Alkoholindustrie.
Weitere Artikel in dieser Nummer: Alkoholprävention – zum Wohl! Pascal Strupler
(Kommentar: Gute Situationsschilderung – ohne konkrete Erfolgsaussichten.)
Legalisierung von Testkäufen und verdeckte Ermittlungen im Gastgewerbe: Relationen sind aus den Fugen geraten. Bernhard Kuster
Kohärente Alkoholpolitik – zum Wohl von Individuum und Gesellschaft. Marina Carobbio
Kategorie: Alkohol-Testkäufe, Alkoholindustrie, Alkoholkrankheit, Allgemein, Erhältlichkeit, Gesundheit, Jugend, Kinder, Konsumhaltung, Medien, Nationales Programm Alkohol NPA, Neues Alkoholgesetz (CH), Newsletter, Nichtübertragbare Krankheiten, Politik, Prominenz, Schweiz, Sozialkosten, Statistik, Verbraucherschutz, Verhältnis-Präv., Verkehr, Veröffentlichungen, Verschiedene, Werbung, Wirtschaft |
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