Sonntag 13. März 2011 von htm
05.448 Parlamentarische Initiative Heim Bea. Wissensbasierte Steuerung der Gesundheitspolitik
Einreichungsdatum 07.10.05(!) (Amtliches Bulletin, 8.3.11) Kommentar: Studien dürfen nichts kosten. Auf nicht vorhandene Studien muss man auch keine Rücksicht nehmen, dann kann man noch leichter „politische“ Entscheide fällen.
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Freitag 11. März 2011 von htm
Österreicher als europäisches Schlusslicht
Viele österreichische Jugendliche geben im europäischen Vergleich ein äußerst schlechtes Bild ab. Fünf bis zehn Prozent der Kinder leben hierzulande in sogenannten Risikokonstellationen, das heißt belastete Familiensituationen, die durch Gewalt, Alkohol, Armut, Vernachlässigung und Missbrauch geprägt sind, beschrieb Mediziner Klaus Vavrik, Präsident der Österreichischen Liga für Kinder-und Jugendgesundheit, am Donnerstag bei einer Tagung des Vereins „die möwe“ und Innenministerium in Wien. … (Quelle: Google Alkohol News, 10.03.11) derstandard.at, 10.03.11 unser Online-Kommentar: Die Kommentare zum Artikel zeigen, dass für das in vielen Fällen dahinterstehende Alkoholproblem kein Verständnis besteht. Die alkoholisierte Gesellschaft sieht sich eben als Normalfall. Und sie ist auch Vorbild der Jugend. Da kann auch keine Besserung erwartet werden.
Kategorie: Allgemein, Armut, Eltern, Gewalt/Kriminalität, Internationales, Jugend, Jugendliche, Kinder, Konsumhaltung, Statistik |
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Donnerstag 10. März 2011 von htm
Zwischen Gewalt in Kneipen und dem Trinkverhalten während der Happy Hour gibt es einen Zusammenhang. Das geht aus einer britischen Studie hervor. Grundlage der Untersuchung sind Daten aus Pubs und Nachtclubs in fünf britischen Städten. Demnach sind vergünstigte Preise während der Rabattzeiträume häufig für gesteigerte Aggressionen verantwortlich …
Wie die Experten im Fachmagazin “Alcohol and Alcoholism” berichten, müssten die Angestellten in Kneipen vermehrt darauf achten, dass bereits stark angetrunkene Gäste nicht noch mehr Alkohol konsumieren. So könnten sich etliche Gewaltausbrüche möglicherweise verhindern lassen. (Quelle: Google Alcohol News, 09.03.11) curado.de, 09.03.11 Kommentar: In schweizerischen Gastgewerbegesetzen ist die Abgabe von Alkohol an betrunkene Gäste verboten. Nur wird praktisch nie kontrolliert oder geahndet.
Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Diverse, Erhältlichkeit, Preisgestaltung, Vorsorge |
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Donnerstag 10. März 2011 von htm
Montreal – Während Autoren in randomisierten klinischen Studien heute ihre finanziellen Beziehungen zur Pharmaindustrie offen legen müssen, gehen diese Hinweise in Meta-Analysen oft verloren, wie eine Analyse im US-amerikanischen Ärzteblatt JAMA (2011; 305: 1008-1017) zeigt.
Für die randomisierten Studien selbst gibt es mittlerweile Standards, die eine Transparenz gewährleisten. Die „Preferred Reporting Items for Systematic Reviews and Meta-Analyses“ oder PRISMA fordern auch von den Autoren von Meta-Analysen, ihre eigenen Interessenkonflikte offen zu legen.
Sie müssen in den Meta-Analysen jedoch die Interessenkonflikte der randomisierten Studien nicht referieren. Es wundert deshalb nicht, dass nur 2 von 29 Meta-Analysen, die Michelle Roseman von der McGill University in Montreal überprüft hat, diesbezügliche Angaben machten, obwohl zwei Drittel der in den Meta-Analysen bewerteten Studien industriegesponsert waren. (Quelle: aerzteblatt.de, 09.03.11) unser Online-Kommentar: Die letzte kanadische Meta-Analyse über 84 ausgewählte Studien zu Alkohol und Herzkrankheiten lässt auch aus obigen Gründen zusätzliche grosse Zweifel aufkommen.
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Freitag 4. März 2011 von htm
Wie nutzen Jugendliche in der Schweiz die digitalen Medien? Über diese und andere Fragen gibt die repräsentative Studie JAMES Auskunft. Die Gesamtergebnisse sind erstmals präsentiert worden und liefern verlässliche Zahlen zum Mediennutzungsverhalten Jugendlicher. (Quelle: Infoset Newsletter März 2011)
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Montag 28. Februar 2011 von htm
Nur geringe Mengen von Alkohol fördern die Gesundheit, bestätigt eine Metaanalyse von Forschern aus den USA und Kanada. Ausgewertet wurden über 4000 Studien zum Thema aus den Jahren 1950 bis 2009. Danach war das Sterberisiko nur bei einem täglichen Konsum von 2,5 bis 14,9 g Alkohol im Vergleich zu kompletter Abstinenz verringert (0,3 l Bier enthalten 12 g Alkohol) (BMJ online). (Quelle: Google Alkohol News, 27.02.11) aerztezeitung.de, 24.2.11 Kommentar: Ausgewertet wurden gut 80 Studien. Obwohl bis 14.9 g Alkohol pro Tag ein verringertes Sterberisiko gefunden wurde, empfehlen sie für Männer bis 2 Drinks pro Tag, d.h. 25 g Alkohol. Die Zahl der einbezogenen lebenslangen Abstinenten wird nicht angegeben. Es wird auch nicht erwähnt, wie sie erfasst wurde. Ob die Vergleichsbasis nicht zu schmal ist? Es ist auch nicht ersichtlich, ob die erreichten Lebensjahre bis zum Tod ausgewertet wurden. Dies dürfte eine grosse Rolle spielen. Die Überschrift ist irreführend. Es dürfte nicht von „gesund“ gesprochen werden, wenn man weiss, dass schon kleine Mengen Alkohol krebsfördernd sind.
Kategorie: Allgemein, Internationales, Medizin |
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Samstag 26. Februar 2011 von htm
Natürlich kommt kaum jemand auf die Idee, direkt vor dem Training oder dem Wettkampf ein paar Biere oder eine Flasche Wein zu trinken. Gerade vor wichtigen Wettkämpfen sollte man das auch tunlichst vermeiden. Denn schon geringe Mengen Alkohol verschlechtern die Leistung, wie eine schweizerische Studie ergeben hat. … Insofern sollte man sich das Glas Bier besser für nach dem Wettkampf aufheben. (Quelle: Google Alkohol News, 25.2.11) netzathleten.de, 22.2.11 unser Online-Kommentar: Der letzte Satz hat einen bitteren Nachgeschmack. Zuviele Sportler „müssen“ nach dem Wettkampf Sieg oder Niederlage ritualmässig mit Massen an Alkohol begiessen und geben für die Jugend ein schlechtes Beispiel ab. Zum Teil fühlen sie sich sogar verpflichtet dazu, weil sie durch Sponsoring-Verträge an die Alkoholindstrie verkauft wurden. Der Bund sollte solche Vereine nicht noch mit Subventionen belohnen.
Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Diverse, Schweiz, Sport |
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Freitag 25. Februar 2011 von htm
Ein beträchtlicher Teil aller Herzinfarkte wird durch verschmutzte Luft ausgelöst. Zu diesen Schluss kommt eine Studie mit Basler Beteiligung. Luftverschmutzung und Verkehr sind als Auslöser ebenso wichtig wie Alkohol oder körperliche Überanstrengung.
Die Forscher am Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Institut, das der Universität Basel angeschlossen ist, verglichen gemeinsam mit Kollegen aus Belgien verschiedene bekannte Auslöser von Herzinfarkten. Sie werteten dazu Daten von 36 verschiedenen Studien aus, wie sie im Fachmagazin „Lancet“ berichten.
Auslösefaktoren sind quasi der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Sie führen dazu, dass sich von Blutgefässen Verkalkungen lösen, die sich dort über Jahre angesammelt haben. Der gelöste Belag legt darauf die Blutversorgung des Herzens lahm, wie die Uni Basel am Donnerstag mitteilte.
Wer Kokain konsumiert, erhöht sein Herzinfarktrisiko um das 23-Fache. Alkohol steigert die Gefahr um das 3-Fache, Kaffee um das 1,5-Fache. Dagegen nimmt sich das individuelle Risiko durch die Luftverschmutzung bescheiden aus: Es steigt bei einer Erhöhung der Verschmutzung um 30 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft nur um 5 Prozent. (Quelle: Google Alkohol News, 24.02.11) bielertagblatt.ch, 24.02.11 siehe auch aerzteblatt.de, 25.2.11 Kommentar: Wie sind wohl im Vergleich die immer wieder auftauchenden Studien zu verstehen, die behaupten, Alkohol sei vorbeugend für Herzkrankheiten? Die Dosierung wird hier nicht angesprochen. Luftverschmutzung, Kiffen, Kaffee, Sex, körperliche Überanstrengung oder Kokain wurden bei den bisherigen alkoholpositiven Studien kaum als auszuschliessende Risikofaktoren behandelt. Noch mehr mögliche Fehlerquellen.
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Donnerstag 24. Februar 2011 von htm
Calgary – Die kardioprotektive Wirkung eines mäßigen Alkoholkonsums wird in einer Meta-Analyse im Britischen Ärzteblatt (BMJ 2011; 342: d636) auf einen Anstieg des HDL-Cholesterins und auf andere Laborparameter zurückgeführt. Eine weitere Meta-Analyse (BMJ 2011; 342: d671) enthält aktuelle Berechnungen zum Ausmaß der protektiven Wirkung.
Die Schutzwirkung eines mäßigen Alkoholkonsums ist niemals in einer randomisierten klinischen Studien untersucht worden. Brauereien und Weinkelterer dürfen deshalb nicht mit gesundheitlichen Vorzügen ihrer Getränke werben. Es wird sie auf absehbare Zeit auch nicht in der Apotheke auf Rezept geben, obwohl bekanntlich nicht wenige Medikamente Alkohol enthalten, wenn auch nicht als Wirkstoff. (Sondern als Lösungsmittel (htm)) (Quelle: aerzteblatt.de, 23.02.11) unser Online-Kommentar: Bisher hiess es immer, Resveratrol sei die Wirksubstanz, welche die positiven Ergebnisse bringe. Nun ist es plötzlich der Alkohol. Hat es die Alkoholindustrie durchgesetzt, dass jetzt wieder alle Alkoholika am positiven Ergebnis beteiligt sein dürfen? Die grosse Zahl der miteinbezogenen Untersuchungen erinnert einen an die Meta-Analyse von Kaye Fillmore, die bei den meisten Studien nachgewiesen hatte, dass sie nicht sauber waren.
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Donnerstag 17. Februar 2011 von htm
Ein Gläschen zur Entspannung – Forscher warnen: Besonders gut qualifizierte Frauen haben ein hohes Risiko, zu oft zur Flasche zu greifen.
Ein Sekt im Büro, ein Glas Wein nach der Arbeit: Alkohol zu trinken, gilt vielen als selbstverständlich. Immer häufiger sind es nach Einschätzung von Wissenschaftlern der Universität Hannover dabei Frauen, die zum Glas greifen. Gefährdet seien nicht zuletzt hoch qualifizierte Arbeitnehmerinnen, die im Job unter besonderem Druck stehen und dann das Gefühl haben, abends «ein Glas» zu brauchen. Häufig unterschätzten sie allerdings die Gefahr, die auch mit einem vergleichsweise geringen Alkoholkonsum verbunden ist, sagte Anja Wartmann vom Institut für interdisziplinäre Arbeitswissenschaft der Universität. (Quelle: Google Alkohol News, 16.02.11) welt.de, 16.02.11
Kategorie: Abhängigkeit, Allgemein, Diverse, Geschlechtspezifische |
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