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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Verheimlichte Interessenskonflikte in Meta-Analysen

Donnerstag 10. März 2011 von htm

Montreal – Während Autoren in randomisierten klinischen Studien heute ihre finanziellen Beziehungen zur Pharmaindustrie offen legen müssen, gehen diese Hinweise in Meta-Analysen oft verloren, wie eine Analyse im US-amerikanischen Ärzteblatt JAMA (2011; 305: 1008-1017) zeigt.
Für die randomisierten Studien selbst gibt es mittlerweile Standards, die eine Transparenz gewährleisten. Die „Preferred Reporting Items for Systematic Reviews and Meta-Analyses“ oder PRISMA fordern auch von den Autoren von Meta-Analysen, ihre eigenen Interessenkonflikte offen zu legen.
Sie müssen in den Meta-Analysen jedoch die Interessenkonflikte der randomisierten Studien nicht referieren. Es wundert deshalb nicht, dass nur 2 von 29 Meta-Analysen, die Michelle Roseman von der McGill University in Montreal überprüft hat, diesbezügliche Angaben machten, obwohl zwei Drittel der in den Meta-Analysen bewerteten Studien industriegesponsert waren. (Quelle: aerzteblatt.de, 09.03.11) unser Online-Kommentar: Die letzte kanadische Meta-Analyse über 84 ausgewählte Studien zu Alkohol und Herzkrankheiten lässt auch aus obigen Gründen zusätzliche grosse Zweifel aufkommen.

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Donnerstag 10. März 2011 um 10:16 und abgelegt unter Alkoholindustrie, Allgemein, Diverse, Internationales, Medizin. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Die Kommentare sind derzeit geschlossen, aber sie können einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

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