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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Gewalt/Kriminalität'

Ein neuer „Sport“: Alkohol an Kinder reichen

Sonntag 15. November 2009 von htm

Gleiche mehrere Fälle werden berichtet. In Kommentaren wird der Verdacht geäussert, die Kinder könnten sich die Geschichte ausgedacht haben.
Junge Mädchen betrunken ins Krankenhaus gebracht: Berlin (dpa/bb) – Zwei stark alkoholisierte junge Mädchen sind in der Nacht zum Samstag in Berlin ins Krankenhaus gebracht worden. Eine 13-Jährige war gegen zwei Uhr am Kreuzberger Gröbenufer auf einem Bürgersteig entdeckt worden. Die Jugendliche sei nicht mehr ansprechbar gewesen, teilte die Polizei mit. Wenige Stunden zuvor musste ein 12 Jahre altes Mädchen im Krankenhaus behandelt werden. Sie war in den Abendstunden betrunken und unterkühlt in Friedrichshain gefunden worden. Ihre 17 Jahre alte Freundin gab an, sie hätten Alkohol von einem fremden Jugendlichen erhalten.
Zum Wodka gezwungen: 15-Jähriger bricht zusammen. Filderstadt (dpa) – Erneut haben Jugendliche einen Jungen gezwungen, zu viel Alkohol zu trinken. Mehrere junge Leute drohten einem 15-Jährigen im baden-württembergischen Filderstadt mit Schlägen, wenn er nicht eine Flasche Wodka leer trinke. Der Junge erlitt eine Alkoholvergiftung. Ihm musste der Magen ausgepumpt werden.
Unbekannter verschenkte Alkohol: 13-Jährige in Klinik: Hofgeismar. Ein lebensgefährlicher Zwischenfall ereignete sich am Freitagabend auf dem Spielplatz an der Adolf-Häger-Straße in Hofgeismar. Dort schenkte ein bislang unbekannter junger Mann vier dort sitzenden Jugendlichen einen Getränkekarton mit Eistee, dem Wodka zugesetzt war. Die drei Mädchen und ein Junge probierten unterschiedlich intensiv davon. Ein 13-jähriges Mädchen trank eine größere Portion und brach schließlich volltrunken zusammen. (Quelle: Google Alkohol Alert, 14.11.09) newsticker.welt.de, 14.11.09 / zeit.de, 14.11.09 / hna.de, 14.11.09

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Fans in Zukunft Zutritt nur noch mit der “Fancard“

Samstag 14. November 2009 von htm

Einschneidende Massnahmen sollen der Gewalt in den Stadien ein Ende setzen. Fussball- und Eishockeyfans müssen sich ab dem Sommer 2011 mit einer „Fancard“ identifizieren.
Den Massnahmenkatalog beschloss die Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren (KKJPD) an ihrer zweitägigen Sitzung in Hergiswil NW einstimmig. Es wurde ein Massnahmenpaket („Policy gegen Gewalt im Sport“) verabschiedet, das auch ein Alkoholverbot enthält und die Aufhebung der Stehplätze vorsieht. Zwar haben die Massnahmen nur den Charakter einer Empfehlung, doch werden diese von den Städten, der Polizei, den Strafverfolgungsbehörden und Bundesrat Ueli Maurer unterstützt. (Quelle: Google Alkohol Alert, 13.11.09) topsport.com, 13.11.09 (mit unserem Online-Kommentar)

Kategorie: Allgemein, Gewalt/Kriminalität, Jugend, Politik, Schweiz, Sport, Veranstaltungen | Keine Kommentare »

Leserbrief: Zürcher Kantonsrat gegen Alkohol-Prävention

Samstag 14. November 2009 von htm

Hermann T. Meyer
Lindenstr. 32
8307 Effretikon
10.11.2009

Redaktion der
Neuen Zürcher Zeitung
Briefe an die NZZ
8021 Zürich
Per e-mail redaktion@nzz.ch

Leserbrief zu „Bier und Spiele“ am 10.11.09 in der Neuen Zürcher Zeitung
Der Kantonsrat, der gestern die Motion für ein Alkoholausschank-Verbot bei Hochrisikospielen abgelehnt hat, verweigerte damit der Stadt Zürich ihren Wunsch nach einer gesetzlichen Grundlage, die es ihr ermöglicht hätte, eine solche Präventivmassnahme bei Bedarf zu ergreifen. Die Massnahme war klar als Mosaikstein in einem Paket von nötigen Schritten deklariert. Der Gruppendruck, der unter Leitung des Chefs der Wirte ausgeübt wurde, war offenbar so gross, dass ihm auch die SP unterlag, die sonst Alkoholprävention unterstützt. Damit desavouierte sie sogar ihre Zürcher Polizeivorsteherin.
Die Verhältnismässigkeit wurde ad absurdum geführt: Um einige wenige Wirte, die angeblich nicht zu den Profiteuren der Hooligans gehören, zu schützen, müssen alle Steuerzahler weiterhin ungefragt 200’000 – 300’000 Franken je Hochrisikospiel bezahlen. Wenn die Grünliberalen argumentieren, die Verantwortung liege nicht bei der Allgemeinheit, sondern bei Veranstaltern, Besuchern und Stadionbetreibern, ist das an sich richtig, aber die Ablehnung bewirkt genau das Gegenteil, die Verantwortung bleibt bei der Allgemeinheit, sie zahlt weiterhin, die Alkoholindustrie kassiert und lacht sich ins Fäustchen. Die Stadt müsste die ablehnenden Kantonsräte wegen unterlassener Hilfeleistung verklagen. Dass Alkoholkonsum nicht nur ein Symptom bei Gewaltausübung ist, sondern eine Mitursache, beweisen die verschiedenen Sportanlässe, die dank einem solchen Teilverbot friedlich über die Bühne gingen und keine verletzten Polizisten hinterliessen.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
(am 14.11.09 ohne Kürzung, mit kleiner redaktioneller Änderung, veröffentlicht)

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Deutsche als beste Autofahrer Europas bestätigt

Freitag 13. November 2009 von htm

Nach 2008 haben unsere europäischen Nachbarn uns in Sachen Sicherheit im Straßenverkehr auch 2009 die Spitzenposition bestätigt. Das ist eines der Ergebnisse des zweiten AXA Verkehrssicherheits-Reports, einer
länderübergreifenden Studie über das Sicherheitsbewusstsein von Autofahrern in Europa. Beim Thema Alkohol am Steuer sind die befragten Autofahrer in Deutschland jedoch vorbildlich: 90 Prozent halten Alkohol am Steuer für gefährlich. Laut Statistischem Bundesamt starben 2008 in Deutschland 12 Prozent aller Verkehrstoten an den Folgen eines alkoholbedingten Verkehrsunfalls. Dennoch fährt ungefähr jeder zehnte gelegentlich trotz Alkoholkonsums. Im europäischen Durchschnitt sieht es viel schlechter aus: Jeder fünfte Autofahrer (21 Prozent) setzt sich ab und zu alkoholisiert ans Steuer. Knapp zwei Drittel der Deutschen (62 Prozent) befürworten sogar die Null-Promille-Grenze, im europäischen Vergleich stehen Großbritannien und Irland mit jeweils 83 Prozent Befürwortern an erster Stelle. Diese signifikant hohe Zahl hängt vermutlich damit zusammen, dass die Zahl der Verkehrstoten durch Alkohol dort höher ist als hierzulande. (Quelle: Google Alkohol Alert, 12.11.09) flensburg-online.de, 12.11.09 Kommentar: Großbritannien und Irland haben immer noch die 0.8 Prommille-Grenze. Unbegreiflich, dass die Regierung den Satz nicht senken will. Auch in Deutschland wäre offenbar eine Mehrheit dafür vorhanden — bis die Alkoholwerbung mit dem Arbeitsplatz-Argument diese wieder schrumpfen liesse.

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Brutaler Schläger erhält eine mildere Strafe

Donnerstag 12. November 2009 von htm

Ein 32-jähriger Brasilianer hat in Winterthur spätnachts nach Alkohol- und Drogenkonsum einen Kellner mit einem Fusstritt gegen den Kopf bewusstlos geschlagen. Der Kellner hatte zuvor seine Kompetenz überschritten.
Zuerst schlug der 32-Jährige Bäcker dem 44-Jährigen Kellner mit der Faust ins Gesicht. Dann versetzte er ihm im Stile eines Kung-Fu-Kämpfers einen Fusstritt an den Kopf. Der Kellner stürzte bewusstlos und damit auch schutzlos auf den Boden. Ein offenes Schädel-Hirn-Trauma, also ein Schädelbasisbruch, war eine der erlittenen Verletzungen. Der Kellner ist laut seinem Anwalt heute zu 70 Prozent invalid und bleibend erwerbsunfähig. … Dem Angeklagten wurde eine verminderte Schuldfähigkeit zugute gehalten und eine Notwehrsituation, deren Grenze er aber massiv überschritten habe. Zur 33-monatigen Strafe ordnete das Gericht eine ambulante Massnahme an. (Quelle: Google Alkohol Alert, 11.11.09) Tages-Anzeiger, 11.11.09)

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Alkohol und Drogen am Steuer: Mitfahrerin gelähmt

Mittwoch 11. November 2009 von htm

Er konsumierte massiv Alkohol und Drogen und setzte sich nach durchzechter Nacht ans Steuer. Sie nahm Stunden später auf dem Rücksitz Platz – und musste dies teuer bezahlen. Heute kommt der Fall in Bülach vor Gericht. Die geforderte Strafe weckt Unverständnis. (Quelle: Tages-Anzeiger, 10.11.09)

Kategorie: Allgemein, Andere Drogen, Gerichtsfälle, Gewalt/Kriminalität, Schweiz, Verkehr | Keine Kommentare »

Zürcher Kantonsrat lehnt teilweises Alkoholverbot bei Stadien ab

Dienstag 10. November 2009 von htm

Der Zürcher Kantonsrat will den Alkoholausschank bei Grossanlässen nicht verbieten. Er lehnte eine Motion von EVP und CVP am Montag mit 111 zu 50 Stimmen deutlich ab. Diese wollten mit einer Gesetzesänderung vor allem Gewaltausschreitungen nach Fussballspielen verhindern. Im Mai 2007 hatte die Zürcher Stadtpolizei auf Initiative der Stadt und der Sportverbände ein solches Verbot ausgesprochen, die Volkswirtschaftdirektion hatte dieses wegen mangelnder Rechtsgrundlage wieder aufgehoben. (Quelle: NZZ, 9.11.09) Online-Kommentar: Damit hat der Kanton der ungeliebten Stadt wieder einmal eins auswischen können. Die vorgebrachten Gegenargumente waren allesamt nicht stichhaltig. Besonders unfassbar ist die unheilige Allianz der SP mit der Gegnerschaft. Die Interessen von ein paar Wirten im Umkreis der Stadien wiegen mehr als jene der Steuerzahler, die pro Hochrisikospiel 200’000 – 300’000 Franken ungefragt bezahlen dürfen. (Leserbrief pendent)

Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Gewalt/Kriminalität, Jugend, Politik, Schweiz, Sport, TOP NEWS, Verhältnis-Präv., Verschiedene | Keine Kommentare »

Alkohol und Gewalt, ein Beispiel von vielen am Wochenende

Montag 9. November 2009 von htm

15-Jähriger Schläger mit über 2 Promille Alkohol im Blut unterwegs: Münster, D, In der Nacht zu Sonntag (08. November 2009) tauchte ein 15-Jähriger im Bereich Ludgeristraße / Verspoel auf, drohte einem 19 und einem 20-Jährigen ohne ersichtlichen Grund Schläge an und setzte diese Drohung gegenüber einem anderen 20-Jährigen mit einem Schlag ins Gesicht in die Tat um. Beim Eintreffen der Polizei befand sich der junge Mann in einem Schnellrestaurant in der Ludgeristraße. Da er keine Ausweispapiere mit sich führte, durfte er mit zur Wache am Alten Steinweg. Dass er falsche Personalien angab, nutze ihm nicht viel, denn er war bei der Polizei auch schon mit Lichtbild archiviert. Der Alcotest deutete dann an, dass der 15-jährige einen Blutalkoholwert von deutlich über 2 Promille hatte. Seine von der Polizei benachrichtigte Mutter wollte ihn auch nicht abholten, da er gewöhnlich in diesem Zustand zu Hause das Mobiliar zerlegt und „Inventur“ macht. Da er darüber hinaus ohnehin noch 14-Tage Jugendarrest offen hatte, blieb das Früchtchen in der Obhut der Polizei. (Quelle: Google Alkohol Alert, 8.11.09) Pressemappe Polizei Münster, 8.11.09 Kommentar: Wird nachgeprüft, woher der Alkohol kam?

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Endo Anaconda von „Stiller Has“, Interview (Leserbrief)

Freitag 6. November 2009 von htm

22.10.2009

Tages-Anzeiger
Redaktion Leserforum
8021 Zürich

Per E-Mail

Leserbrief zu „20 Jahre Stiller Has“
, Interview im Tages-Anzeiger vom 22.10.09
Endo Anaconda verausgabt sich nicht nur am Mikrofon, er produziert auch ziemlich dumme Sprüche, die ihn nicht gerade stark von den von ihm apostrophierten Spiessern unterscheiden lassen. Lieber sollen sich die Leute für ihre Ekstase zudröhnen, als dies bei einer Freikirche zu suchen. Warum denn? Diese fühlen sich jedenfalls auch nachher besser und schädigen nicht ihre Gesundheit und die Gesellschaft. Er hat noch nicht gemerkt, dass wir alle Passiv-Trinker sind, die es sehr wohl etwas angeht, wenn sich jemand zudröhnt, sei es nun mit Whiskey, Absinth oder Heroin. Denn wir alle zahlen die Zeche über Steuern, Versicherungs- und Krankenkassenprämien, durch Gewalt in den Familien, in der Öffentlichkeit, in den Bahnen, im Sportumfeld, im Strassenverkehr, im Zusammenhang mit Sexualität, usw. Der Staat müsste im Auftrag der Bürgerinnen und Bürger handeln. Er versucht es, leider mit geringem Erfolg, weil die Mehrheit der Parlamentarier und des Bundesrates, die Wirtschaftsverbände, die Werbebranche und die Medien das Volk für dumm verkaufen, nicht informieren, die Gesundheitskosten nicht senken wollen, wo es gut möglich wäre und warten, bis die EU uns vielleicht einmal zu unserem Glück zwingt. Anteil am Misslingen der Prävention haben allerdings auch alle jene angeblich liberalen Freiheitskämpfer, die sofort vom Verbotsstaat reden, wenn ein schüchterner Versuch in die richtige Richtung getan werden sollte und übersehen, dass ihre Lust an der Eigenzerstörung (sie nennen das Eigenverantwortung) sehr wohl die ganze Gesellschaft angeht. Die Alkoholindustrie, die auch Endo Anaconda den Geist vernebelt, profitiert weiter, und kompensiert eventuelle Verluste in Europa bereits in den Schwellen- und Entwicklungsländern, wo sie den Erfolg unserer Entwicklungshilfe reduziert.
Zur Kostenexplosion im Gesundheitswesen hat sich in der gleichen Ausgabe eine Zürcher Fachärztin äussern dürfen. Sie meint, wir müssten die Mechanismen im Gesundheitswesen hinterfragen und unsererseits gut informiert werden. Sie ist skeptisch, dass es eine Besserung geben werde. Wenn alles bleibt, wie oben beschrieben, hat sie sicher recht. Andererseits könnten gerade die Ärzte die Informationsblockade aufbrechen, wie es in England geschieht. Das würde auch den Druck auf ihren Stand abbauen und der Volksgesundheit sehr dienen, der sie sich ja verschrieben haben.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer

(nicht erschienen)

Kategorie: Allgemein, Andere Drogen, Gewalt/Kriminalität, Jugend, Konsumhaltung, Leserbriefe, Politik, Prominenz, Schweiz, Verhältnis-Präv., Verkehr, Verschiedene, Werbung, Zitate | Keine Kommentare »

Kein Alkohol im Gästesektor der PostFinance-Arena in Bern

Donnerstag 5. November 2009 von htm

Anlässlich des Derbys zwischen dem SC Bern und dem EHC Biel vom kommenden Dienstag, 10. November, wird im Gästesektor der PostFinance-Arena kein Alkohol ausgeschenkt. Bei den letzten Aufeinandertreffen de beiden Mannschaften gab es wiederholt Ausschreitungen. Im Einvernehmen mit der Polizei wurde nun diese Massnahme ergriffen. (Quelle: Google Alkohol Alert, 4.11.09) eishockeynews.ch, 4.11.09

Kategorie: Allgemein, Gewalt/Kriminalität, Jugend, Schweiz, Sport, Veranstaltungen, Verhältnis-Präv. | Keine Kommentare »

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