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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Alkoholindustrie'

D: Bier-Werbung: „gesundheitsfördernd“ ist verboten

Donnerstag 4. August 2011 von htm

Brauer dürfen ihr Bier nicht als gesundheitsfördernd bewerben. Mit Blick auf entsprechende Darstellungen auf der Internetseite des Brauer-Bundes hat das Berliner Landgericht in einer am Montag veröffentlichten Entscheidung verboten, die schönheitsfördernde Wirkung von Bier hervorzuheben. Auch dürften Vorbeugeeffekte des Getränks gegen Herzerkrankungen, Gallen- und Harnstein sowie Osteoporose nicht angepriesen werden. (Quelle: netdoktor.de, 2.8.11)Kommentar: Wie würden unsere Gerichte in der Schweiz entscheiden? Warum gab es noch keine entsprechende Klagen gegen die Wein- und Bierlobby?

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CH: Die «grüne Fee» einbürgern?

Donnerstag 28. Juli 2011 von htm

Schweizer Absinth-Produzenten verärgern Franzosen mit Anspruch auf Namensschutz.
Nachdem das französische Parlament kürzlich das Absinth-Verbot aus dem Gesetz gestrichen hat, droht den Produzenten neue Unbill. Die Schweizer Kollegen im Val-de-Travers wollen den Namen schützen. Das stösst in Frankreich auf Unverständnis. (Quelle: Neue Zürcher Zeitung, 28.7.11)

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Diskussionen um Feierabendbier

Donnerstag 28. Juli 2011 von htm

Wer Alkohol in Maßen trinkt, schadet seiner Gesundheit nicht. Darauf haben Ärzte und Wissenschaftler des „International Scientific Forum on Alcohol Research“ hingewiesen und kritisch auf einen Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) reagiert.
Die Alkoholforscher beanstandeten die aus ihrer Sicht einseitige Darstellung des „WHO Global Status Report on Alcohol and Health for 2011“. Richtig sei zwar, dass Alkoholmissbrauch massive gesundheitliche und gesellschaftliche Folgen habe, so die Ärzte und Wissenschaftler. Andererseits konzentriere sich der Bericht fast ausschließlich auf die negativen Effekte. … (Quelle: aerzteblatt.de, 27.7.11)unser Online-Kommentar: Verzweiflungstat: Nachdem die Alkoholindustrie im Rahmen der langjährigen Abklärungen der WHO mit ihren Anliegen nicht durchdringen konnte, versucht sie nun verzweifelt, gegen die lange überfälligen Veröffentlichungen der WHO anzukämpfen. Es ist gut, dass man nun die Namen einiger dieser Wissenschaftler und Institute kennt, die mit diesen verharmlosenden Veröffentlichungen das Image der gefährlichsten Gesellschaftsdroge unserer Zeit zu retten versuchen.

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Neuer HTA-Bericht zur Prävention von Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen

Dienstag 26. Juli 2011 von htm

Köln – Ob und wie Präventionsmaßnahmen dazu beitragen, den Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen zu reduzieren, ist nicht hinreichend nachgewiesen. Darauf weist das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information in einem neuen Health Technology Assessment (HTA) hin.
Demnach können Familieninterventionsprogramme sowie personalisierte computergestützte Interventionen an Schulen, Colleges und Universitäten vermutlich zwar dazu beitragen, Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen vorzubeugen.
Dagegen sei die Wirksamkeit von Anzeigen- und Informationskampagnen in Funk und Fernsehen nicht ausreichend belegt. Der Bericht zeigt auch, dass nur wenige Maßnahmen Häufigkeit oder Menge des Alkoholkonsums dauerhaft reduzieren. (Quelle: aerzteblatt.de, 26.7.11)unser Online-Kommentar: Die im Rahmen der Gesundheitsförderung seit bald 20 Jahren übermächtige Verhaltensprävention hat nicht nur nichts gebracht sondern auch noch das Aufkommen der neuen Modeerscheinungen Rauschtrinken und Mixgetränke erleichtert.
Die Regierungen sollten endlich ihre Verantwortung übernehmen und wirksame Massnahmen der Verhältnisprävention einführen und durchsetzen. Die bisherigen Alibiübungen der Verhaltensprävention dienen nur der Alkoholindustrie und nicht der Bevölkerung. Sogar die Weltgesundheitsorganisation der UNO drängt seit einem Jahr darauf.

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Jugendliche Testkäufer: In Karlsruhe Alkohol leicht zu bekommen

Samstag 23. Juli 2011 von htm

Am Freitag schickte das Karlsruher Ordnungsamt zum ersten Mal jugendliche Testkäufer los, um Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz beim Verkauf von Alkohol und Tabakwaren aufzudecken. In 14 Geschäften mussten sie versuchen, entweder branntweinhaltige Getränke oder Zigaretten zu kaufen. In fünf Läden konnten die jungen Tester diese Waren problemlos erwerben.
Mitarbeiter des Polizeipräsidiums Karlsruhe, des Kommunalen Ordnungsdienstes und des Ordnungsamtes begleiteten die freiwilligen Testkäufer auf ihrer vierstündigen Tour durch die Innenstadt, die Weststadt, die Nordstadt und Oberreut. … (Quelle: Google Alkohol News, 23.7.11)ka-news.de, 22.7.11

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CH: Umgehung der Alcopop-Steuer misslungen

Donnerstag 21. Juli 2011 von htm

Die Zürcher Getränkeimport-Firma Bevis versuchte die Alcopop-Steuer zu umgehen, indem sie „Conelly-Cocktails“ importieren wollte. Diese kommen in sogenannten Twin-Cans – zwei mit einem Plastikring verbundenen Dosen. Die eine enthält Alkohol, die andere Fruchtsaft. Das Mischen übernimmt der Konsument. Die Eidg. Alkoholverwaltung stufte die Cocktails als Alcopops ein. Bevis legte beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde ein. Dieses entschied nach eingehender Untersuchung mit Degustationen am 8. Juli zu Gunsten der EAV. (Quelle: Tages-Anzeiger, 20.7.11, Kehrseite, nicht online)

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Kampf der russischen Trunksucht

Donnerstag 21. Juli 2011 von htm

Der Kreml will die Trunksucht in Russland weiter bekämpfen – mit absolutem Alkoholverbot in allen öffentlichen Anlagen ab 2012 und stark eingeschränktem Alkoholverkauf.
Ab 2013 dürfen Geschäfte neben Wodka und Wein nachts auch kein Bier mehr verkaufen. Kreml-Chef Dmitri Medwedew habe ein entsprechendes Gesetz unterschrieben, berichteten Medien in Moskau. Der Staatschef habe der Trunksucht, an der jedes Jahr in Russland Hunderttausende von Menschen sterben, den Kampf angesagt. Das Gesundheitsministerium in Moskau begrüsste das neue Gesetz. … (Quelle: Neue Zürcher Zeitung, 21.7.11)

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Mehr Polizisten für Winterthurs Partymeile

Samstag 16. Juli 2011 von htm

Schwere Schlägereien, verdreckte Strassen: Die Stadtpolizei verstärkt ihre Präsenz um den Bahnhof Winterthur. Und spannt mit Clubbetreibern zusammen. … Die Stadtpolizei verzeichnete in Bahnhofsnähe einen markanten Anstieg an Schlägereien: Von 69 im Jahr 2007 auf 102 im letzten Jahr, teils mit massiven Körperverletzungen. „Das Risiko für Konflikte ist gross, vor allem wenn Alkohol im Spiel ist“, sagte Polizeivorstand Künzle. … Für die zusätzlichen Aufgaben wird die Polizei im Herbst um drei Personen aufgestockt. Drei weitere Stellen werden im Budget 2012 beantragt. .. (Quelle: Tages-Anzeiger, 15.7.11, nicht online) Kommentar: Wieder Symptombekämpfung, die Steuerpflichtigen bezahlen. Aber eben: Der Rausch hat ja auch Positives, wie der Winterthurer Sozialvorstand Galladé im Mai gross verkündet hat. – Vor allem für die Alkoholindustrie.

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Warum machen Hamburger Behörden keine Testkäufe?

Samstag 16. Juli 2011 von htm

Komasaufen ist ein Kinderspiel! Der Test, bei dem ein 16-Jähriger in mehreren Fällen problemlos an harten Alkohol herankam, bewegt die Stadt. Vor allem eine Frage wird laut: Warum machen die Behörden keine Testkäufe?
Zwei Mal Jägermeister, eine Flasche Wodka und Rum: An nur einem Tag konnte der MOPO-Test vier Mal beweisen, wie einfach es Jugendlichen gemacht wird, harte Spirituosen zu kaufen. Die offizielle Statistik für das gesamte Jahr 2010 hingegen zählt nur 253 Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz, davon in 84 Fällen den Verkauf von Alkohol an Minderjährige. Nach dem MOPO-Test ist klar: Die tatsächliche Anzahl an Verstößen dürfte weitaus höher sein. Warum also macht die Stadt nicht selber Testkäufe? … (Quelle: Google Alkohol News, 16.7.11) mopo.de, 15.7.11

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Alzheimer: Traubenkernextrakt schützt vor Gedächtnisverlust

Samstag 16. Juli 2011 von htm

Polyphenole aus Traubenkernen können helfen, Alzheimer vorzubeugen oder das Fortschreiten einer bestehenden Erkrankung zu verlangsamen. Offenbar verhindert der Traubenkernstoff, dass sich die toxischen Alzheimer-beta-Amyloide bilden. Diese Eiweißbruchstücke lagern sich im Gehirn ab und zerstören die Nervenzellen. Die Schutzwirkung von Polyphenolen entdeckten Forscher der Mount Sinai School of Medicine. Die Ergebnisse sind in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Journal of Alzheimer’s Disease“ erschienen (doi: 10.3233/JAD-2011-110383). (Quelle: netdoktor.de, 15.7.11) Kommentar: Das wäre doch nun ein Grund, die Produktion von alkoholfreiem Traubensaft zu steigern und zu propagieren.

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