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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für März 2010

Restaurants in Dubai dürfen nur noch alkoholfrei kochen

Dienstag 23. März 2010 von htm

Hähnchen in Rotweinsauce oder Crêpes mit Orangenlikör – offiziell sind solche Gerichte in Dubai schon lange verboten. Jetzt hat die Stadtverwaltung angekündigt, bei einem Verstoß härter durchzugreifen. Restaurant-Besitzer fürchten um die besondere Note ihrer Speisen. (Quelle: Google Alkohol Alert, 22.3.10) spiegel,de, 22.3.10 Kommentar: Auch bei uns nimmt das Kochen mit Alkohol überhand. Dabei gibt es mannigfaltige Möglichkeiten, ähnliche Geschmacksveränderungen alkoholfrei herzustellen. Vor allem auch bei den Desserts, z.B. Bei Vermicelles ist es in gewissen Restaurants nicht möglich, eine alkoholfreie Version zu erhalten. Es ist nur allzu klar, dass es darum geht, die Kundschaft, vor allem die junge, an den Alkoholgeschmack zu gewöhnen. Auch Hausfrauen und -Männer sollen diese Unsitte übernehmen. Und wenn in der Küche angebrochene Flaschen herumstehen, müssen sie natürlich einmal geleert werden, sonst könnten ja die Kinder daran gelangen.

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Österr: Pornofilme, Alkohol und Drogen für die Zöglinge

Dienstag 23. März 2010 von htm

In Österreich, dem erzkatholischen Land, herrscht Entsetzen über immer neue Meldungen von sexuellen Übergriffen von Mitgliedern des Klerus. Österreich entsetzt sich besonders, dass sexuelle Übergriffe und Quälereien noch bis in jüngste Zeit angedauert haben. Aus Vorarlberg wird gar gemeldet, in einer Klosterheimschule seien Zöglinge mit Pornofilmen, Alkohol und anderen Drogen traktiert worden, gefolgt von sexuellen Übergriffen bis zur Vergewaltigung. (Quelle: Google Alkohol Alert, 22.3.09) sueddeutsche.de, 22.3.10

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D: Zahlen und Fakten: Jugendliche und Alkohol

Montag 22. März 2010 von htm

Die Volksdroge Alkohol ist in Deutschland das populärste Suchtmittel Jugendlicher. Während die Raucherquote aktuell einen historischen Tiefstand (15,4 Prozent) erreicht und der regelmäßige Cannabiskonsum bei 1,1 Prozent liegt, tranken 17,4 Prozent der Zwölf- bis 17-Jährigen im Jahr 2008 mindestens einmal wöchentlich Alkohol. (Quelle: Google Alkohol Alert, 21.3.10) main-netz.de, 20.3.10 Kommentar: Der Artikel enthält weitere Angaben über die stark steigenden Zahlen beim Koma-Trinken, auch bei den Mädchen. Die Drogenbeauftragte setzt auf alte, nicht erfolgreiche Rezepte, welche die starke Zunahme in den letzten 10 Jahren nicht verhindern konnten. Wann wird sich die Regierung endlich ihrer Verantwortung bewusst?

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Polizeibericht: Vandalismus und zu viel Alkohol

Montag 22. März 2010 von htm

Ob da Kommissar Zufall Regie führte oder das milde Wetter die jungen Leute wieder in die Innenstadt lockte – Tatsache ist, dass im aktuellen Polizeibericht der Alkoholkonsum eine tragende Rolle spielt.
Los ging es bereits am Freitag gegen 22.15 Uhr. Wie die Polizei mitteilt, warfen unbekannte Täter an einer Gaststätte an der Höflinger Straße ein Fenster ein. Die Wirtin, die sofort auf die Straße lief, sah die beiden Täter davonlaufen.
Weitere Überschriften: Trinkgelage im Naabparkhaus / Sperrstunde nicht beachtet (Quelle: Google Alkohol Alert, 21.3.10) mittelbayerische.de, 21.3.10 Kommentar: Ländliche Wochenend-Idylle. In Zürich wurde vor einer Disco ein 21-Jähriger erstochen.

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TOP NEWS: Leserbrief zu „Komatrinker sind immer älter“

Montag 22. März 2010 von htm

13.3.2010

Tages-Anzeiger
Redaktion Leserforum
8021 Zürich

Per E-Mail

Leserbrief zu „Koma-Trinker sind immer älter“ am 13.3.10 im Tages-Anzeiger
Link zum Leserbrief beim Tages-Anzeiger vom 22.3.10

Mit dem Leitartikel und der Seite 5 widmet der Tagi rund eine Seite einer Studie des Inselspitals in Bern, die aufzeigt, dass immer mehr Koma-Trinker auf der Notfallstation eingeliefert werden, dass diese aber auch immer älter werden. Die meisten seien zwischen 30 und 40-jährige Männer, oft arbeitslos und verwahrlost.

Aber wie fast immer, die Frage nach dem “Warum?” und „wie weiter?“ wird nicht gestellt. Der Durchschnittsleser wird die Tatsachen zur Kenntnis nehmen, vielleicht denken – “schon schlimm” – und zur Tagesordnung übergehen. Er kann ja doch nichts dagegen tun, ausser vielleicht auf sich selber aufzupassen. Dass er als Passivtrinker* direkt betroffen ist, kommt ihm nicht in den Sinn. Und die Zeitung, die den Auftrag hat, den öffentlichen Diskurs zu ermöglichen, lässt ihn im Stich: Tabu!
*Passivtrinker ist eine kürzliche Wortschöpfung in einem Arbeitspapier der WHO während der Vorbereitung der Resolution für die WHO-Generalversammlung im Mai zur neuen Alkoholstrategie, in Anlehnung an die frühere Tabak-Konvention. Gemeint ist, dass wir alle, egal ob Abstinent oder Alkohol-Konsument, unter den Schäden des Alkoholkonsums leiden und die diesbezüglichen Sozialkosten ungefragt auch bezahlen.

Diese WHO-Resolution wird die Antwort auf die im Artikel nicht gestellten Fragen geben. Ob unsere Regierung diese klammheimlich in den Schubladen verschwinden lassen wird und die Medien weiterhin tabuisieren, werden wir dann sehen. Wenn man die gestrige Meldung über die Duty-free-Shops in den Ankunftshallen der Flughäfen in Betracht zieht, bleibt die Hoffnung auf positive Reaktionen allerdings klein.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer

(Gekürzt und leicht umformuliert am 22.3.10 veröffentlicht. Aber der wichtigste Satz ist 5 mm hoch, fett, separat wiedergegeben. Dies ist ein Meilenstein in der Berichterstattung zur schweizerischen Alkoholpolitik!)

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Die FDP will kein Alkoholverbot am Zürichsee

Sonntag 21. März 2010 von htm

Zwei FDP-Frauen aus dem Gemeinderat wollten ein Alkoholverbot am See anstreben. Nun hat sie die Parteileitung zurückgepfiffen. Die Gemeinerätinnen störten sich an den Saufgelagen, dem Lärm und an der Sauerei und hätten auch ein nächtliches Alkoholverbot nach Churer Vorbild in Betracht gezogen. Die FDP habe Verständnis für die Anwohner, aber sie wolle jetzt per Motion eine bessere Durchsetzung der bestehenden Gesetze erreichen, sie fordere mehr Polizisten auf Pikett. (Quelle: Tages-Anzeiger, 19.3.10) 20minuten.ch, 18.3.10

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Betrunkener FCZ-Fan erhält bedingte Freiheitsstrafe

Sonntag 21. März 2010 von htm

Der Vorfall ereignete sich am 28. Oktober 2009 nach einem Spiel zwischen dem FC Zürich und dem FC Basel. Um 23 Uhr machten beim Bahnhof Altstetten FCZ-Fans Hetzjagd auf versprengte Basel-Anhänger.
Einige zivile Polizeibeamte griffen ein, um die Lage zu beruhigen. Unter ihnen war der Hooligan-Spezialist, der gegen einen besonders aggressiven Zürcher seinen Pfefferspray einsetzte. Der betrunkene Angreifer liess sich dadurch nicht bremsen. Er rannte dem Polizisten nach und brachte ihn zu Fall. Zusammen mit einem Komplizen versetzte er dem am Boden liegenden Opfer Schläge und Fusstritte.
Der zur Tatzeit betrunkene FCZ-Fan war vor Gericht teilweise geständig. Er erklärte, er habe seinen Gegner nicht als Polizeibeamten erkannt. Das Bezirksgericht Zürich verurteilte den Schläger zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 14 Monaten und einem Schmerzensgeld von 3000 Franken. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (Quelle: Tages-Anzeiger, 18./19.3.10)

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Herosépark in Konstanz: Der Ärger nimmt kein Ende

Sonntag 21. März 2010 von htm

Immer wieder fahren Jugendliche mit Motorrädern um die Bischofsvilla oder reißen Bambus aus den Blumenkübeln. Die Anwohner der Stadt am Seerhein leiden darunter, dass ihr Viertel ein beliebter Treffpunkt ist. Das Alkohol- und Glasverbot reicht ihnen nicht aus.
Das Leben direkt am Wasser könnte so schön sein. Doch die Anwohner der Stadt am Seerhein können die warme Jahreshälfte nur bedingt genießen. Immer wieder versammeln sich Jugendliche zu später Stunde im Herosépark oder auf den Treppenstufen am Wasser. Gerade in den vergangenen Tagen sind wieder Gruppen mit bis zu 50 Jugendlichen im Polizeibericht aufgetaucht, die dort trinken, lärmen und Glas zerschmettern. Die Stadt kennt das Problem längst und hat sich dazu entschlossen, am Herosé bis zum 9. Mai ein Alkohol- und Glasverbot zu testen (wir berichteten) (Quelle: Google Alkohol Alert, 20.3.10) suedkurier.de, 19.3.10

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The Science Of Why Girls Can’t Drink Alcohol Like Boys

Sonntag 21. März 2010 von htm

Before Spring Break: Explain The Science Of Why Girls Can’t Drink Alcohol Like Boys.
Spring break is here and many teenage girls may be tempted to take their first drink. The Science Inside Alcohol Project of the American Association for the Advancement of Science suggests that parents, teachers and caregivers help girls delay that first drink by telling them what scientific research shows regarding their ability to handle alcohol compared to boys.
There’s reason to worry. The number of teens who use alcohol rose 11% from 2008 to 2009, according to a new report from the Partnership for a Drug Free America. Teens are drinking younger and more often. In the 1960s, according to the Substance Abuse and Mental Health Services Administration, only 7% of girls reported having their first drink between the ages of 10 and 14. Now, 31% try alcohol before high school. (Source: Medical News Today, 3/19/10)

Kategorie: Alerts, Allgemein, Children, Education, Global, Prevention, Statistics, Youth | Keine Kommentare »

Die Alkoholstrategie der WHO ist sinnvoll und wirksam

Sonntag 21. März 2010 von htm

Immer öfter machen übermässiger Alkoholkonsum und seine Folgen Schlagzeilen. Kaum schlägt die Weltgesundheitsorganisation WHO wirksame Schritte zur Verminderung dieses grossen volksgesundheitlichen Problems vor, warnen Politiker in den schrillsten Tönen davor – zu unrecht, betont die Präventions- und Nachsorge-Organisation IOGT Schweiz.
Wochenende für Wochenende werden schweizweit Dutzende Jugendlicher mit hochgradigen Alkoholvergiftungen in die Notfallstationen der Spitäler eingeliefert. Organisierte Massenbesäufnisse sorgen für Beunruhigung unter Eltern und Präventionsfachleuten. Das Berner Insel-Spital meldet, dass sich immer öfter auch über 25-Jährige bis zur Besinnungslosigkeit besaufen. Alkoholbedingte Unfälle und Gewalttaten sorgen für Schlagzeilen…
…und endlich werden konkrete Gegenmassnahmen vorgeschlagen. Der Entwurf für eine wirksame Alkoholstrategie, die die WHO im Mai verabschieden wird, enthält griffige Massnahmen, die genau dort ansetzen, wo – wissenschaftlich erwiesen – die beste Wirkung erreicht wird: Die Erhältlichkeit soll erschwert, Preis und Besteuerung erhöht und Werbung eingeschränkt werden. All diese Massnahmen sind für Tabak in vielen Ländern schon umgesetzt und haben zu einem Konsumrückgang geführt. .. (Quelle: Google Alkohol Alert, 20.3.10) presseportal.ch/de, 19.3.10

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