Freitag 4. Mai 2012 von htm
Tankstellenshops sollen rund um die Uhr geöffnet haben und das gesamte Sortiment verkaufen dürfen. Der Nationalrat hat heute eine Gesetzesänderung gutgeheissen. Stimmt auch der Ständerat zu, wollen die Gewerkschaften das Referendum ergreifen.
Heute dürfen Tankstellenshops nachts zwar Kaffee oder Sandwiches verkaufen, nicht aber andere Produkte. Viele Shops müssen deshalb einen Teil ihres Lokals absperren. Mit 105 zu 73 Stimmen bei 3 Enthaltungen hat der Nationalrat nun einer Änderung zugestimmt, die auf eine parlamentarische Initiative aus den Reihen der FDP zurück geht. …
(Quelle: Tages-Anzeiger, 4.5.12) (Leserbrief pendent)
Kommentar: Das Alkoholgeschäft lockt, wird aber nicht erwähnt.
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Freitag 4. Mai 2012 von htm
Bestandesaufnahme 2011
1. Einleitung
Kinder aus alkoholbelasteten Familien wurden während vielen Jahren in der wissenschaftlichen Forschung kaum berücksichtigt und auch in der öffentlichen Wahrnehmung fehlte ein Diskurs über ihre Situation. Im Jahr 1969 beschrieb Cork in „The forgotten children“ verschiedene auffällige Symptome, die bei Kindern aus alkoholbelasteten Familien auftraten. Ende 1980 wurde von Autorinnen wie Black (1988), Wegscheider (1988) und Lambrou (1990) erstmals theoretische Modelle für die Familienkrankheit Alkoholismus formuliert. Darin wird beschrieben, wie bei der Alkoholabhängigkeit eines oder beider Elternteile der Alkohol eine zentrale Bedeutung in der Familie einnimmt, wie die Alkoholabhängigkeit der Eltern die häusliche Atmosphäre beeinflusst und welche Auswirkungen diese Situation auf die Kinder und deren Lebensalltag hat. …
(Quelle: Sucht Schweiz, Im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit BAG, Dezember 2011)
Kommentar: Gut, dass endlich etwas unternommen wird. Nicht erfasst wurden die von verschiedener Seite betriebenen telefonischen Beratungsmöglichkeiten für Kinder sowie die Anlaufstellen im Internet. Warum?
Nicht eingegangen wird auf den Aspekt der Prävention. Kann nicht verhindert werden, dass über 100’000 Kinder und Jugendliche in alkoholbelasteten Familien aufwachsen müssen? Wann entschuldigt sich der Bundesrat bei diesen Millionen von Kindern, die eine solche Kindheit und Jugend durchmachen mussten, weil er viel zu wenig dagegen unternommen hat und immer noch zu wenig tut?
Kategorie: Alkoholkrankheit, Allgemein, Eltern, Jugend, Kinder, Schweiz, Verhaltens-Präv., Veröffentlichungen |
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Freitag 4. Mai 2012 von htm
Mit der Frage „Und wo ist das Problem?“ wollen Alkoholfachstellen den öffentlichen Dialog anregen. Betroffene, Nahestehende, Fachleute und weitere Stimmen aus der Bevölkerung zeigen die unterschiedlichen Wahrnehmungen von Alkoholproblemen. Allzu oft wird weggeschaut. Der Aktionstag will das Schweigen brechen.
„Und wo ist das Problem?“ fragt der Nationale Aktionstag Alkoholprobleme in diesem Jahr. Am 10. Mai 2012 berichten Fachleute über ihre Erfahrungen und zeigen auf, welche Unterstützungsangebote bestehen. Gleichzeitig regt der Aktionstag dazu an, Fragen rund um den eigenen Alkoholkonsum zu stellen. …
(Quelle: Sucht Schweiz, 3.5.12)
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Freitag 4. Mai 2012 von htm
Hamburg hat ein Verbot und München ebenfalls. Auch im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg ist der Konsum von Alkohol in Bussen und Bahnen nicht gestattet. So steht es in den Beförderungsbedingungen, die Essen und Trinken in den Fahrzeugen generell verbieten. Doch während die BVG das Verbot jetzt offensiv durchsetzen will, beteiligt sich die S-Bahn daran nicht. Die Deutsche Bahn lehnt ein Alkoholkonsumverbot generell für ganz Deutschland ab. „Wir halten ein flächendeckendes Verbot nicht für sinnvoll und nicht für zielführend“, sagte BahnVorstand Gerd Becht am Donnerstag in Berlin. Becht ist überzeugt, dass der Konsum in den Zügen nicht zu einer gesteigerten Gewaltbereitschaft führt. …
(Quelle: Google Alkohol News, 4.05.12) tagesspiegel.de, 4.5.12
Kommentar: Welche Netzwerke spielen da wohl mit? Auf sie Rücksicht zu nehmen ist offenbar wichtiger als auf die grosse Mehrheit der Fahrgäste.
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Freitag 4. Mai 2012 von htm
04.04.2012
Redaktion
Tages-Anzeiger
Leserforum
Zürich
Der britische Premier Cameron verschreibe „seinem Land Abstinenz von oben herab“. Dabei sollen Mindestpreise pro „Unit“ ab 2014 dafür sorgen, dass weniger getrunken werde. Wenn irgendwo versucht wird, den Konsum zu reduzieren, wird sofort von Prohibition oder wie hier von verordneter Abstinenz gesprochen. Eine völlig lächerliche Übertreibung und Stimmungsmache. Die schwachen Preiserhöhungen werden nur wenig bewirken können. Trotzdem will die Alkoholindustrie deswegen vor Gericht gehen. Dabei profitiert sie noch von den Preiserhöhungen, die nicht an den Staat fallen, wie es bei Steuererhöhungen der Fall wäre.
Ich vermisse im Artikel den Bezug zur Schweiz. Auch wir haben ein Alkohol-Problem. Unser Alkoholkonsum liegt nur etwa 15% unter dem britischen. Der Bundesrat will mit einem neuen Alkoholgesetz wenigstens den Jugendschutz teilweise verbessern. Dass er in einem Entwurf auch einen Mindestpreis vorsah, wird von David Hesse nicht erwähnt. Zwei Gutachten hätten den Bundesrat an der Rechtmässigkeit im Vergleich zu EU-Recht zweifeln lassen, weshalb er diese Massnahme wieder gestrichen habe. Es ist interessant zu verfolgen, ob es innerhalb der EU nun Mindestpreise geben darf. Der Bundesrat würde sie allerdings kaum nachträglich wieder ins Gesetz aufnehmen, hat er doch vor allem auf den Druck der Wirtschaft reagiert, wie nach dem Auftritt des Wirtschaftsvertreters in „10 vor 10“ des Schweizer Fernsehens zu vermuten war.
Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
(nicht veröffentlicht)
Kategorie: Alkoholindustrie, Alkoholsteuern, Allgemein, Erhältlichkeit, Internationales, Jugend, Kultur, Leserbriefe, Neues Alkoholgesetz (CH), Politik, Prominenz, Schweiz, Statistik, Verbraucherschutz, Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen, Verschiedene, Wirtschaft |
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Freitag 4. Mai 2012 von htm
Drinking too much alcohol can take a heavy toll, not only on a person’s health but also on his or her family relationships and work or school performance. Alcohol consumption can lead to alcohol dependence and abuse, contribute to a number of diseases and mental and behavioral disorders, and may lead to a range of injuries. In addition, drinkers and their families are subject to social harm, such as family disruption, problems at the workplace (including unemployment), criminal convictions, and financial problems. They also encounter higher health care and related costs. …
(Source: Alcohol Alert Number 83, NIAAA)
Kategorie: Addiction, Alerts, Allgemein, consumption, Global, Politics, Prevention, Publications, societal effects, Statistics, Watchdogs |
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Freitag 4. Mai 2012 von htm
Medizinstudierende lernen in ihrem Studium zu wenig über die Behandlung der Alkohol- und Tabakabhängigkeit. Das berichtet ein Team von Wissenschaftlern der Charité – Universitätsmedizin Berlin, der Universitätsmedizin Göttingen sowie aus Hamburg und London. Die Forscher befragten knapp 20.000 deutsche Medizinstudierende zu ihrer Vorbereitung auf die praktische Tätigkeit.
Es zeigte sich, dass im letzten Studienjahr nur rund 20 Prozent wissen, wie Alkohol- oder Tabakabhängigkeit behandelt wird. Nur sieben Prozent aller Studierenden fühlt sich in der Lage, einen Raucher zu beraten, der Hilfe bei der Tabakentwöhnung sucht. Weit über die Hälfte der Studierenden wünschen sich, im Studium mehr über diese Suchtkrankheiten zu lernen. …
(Quelle: aerzteblatt.de, 3.05.12)
Kategorie: Abhängigkeit, Alkoholkrankheit, Allgemein, Arbeitsplatz, Früherkennung, Gesundheit, Internationales, Medizin, Rehabilitation |
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Freitag 4. Mai 2012 von htm
The Federal Trade Commission (FTC) is requiring 14 major alcoholic beverage producers to provide information about their online marketing. The FTC will use the information for a study that will guide recommendations on how the alcohol industry should regulate itself, both online and offline.
The last time the FTC completed an alcohol marketing study was in 2008, using data from 2005, according to The Kansas City Star. That study found only 1.9 percent of alcohol marketing expenditures went toward Internet efforts.
The marketing landscape has changed dramatically since then, with a much greater emphasis on social media. For example, Bacardi has at least seven Facebook pages, with a total of 1.7 million fans, according to David Jernigan, Director of the Center on Alcohol Marketing and Youth at Johns Hopkins University’s Bloomberg School of Public Health. He notes that Captain Morgan Rum has a video game app for iPhones. Many companies connect with consumers through Twitter. …
(Source: Join Together, 05/3/12)
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Freitag 4. Mai 2012 von htm
Today, HEIDI – an internet based wiki that presents reliable and comparable data about health in the EU – has been launched by the European Commission’s Directorate-General for Health & Consumers. Although Heidi has been set up by the Commission, the content is written by European health experts – who are responsible for their contributions and can directly upload and edit information.
HEIDI stands for Health in Europe: Information and Data Interface. It is a dynamic tool that collects, updates and shares information about health in Europe, for example on health status, health determinants, systems and policies. Keep up-to-date by bookmarking the site!
The abundance of health data and indicators in the HEIDI wiki is constantly being added to and updated. The data can be sorted per year, by country and by region, allowing at-a-glace comparisons across the years and between Member States and regions in the EU. For a selection of health topics, the tool allows for the data to be presented in a variety of graphs – line chart, bar chart, map chart and table chart.
For more information on EU health indicators:
http://ec.europa.eu/health/indicators/policy/index_en.htm
Kategorie: Allgemein, Documents, Europaparlament / EU-Kommission, Global, Parliaments / Governments, Politics, Prevention, Publications, Research, Social Costs, societal effects, Statistics, Treatment, Watchdogs |
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Donnerstag 3. Mai 2012 von htm
Summary:
Drink responsibly” messages function as one tool in the alcohol industry’s marketing toolbox to promote, grow loyalty to and build credibility for its brands. The “drink responsibly” slogan also serves as a public relations distraction for alcohol corporations fighting evidence-based, effective policies such as increasing alcohol taxes, restricting alcohol advertising, and maintaining state control of alcohol sales. There is no evidence to show that “drink responsibly” messages are an effective strategy for reducing alcohol consumption or related harm. Much like Big Tobacco’s anti-smoking campaigns, alcohol industry facades like “drink responsibly” are counterproductive and could backfire, increasing intent to use the product instead of decreasing alcohol-related harm. …
(Source: Alcohol Justice, 05/01/12)
Kategorie: Advertising, Alcohol industry, Allgemein, consumption, Global, Prevention, Publications, Research, Watchdogs |
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