Montag 14. Mai 2012 von htm
10.5.2012
Redaktion
Tages-Anzeiger
Leserforum
Zürich
Per e-mail
Leserbrief zu „Alkohol- und Tabakprävention wird trotz Kritik fortgesetzt“ vom 10.5.2012
Endlich wird einmal von einer neutralen Stelle Klartext gesprochen. Was man schon seit Jahren wissenschaftlich erhärtet weiss, dass die von unsern staatlichen Stellen betriebene Alkoholprävention wenig bis nichts nützt, ist nun deutlich geworden. Leider wird das unsere bürgerlichen Wirtschaftsvertreter in Bundesrat und Parlament wenig erschüttern, denn das ist ja gerade, was sie wollen.
Dass das BAG die kritisierten Punkte, d.h. die allein wirksamen Massnahmen zu Erhältlichkeit und Preisgestaltung nicht weiter verfolgen will, da politisch nicht mehrheitsfähig, ist verständlich. Diese Leute wollen ja ihren Job behalten. Also müsste Druck von aussen kommen, damit sich etwas ändert. Aber aus welcher Richtung? Nicht einmal die Kirchen wagen es, öffentlich gegen König Alkohol aufzutreten. Der Tenor „Man kann ja doch nichts machen“ ist weit verbreitet.
Sollte nun, wie im Artikel angedeutet, auch der Vorschlag eines Alkoholverkaufsverbotes in der Nacht zurückgezogen worden sein, sind im neuen Alkoholgesetz-Entwurf alle zusätzlichen Massnahmen gestrichen worden, die eine Mitverantwortung der Gesellschaft berücksichtigen. Damit würde sich der Bundesrat, der die Resolution für eine globale Alkoholstrategie 2010 in Genf bei der WHO mitunterzeichnet hat, desavouieren und als Heuchler dastehen. In der Politik heisst das pragmatisches Verhalten.
Heute, am 10. Mai 2012, ist Nationaler Aktionstag Alkoholprobleme. „Mit der Frage „Und wo ist das Problem?“ wollen Alkoholfachstellen den öffentlichen Dialog anregen. Betroffene, Nahestehende, Fachleute und weitere Stimmen aus der Bevölkerung zeigen die unterschiedlichen Wahrnehmungen von Alkoholproblemen. Allzu oft wird weggeschaut. Der Aktionstag will das Schweigen brechen.“
Dass auch die wirksame Prävention angesprochen wird, ist eher zweifelhaft. Dafür gibt es keine Lorbeeren, denn die bürgerliche Mehrheit regiert die Schweiz.
Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
(mit einigen Kürzungen und Umformulierungen am 14.5.12 veröffentlicht)
Kategorie: Alkoholsteuern, Allgemein, Leserbriefe, Neues Alkoholgesetz (CH), Politik, Religion und Alkohol, Schweiz, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv., Verschiedene, Weltgesundheits-Org., Wirtschaft |
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Freitag 11. Mai 2012 von htm
In this issue:
NCD Alcohol Target Dropped to Placate Drinks Industry
Corporate Social Responsibility initiatives used “to undermine alcohol control policies”
Free trade agreements “threaten public health”
Global Alcohol Policy Conference – DECLARATION
Adults in Europe consume three standard alcoholic drinks per day on average New report on alcohol in European Union
and more….
THE GLOBE No. 2, 2012
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Donnerstag 10. Mai 2012 von htm
Alcohol consumption among Dutch 11 and 13-year-olds has decreased substantially in the past five years. Dutch kids are also the happiest in both Europe and North America.
This is the conclusion of a major international survey into the health and welfare of children between the age of 11 and 15, the results of which were published on Wednesday.
The survey, entitled Health Behaviour in School-Aged Children (HBSC), shows that young Dutch teenagers drink less, smoke less cannabis and tobacco and engage less often in unsafe sex than most of their peers in the 39 countries covered by the HBSC report. Just five years ago, they were still among the top ten.
(Source: Alcohol Reports, 05/10/12) Radio Netherlands, 05/02/12
Kategorie: Allgemein, Children, consumption, Global, Health, Other Drugs, Research, societal effects, Statistics, WHO, Youth |
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Donnerstag 10. Mai 2012 von htm
Eine vom Bund bestellte neue Studie stellt seinen Präventionsprogrammen ein schlechtes Zeugnis aus. Der Bundesrat lässt sie trotzdem verlängern.
Nach Ansicht des Bundesrates wird in der Schweiz zu viel geraucht, getrunken und gegessen und zu wenig Sport getrieben. Um die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern, lancierte die Regierung 2008 drei Präventionsprogramme: je eines für die Themenbereiche Alkohol und Tabak sowie ein gemeinsames für Ernährung und Bewegung. Gestern beschloss nun der Bundesrat, diese Ende Jahr auslaufenden Programme bis 2016 zu verlängern. Sie hätten sich «bewährt» und «Fortschritte gebracht», heisst es in einer Medienmitteilung. Für die neuen Projekte sollen jährlich 4,5 Millionen Franken bereitgestellt werden.
Zwei vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) jüngst publizierte Evaluationsberichte lassen indes Zweifel an der Effektivität aufkommen. Dies gilt vor allem für die Programme gegen Alkohol und Tabak, die vom Institut Interface in einem gemeinsamen Bericht beurteilt wurden. Unter anderem kommen die Autoren zu folgenden Schlüssen: Verfehlte Ziele: Weder Alkohol- noch Tabakprogramm werden die wichtigsten ihrer Ziele – soweit sie messbar sind – für Ende 2012 erreichen. Dies ist vor allem beim Tabakprogramm der Fall….
Vor allem beim Alkoholprogramm wird die fehlende Messbarkeit als „Schwachpunkt“ kritisiert. Ein allfälliges Nachfolgeprogramm müsse machbarer, konkreter und überprüfbarer sein». Auch das Tabakprogramm verfüge insgesamt über «kein logisches Zielsystem». …
Beim Alkoholprogramm hätten vor allem «Meinungsverschiedenheiten » zwischen dem BAG und der Eidgenössischen Alkoholverwaltung dazu geführt, dass man in der Umsetzung weniger weit sei als geplant.
¬¬ Fehlende Massnahmen: Generell litten die Programme unter dem politischen Umfeld, das kaum wirksame Präventionsmassnahmen zulasse. So mussten die ursprünglich angedachten Steuererhöhungen für Alkoholika oder die kürzeren Ladenöffnungszeiten wegen des politischen Widerstands fallen gelassen werden. Die Projektverantwortlichen hätten es anschliessend verpasst, ihre Oberziele entsprechend anzupassen, monieren die Studienautoren. Sie empfehlen, bei den Nachfolgeprogrammen einige der umstrittenen Massnahmen wieder aufzugreifen.
Das BAG will den Kritikpunkten Rechnung tragen. Die empfohlenen repressiven Regulierungen hält man aber für «zurzeit politisch nicht mehrheitsfähig».
(Quelle: Tages-Anzeiger, 10.5.12) (Nicht im Internet, nur im Internet-Archiv)
siehe auch: Der Bundesrat setzt weiter auf Gesundheitsförderung (Medienmitteilung des BAG, 9.5.12)
Kommentar: Endlich einmal Klartext! Wir versuchen es mit einem Leserbrief (pendent). Die letzten drei wurden nicht veröffentlicht.
Heute, am 10. Mai 2012, ist Nationaler Aktionstag Alkoholprobleme. „Mit der Frage „Und wo ist das Problem?“ wollen Alkoholfachstellen den öffentlichen Dialog anregen. Betroffene, Nahestehende, Fachleute und weitere Stimmen aus der Bevölkerung zeigen die unterschiedlichen Wahrnehmungen von Alkoholproblemen. Allzu oft wird weggeschaut. Der Aktionstag will das Schweigen brechen.“
Dass auch die wirksame Prävention angesprochen wird, ist eher zweifelhaft. Dafür gibt es keine Lorbeeren, denn die bürgerliche Mehrheit regiert die Schweiz. Siehe obiger Artikel.
Siehe auch unser Leserbrief dazu.
Kategorie: Alkoholsteuern, Allgemein, Andere Drogen, Erhältlichkeit, Medien, Neues Alkoholgesetz (CH), Politik, Schweiz, TOP NEWS, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen, Verschiedene |
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Donnerstag 10. Mai 2012 von htm
Sie wurden mit Alkohol gefügig gemacht und in Gruppen von Männern „herumgereicht“: Mehrere Mädchen zwischen 13 und 15 Jahren wurden in Großbritannien Opfer einer Bande. Nun sind die Männer, darunter Familienväter, zu langen Haftstrafen verurteilt worden.
(Quelle: FOCUS Online, 9.5.12)
Kategorie: Allgemein, Gerichtsfälle, Gewalt/Kriminalität, Internationales, Jugend, Kinder |
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Mittwoch 9. Mai 2012 von htm
Three easy ways for a stronger, more just and freer Europe
Europe celebrates today the 62nd anniversary of the Schumann Declaration, the first move towards the European Union, which still faces an unprecedented economic, social and political crisis. Young Europeans and youth organizations are disproportionately exposed to the negative effects of this crisis.
But there are three simple and effective ways towards a stronger, fairer and freer Europe, as the European youth organization Active – sobriety, friendship and peace, through the President Andrea Lavesson is outlining today:
“The first one is stronger youth organizations in Europe to harness their role and power in protecting youth, combating the crisis and achieving the EU2020 targets and in promoting innovation and democracy.” …
“The second one is a new and better EU alcohol strategy to protect children and young people from the tremendous alcohol harm in Europe, to improve the productivity of the EU and to secure the European Social Model.” …
“A new and better EU alcohol strategy will contribute to making Europe more productive, protecting the Social Model and saving and improving the lives of young Europeans,” says Andrea Lavesson.
“And last but not least, the third one is a stronger commitment to making the Human Rights of children and youth in Europe a lived reality in policy making to prevent them from growing up in poverty.” …
(Source: Press Release Active, 05/9/12)
Kategorie: Alerts, Allgemein, Children, Events, Global, Newsletter, Politics, Prevention, Publications, societal effects, Watchdogs, Youth |
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Mittwoch 9. Mai 2012 von htm
Minors are often able to buy alcohol online, because many Internet alcohol sellers and shipping companies do not verify the buyer’s age, a new study suggests.
Researchers at the University of North Carolina at Chapel Hill recruited eight participants, ages 18 to 20, to try to buy wine, beer and other alcoholic beverages online. They were told to lie about their age when filling out order forms. If they were asked to verify their age by a delivery person, they were instructed to say they were not yet 21, the Los Angeles Times reports.
Participants placed orders at 100 Internet sites, and most deliveries were made by FedEx or United Parcel Service. Of those orders, 45 were successfully made and received. Just 28 orders were rejected because the person placing the order was found to be a minor. The rest of the orders did not go through because there were technical difficulties, or because no one was home at the time of attempted delivery. …
(Source: Join Together, 05/8/12)
Kategorie: Alcohol industry, Allgemein, Availability, consumption, Global, Research, Watchdogs, Youth |
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Dienstag 8. Mai 2012 von htm
29. Mai – 15. Juni 2012
Nationalrat (pdf)
Ständerat (pdf) u.a. das Präventionsgesetz
(Quelle: parlament.ch, 8.5.12)
Kategorie: Allgemein, Neues Präventionsgesetz CH, Schweiz, Verschiedene |
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Dienstag 8. Mai 2012 von htm
4.5.2012
Redaktion
Tages-Anzeiger
Leserforum
Zürich
Per e-mail
Leserbrief zu „Kunden sollen die Nacht erobern“ vom 4.5.2012 im Tages-Anzeiger
Bei diesem Kampf um längere Öffnungszeiten, geht es vor allem um die Interessen am Alkoholgeschäft, was immer verschwiegen wird.
Es ist völlig widersinnig, wenn Bundesrat und Parlament ein neues Alkoholgesetz und ein neues Präventionsgesetz behandeln und gleichzeitig der Alkoholverkauf weiter liberalisiert werden soll. Dass bürgerliche Politiker diesen Kulturwandel anstreben, erstaunt nicht. Sie bekämpfen ja auch jede wirksame Alkoholprävention. Der Kunde sei König! Ja, von wegen. Vor allem bezahlt er ungefragt ein Leben lang die immensen Folgeschäden.
Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
(nicht veröffentlicht)
Kategorie: Allgemein |
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Samstag 5. Mai 2012 von htm
The Makati Business Club welcomes the initiative to reform excise taxes on tobacco and alcohol products, which would allow the government to optimize its revenue potential and create a strong disincentive for excessive tobacco and alcohol use.
We especially support the restructuring of the excise tax system from a multi-tiered structure to a unitary excise tax structure for tobacco and alcohol. This will effectively improve equity across cigarette and alcohol brands, promote market-based pricing in the industry, and encourage the entry of legitimate competition. It will also demonstrate the country’s commitment to open and fair competition, as well as its respectful compliance to international agreements.
We further push for the elimination of the price classification freeze so the government is free to levy competitive excise tax rates on tobacco and alcohol products. We believe that the current system has eroded the tax base, costing the Philippine government a substantial amount of foregone revenue. To address this loophole, we urge lawmakers to raise the excise tax rates and burden of tobacco and alcohol products, taking inflation into account yearly, to adequately reflect the negative externalities of consuming these goods. ….
(Source: Alcohol Reports, 05/05/12) mbc.com, 05/02/12
Kategorie: Alcohol taxes, Allgemein, Global, Politics, Prevention, Price, Publications, Social Costs, Watchdogs |
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