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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Zitate'

9-Jähriger liebt Alkohol (Leserbrief)

Donnerstag 8. Oktober 2009 von htm

2.10.2009

Redaktion „regio“
Schlimpergstr. 33
8307 Effretikon

per e-mail

Leserbrief zur Eröffnung des neuen Märtplatzes in Effretikon

Der Tages-Anzeiger berichtete am 28.9.09 über die Eröffnung des neuen Märtplatzes und lobte u.a. die Mädchen, die an der Cocktailbar der Jugendarbeit Effretikon gratis alkoholfreie Drinks abgaben. Ein Knirps von 9 Jahren soll dazu geäussert haben, sie schmeckten vorzüglich, auch wenn sie einen Schuss Schnaps vertragen hätten. „In den Ferien in Italien habe ich eine ganze Flasche Alkohol getrunken“. Vielleicht sollte sich unser Gesundheitsvorstand dieses Falles annehmen, hat er doch im Nationalrat einen Gegner mit dem Argument bekämpft, die Eltern müssten die Verantwortung für ihre Kinder übernehmen, es brauche deshalb kein Alkohol-Werbeverbot im Fernsehen. Es wäre doch interessant zu erleben, wie er die Eltern des kleinen Aufschneiders zu ihrem Glück zwingen kann. Übrigens, einen Nationalrat, der für Alkoholwerbung am Fernsehen ist, finde ich als Gesundheitsvorstand am falschen Platz.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
(veröffentlicht am 8.10.09)

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Eigenwerbung im Tages-Anzeiger Magazin

Dienstag 6. Oktober 2009 von htm

Inserat-Zitat: „Was, wenn Sie auch die Hintergründe der Hintergründe interessieren?
Dranbleiben. Mit dem Magazin. Tages-Anzeiger“
Kommentar: Wir wären schon glücklich, wenn nur die Hintergründe des Alkoholproblems recherchiert wiedergegeben würden.

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Replik im Tages-Anzeiger zur Prävention

Freitag 2. Oktober 2009 von htm

Am Tag nach dem Artikel „Zu viel Prävention schadet“ kommt ein Replik vom Präsident der Zürcher Lungenliga, Otto Brändli: „Gesundheitsprävention ist wie Impfen“. Darin weist er richtig auf die Unterschiede zwischen der Verhaltens- und der Verhältnisprävention hin. Er erwähnt, dass z.B. Steuern wirksam sind, die ein Produkt verteuern. Und bringt dies in Zusammenhang mit Stoffen, die Übergewicht nach sich ziehen. Dann schreibt er: „Weniger Sorgen macht mir der Alkohol, den die meisten im Griff haben, weil sich die Menschen unseres Kulturkreises über Jahrtausende daran adaptieren konnten“. Einen solchen Schwachsinn liest man sonst nur bei der Alkohollobby. Offenbar ist da bereits ein Verteilungskampf ausgebrochen. Die Antirauch-Lobbies haben doch inzwischen ihre Ziele mehr oder weniger erreicht. Warum wollen sie jetzt verhindern, dass in der Alkoholfrage, die von der WHO als praktisch gleichbedeutend gewichtet wird, die aber eine wesentlich stärkere soziale Komponente aufweist, endlich auch Verbesserungen erzielt werden? Der Tag mit dem Krankenkassen-Prämien-Schock wäre doch der geeignete Zeitpunkt.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 2.10.09, nicht online)

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Zitat: Thomas Mattig, Dir. Gesundheitsförderung Schweiz

Samstag 26. September 2009 von htm

Interview in der Neuen Zürcher Zeitung vom 26.9.09
Frage: Was stört Sie am meisten als Staatsbürger?
T. Mattig: „Ich wünsche mir mehr Leute aus Politik und Wirtschaft, die ihre eigenen Interessen in den Hintergrund stellen und stattdessen das Wohl unseres Landes in den Vordergrund rücken.“
Kommentar: Wir sind doch nicht allein mit diesem Wunsch.

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Zitat: Ideologie und Realität

Donnerstag 17. September 2009 von htm

In senem Kommentar „Die Realität ausgeblendet“ schreibt Daniel Foppa zur gestrigen Nationalratsdebatte über eine Schweizer Beteiligung bei der Bekämpfung der somalischen Piraten zum Schutz der Schiffe des UNO-Welternährungsprogramms u.a. „Wer sich einer Ideologie verpflichtet fühlt, muss sich um die Realität nicht scheren.“ (Quelle: Tages-Anzeiger, 17.9.09)
Kommentar: Dieser Satz passt genau so auch auf die Debatte am gleichen Tag über die Alkoholwerbung am Fernsehen. Zum Teil sind es die gleichen Leute, die verhindern wollen, dass 30 junge Menschen uns im Ausland vertreten, aber keine Skrupel kennen, die ganze Schweizer Jugend an die Alkoholindustrie zu verkaufen.

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Zitat: Begeisterung

Montag 14. September 2009 von htm

„Ohne Begeisterung, welche die Seele mit einer gesunden Wärme erfüllt, wird nie etwas Großes zustande gebracht.“

Adolph von Knigge (1752-96), deutscher Schriftsteller
(Quelle: VNR.de.Startup, 14.9.09)

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Freiheit und Staat, Zitat von Roger de Weck

Mittwoch 19. August 2009 von htm

Zitat aus „Den Staat befreien“ von Roger de Weck, im Tages-Anzeiger Magazin 33/2009:
„Ein Uebermass an Regulierung kann in der Tat die Menschen hemmen. Doch ist das Recht eine elementare Voraussetzung der Freiheit aller. Ohne Gesetze gilt das Recht des Stärkeren, das diese Freiheit erstickt.“
„“Mehr Freiheit, weniger Staat“, lautete das Kampfwort. Mehr Marktfreiheit und weniger Bürgerfreiheit – darauf lief ultraliberale Politik hinaus.“ Kommentar: Treffender geht’s kaum mehr. Diese Marktfreiheit für die Alkoholindustrie bürdet uns die Lasten der Alkoholschäden auf und beschneidet unsere Lebensqualität.

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Die gewalttätigen Zürcher Schüler in München

Mittwoch 15. Juli 2009 von htm

Leserbrief zu „Die drei Gewalttäter von München sind alle vorbestraft“, vom 4./5.7.09 in der Neuen Zürcher Zeitung

Nun geben wieder viele gelehrte Fachleute ihre Kommentare zu den schweren Vorfällen in München ab. Es wird eine Verschärfung des Jugendstrafrechts verlangt und im Kommentar vermehrte Verantwortung von Elternhaus, Familie, Freundes- und Kollegenkreis gefordert. Dabei haben die drei doch nur die hochgelobten liberalen Grundsätze von persönlicher Freiheit ausgelebt. Dass diese dort aufhört, wo andere geschädigt werden, ist offenbar nicht so deutlich bis zu ihnen durchgekommen.
Aber jetzt kann sich die Gesellschaft wieder einmal so richtig entrüsten und merkt nicht, dass sie es ist, die eine wesentliche Voraussetzung geschaffen hat, damit solche Taten überhaupt denkbar sind: Sie hat es der Alkoholindustrie ermöglicht, sich derart auszubreiten, dass es heute normal ist, sich zu betrinken, dass Binge Drinking bei Jugendlichen hingenommen wird, da es ja bei den Erwachsenen nicht anders zu- und hergeht, dass laufend mehr Kinder und Jugendliche mit Alkoholvergiftung hospitalisiert werden müssen, dass unsere Gesellschaft durch die überall präsente Alkoholwerbung, verstärkt durch das „Lifestyle“-Gelabber der Medien im ständigen alkoholisierten Zustand dahinseucht. Und dann wundert man sich, wenn Jugendliche, denen es an andern Kicks fehlt, mit Alkohol die Hemmschwelle überwinden und zur tödlichen Gefahr für die Allgemeinheit werden.
Selbst die Fachleute erkennen und geben es heute zu, dass Alkohol bei Jugendgewalt ein wesentlicher Faktor ist. Noch vor ein, zwei Jahren steckten sie den Kopf in den Sand und die Behörden schwiegen das Problem tot.
Neben der Verschärfung des Strafrechts wäre nun wirklich Prävention angesagt: Der Alkohol-Gesamtkonsum muss dringend gesenkt werden, damit Alkohol an Stellenwert verliert und Prävention bei Jugendlichen eine Chance bekommt, die heute völlig unglaubwürdig und deshalb nutzlos ist. Die Nationalräte hätten es in der Hand, in der Herbstsession bei der Behandlung der Alkoholreklame am Fernsehen ein Zeichen zu setzen. Dann wäre noch das neue Alkoholgesetz in der Vernehmlassung und das Nationale Programm Alkohol, das dringend verbessert werden sollte.
Ausserdem wäre die sportliche und musische Erziehung der Kinder vermehrt zu fördern, damit auch wirtschaftlich schlechter gestellte Eltern die Möglichkeiten ausnützen können. Dazu gehörte auch eine stärkere Unterstützung der ganzheitlich arbeitenden Jugendorganisationen, damit diese gleich lange Spiesse in der Spassgesellschaft erhalten und von den Jugendlichen interessiert wahrgenommen werden.
Wann und wie Schullager organisiert werden, sollte wohl jetzt allen klar sein.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer

(bis 15.7.09 nicht veröffentlicht)

Kategorie: Allgemein, Gewalt/Kriminalität, Internationales, Jugend, Leserbriefe, Politik, Research, Schweiz, Unterricht, Veranstaltungen, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv., Verkehr, Zitate | Keine Kommentare »

Aktuelles Zitat von Bundesrat Couchepin

Dienstag 16. Juni 2009 von htm

Aus der heutigen Coopzeitung, Zitat der Woche: „Ich trinke täglich Wein, manchmal auch übermässig.“
Kommentar: Der Satzteil nach dem Komma stimmt bedenklich. Kein Wunder, ist das Alkoholproblem während seiner Amtszeit, vor allem im Jugendbereich noch schlimmer geworden. Wir zitieren aus unserem Vorwort auf der Homepage: Alkoholpolitik ist in der Schweiz wie auch in andern Ländern ein eher unbeliebtes Thema, weil sehr oft die eigene Konsumhaltung, wirtschaftliche Eigeninteressen oder einfach die gesellschaftliche Wirklichkeit einer objektiven Betrachtungs- und Handlungsweise im Wege stehen.

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„Wer Wasser mit Wein predigt“

Mittwoch 10. Juni 2009 von htm

Unter „Nebenbei notiert“ wird mit dem obigen Titel über eine Aktion der Stadtzürcher Suchtpräventionsstelle berichtet. Diese verteile neuerdings an Standaktionen gratis Mineralwasser an Jugendliche als Anreiz, zwischen Alkoholischem Wasser zur Schadensbegrenzung zu trinken. Es gehe auch darum, mit den Jugendlichen ins Gespräch über deren Alkoholkonsum zu kommen. „Spätestens in diesem Dialog dürfte dann auch dem optimistischsten Gassenarbeiter klarwerden, dass es mehr braucht als ein paar banale Wellness-Tipps, damit sich die Jugend Wasser in den Wein giessen lässt.“ So schliesst der Artikel. ((Quelle: NZZ, 10.6.09, leider nicht online) Kommentar: Ausgerechnet ein Journalist (urs) mockiert sich über die zugegebenermassen ziemlich hilflose Aktion der Suchtpräventionsstelle. Sind es doch die Journalisten und ihre Verlage, die in der Schweiz die nötige gesellschaftliche Auseinandersetzung über das Alkoholproblem, die notabene in ihrem Pflichtenheft steht, (Schweizer Presserat) nicht führen und nicht zulassen. Mit distanzierten Beobachtungen über Testkäufe oder Berichten über Exzesse betreiben sie vor allem Sensationsmache, verbreiten Unsicherheit, Hilflosigkeit, das Gefühl, man kann ja doch nichts machen und stellen sich damit in den Dienst der Alkoholindustrie, zu deren Komplizen sie sich herabwürdigen liessen. Dass es Journalisten gibt, die gelegentlich aufmucksen und dass sie es besonders in der jetzigen Krise nicht leicht haben, ändert an den Folgen für die Gesellschaft leider nichts.

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Kategorie: Aktionen, Alkoholindustrie, Allgemein, Jugend, Schweiz, Verhaltens-Präv., Zitate | Keine Kommentare »

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