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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Veröffentlichungen'

Spätlese: Saufen sei gesünder als Abstinenz

Montag 6. September 2010 von htm

Unser Online-Kommentar – betrifft: Welt am Sonntag: 05.09.10|Gesundheit – Saufen ist gesünder als völlige Abstinenz
In der Montag-Ausgabe wurde der Titel geändert. Es heisst jetzt „Saufen soll gesünder sein… „(Red.)
Sie haben den Kommentarbereich geschlossen. Da ich erst jetzt durch Google auf den Artikel aufmerksam geworden bin, möchte ich Ihnen auf diesem Weg doch noch eine Meinung nahebringen.
Sie berichten über die Untersuchung in Texas, die in vielen Medien bereits erschienen ist. Je nachdem mehr oder weniger alkoholfreundlich. Sie haben die Interpretation auf die Spitze getrieben: Selbst starke Alkoholkonsumenten lebten länger als ehemalige Alkoholiker. Das würde bedeuten, dass es für einen Alkoholiker sinnlos ist, eine Kur zu beginnen. Er lebt ja länger ohne Abstinenz. Ist Ihnen nicht klar, dass eine Kur meist erst begonnen wird, wenn der Kranke endlich einsieht, dass er ein Problem hat, d.h. kurz vor dem Delirium, oder bevor die Ehe zerbricht, die Arbeitsstelle verlorengeht. Die in der Studie beobachteten starken Trinker können noch weit vor diesem Stadium sein. Dazu kommt, dass die ehemaligen Alkoholiker meistens starke Raucher sind, auch Übergewicht ist häufig ein Risiko-Faktor oder Diabetes. Wenn all diese Mitfaktoren ausgeschieden sind, heisst das noch lange nicht, dass man dann die Vergleichsgrösse lebenslange Abstinenz erreicht hat. Nur mit dieser Gruppe dürfte verglichen werden: In guter sozialer Situation, gebildet, auch sonst gesund lebend. Ich kenne viele dieser Abstinenten. Sie erreichen ein hohes Alter, sind geistig rege.
Mit Ihrer unbedarften Stellungsnahme für die Alkoholindustrie leisten Sie ihrer Leserschaft einen schlechten Dienst.
(Unser heutiger Online-Kommentar musste wegen der vorgegebenen Länge etwas gekürzt werden. htm, 7.9.10)

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Intimate partner violence and alcohol

Samstag 4. September 2010 von htm

»Cheers to the family«
Das Internationale Institut der schwedischen IOGT-NTO-Bewegung hat eine englischsprachige Broschüre herausgegeben, die auf den Zusammenhang von innerfamiliärer Gewalt und Alkoholkonsum hinweist: »Wir leben in einer Welt, in der Gewalt zu oft zuhause ist. Studien aus aller Welt zeigen, dass keine Gesellschaft gegenüber Gewalt zwischen Intimpartnern gefeit ist. (Quelle: Google Alkohol News, 3.9.10) zeitschrift-rausch.de, 1.9.10

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Aus den Memoiren von Tony Blair

Donnerstag 2. September 2010 von htm

• Alkohol: „Über die Beziehung der britischen Premierminister zum Alkohol könnte man ein ganzes Buch schreiben.“ Er trank „einen gut eingeschenkten Whisky oder Gin & Tonic vor dem Abendessen“, zum Essen noch „ein paar Gläser Wein oder sogar eine halbe Flasche“. Blair: „Ein Drink schafft Erleichterung, wenn man unter Druck steht. Er wirkt stimulierend. Aber er spielt eine Rolle im Leben. Die Ventil- und Entspannungsfunktion des Alkohols war sehr wichtig, damit mein Job nicht ausuferte. Ich glaubte, meinen Alkoholkonsum unter Kontrolle zu haben. Aber Alkohol ist eine Droge. Quelle: Google Alkohol News, 2.9.10) bild.de, 1.9.10

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Diesen Autoritäten glaubt keiner

Samstag 28. August 2010 von htm

Zitat aus dem Kommentar von Jean-Martin Büttner im Tages-Anzeiger vom 28.8.10 über die Entkriminalisierung junger Kiffer und die Suchtprävention:
(Schluss) ..“Solange der Staat dem Cannabiskonsum vorbeugen will und gleichzeitig Werbung für weit gefährlichere Drogen erlaubt, macht er sich unglaubwürdig. Also wird er als Autorität nicht ernst genommen. Am wenigsten von jenen, um die er sich am meisten sorgt.“ Kommentar: Dieser Abschnitt könnte ein Zitat aus „Alkohol und Massenmedien“ der WHO Europa sein, das wir auf dieser Webseite im Zusammenhang mit der Droge Nr. 1, dem Alkohol, auch immer wieder verwenden. Erfreulich, dass die Einsicht langsam wächst.

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Alkoholikertest für Jugendliche

Dienstag 24. August 2010 von htm

Die Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürich haben einen Schnelltest für Jugendliche ins Internet gestellt. Ihre Broschüre „Trinken, Rauchen und Kiffen bei Jugendlichen“ wurde überarbeitet und ist in neun Sprachen erhältlich. (Quelle: Tages-Anzeiger, 24.8.10) www.suchtpraevention-zh.ch

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Düstere Perspektiven für die Medien-Schweiz

Samstag 14. August 2010 von htm

Eine Forschergruppe um Prof. Kurt Imhof, Universität Zürich, zieht eine sehr kritische Bilanz zur Schweizer Medienlandschaft. Sie sieht die nachhaltige Information über Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gefährdet. Dies wiederum habe negative Auswirkungen auf das demokratische Gemeinwesen. (Quelle: NZZ, 13.8.10) Kommentar: Printmedien-Vertreteter im Fernsehen und in der Presse weisen diese Darstellung mehr oder weniger deutlich zurück. Genau so wie der Schweizer Presserat meine damalige Beschwerde zurückgewiesen hat, die Medien würden das Alkoholproblem nicht recherchieren und damit eine wirkliche Diskussion in der Öffentlichkeit verunmöglichen. Diese Untersuchung wäre doch eine praktische Begründung für die Ablehnung dieser Beschwerde. Prof. Imhof hat es offenbar unterlassen, die Frage zu prüfen, ob und welche Themen nicht richtig zur Darstellung gelangen, weil die Verlage von Lobbyisten unter Druck gesetzt werden. Vielleicht ist dies Thema eines nächsten Jahrbuchs? siehe auch tink.ch, 31.8.10

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D: Alkoholverbots-Panikmache

Dienstag 10. August 2010 von htm

Dem Rauchverbot wird bald das Alkoholverbot folgen. Die politischen Anstrengungen dazu laufen schon und sind kaum aufzuhalten. Vom zwangsläufigen Verschwinden eines Giftes, das wir ein Kulturgut nennen. (Quelle: Google Alkohol News, 10.8.10) faz.net, 9.8.10 unser Online-Kommentar:
Wirklich interessant, wie hier versucht wird, mit gewissem kabarettistischem Hauch die Volksseele anzuheizen, damit ja jeder Versuch, die prekäre Situation zu verbessern, im Keim erstickt wird.
Die Tatsachen liegen klar auf dem Tisch: Der kürzliche Bericht der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) mit eindrücklichen Zahlen, die Bemühungen der EU um eine Alkoholstrategie, die von der deutschen Regierung immer wieder blockiert wird und die Resolution der Weltgesundheitsorganisation für eine globale Alkoholstrategie, welche im Mai einstimmig von 193 Mitgliedsländern (auch von Deutschland) unterzeichnet wurde.
In der Presse wurde berichtet, statt der gegenwärtig 12 Liter reinem Alkohol pro Erwachsenen wären 3 Liter erstrebenswert, weil gesundheitlich vertretbar. Sicher ist dies eine utopische Vorstellung. Aber ein Rückgang des Konsums auf skandinavisches Ausmass (Island, Norwegen, Schweden) wäre sicher denkbar. Wahrscheinlich bräuchte ein solches Vorhaben eine Übereinstimmung in Mitteleuropa. Von Prohibition zu sprechen wäre dabei natürlich reine Panikmache. Die Mässigen, die angeblich die Mehrheit bilden, hätten überhaupt nichts zu befürchten, dafür den vollen Profit bei sinkenden Sozialkosten und steigender Lebensqualität.

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Stimme nach der Loveparade

Montag 2. August 2010 von htm

Die Heuchelei über die Schuld an der Massaker-Loveparade zieht sich bis in die Trauerfeier am letzten Samstag in der Duisburger Salvatorkirche. Der schwachsinnige Präses der rheinischen Protestanten, Nikolaus Schneider, (62) nannte das Drogen- und Alkoholspektakel ein „Fest der überbordenden Lebensfreude“.
Es gab auch besonnene Stimmen. So warnte der ehemalige Polizeipräsident von Bochum, Thomas Wenner (63), vor der Trauerfeier vor den politischen Schönrednern: „Die Loveparade ist die größte Drogenparty mit viel Alkoholgenuß, die man im Ruhrgebiet auf einmal haben kann.“ …(Quelle: kreuz.net, 2.8.10)

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Alkohol immer noch Droge Nummer 1

Montag 2. August 2010 von htm

Wenn umgangssprachlich von Sucht die Rede ist, denkt man üblicherweise an harte, illegale Drogen. Fachverbände in Deutschland, der Schweiz und Österreich weisen aber darauf hin, dass Alkohol nach wie vor die Droge Nummer Eins ist. Kein anderes Rauschmittel sei so akzeptiert und werde so häufig konsumiert.
In Deutschland seien 1,3 Millionen Menschen alkoholabhängig und bei zusätzlichen zwei Millionen liege Alkoholmissbrauch vor. Ferner passierten in Deutschland rund 275.000 schwere Straftaten und 20.000 Verkehrsunfälle im Jahr unter Alkoholeinfluss.
Vier Prozent der Schweizer Bevölkerung haben ein Alkohol-Abhängigkeitsproblem. Das sind 300.000 Menschen. Doppelt so viele sind alkoholgefährdet. Laut “Sucht Info Schweiz” wachsen ungefähr 100.000 Kinder meinem alkoholabhängigen Elternteil auf. (Quelle: Google Alkohol News, 2.8.10) apd.info, 1.8.10

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Alkohol verstärkt allergische Beschwerden

Montag 2. August 2010 von htm

Allergiker sollten Bier, Wein und Co. mit Vorsicht genießen. „Alkohol verstärkt allergische Beschwerden“, sagte Sonja Lämmel vom Deutschen Allergie- und Asthmabund in Mönchengladbach dem dpa-Themendienst. Dafür gibt es zwei Gründe: Aufgrund des Alkohols werden die Schleimhäute generell durchlässiger. Die Haut ist stärker durchblutet, die Wangen röten sich. Gleichzeitig bewirkt diese Durchlässigkeit aber auch, dass Allergene leichter ins Blut gelangen. Die Beschwerden nehmen deshalb zu.
Zudem sind im Alkohol Histamine enthalten. „Histamin ist ein biogenes Allergen, das die allergischen Reaktionen unter anderem auslöst“, erklärte Lämmel. (Quelle: Google Alkohol News, 1.8.10) aponet.de, 29.7.10

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