Freitag 5. November 2010 von htm
Auf der Global Information System on Alcohol and Health Datenbank (GISAH) können international vergleichbare Daten zum Alkoholkonsum und alkoholbedingten Problemen aus über 190 Ländern abgerufen werden. Somit können länderspezifische und globale Entwicklungen der Alkoholproblematik verfolgt werden. Die EUSAH Datenbank baut auf die GISAH auf, beinhaltet aber noch weiterführende Informationen, welche auf die Situation der EU-Länder zugeschnitten sind. (Quelle: Infoset Newsletter, 5.11.10)
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Dienstag 2. November 2010 von htm
23.10.2010
Redaktion
Neue Zürcher Zeitung
8001 Zürich
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Leserbrief zum Leserbrief „Party machen – nur eine Lebensphase“, vom 23.10.2010
Dieses Plädoyer fürs Partymachen liest sich gut, es endet mit einem Zitat von Roberto Blanco „Ein bisschen Spass muss sein.“
Egal, ob sich die Autorin damit ihr Gewissen beruhigt, die Alkoholindustrie ihre Interessen verteidigt, wesentlich ist doch, dass in diesem Party-Text die Kehrseite der Medaille völlig ausgeblendet bleibt. Man könnte meinen, sie wehre sich dagegen, dass die Erwachsenenwelt der Jugend den Spass nicht gönnen mag.
Tatsache ist leider, dass dieser Spass negative Konsequenzen hat, die man natürlich ignorieren kann, weil man sie am eigenen Leib nicht oder noch nicht erfahren hat, die man aber auch als einigermassen intelligentes Wesen aus der Wissenschaft oder der Tagespresse entnehmen und für sich selber verarbeiten könnte. Eine andere Ebene wäre dann die Verantwortung der Politiker, die das Gesamtwohl der Bevölkerung im Auge haben und entsprechend auf Fehlentwicklungen reagieren sollten. Bis heute ist noch sehr wenig in dieser Richtung geschehen.
Tatsache ist, dass in den USA 25% der Teenager binge drinking betreiben. In Deutschland sind ein Drittel der 10 bis 18-Jährigen mindestens dreimal pro Monat betrunken, 43% von ihnen betreiben binge drinking mindestens einmal pro Monat. In der Schweiz werden täglich 6 Jugendliche betrunken in Spitäler eingeliefert. Es gibt laufend neue Statistiken. Der Unterschied zum Rauschtrinken der Erwachsenen, die als Vorbild dienen, besteht darin, dass das Gehirn der Jugendlichen noch nicht voll entwickelt und deshalb anfälliger auf Beschädigung durch den Alkohol ist. Das weiss man eigentlich schon lange, in letzter Zeit wird aus der Forschung aber laufend mehr darüber bekannt. Dazu kommt, dass mit dem Rauschtrinken beträchtliche Nebenwirkungen entstehen: Gewalt, sexuelle Gewalt, unerwünschte Schwangerschaften, Kinder mit vorprogrammierten schlechteren Chancen, Verkehrsunfälle mit Alkohol am Steuer und unschuldigen Drittpersonen als Opfer, schlechtere Schulabschlüsse, verminderte Berufschancen.
Diese Nebenwirkungen können einzelne Personen, aber auch die ganze Gesellschaft betreffen. Die WHO nannte uns alle Passivtrinker, weil wir ungefragt ein Leben lang horrende Beträge an die alkoholbedingten Sozialkosten bezahlen und unter der eingeschränkten Lebensqualität leiden, egal ob und wie viel wir selber trinken. Auch der Wirtschaft sollte es nicht gleichgültig sein, welche Qualität die zukünftigen Arbeitskräfte mit sich bringen, wie viele hochqualifizierte Menschen zum Ausgleich „importiert“ werden müssen.
Goethe soll gesagt haben „Jugend ist Trunkenheit ohne Wein“. In diesem Sinn möchte ich die Leserbriefschreiberin einladen, einmal eine lustige Party ohne Alkohol zu feiern und am andern Tag rückblickend den Vergleich mit einer „normalen“ Party zu ziehen. Vermutlich würde sie bei der alkoholfreien Party Gleichaltrige mit weniger alko-hohlen Köpfen angetroffen haben, die ohne Alkohol cool, d.h. selbstbestimmt sein können.
Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
(nicht veröffentlicht bis 2.11.10)
Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Gesundheit, Gewalt/Kriminalität, Jugend, Leserbriefe, Passivtrinker, Politik, Schweiz, Sozialkosten, Statistik, Verkehr, Veröffentlichungen, Weltgesundheits-Org., Wirtschaft |
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Dienstag 2. November 2010 von htm
Alkohol schadet nicht nur dem Körper des Konsumenten, sondern vor allem zwischenmenschlichen Beziehungen. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie. Sie rät trotzdem, Alkohol nicht zu verbieten. … (Quelle: Tages-Anzeiger, 1.11.10) unser Online-Kommentar: Seit Jahrzehnten wird Alkohol bei uns als sozial-medizinisches Problem bezeichnet. Diese Studie ist ein weiterer Beweis zur rechten Zeit. In einer Zeit, in der Regierungen sich weigern, die von ihnen mitunterzeichnete Alkohol-Strategie der WHO (Mai 2010) umzusetzen. Auch unser Bundesrat mit seinem völlig ungenügenden Entwurf für ein neues Alkoholgesetz. Diese Korruption kostet täglich Leben. (siehe auch im englischen Teil.) (siehe noch ausführlicher: spiegel.de, 1.11.10) siehe Lancet-Artikel bei wissenschaft-online.de, 5.11.10
Kategorie: Abhängigkeit, Advent-Aufruf, Allgemein, Diverse, Internationales, Medizin, Neues Alkoholgesetz (CH), Schweiz, TOP NEWS, Veröffentlichungen, Verschiedene, Weltgesundheits-Org., WHO globale Alkohol-Strategie |
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Sonntag 31. Oktober 2010 von htm
Wir werden auf dieser Seite die uns bekannten kritischen Stellungnahmen aufführen und verlinken. Für Zusendungen sind wir dankbar. Jedermann ist aufgerufen, sich in den Vernehmlassungs-Prozess einzuschalten.
Siehe unsern Artikel mit diesen Links:
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung von heute Mittwoch die Vernehmlassung zur Totalrevision des Alkoholgesetzes eröffnet. Er legt Entwürfe für zwei neue Gesetze vor: ein Spirituosensteuergesetz und ein Alkoholgesetz.
(Quelle: Google Alkohol News, 30.6.10) Medienmitteilung / Kurzfassung des Gesetzesentwurfs siehe auch dazu 3 Leserbriefe
Tages-Anzeiger, 30.6.10 / NZZ, 30.6.10 Kommentar: Die Eidg. Kommission für Alkoholfragen (EKAL) hatte zu Handen des Bundesrates ihre Vorstellungen für ein Alkoholgesetz formuliert. Der Vernehmlassungsentwurf des Bundesrates zeigt, dass er lieber auf die Wirtschaft als auf sein Beratergremium hört.
Siehe unsere Kategorie auf der linken Seite: Dossiers – Neues Alkoholgesetz (CH)
– Sucht Info Schweiz
– Fachverband SUCHT (1. Medienmitteilung) Stellungnahme
– IOGT Schweiz
– Juvente
– KIM (Kinder im Mittelpunkt), Allschwil
– Verein für Suchtprävention Basel (vfs)
– Blaues Kreuz
– www.20min.ch, 31.10.10
– Eidgenössische Kommission für Kinder- und Jugendfragen (EKKJ)
– Public Health Schweiz
– Gastro Suisse
– Schweizerische Gewerbeverband
– Unsere Stellungnahme vom 16.8.10
Kategorie: Allgemein, Aufruf, Neues Alkoholgesetz (CH), Politik, Schweiz, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen |
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Samstag 16. Oktober 2010 von htm
12.10.2010
Redaktion
Neue Zürcher Zeitung
8001 Zürich
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Leserbrief zu „Alkoholfreie Nouvelle Cuisine“, vom 12.10.2010 (nicht online)
Eines der oft benützten Rezepte der Alkohollobby ist es, für sie unangenehme Vorkommnisse oder Entwicklungen mit einer Glosse abzutun. Mit leichter Ironie und einem süffisanten Lächeln wird dem Leser gezeigt, dass eine Meldung auf die leichte Schulter genommen und vergessen werden darf.
Diesmal handelt es sich um das Kochbuch für die Schulküche, das nun auch im Welschland ohne Rezepte mit Alkohol auskommen soll. Dazu hier einige Fakten:
Hoffentlich deckt der Heimatkanton von Bundesrat Burkhalter die neue Politik. Es ist immer noch richtig, den Erstkonsum von Alkohol so weit wie möglich hinauszuschieben, um späteren Alkoholproblemen vorzubeugen. Alkohol in der Küche, in der Confiserie, in der Schokolade dient auch dazu, Kinder auf den Alkoholgeschmack zu bringen. Verantwortungsbewusste Haushaltlehrerinnen haben sicher schon lange ihren Schulkindern gezeigt, wie der in Rezepten vorgeschriebene Alkohol gleichwertig mit Fruchtsäften ersetzt werden kann. Dass die Alkoholindustrie mittels Alcopops den Kindern und vor allem den Mädchen Alkohol geniessbar gemacht hat, ist ein anderes trauriges Kapitel. Ebenso, dass man immer wieder Mühe hat, in Läden und Gaststätten (auch in der Migros) Pralinen, Vermicelles oder Torten ohne Alkohol zu finden.
Der Glossenschreiber findet alles (Alkohol in der Kochschule, in der Kirche) halb so schlimm, “nicht päpstlicher sein als der Papst”. Das ist auch ein Weg, sich um objektive Berichterstattung zu drücken. Von Qualitäts-Journalismus mit Recherche ganz zu schweigen.
Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
(gekürzt umgeschrieben, veröffentlicht am 16.10.10)
(siehe auch den Artikel der Basler Zeitung.)
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Kategorie: Alcopops (de), Alkoholfreies, Alkoholindustrie, Allgemein, Kinder, Leserbriefe, Medien, Politik, Prominenz, Schweiz, Unterricht, Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen |
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Montag 11. Oktober 2010 von htm
Mit einer nationalen Kampagne am Postschalter macht Sucht Info Schweiz eine breite Öffentlichkeit auf alkoholbedingte Risiken aufmerksam. Sie zeigt, wo sich der Alkohol negativ auswirkt und was die Prävention leisten kann. Ab heute erhält die Kundschaft in mittelgrossen Postzentren eine Parkscheibe mit Flyer. (Quelle: Pressemitteilung Sucht Info Schweiz, 11.10.10)
Kategorie: Allgemein, Rehabilitation, Schweiz, Verhaltens-Präv., Veröffentlichungen |
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Samstag 9. Oktober 2010 von htm
Das BAKOM fordert von der SRG 160’000 Franken Werbeeinnahmen ein. Grund: Illegale Spots für einen Weinversand. Die SRG hat noch nicht entschieden, ob sie dagegen rekuriert. (Quelle: Tages-Anzeiger, 9.10.10, nicht online) Kommentar: Daraus kann man erahnen, welchen Wert damals die von uns erfolglos beklagte, von uns als TV-Schleichwerbung empfundene mehrfache „Information“ über einen neuen Wein-Internet-Handel gehabt haben musste.
Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Medien, Schweiz, Veröffentlichungen, Werbung |
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Samstag 9. Oktober 2010 von htm
Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) hat auf dem DGGG-Kongress (5. bis 8. Oktober, München) zum ersten Mal den Hermine-Heusler-Edenhuizen-Preis vergeben. Der Medienpreis zeichnet herausragende journalistische Arbeiten aus, die dazu beigetragen haben, das Wissen der Öffentlichkeit über die Bedeutung der Gynäkologie und Geburtshilfe und die Vorbeugung und Behandlung gynäkologischer Erkrankungen zu verbessern. (Quelle: Google Alkohol News, 9.10.10) ostholstein.mediaquell.com, 8.10.10
Kategorie: Allgemein, Fetales Alkohol Syndrom (FAS), Gesundheit, Internationales, Medien, Verhaltens-Präv., Veröffentlichungen |
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Dienstag 5. Oktober 2010 von htm
Informationen zu allen Suchtgebieten vor allem aus der Schweiz. Newsletter (ab-)bestellen
Kategorie: Allgemein, Schweiz, Veröffentlichungen |
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Dienstag 5. Oktober 2010 von htm
Im nächsten Jahr steigen die Krankenkassenprämien wieder massiv an. Einer der Hauptgründe für die immer grössere Prämienlast ist die anhaltende Kostensteigerung im Gesundheitswesen. Ihr ist mit Pflästerlipolitik und vereinzelten Sofortmassnahmen allein nicht beizukommen. Gefordert sind stattdessen Massnahmen, mit denen sich nachhaltig Kosten senken lassen. Entscheidend dazu beitragen können Prävention und Gesundheitsförderung: Fundierte ökonomische Analysen von Präventionsmassnahmen in der Schweiz zeigen, dass Prävention wirkt, sich wirtschaftlich lohnt und direkt medizinische Kosten senkt. (Quelle: Infoset Newsletter Oktober 2010) Allianz ‘Gesunde Schweiz‚ Medienmitteilung 1.10.10
Kategorie: Allgemein, Gesundheit, Politik, Schweiz, Sozialkosten, Veröffentlichungen, Wirtschaft |
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