Montag 30. März 2009 von htm
Der Zürcher Stadtrat hat die Taskforce Jugendgewalt beauftragt, einen Standort für ein solches „Zentrum“ zu suchen. Dort sollen die Betrunkenen den Rausch ausschlafen. Jugendliche müssten von den Eltern abgeholt werden. (Quelle: Tages-Anzeiger, 30.3.09)
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Freitag 27. März 2009 von htm
Im Kanton Zürich unterstützen die Stellen für Suchtprävention die Vorstösse im Kantonsrat, die Testkäufe gesetzlich verankern wollen. (Quelle: NZZ, 27.3.09) Siehe unser Kommentar beim vorherigen Artikel.
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Freitag 27. März 2009 von htm
Das Bundesamt für Gesundheit will die gesellschaftlichen Dynamiken um die bisweilen kritisierten Präventionsmassnahmen analysieren. In den 90er-Jahren scheine eine bessere Abstützung bestanden zu haben. Iwan Reinhard, Geschäftsleiter der vom BAG gegründeten „Expertengruppe Weiterbildung Sucht“ will mit dem Dialog über das „sozietale Lernen“ unter anderem erreichen, dass „die verschiedenen Sucht- und Präventionsfachleute für ihre Rolle in der öffentlichen Diskussion sensibilisiert sind, dass sie die fachliche Perspektive besser vertreten und so zu einer kohärenteren Suchtpolitik und Suchtarbeit, basierend auf der Vier-Säulen-Drogenpolitik des Bundes, beitragen können.“ (Quelle: NZZ, 27.3.09) Kommentar: Das wäre sehr zu begrüsse, wenn die Suchtfachleute den Fokus nicht nur auf ihr kleines Gebiet, sondern auch auf die nationalen Belange, und dort auf die Verhältnisprävention richten würden. Die Abstützung in den 90er-Jahren bezog sich auf die Cannabisfrage. Beim Alkoholproblem herrscht natürlich ein ganz anderer Gegenwind von der Alkoholbranche. Dazu wurden die Abstinentenverbände, das naturgegebene Fussvolk, von den neuen staatlichen Präventionsstellen ins Abseits gestellt, deren politische Arbeit aber nicht übernommen.
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Donnerstag 26. März 2009 von htm
Dass Alkoholpolitik auch längerfristig auf die Agenda der Gemeinden gehört, fordert die Arbeitsgruppe Suchtprophylaxe in Ossingen, Truttikon und Neunforn nach Abschluss ihres Projekts.
Auch im idyllischen Weinland sind Themen wie Kampftrinken und Wochenendbesäufnisse nicht unbekannt. Dass an Turnerchränzli spezielle alkoholfreie Drinks oder Cocktails serviert werden, ist indes noch nicht selbstverständlich. Mittlerweile haben sich aber die farbigen, fruchtigen alkoholfreien Getränke an solchen Anlässen in Ossingen, Truttikon und Neunforn etablieren können. Das ist vor allem den Bemühungen der «Arbeitsgruppe Suchtprophylaxe Ossingen–Truttikon–Neunforn» zuzuschreiben, welcher Mitglieder aus Schule, Gemeinden, Kirche und Jugendarbeit Weinland angehören. (Quelle: Google Alkoholpolitik Alert, 26.3.09) Schaffhauser Nachrichten, 26.3.09 Kommentar: Dass im Weinland nationale Alkoholpolitik einen schweren Stand hätte, ist voraussehbar. Aber nötig wären Bemühungen in dieser Richtung allemal. Dass zwei von drei Schulgemeinden nicht mitmachten, überrascht nicht.
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Donnerstag 26. März 2009 von htm
Bruno Graf, Statthalter des Bezirks Zürich hat auf einen Rekurs von zwei Wirten hin bestimmt, dass die Stadt den Wirten rund ums Stadion bei Hochrisikospielen den Alkoholausschank und -Verkauf nicht verbieten dürfe. Ein Alkoholverbot nur auf der Grundlage der polizeilichen Generalklausel sei nicht verhältnismässig. Die Stadt prüft einen Weiterzug ans Verwaltungsgericht. (Quelle: Tages-Anzeiger, 26.3.09)
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Mittwoch 25. März 2009 von htm
Zürcher Tankstellenshops dürfen vorläufig rund um die Uhr geöffnet bleiben. Die angeordnete Schliessung im Juli 2009 wird aufgeschoben. Nun muss das Gericht entscheiden. (Quelle: Tages-Anzeiger, 25.3.09)
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Mittwoch 25. März 2009 von htm
Fachleute aus der ganzen Schweiz und dem angrenzenden Ausland haben sich am Dienstag in Zürich am Zweiten Zürcher Präventionsforum zur Jugendgewalt geäussert. Die Palette an Präventionsmassnahmen wird immer grösser, gleichzeitig aber fehlt es an raschen, griffigen, spürbaren und koordinierten Reaktionen auf Fehlverhalten. Geblieben ist der Alkohol als häufiger Auslöser für Gewalt. (Quelle: NZZ, 25.3.09) Kommentar: Nun ist diese Einsicht endlich in der Fachwelt angekommen. Als wir vor Jahren diese Tatsache vorbrachten, wurden wir angegriffen oder totgeschwiegen. Nur, die vielen Präventionsmassnahmen sind meist Alibiübungen der Verhaltensprävention. Alkoholpolitisch will man sich nicht exponieren. Das schadet dem eigenen Arbeitsplatz. Vereint wäre man aber stark. (Leserbrief unterwegs)
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Mittwoch 25. März 2009 von htm
Tabletten, Zäpfchen und Tropfen gehören zum festen Inventar vieler Schweizer Haushalte und der Verbrauch von Medikamenten steigt. Viele vertragen sich jedoch schlecht mit Alkohol. Die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) weist auf die Risiken von Wechselwirkungen hin. Wer Arznei und Alkohol trennt, ist vor möglichen Folgen eines Mischkonsums sicher. (Quelle: Google Alkohol Alert, 25.3.09) hwelt.de, 24.3.09
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Freitag 20. März 2009 von htm
Auf der Titelseite gross mit charmant lächelnder Frau beim Anstossen: „Rotwein fürs Herz“ und „Stichprobe: Das sind die gesündesten Tropfen“. Auf Seiten 14 und 15 geht es vor allem um Resveratrol, der vor allem in Bio-Weinen und Weinen aus kühlen Regionen stecke. Mediziner würden mindestens 0,5 Milligramm Resveratrol pro Tag empfehlen, Forscher vermuteten, dass Resveratrol neben dem Herzen auch vor dem Altern und vor Krebs schützen könne. Von trockenen Weinen heisst es, von ihnen müsste man mehr als eineinhalb Liter trinken, um auf die empfohlene Tagesdosis zu kommen. Am Schluss heisst es, „Kaum Resveratrol hat es in Weisswein und Traubensaft.“ gesundheitstipp.ch, Nr. 3, März 09 mit Anmeldung Kommentar: Der Chefredaktor spielt sich im Editorial als Hüter der Patienten und Konsumenten auf, klagt Behörden an, sie würden sich zu oft dem Druck der Industrie beugen und dann liefert er hier ein derart unverantwortliches Machwerk ab, dass einem zwangsweise der Druck der Industrie in den Sinn kommt, nachdem das Heft ein grösseres Interview mit htm über Alkoholpolitik gebracht hat. Wie wäre es, wenn der Presserat und das Bundesamt für Gesundheit einmal hier von sich aus aktiv würden? Im roten Traubensaft dürfte es ebenso viel Resveratrol haben wie im Rotwein der gleichen Lagen. Nur gibt es den kaum noch. Dafür hat er weitere positive Wirkungen und keine Nebenwirkungen, die der Artikel alle in unverantwortlicher Weise verschweigt, was in seriösen Forschungsberichten jeweils gesagt wird. Das lässt vermuten, dass der Stoff für den Artikel aus interessierten Quellen kam, was natürlich auch nicht offengelegt wird. Es wird auch keine einzige wissenschaftliche Quelle angegeben.
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Donnerstag 19. März 2009 von htm
Wir veröffentlichen nachfolgend den Kommentar der Schweizer Werber auf den Entscheid des Ständerates vom 18.3.09 für ein Werbeverbot am Fernsehen. Darunter folgt unser Kommentar dazu. Die Numerierung entspricht den Abschnitten auf der Werberseite.
Aus: Klein Report – Der Mediendienst der Schweizer Kommunikationsbranche
Archiv – Mittwoch, 18. März 2009
Alkohol-Werbeverbot am TV ist «abstrus»
Unser Kommentar:
Alkohol-Werbeverbote am TV und überall sonst sind sinnvoll
1. Je weniger Alkohol-Werbung sie sehen, desto besser. Was in unserer Macht steht, dies zu beeinflussen, sollten wir tun. Wir sind für das mediale Umfeld unserer Jugend mitverantwortlich. Dieses bestimmt, wie glaubwürdig und damit wie wirkungsvoll unsere Präventionsbotschaften sind.
2. Leider ist der Prozentsatz der Mitmenschen, vor allem der Jugendlichen und Kinder, die gegen Werbung immun sind, sehr gering, dazu gibt es genügend wissenschaftliche Nachweise, sogar eine kürzliche Untersuchung mit Studenten, die sicher von sich behaupten, eigenverantwortlich handeln zu können. Medienerziehung wird schon lange betrieben und bringt nicht viel. Da ein Schutz vor Werbung also nicht möglich ist, muss man diese schädliche Werbung so weit wie möglich ausschalten.
3. Wie „wertvoll“ diese sogenannt liberale Gesellschaftsordnung ist, erleben wir heute zur genüge. Wer daran glaubt, ist selber schuld und beweist das Fehlen oder nichtbenützen von Intelligenz und oder Charakter. Eine humane, ethische und/oder christliche Grundhaltung, die Verantwortung für den Nächsten übernimmt, die Menschenwürde hochhält und anerkennt, dass die Freiheit des Einzelnen aufhört, wo die Freiheit und die Rechte des Nächsten beeinträchtigt werden, passt besser in unsere Gesellschaft. Ein unbeschränktes Informationsrecht, das zum Schaden der Gesellschaft ausgeübt werden kann, gibt es bei uns nicht.
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