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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Schweiz'

Wiederum: Aktion Weisse Weihnachten

Dienstag 17. November 2009 von htm

Auf Weihnachten freuen sich Kinder das ganze Jahr, ist es doch ein Fest, an dem alle zusammen kommen. Kinder möchten in dieser Zeit, dass die Erwachsenen für sie da sind und dass sie nicht betrunken sind.

Trinken Sie an Weihnachten keinen Alkohol, wenn Sie mit Kindern und Jugendlichen zusammen feiern. Um der Kinder willen, aber auch um Ihrer selbst willen. Verbringen Sie diese Zeit mit ihnen bewusst und aufmerksam. Falls Sie Weihnachten nicht mit Kindern zusammen verbringen, können Sie Weisse Weihnachten begehen aus Solidarität mit Kindern, die in alkoholbelasteten Familien aufwachsen. Alle Kinder haben ein Recht auf Weisse Weihnachten! Unterschreiben Sie bitte hier, wenn auch Sie Weihnachten keinen Alkohol trinken. 316 Personen haben dies in der Schweiz schon versprochen. Die Aktion läuft auch in Deutschland, Norwegen und Schweden. (Quelle: Aktion Weisse Weihnachten, 17.11.09)

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Die europäische Brauwirtschaft pocht auf ihre Wertschöpfung

Dienstag 17. November 2009 von htm

Sie liess eine Studie von Ernst & Young und Regioplan erstellen, die in den 27 EU-Ländern und Norwegen, der Schweiz, Kroatien sowie der Türkei im ersten Halbjahr 2009 für den Europäischen Dachverband der Brauer (Brewers of Europe) durchgeführt wurde. (Quelle: Google Alkohol Alert, 17.11.09) ots.at, 16.11.09 Kommentar: Sie rechnen natürlich die von ihr erzeugten Schäden nicht dagegen auf. Geld, das nicht in die Brauwirtschaft (oder andere Alkoholbranchen) flösse, würde andernorts ebenfalls Arbeitsplätze schaffen und Steuern für den Staat einbringen. Alkoholsteuern wiegen nie die der Öffentlichkeit aufgebürdeten Schäden auf.

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Zürich zahlt pro Saison drei Mio. Franken für Hooligans

Montag 16. November 2009 von htm

Erstmals ist bekannt, wie viel die Stadt Zürich wegen randalierender Chaoten und Hooligans aufwenden muss: Knapp drei Millionen Franken kosteten die Polizeieinsätze in der Fussballsaison 2008/09, wie Stadtpolizei-Sprecher Bruno Stucki sagt. Dies sind keine groben Schätzungen, die Zahlen fussen auf genauen internen Abrechnungen. Laut Stucki wird jeder Polizeieinsatz nachträglich detailliert erfasst und punkto Personal, Material, Verpflegung usw. berechnet. Bei Hochrisikospielen wie FC Zürich gegen FC Basel betragen die Aufwendungen bis zu einer Viertelmillion Franken – für einen einzigen Match. Ab 2010 müssen die Clubs bezahlen. Das Bundesgericht hatte so entschieden. FCZ-Präsident Ancillo Canepa rechnet mit zusätzlichen Sicherheitskosten für den Klub von bis zu einer Million. (Quelle: Tages-Anzeiger, 15.11.09)

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Vergessene Kinder alkoholkranker Eltern

Samstag 14. November 2009 von htm

Ungefähr 100’000 Kinder wachsen in der Schweiz mit einem alkoholabhängigen Elternteil auf. Mit ihren Sorgen stehen sie oft alleine da. Für sie gibt es nur wenige Hilfsangebote vor Ort. Die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) weitet ihr langjähriges Engagement aus und unterstützt die Kantone, innovative Angebote für betroffene Kinder und Jugendliche zu entwickeln. Mit einer Aktion am Postschalter spricht die SFA neu auch die breite Öffentlichkeit an und sensibilisiert für ein Thema, das bis heute tabuisiert wird. Quelle: Medienmitteilung der SFA, 12.11.09 Kommentar: Dieser Problemkreis ist uns schon lange ein wichtiges Anliegen. Gut, dass die SFA nun für mehr Öffentlichkeit sorgt. Im Grunde ist dies das schwergewichtigste Argument, den Alkohol-Gesamtkonsum zu senken.

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Fans in Zukunft Zutritt nur noch mit der “Fancard“

Samstag 14. November 2009 von htm

Einschneidende Massnahmen sollen der Gewalt in den Stadien ein Ende setzen. Fussball- und Eishockeyfans müssen sich ab dem Sommer 2011 mit einer „Fancard“ identifizieren.
Den Massnahmenkatalog beschloss die Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren (KKJPD) an ihrer zweitägigen Sitzung in Hergiswil NW einstimmig. Es wurde ein Massnahmenpaket („Policy gegen Gewalt im Sport“) verabschiedet, das auch ein Alkoholverbot enthält und die Aufhebung der Stehplätze vorsieht. Zwar haben die Massnahmen nur den Charakter einer Empfehlung, doch werden diese von den Städten, der Polizei, den Strafverfolgungsbehörden und Bundesrat Ueli Maurer unterstützt. (Quelle: Google Alkohol Alert, 13.11.09) topsport.com, 13.11.09 (mit unserem Online-Kommentar)

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Leserbrief: Zürcher Kantonsrat gegen Alkohol-Prävention

Samstag 14. November 2009 von htm

Hermann T. Meyer
Lindenstr. 32
8307 Effretikon
10.11.2009

Redaktion der
Neuen Zürcher Zeitung
Briefe an die NZZ
8021 Zürich
Per e-mail redaktion@nzz.ch

Leserbrief zu „Bier und Spiele“ am 10.11.09 in der Neuen Zürcher Zeitung
Der Kantonsrat, der gestern die Motion für ein Alkoholausschank-Verbot bei Hochrisikospielen abgelehnt hat, verweigerte damit der Stadt Zürich ihren Wunsch nach einer gesetzlichen Grundlage, die es ihr ermöglicht hätte, eine solche Präventivmassnahme bei Bedarf zu ergreifen. Die Massnahme war klar als Mosaikstein in einem Paket von nötigen Schritten deklariert. Der Gruppendruck, der unter Leitung des Chefs der Wirte ausgeübt wurde, war offenbar so gross, dass ihm auch die SP unterlag, die sonst Alkoholprävention unterstützt. Damit desavouierte sie sogar ihre Zürcher Polizeivorsteherin.
Die Verhältnismässigkeit wurde ad absurdum geführt: Um einige wenige Wirte, die angeblich nicht zu den Profiteuren der Hooligans gehören, zu schützen, müssen alle Steuerzahler weiterhin ungefragt 200’000 – 300’000 Franken je Hochrisikospiel bezahlen. Wenn die Grünliberalen argumentieren, die Verantwortung liege nicht bei der Allgemeinheit, sondern bei Veranstaltern, Besuchern und Stadionbetreibern, ist das an sich richtig, aber die Ablehnung bewirkt genau das Gegenteil, die Verantwortung bleibt bei der Allgemeinheit, sie zahlt weiterhin, die Alkoholindustrie kassiert und lacht sich ins Fäustchen. Die Stadt müsste die ablehnenden Kantonsräte wegen unterlassener Hilfeleistung verklagen. Dass Alkoholkonsum nicht nur ein Symptom bei Gewaltausübung ist, sondern eine Mitursache, beweisen die verschiedenen Sportanlässe, die dank einem solchen Teilverbot friedlich über die Bühne gingen und keine verletzten Polizisten hinterliessen.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
(am 14.11.09 ohne Kürzung, mit kleiner redaktioneller Änderung, veröffentlicht)

Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Gesundheit, Gewalt/Kriminalität, Jugend, Politik, Schweiz, Sport, Verhältnis-Präv., Verschiedene | Keine Kommentare »

Stanic raste erneut, FCZ gibt ihm neue Chance

Freitag 13. November 2009 von htm

Der FC Zürich verurteilt Kresimir Stanics neuen Tempoexzess «aufs Schärfste». (138 statt 80 km/h im Tunnel.) Stanic bleibt aber weiterhin Trainer der FCZ-Juniorinnen. Sein Vater nimmt ihn in Schutz. Die Suchtprävention, die ihn für Einsätze in Schulen engagiert hat, will mit ihm reden, sagt aber einen nächsten Schuleinsatz ab. (Quelle: Tages-Anzeiger, 10.11.09) Kommentar: Gibt es so wenige echte Vorbilder für die Suchtprävention, dass auf diesen Raser zurückgegriffen werden muss?

Kategorie: Allgemein, Arbeitsplatz, Gerichtsfälle, Prominenz, Schweiz, Sport, Unterricht, Verkehr | Keine Kommentare »

Alkohol-Testkäufe in Zürich

Freitag 13. November 2009 von htm

Zusammen mit dem «Blauen Kreuz» und der Alkoholpräventionsstelle führte die Stadtpolizei Zürich am Mittwochnachmittag, 11. November 2009, in der Stadt Zürich Alkohol- und Zigarettentestkäufe durch. Die zwei Jugendlichen versuchten in insgesamt 35 Geschäften (Verkaufsgeschäfte, Kioske, Take Aways und Tankstellenshops) alkoholische Getränke und/oder Tabakprodukte zu erwerben. In 12 Geschäften erhielten die Testkäufer im Alter von 14 und 15 Jahren problemlos Bier und Zigaretten. Die Fehlbaren werden mit einer Busse rechnen müssen. Die Polizei will weitere Test-Kaufe durchführen. (Quelle: Google Alkohol Alert, 12.11.09) polizeinews.ch, 12.11.09

Kategorie: Aktionen, Alkoholindustrie, Allgemein, Jugend, Schweiz, Statistik, Verhältnis-Präv. | Keine Kommentare »

Mit 4,2 Promille auf der Autobahn in Graubünden

Donnerstag 12. November 2009 von htm

Am Mittag auf der Heimfahrt von der Arbeit wurde ein Autofahrer mit 4,2 Promille gestoppt. Er sagte, er habe nur am Vorabend getrunken. (Quelle: NZZ, 11.11.09)

Kategorie: Allgemein, Geschichten, Schweiz, Verkehr | Keine Kommentare »

Fall Gadola: Trotz Alkohol und Kokain am Steuer nur bedingt

Donnerstag 12. November 2009 von htm

Der 23-jährige Blaufahrer, der Cindy Gadola in den Rollstuhl brachte, erhält 12 Monate bedingt. Er verursachte den Unfall unter Drogeneinfluss. (Quelle: Tages-Anzeiger, 12.11.09)

Kategorie: Allgemein, Gerichtsfälle, Schweiz, Verkehr | Keine Kommentare »

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