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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Schweiz'

CH: «Reclaim the Streets», illegale Partys und Betrunkene

Samstag 11. September 2010 von htm

Kongress der städtischen Polizeidirektoren in Zürich über heutige Herausforderungen im öffentlichen Raum.
Der öffentliche Raum in Städten birgt zunehmend Konfliktpotenzial. An einem Kongress in Zürich sind die Herausforderungen für die Polizei thematisiert worden.
Öffentliche Räume sind gerade in urbanen Gebieten wichtige Orte der Begegnung, der Kommunikation und der Kreativität. Doch in letzter Zeit häufen sich in der Bevölkerung die Klagen über ein Übermass an Freiheit – insbesondere in einer Stadt wie Zürich, die am Wochenende Tausende Nachtschwärmer anlockt. Lärmemissionen, Littering, Vandalismus, Massenbesäufnisse im öffentlichen Raum oder Gewalt im Ausgang wollen von vielen nicht mehr einfach geduldet werden. Die Polizei ist in diesem Zusammenhang immer mehr gefordert. (Quelle: NZZ, 11.9.10)

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Eine neue Internetzeitung: Journal 21. Mehrwert?

Samstag 11. September 2010 von htm

Die neue Internetzeitung verspricht journalistischen Mehrwert. Vom ehemaligen Chef der „Tagesschau“, Heiner Hug gegründet, wirken pensionierte Journalisten, welche „die Aktualität ergänzen, vertiefen, erklären und kommentieren“ wollen. Es gehe darum, „das immense brachliegende Potenzial“ ehemaliger Redakteure zu nutzen, die während Jahrzehnten als Journalisten professionell gearbeitet hätten. „Es sind Kollegen, die sehr viel wissen, gute Kontakte haben und sich an der öffentlichen Debatte weiterbeteiligen wollen.“ (Quelle: Tages-Anzeiger, 11.9.10) (Warum nicht online?) journal21.ch Kommentar: Kann man hoffen, dass diese nun das schreiben, was sie bei ihrem Verlag nicht durften? Dann könnte ja beim Alkoholproblem doch endlich eine öffentliche Debatte entstehen, die diesen Namen verdient.

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Leserbrief zum Eidg. Schwingfest in Frauenfeld

Samstag 11. September 2010 von htm

3.9.2010

Redaktion
Tages-Anzeiger
Leserforum
Zürich

Per e-mail

Leserbrief zu „Die Schwingfest-Puristen begehren auf“ 3.9.2010

Nun hat die Alkoholindustrie mit Feldschlösschen auch im Schwingerverband die Macht übernommen. Und damit hat sie einen weiteren kulturellen Bereich mit ihrer Scheinkultur erobert: Binge Drinking auf „Eidgenössisch“. Es gibt ja noch viel zu wenig Gelegenheiten, wo man sich unter Gleichgesinnten am Wochenende vollaufen und dann die Sau rauslassen kann. Aber das gehört bekanntlich zum Reifeprozess der Heranwachsenden und einige Erwachsenen finden ihre eigene Jugendzeit damit entschuldigt.

Die im Titel als Puristen geschmähten Anhänger einer andern Festform und einige andere verantwortungsbewusstere Mitbürger sehen das wahrscheinlich etwas anders. Nur haben sie nicht die Druckmittel wie die Alkoholindustrie und deren befreundete Wirtschaftskreise. Also zahlen wir „Passivtrinker“ weiterhin ungefragt ein Leben lang die unerhörten alkoholbedingten Sozialkosten und tragen mit Fassung die damit verbundene verminderte Lebensqualität. Wenn sich die schweigende Mehrheit der Nicht- oder Mässigtrinker nicht aus ihrer Lethargie bewegt und sich wehrt, wird auch das neue Alkoholgesetz keine Abhilfe schaffen.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer, Effretikon
(nicht veröffentlicht)

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CH: Der Bundesrat entschuldigt sich

Samstag 11. September 2010 von htm

Jahrelang wurden Jugendliche in der Strafanstalt Hindelbank eingesperrt, ohne straffällig geworden zu sein – angeblich zur Erziehung. Jetzt hat sich Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf bei den Opfern entschuldigt.
Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf hat sich in Hindelbank BE im Namen des Bundes bei ehemals administrativ Versorgten entschuldigt. Diese Menschen wurden als Jugendliche in Heime oder Gefängnisse gesteckt, ohne straffällig geworden zu sein.
Bis 1981 wurden in der Schweiz Jugendliche ohne gerichtliches Verfahren in Anstalten eingewiesen, wie das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) mitteilte. Als Gründe galten etwa ein «lasterhafter Lebenswandel», «Liederlichkeit» oder «Trunksucht». (Quelle: Tages-Anzeiger, 10.9.10) Kommentar: Wann entschuldigt er sich auch bei den über 100’000 Kindern und Jugendlichen in der Schweiz, die in einer alkoholbelasteten Familie aufwachsen müssen, weil die Schweizer Politik nicht für einen massiven Rückgang des Alkohokonsums sorgt? Und dies seit über 100 Jahren!

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Bericht: Club Health 2010 – 7. 9. Juni, Zürich

Freitag 10. September 2010 von htm

Der im Juni von Infodrog und Streetwork Zürich durchgeführte internationale Kongress zum Thema Nightlife war ein voller Erfolg. Mit über 200 Teilnehmenden, einer Vielzahl von interessanten Referaten und einer guten Mischung aus Forschung und Praxis wurden die neuesten Erkenntnisse im Bereich Nightlife präsentiert und diskutiert. » zu den Präsentationen der Plenarveranstaltungen
Die Sondernummer des SuchtMagazin Club Health und Nightlife in deutscher und englischer Sprache erscheint im Oktober 2010.

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Leserbrief zu „Sich betrinken verboten!“

Mittwoch 8. September 2010 von htm

3.9.2010

Redaktion
Neue Zürcher Zeitung
8001 Zürich

Per e-mail

Leserbrief zu „Sich betrinken verboten!“, vom 3.9.2010

„Mit immer neuen Verboten wächst die Unfreiheit“, schreibt Markus Spillmann. Er bezieht sich auf die vom Städteverband gewünschte gesetzliche Grundlage für lokale, begrenzte Alkoholverbote, wie sie mehrere Städte in der Schweiz und im Ausland mit gutem Erfolg eingeführt haben.

Er greift damit indirekt in die Diskussion um ein neues Alkoholgesetz ein, wie es einer Zeitung vom Format der NZZ wohl ansteht. Sie hat sich dafür immerhin fast drei Monate Zeit gelassen. Es wäre schön, wenn die Diskussion weitergehen und die NZZ auch andere als die eigene Meinung veröffentlichen würde. Zum Beispiel diese: Es ist nicht verwunderlich, dass die Städte, die am meisten von den Auswüchsen des Alkoholkonsums betroffen sind, sich nicht mehr anders als mit Verboten zu helfen wissen, weil die nationale Politik auf diesem Gebiet völlig versagt, und weil, wenn man den Entwurf des neuen Alkoholgesetzes kritisch anschaut, sich wahrscheinlich nicht viel ändern wird. Obwohl die richtigen Rezepte vorliegen.

Der Grund für das  Verdrängen dieses grössten sozialmedizinischen Problems liegt weitgehend bei der bürgerlichen Mehrheit in Parlament und Bundesrat, die immer wieder dem permanenten Druck der Alkohollobby und dem der mit ihr verlinkten Wirtschaftsverbände nachgibt. Auch die Medien unterliegen diesem Druck, sonst hätten sie schon lange dem Volk die tatsächlichen Zusammenhänge klarlegen und eine Politikänderung herbeiführen können.

Es ist leichtfertig, wenn Herr Spillmann ein Bier zu nächtlicher Stunde in Chur als Banalität im Vergleich zu schwerwiegenden Grenzverletzungen abtut und damit die ganze Alkohol-Problematik als erledigt betrachtet. Es ist auch scheinheilig zu schreiben, die Erziehungsberechtigten könnten sich quasi per Steuerzettel ihrer Erziehungsverantwortung entledigen. Dabei unterlässt er es tunlichst zu erwähnen, dass wir alle ein Leben lang ungefragt die enormen alkoholbedingten Sozialkosten per Steuerzettel und Versicherungsprämien tragen und die Einbussen an Lebensqualität ertragen. Das ist die Freiheit, die abhanden gekommen ist, seit die Alkoholindustrie und ihre Lobby die Allgemeinheit als Geisel genommen hat. Die WHO nennt uns deshalb Passivtrinker.

Ich bin immer wieder erstaunt, dass eine liberale Zeitung, die der Wirtschaft nahesteht, dieser nicht zeigt, wie sie sich selber mit ihrer alkoholfreundlichen Politik schadet. Man geht von 5% alkoholbedingten Personalkosten aus, die gespart werden könnten. Bei Abgaben an die Sozialwerke wird sogar um Promille gestritten. – Ganz abgesehen von der Möglichkeit alkoholbedingter Fehlentscheide in den Chefetagen.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
(pendent)
Nachtrag: Am 7.9.10 brachte die NZZ dazu einen Leserbrief, der voll die Thesen von Herrn Spillmann unterstützt. Unser Leserbrief wurde nicht veröffentlicht. So versteht die NZZ offenbar den öffentlichen Diskurs. Nur die eigene Meinung zählt. Ihre Leserschaft ist wahrscheinlich nicht reif genug, auch andere Meinungen gewichten zu können.

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TOP NEWS: CH: Neuartige Alkohol-Präventions-Kampagne

Dienstag 7. September 2010 von htm

Das Bundesamt für Gesundheit plant mit Partnern eine neuartige Alkoholkampagne: Die Gesellschaft sucht nach einem neuen Umgang mit dem Alkohol. Wie können wir einen genussvollen Umgang mit dem Kulturgut Alkohol praktizieren und vorleben, den Interessen von Gastronomie und Detailhandel Rechnung tragen – und gleichzeitig glaubwürdig den Exzessen und ihren Folgekosten entgegen treten? Es besteht Diskussionsbedarf! Deshalb plant das Bundesamt für Gesundheit (BAG) zusammen mit verschiedenen Trägern eine neuartige Form der Kampagnenführung, in deren Mittelpunkt der gesellschaftliche Dialog steht – das Gespräch am Tisch, die Aktion im Quartier. Als erster Schritt findet vom 21. bis 29. Mai 2011 eine Aktionswoche statt – eingebettet in ein trinationales Projekt mit Deutschland und Österreich. Infoblatt (pdf, 2S., 28Kb) mit weiteren Informationen und der Möglichkeit einen Newsletter zur kommenden Aktionswoche zu abonnieren. (Quelle: Infoset Newsletter September 2010) Kommentar: Positiv: Der gesellschaftliche Diskurs wird versucht, den die Medien verweigern. Fragwürdig: Die Rücksichtnahme auf die Alkoholwirtschaft. Mit ihr gibt es keinen Konsumrückgang. Vielleicht hat dann unsere Projekt-Idee endlich eine Chance. Leider kommt diese öffentliche Diskussion reichlich spät, wenn sie einen Einfluss auf die Revision des Alkoholgesetzes haben soll.

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CH: Berichte der Kantonsregierungen über die Verwendung des Alkoholzehntels

Dienstag 7. September 2010 von htm

Die Kantone erhalten 10 Prozent des Reinertrags aus der Besteuerung der gebrannten Wasser. Die aktuellen Zahlen sind auf der Website der Eidg. Alkoholverwaltung (EAV) zugänglich. Der Anteil der Kantone ist zur Bekämpfung des Alkoholismus, des Suchtmittel-, Betäubungsmittel- und Medikamentenmissbrauchs in ihren Ursachen und Wirkungen zu verwenden. Die Kantone erstatten dem Bundesrat jährlich Bericht über die Verwendung ihres Anteils. Der Bericht der Kantone 2006-2008 (pdf, 70S., 1.2Mb) ist online bei der EAV erhältlich. (Quelle: Infoset Newsletter September 2010)

Kategorie: Allgemein, Schweiz, Statistik, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen | Keine Kommentare »

Kanton Genf: Verkaufseinschränkungen für Alkohol wirken

Dienstag 7. September 2010 von htm

Zeitliche und örtliche Verkaufseinschränkungen für alkoholische Getränke stellen ein wirksames Instrument der Prävention dar. Dies zeigt eine Studie von Sucht Info Schweiz. Seit 2005 gilt im Kanton Genf für Läden nachts ein Alkoholverkaufsverbot, und Tankstellen sowie Videotheken dürfen generell keinen Alkohol mehr verkaufen. Die Untersuchung im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) zeigt die positiven Auswirkungen auf das Rauschtrinken Jugendlicher und junger Erwachsener. (Quelle: Pressemitteilung der Sucht Info Schweiz, 7.9.10)

Kategorie: Allgemein, Diverse, Erhältlichkeit, Jugendliche, Schweiz, TOP NEWS, Verhältnis-Präv., Vorsorge | Keine Kommentare »

Newsletter Infoset September 2010

Montag 6. September 2010 von htm

Er bringt Informationen zu allen Suchtbereichen, vor allem aus der Schweiz. Hier be-/ abbestellen

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