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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Schweiz'

CH: «Via sicura» vom Bundesrat verabschiedet

Samstag 23. Oktober 2010 von htm

Der Bundesrat hat Massnahmen für Verkehrssicherheit verabschiedet. Bürgerliche kündigen Widerstand an.
Das sind die wichtigsten Massnahmen von «Via sicura»:
Für Autofahrer:
Alkoholrestriktionen: Für bestimmte Fahrerkategorien, etwa Bus- und Lastwagenfahrer, aber auch Auto-Neulenker, soll faktisch ein totales Alkoholverbot am Steuer gelten.
Atemkontrolle: Die Blutprobe soll durch die beweissichere Atem-Alkoholkontrolle ersetzt werden.
Weniger Warnung: Kommerzielle Warnungen vor Polizeikontrollen werden verboten.
Alkohol-Wegfahrsperre: Wer wegen Alkohols den Führerausweis abgeben musste, erhält diesen nur unter einer speziellen Bedingung zurück: Er muss fünf Jahre lang ein Auto fahren, das mit einer AtemalkoholWegfahrsperre ausgerüstet ist.
Befristete Ausweise; Licht auch tagsüber; Altersschranken; Neue Strafen; Weitere Massnahmen, etc.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 21.10.10)

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CH: Jugendschutzlabel im Alkoholbereich:

Freitag 22. Oktober 2010 von htm

Das Blaue Kreuz hat ein Jugendschutz-Label geschaffen, das Verkaufsstellen auszeichnen soll, die einen besseren Jugendschutz unterstützen wollen, als dies vom Gesetz gefordert wird, d.h. Mindestalter 18 für alle alkoholischen Getränke. Die Zertifizierung erfolgt durch die SGS Société Générale de Surveillance SA in Zürich. (Quelle: Blaues Kreuz, 19.10.10) jugendschutzlabel.ch

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Leserbrief zu „Alkoholfreie Nouvelle Cuisine“ in der NZZ

Samstag 16. Oktober 2010 von htm

12.10.2010

Redaktion
Neue Zürcher Zeitung
8001 Zürich

Per e-mail
Leserbrief zu „Alkoholfreie Nouvelle Cuisine“, vom 12.10.2010 (nicht online)
Eines der oft benützten Rezepte der Alkohollobby ist es, für sie unangenehme Vorkommnisse oder Entwicklungen mit einer Glosse abzutun. Mit leichter Ironie und einem süffisanten Lächeln wird dem Leser gezeigt, dass eine Meldung auf die leichte Schulter genommen und vergessen werden darf.
Diesmal handelt es sich um das Kochbuch für die Schulküche, das nun auch im Welschland ohne Rezepte mit Alkohol auskommen soll. Dazu hier einige Fakten:

Hoffentlich deckt der Heimatkanton von Bundesrat Burkhalter die neue Politik. Es ist immer noch richtig, den Erstkonsum von Alkohol so weit wie möglich hinauszuschieben, um späteren Alkoholproblemen vorzubeugen. Alkohol in der Küche, in der Confiserie, in der Schokolade dient auch dazu, Kinder auf den Alkoholgeschmack zu bringen. Verantwortungsbewusste Haushaltlehrerinnen haben sicher schon lange ihren Schulkindern gezeigt, wie der in Rezepten vorgeschriebene Alkohol gleichwertig mit Fruchtsäften ersetzt werden kann. Dass die Alkoholindustrie mittels Alcopops den Kindern und vor allem den Mädchen Alkohol geniessbar gemacht hat, ist ein anderes trauriges Kapitel. Ebenso, dass man immer wieder Mühe hat, in Läden und Gaststätten (auch in der Migros) Pralinen, Vermicelles oder Torten ohne Alkohol zu finden.

Der Glossenschreiber findet alles (Alkohol in der Kochschule, in der Kirche) halb so schlimm, “nicht päpstlicher sein als der Papst”. Das ist auch ein Weg, sich um objektive Berichterstattung zu drücken. Von Qualitäts-Journalismus mit Recherche ganz zu schweigen.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
(gekürzt umgeschrieben, veröffentlicht am 16.10.10)
(siehe auch den Artikel der Basler Zeitung.)

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Kanton Zürich: Regierungsrat will Sonntagsverkäufe zulassen – für die Kleinen

Freitag 15. Oktober 2010 von htm

Künftig soll nicht mehr das Sortiment, sondern nur noch die Grösse der Verkaufsfläche massgebend sein. Die Regierung hat nun beim Bund angeregt, die Verordnung zum Arbeitsgesetz entsprechend zu ändern.
Nach Ansicht des Regierungsrates soll der Passus, der vorschreibt, dass das Sortiment am Sonntag «überwiegend auf die spezifischen Bedürfnisse der Reisenden ausgerichtet ist», aus der Verordnung gestrichen werden.
Dafür soll in der Verordnung eine Beschränkung der Verkaufsfläche von höchstens 200 Quadratmeter festgelegt werden. Dies geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Stellungnahme zu einem dringlichen Postulat von SVP und FDP hervor. (Quelle: Tages-Anzeiger, 15.10.10) Antwort des Regierungsrates Kommentar: Die Frage des Alkoholverkaufs ist dabei kein Thema. Müsste es aber sein.

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Studie: Dank Gespräch weniger Alkohol

Donnerstag 14. Oktober 2010 von htm

Ein kurzes Gespräch reicht und Junge schrauben ihren Alkohol-Konsum deutlich zurück, so eine neue Studie. Jetzt fordern Eltern, Lehrer zu Suchtexperten auszubilden. (Quelle: Google Alkohol News, 14.10.10) 20min.ch, 12.10.10

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Winterthur nach dem Wochenende

Mittwoch 13. Oktober 2010 von htm

Kommentar: Gleich mehrere Meldungen im Zusammenhang mit dem Ausgehverhalten machen klar, dass alkoholbedingte Gewalt zum Wochenende dazugehört: Messerstecherei vor einem Nachtklub. Stich in den Bauch. Täter verhaftet. 16-Jähriger am Bahnhofplatz ohne Anlass niedergeschlagen. Mindestens Nasenbeinbruch. Opfer im Spital. 3 Personen zwischen 14 und 16 Jahren wurden festgenommen. Sie sind nicht geständig. Die Beizer würden die Vorkommnisse gelassen nehmen. Andernorts gäbe es auch Zwischenfälle. Vielleicht es es der Vollmond gewesen!
Dazu passt, dass am Samstag bei 10 Testkäufen in 6 Lokalen und einem Kiosk Alkohol an Jugendliche verkauft wurde. Diese „Erfolgsreihe“ in kurzer Zeit, 70%, 60%, 70%, ist offensichtlich das Ergebnis einer largen Praxis der Winterthurer Behörden, die wahrscheinlich immer noch von der „Haldengut-Brauerei-Tradition behindert sind, effektiv vorzugehen und die Bevölkerung vor sich selber und vor den Interessen der Alkoholindustrie zu schützen. Jetzt will die Polizei ihre Einsätze mehr auf die Nacht verlegen. Darunter hat dann die Sicherheit am Tag zu leiden. (Quellen: Tages-Anzeiger, 12.10.10, Der Landbote, 13.10.10)

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CH: Welsche Schulküche verzichtet auf Alkohol

Dienstag 12. Oktober 2010 von htm

Das Schulkochbuch der Westschweiz wird angepasst. In der neusten Auflage fehlen Rezepte, die mit Alkohol gekocht werden. Den Weinbauern gefällt das gar nicht. (Quelle: Google Alkohol News, 12.10.10) bazonline.ch, 11.10.10 Kommentar: Hoffentlich deckt der Heimatkanton von Bundesrat Burkhalter die neue Politik. Es ist immer noch richtig, den Erstkonsum von Alkohol so weit wie möglich hinauszuschieben, um späteren Alkoholproblemen vorzubeugen. Alkohol in der Küche, in der Confiserie, in der Schokolade dient auch dazu, Kinder auf den Alkoholgeschmack zu bringen. Verantwortungsbewusste Haushaltlehrerinnen haben sicher schon lange ihren Schulkindern gezeigt, wie der in Rezepten vorgeschriebene Alkohol gleichwertig mit Fruchtsäften ersetzt werden kann. Dass die Alkoholindustrie mittels Alcopops den Kindern und vor allem den Mädchen Alkohol geniessbar gemacht hat, ist ein anderes trauriges Kapitel. Ebenso, dass man immer wieder Mühe hat, in Läden und Gaststätten (auch in der Migros) Pralinen, Vermicelles oder Torten ohne Alkohol zu finden. (Die NZZ reagierte auf diese Meldung mit einer Glosse im Sinne von: Alles (Alkohol in der Kochschule, in der Kirche) halb so schlimm, „nicht päpstlicher sein als der Papst“.) Siehe auch unsern Leserbrief an die NZZ vom 12.10.10.

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Notwendige Unterstützung bei Alkoholproblemen

Montag 11. Oktober 2010 von htm

Mit einer nationalen Kampagne am Postschalter macht Sucht Info Schweiz eine breite Öffentlichkeit auf alkoholbedingte Risiken aufmerksam. Sie zeigt, wo sich der Alkohol negativ auswirkt und was die Prävention leisten kann. Ab heute erhält die Kundschaft in mittelgrossen Postzentren eine Parkscheibe mit Flyer. (Quelle: Pressemitteilung Sucht Info Schweiz, 11.10.10)

Kategorie: Allgemein, Rehabilitation, Schweiz, Verhaltens-Präv., Veröffentlichungen | Keine Kommentare »

Zitat: Die Versicherten als Spielball der Lobbyisten

Samstag 9. Oktober 2010 von htm

Aus dem Interview mit dem CEO der Comparis.ch AG, Richard Eisler: „Frage: Wann bereitet Ihnen Ihre Berufstätigkeit Bauchschmerzen?“
R. Eisler: „Wir vertreten die Interessen der Versicherten, doch die haben in der Politik keine Lobby. Das stört mich, weil die Versicherten so zum wehrlosen Spielball von Lobbyisten werden.“ (Quelle: NZZ, 9.10.10, nicht online)
Kommentar: Die WHO hat uns im Vorfeld ihrer Resolution im Mai zur globalen Alkohol-Strategie als Passivtrinker bezeichnet. Wir zahlen ungefragt ein Leben lang die horrenden alkoholbedingten Sozialkosten in den Versicherungs- und Krankenkassenprämien und Steuern. Die Alkohollobby verhindert eine Verbesserung der Lage. Es freut uns, dass die Comparis.ch AG den Durchblick hat. Vielleicht kommen gelegentlich auch noch andere darauf.

Kategorie: Advent-Aufruf, Alkoholindustrie, Allgemein, Medien, Passivtrinker, Politik, Schweiz, Sozialkosten, Weltgesundheits-Org., WHO globale Alkohol-Strategie, Wirtschaft, Zitate | Keine Kommentare »

CH: BAKOM büsst SRG wegen verbotener Werbung

Samstag 9. Oktober 2010 von htm

Das BAKOM fordert von der SRG 160’000 Franken Werbeeinnahmen ein. Grund: Illegale Spots für einen Weinversand. Die SRG hat noch nicht entschieden, ob sie dagegen rekuriert. (Quelle: Tages-Anzeiger, 9.10.10, nicht online) Kommentar: Daraus kann man erahnen, welchen Wert damals die von uns erfolglos beklagte, von uns als TV-Schleichwerbung empfundene mehrfache „Information“ über einen neuen Wein-Internet-Handel gehabt haben musste.

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