Freitag 20. November 2009 von htm
Russland legt erstmals einen staatlichen Mindestpreis für Wodka fest. 89 Rubel, 2 Euro für eine 0,5-Liter-Flasche. Ärzte befürchten nun, dass die Russen sich wieder vermehrt mit Industrie-Alkohol, Frostschutzmitteln oder anderen Ersatzstoffen betrinken. In Russland ist die Hälfte der Todesfälle bei Männern von 15 bis 54 Jahren auf exzessiven Alkoholkonsums zurückzuführen. Die Standardflasche des russischen Nationalgetränks kostet vom 1. Januar an 89 Rubel. Darauf einigte sich eine Regierungskommission als Kampfansage gegen Panscher und Schwarzbrenner, wie Medien in Moskau berichteten. Dieses übliche Wodka-Maß ist mitunter schon für 65 Rubel zu haben. Etwa 60 Prozent der Wodka-Produktion werden in 0,5-Liter-Flaschen abgefüllt. (Quelle: Google Alkohol Alert, 19.11.09) n-tv.de, 19.11.09
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Freitag 20. November 2009 von htm
Die Bundesregierung hat eine neue Drogenbeauftragte berufen: Mechthild Dyckmans von der FDP. Vor allem einer unter Jugendlichen weit verbreiteten Droge sagt die ehemalige Richterin den Kampf an.
Die FDP-Bundestagsabgeordnete Mechthild Dyckmans ist neue Drogenbeauftragte der Bundesregierung. Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) berief die 58-Jährige am Donnerstag in ihr neues Amt.
Sie soll die Drogen- und Suchtpolitik der Bundesregierung koordinieren und in der Öffentlichkeit vertreten. Als vorrangiges Ziel bezeichnete Dyckmans es, den Alkoholkonsum bei Jugendlichen zu reduzieren. (Quelle: Google Alkohol Alert, 19.11.09) netzeitung.de, 19.11.09 Kommentar: Da die Bürgerlichen jetzt in der Regierung unter sich sind, brauchen sie sich ja nicht mehr nach links abzugrenzen. Vielleicht mögen sie ihrer Drogenbeauftragten ab und zu einen kleinen Erfolg gönnen? Unsere guten Wünsche hat sie.
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Freitag 20. November 2009 von htm
Das Parlament des US Bundesstaates New York hat ein Gesetz verabschiedet, das Alkohol am Steuer als Verbrechen behandelt, wenn ein oder mehrere Kinder unter 16 Jahren im Auto sitzen. Erstmals wegen Alkohol am Steuer Verurteilte müssen ein Alkohol-Zündschloss einbauen, um Wiederholungen vorzubeugen. Gegenwärtig behandelt nur Arizona das alkoholisierte Fahren mit Kindern als Verbrechen, etwa ein Dutzend Staaten schreiben das Zündschloss vor, das ein Starten des Motors verhindert, wenn ein Alkohol-Atemtest ein positives Ergebnis liefert. New Yorker, die wegen Alkohol am Steuer, als Verbrechen taxiert, angeklagt sind, müssen nach dem neuen Gesetz mit bis zu vier Jahren Gefängnis rechnen. (Quelle: Join Together, 19.11.09)
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Donnerstag 19. November 2009 von htm
In den letzten 20 Jahren erfuhr die Russische Föderation einen bis dato in Friedenszeiten noch nie dagewesenen Rückgang der Bevölkerung. Von 1987 bis 1994 stieg die Sterblichkeit von 1,5 Mio. auf 2,3 Mio. jährlich an. Seit 1992 überstieg die jährliche Mortalität bei weitem die Anzahl an Neugeborenen, was zu einem natürlichen Rückgang der Bevölkerung führte. Erst dieses Jahr konnte dieser Trend umgekehrt werden und die Anzahl der Neugeborenen überstieg leicht die Anzahl der Todesfälle. (Quelle: Google Alkohol Alert, 18.11.09) bertjensen.ch, 18.11.09
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Donnerstag 19. November 2009 von htm
Online-Kommentar zu: „Volkserzieherin“ Sabine Bätzing tritt ab in WELT ONLINE am 18.11.09 Kontrabass:
Jeder, der einmal ein Bier gekippt hat, fühlt sich als Fachmann der Alkoholpolitik und in seiner Freiheit eingeschränkt, wenn nur schon von konsumsenkenden Massnahmen gesprochen wird. Er bezieht seine Informationen von Gleichgesinnten und viele Medien bestärken ihn durch falsche oder unvollständige Beiträge, statt der Gesellschaft ein Diskussionsforum zu bieten, das sie weiterbringt.
Etwas nüchtern betrachtet sollte jeder einsehen, egal ob und wie viel er trinkt, dass er ein Passivtrinker ist, der durch die jahrzehntelangen Bemühungen der Alkohol- und Werbeindustrie dazu gebracht wird, ein Leben lang ungefragt Zehntausende an die alkoholbedingten Sozialkosten zu bezahlen und klaglos die eingeschränkte Lebensqualität hinzunehmen. Er ist sogar so blöd, die Alkoholindustrie zu verteidigen. Diese Sozialkosten sind übrigens mindestens zehnmal so hoch wie die auf Alkohol erhobenen Steuern.
Eine Frau Bätzing und jede Nachfolgerin hat einen unmöglichen Job, so lange die Regierung nicht hinter ihr steht und ihre Bemühungen sabotiert. Und die Regierung hat so lange Angst vor den Wählern, etwas Sinnvolles auf diesem Gebiet durchzuziehen, so lange sie nicht mit der Unterstützung des Volkes rechnen kann. Und dieses schlecht informierte Volk bringt diese Unterstützung nicht, weil – siehe oben. Dabei hätten die nicht oder wenig Konsumierenden vielleicht sogar die Mehrheit und könnten die Alkoholpolitik anders bestimmen. Jetzt dienen sie nur der Alkoholindustrie und schaden sich selber.
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Samstag 14. November 2009 von htm
Hermann T. Meyer
Lindenstr. 32
8307 Effretikon
10.11.2009
Redaktion der
Neuen Zürcher Zeitung
Briefe an die NZZ
8021 Zürich
Per e-mail redaktion@nzz.ch
Leserbrief zu „Bier und Spiele“ am 10.11.09 in der Neuen Zürcher Zeitung
Der Kantonsrat, der gestern die Motion für ein Alkoholausschank-Verbot bei Hochrisikospielen abgelehnt hat, verweigerte damit der Stadt Zürich ihren Wunsch nach einer gesetzlichen Grundlage, die es ihr ermöglicht hätte, eine solche Präventivmassnahme bei Bedarf zu ergreifen. Die Massnahme war klar als Mosaikstein in einem Paket von nötigen Schritten deklariert. Der Gruppendruck, der unter Leitung des Chefs der Wirte ausgeübt wurde, war offenbar so gross, dass ihm auch die SP unterlag, die sonst Alkoholprävention unterstützt. Damit desavouierte sie sogar ihre Zürcher Polizeivorsteherin.
Die Verhältnismässigkeit wurde ad absurdum geführt: Um einige wenige Wirte, die angeblich nicht zu den Profiteuren der Hooligans gehören, zu schützen, müssen alle Steuerzahler weiterhin ungefragt 200’000 – 300’000 Franken je Hochrisikospiel bezahlen. Wenn die Grünliberalen argumentieren, die Verantwortung liege nicht bei der Allgemeinheit, sondern bei Veranstaltern, Besuchern und Stadionbetreibern, ist das an sich richtig, aber die Ablehnung bewirkt genau das Gegenteil, die Verantwortung bleibt bei der Allgemeinheit, sie zahlt weiterhin, die Alkoholindustrie kassiert und lacht sich ins Fäustchen. Die Stadt müsste die ablehnenden Kantonsräte wegen unterlassener Hilfeleistung verklagen. Dass Alkoholkonsum nicht nur ein Symptom bei Gewaltausübung ist, sondern eine Mitursache, beweisen die verschiedenen Sportanlässe, die dank einem solchen Teilverbot friedlich über die Bühne gingen und keine verletzten Polizisten hinterliessen.
Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
(am 14.11.09 ohne Kürzung, mit kleiner redaktioneller Änderung, veröffentlicht)
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Mittwoch 11. November 2009 von htm
Wintersession des Schweizer Parlaments Kommentar: Es scheint keine alkoholpolitischen Themen zu geben.
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Dienstag 10. November 2009 von htm
Der Zürcher Kantonsrat will den Alkoholausschank bei Grossanlässen nicht verbieten. Er lehnte eine Motion von EVP und CVP am Montag mit 111 zu 50 Stimmen deutlich ab. Diese wollten mit einer Gesetzesänderung vor allem Gewaltausschreitungen nach Fussballspielen verhindern. Im Mai 2007 hatte die Zürcher Stadtpolizei auf Initiative der Stadt und der Sportverbände ein solches Verbot ausgesprochen, die Volkswirtschaftdirektion hatte dieses wegen mangelnder Rechtsgrundlage wieder aufgehoben. (Quelle: NZZ, 9.11.09) Online-Kommentar: Damit hat der Kanton der ungeliebten Stadt wieder einmal eins auswischen können. Die vorgebrachten Gegenargumente waren allesamt nicht stichhaltig. Besonders unfassbar ist die unheilige Allianz der SP mit der Gegnerschaft. Die Interessen von ein paar Wirten im Umkreis der Stadien wiegen mehr als jene der Steuerzahler, die pro Hochrisikospiel 200’000 – 300’000 Franken ungefragt bezahlen dürfen. (Leserbrief pendent)
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Samstag 7. November 2009 von htm
Karneval ohne Alkohol? Viele meinen: Das geht nicht. Die Stadt Köln meint: Jeht schon! Sie prüft vor dem Auftakt der Karnevalssession am kommenden Mittwoch ein Verbot von Hochprozentigem. (Quelle: Google Alkohol Alert, 6.11.09) heute.de, 6.11.09
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Freitag 6. November 2009 von htm
22.10.2009
Tages-Anzeiger
Redaktion Leserforum
8021 Zürich
Per E-Mail
Leserbrief zu „20 Jahre Stiller Has“ , Interview im Tages-Anzeiger vom 22.10.09
Endo Anaconda verausgabt sich nicht nur am Mikrofon, er produziert auch ziemlich dumme Sprüche, die ihn nicht gerade stark von den von ihm apostrophierten Spiessern unterscheiden lassen. Lieber sollen sich die Leute für ihre Ekstase zudröhnen, als dies bei einer Freikirche zu suchen. Warum denn? Diese fühlen sich jedenfalls auch nachher besser und schädigen nicht ihre Gesundheit und die Gesellschaft. Er hat noch nicht gemerkt, dass wir alle Passiv-Trinker sind, die es sehr wohl etwas angeht, wenn sich jemand zudröhnt, sei es nun mit Whiskey, Absinth oder Heroin. Denn wir alle zahlen die Zeche über Steuern, Versicherungs- und Krankenkassenprämien, durch Gewalt in den Familien, in der Öffentlichkeit, in den Bahnen, im Sportumfeld, im Strassenverkehr, im Zusammenhang mit Sexualität, usw. Der Staat müsste im Auftrag der Bürgerinnen und Bürger handeln. Er versucht es, leider mit geringem Erfolg, weil die Mehrheit der Parlamentarier und des Bundesrates, die Wirtschaftsverbände, die Werbebranche und die Medien das Volk für dumm verkaufen, nicht informieren, die Gesundheitskosten nicht senken wollen, wo es gut möglich wäre und warten, bis die EU uns vielleicht einmal zu unserem Glück zwingt. Anteil am Misslingen der Prävention haben allerdings auch alle jene angeblich liberalen Freiheitskämpfer, die sofort vom Verbotsstaat reden, wenn ein schüchterner Versuch in die richtige Richtung getan werden sollte und übersehen, dass ihre Lust an der Eigenzerstörung (sie nennen das Eigenverantwortung) sehr wohl die ganze Gesellschaft angeht. Die Alkoholindustrie, die auch Endo Anaconda den Geist vernebelt, profitiert weiter, und kompensiert eventuelle Verluste in Europa bereits in den Schwellen- und Entwicklungsländern, wo sie den Erfolg unserer Entwicklungshilfe reduziert.
Zur Kostenexplosion im Gesundheitswesen hat sich in der gleichen Ausgabe eine Zürcher Fachärztin äussern dürfen. Sie meint, wir müssten die Mechanismen im Gesundheitswesen hinterfragen und unsererseits gut informiert werden. Sie ist skeptisch, dass es eine Besserung geben werde. Wenn alles bleibt, wie oben beschrieben, hat sie sicher recht. Andererseits könnten gerade die Ärzte die Informationsblockade aufbrechen, wie es in England geschieht. Das würde auch den Druck auf ihren Stand abbauen und der Volksgesundheit sehr dienen, der sie sich ja verschrieben haben.
Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
(nicht erschienen)
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