Samstag 9. April 2011 von htm
Die Ursache für die Atherosklerose wird heute entweder in den Genen oder in einer ungesunden Lebensweise vermutet. Nach den Experimenten von US-Forschern in Nature (2011; 472: 57-63) könnte es noch einen weiteren Faktor geben.
Die Gruppe um Stanley Hazen Cleveland Clinic vermutet, dass die Darmflora das Risiko beeinflusst. Seine Gruppe hat herausgefunden, dass einige Darmbakterien drei Stoffwechselprodukte freisetzen, die von der Darmwand resorbiert werden und in den Gefäßwänden die Entwicklung von atherosklerotischen Plaques fördern sollen. (Quelle: aerzteblatt.de, 7.4.11) Kommentar: Auch wenn die Beweisführung noch unvollkommen ist, zeigt dies doch einmal mehr, wie problematisch die Untersuchungen mit Alkohol als angeblich gesundheitlich positivem Faktor bei Herzerkrankungen sind.
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Samstag 19. März 2011 von htm
Alkohol sollte nicht regelmäßig, sondern nur gelegentlich genossen werden. Anderenfalls kann sich das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs erhöhen. Das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs wird durch Alkoholkonsum offenbar tatsächlich gesteigert. Schon lang ist dieser Zusammenhang vermutet worden, den nun eine über 24 Jahre laufende US-Studie belegt hat. Wie die Experten im Fachmagazin „Archives of Internal Medicine“ berichten, steigt die Gefährdung bei Personen, die über mehrere Jahre hinweg täglich drei oder mehr alkoholische Getränke zu sich nehmen. Dabei bedeutet eine Portion eine Alkoholmenge von 14 Gramm, was beispielsweise rund 330 Milliliter Bier entspricht. (Quelle: Google Alkohol News, 18.3.11) business-panorama.de, 18.3.11
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Sonntag 13. März 2011 von htm
05.448 Parlamentarische Initiative Heim Bea. Wissensbasierte Steuerung der Gesundheitspolitik
Einreichungsdatum 07.10.05(!) (Amtliches Bulletin, 8.3.11) Kommentar: Studien dürfen nichts kosten. Auf nicht vorhandene Studien muss man auch keine Rücksicht nehmen, dann kann man noch leichter „politische“ Entscheide fällen.
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Donnerstag 10. März 2011 von htm
Montreal – Während Autoren in randomisierten klinischen Studien heute ihre finanziellen Beziehungen zur Pharmaindustrie offen legen müssen, gehen diese Hinweise in Meta-Analysen oft verloren, wie eine Analyse im US-amerikanischen Ärzteblatt JAMA (2011; 305: 1008-1017) zeigt.
Für die randomisierten Studien selbst gibt es mittlerweile Standards, die eine Transparenz gewährleisten. Die „Preferred Reporting Items for Systematic Reviews and Meta-Analyses“ oder PRISMA fordern auch von den Autoren von Meta-Analysen, ihre eigenen Interessenkonflikte offen zu legen.
Sie müssen in den Meta-Analysen jedoch die Interessenkonflikte der randomisierten Studien nicht referieren. Es wundert deshalb nicht, dass nur 2 von 29 Meta-Analysen, die Michelle Roseman von der McGill University in Montreal überprüft hat, diesbezügliche Angaben machten, obwohl zwei Drittel der in den Meta-Analysen bewerteten Studien industriegesponsert waren. (Quelle: aerzteblatt.de, 09.03.11) unser Online-Kommentar: Die letzte kanadische Meta-Analyse über 84 ausgewählte Studien zu Alkohol und Herzkrankheiten lässt auch aus obigen Gründen zusätzliche grosse Zweifel aufkommen.
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Montag 28. Februar 2011 von htm
Nur geringe Mengen von Alkohol fördern die Gesundheit, bestätigt eine Metaanalyse von Forschern aus den USA und Kanada. Ausgewertet wurden über 4000 Studien zum Thema aus den Jahren 1950 bis 2009. Danach war das Sterberisiko nur bei einem täglichen Konsum von 2,5 bis 14,9 g Alkohol im Vergleich zu kompletter Abstinenz verringert (0,3 l Bier enthalten 12 g Alkohol) (BMJ online). (Quelle: Google Alkohol News, 27.02.11) aerztezeitung.de, 24.2.11 Kommentar: Ausgewertet wurden gut 80 Studien. Obwohl bis 14.9 g Alkohol pro Tag ein verringertes Sterberisiko gefunden wurde, empfehlen sie für Männer bis 2 Drinks pro Tag, d.h. 25 g Alkohol. Die Zahl der einbezogenen lebenslangen Abstinenten wird nicht angegeben. Es wird auch nicht erwähnt, wie sie erfasst wurde. Ob die Vergleichsbasis nicht zu schmal ist? Es ist auch nicht ersichtlich, ob die erreichten Lebensjahre bis zum Tod ausgewertet wurden. Dies dürfte eine grosse Rolle spielen. Die Überschrift ist irreführend. Es dürfte nicht von „gesund“ gesprochen werden, wenn man weiss, dass schon kleine Mengen Alkohol krebsfördernd sind.
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Freitag 25. Februar 2011 von htm
Ein beträchtlicher Teil aller Herzinfarkte wird durch verschmutzte Luft ausgelöst. Zu diesen Schluss kommt eine Studie mit Basler Beteiligung. Luftverschmutzung und Verkehr sind als Auslöser ebenso wichtig wie Alkohol oder körperliche Überanstrengung.
Die Forscher am Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Institut, das der Universität Basel angeschlossen ist, verglichen gemeinsam mit Kollegen aus Belgien verschiedene bekannte Auslöser von Herzinfarkten. Sie werteten dazu Daten von 36 verschiedenen Studien aus, wie sie im Fachmagazin „Lancet“ berichten.
Auslösefaktoren sind quasi der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Sie führen dazu, dass sich von Blutgefässen Verkalkungen lösen, die sich dort über Jahre angesammelt haben. Der gelöste Belag legt darauf die Blutversorgung des Herzens lahm, wie die Uni Basel am Donnerstag mitteilte.
Wer Kokain konsumiert, erhöht sein Herzinfarktrisiko um das 23-Fache. Alkohol steigert die Gefahr um das 3-Fache, Kaffee um das 1,5-Fache. Dagegen nimmt sich das individuelle Risiko durch die Luftverschmutzung bescheiden aus: Es steigt bei einer Erhöhung der Verschmutzung um 30 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft nur um 5 Prozent. (Quelle: Google Alkohol News, 24.02.11) bielertagblatt.ch, 24.02.11 siehe auch aerzteblatt.de, 25.2.11 Kommentar: Wie sind wohl im Vergleich die immer wieder auftauchenden Studien zu verstehen, die behaupten, Alkohol sei vorbeugend für Herzkrankheiten? Die Dosierung wird hier nicht angesprochen. Luftverschmutzung, Kiffen, Kaffee, Sex, körperliche Überanstrengung oder Kokain wurden bei den bisherigen alkoholpositiven Studien kaum als auszuschliessende Risikofaktoren behandelt. Noch mehr mögliche Fehlerquellen.
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Donnerstag 24. Februar 2011 von htm
Calgary – Die kardioprotektive Wirkung eines mäßigen Alkoholkonsums wird in einer Meta-Analyse im Britischen Ärzteblatt (BMJ 2011; 342: d636) auf einen Anstieg des HDL-Cholesterins und auf andere Laborparameter zurückgeführt. Eine weitere Meta-Analyse (BMJ 2011; 342: d671) enthält aktuelle Berechnungen zum Ausmaß der protektiven Wirkung.
Die Schutzwirkung eines mäßigen Alkoholkonsums ist niemals in einer randomisierten klinischen Studien untersucht worden. Brauereien und Weinkelterer dürfen deshalb nicht mit gesundheitlichen Vorzügen ihrer Getränke werben. Es wird sie auf absehbare Zeit auch nicht in der Apotheke auf Rezept geben, obwohl bekanntlich nicht wenige Medikamente Alkohol enthalten, wenn auch nicht als Wirkstoff. (Sondern als Lösungsmittel (htm)) (Quelle: aerzteblatt.de, 23.02.11) unser Online-Kommentar: Bisher hiess es immer, Resveratrol sei die Wirksubstanz, welche die positiven Ergebnisse bringe. Nun ist es plötzlich der Alkohol. Hat es die Alkoholindustrie durchgesetzt, dass jetzt wieder alle Alkoholika am positiven Ergebnis beteiligt sein dürfen? Die grosse Zahl der miteinbezogenen Untersuchungen erinnert einen an die Meta-Analyse von Kaye Fillmore, die bei den meisten Studien nachgewiesen hatte, dass sie nicht sauber waren.
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Donnerstag 17. Februar 2011 von htm
Alkohol als Einschlafhilfe zu nutzen, ist eine schlechte Idee: Zwar kommt der Schlaf schneller, doch über die Nacht drohen unfreiwillige Wachphasen. Wie Forscher jetzt ermittelt haben, trifft der Effekt Frauen besonders stark.
Nach einem Trinkgelage schlafen Frauen deutlich schlechter als Männer, haben US-Forscher entdeckt. Ein Rausch vertieft zwar anfangs den Schlaf und erleichtert das Einschlafen. In der zweiten Hälfte der Schlafphase ist die Schlafqualität allerdings beeinträchtigt, wobei Frauen den Ergebnissen zufolge häufiger unter Wachphasen und einer insgesamt schlechteren Schlafqualität leiden als Männer. Die Ursache sei vermutlich die unterschiedliche Art, wie der Stoffwechsel der beiden Geschlechter den Alkohol abbaue, spekulieren die Wissenschaftler im Fachmagazin „Alcoholism: Clinical & Experimental Research“. (Quelle: spiegel.de, 16.02.11)
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Samstag 5. Februar 2011 von htm
Diabetiker der Typen 1 und 2 müssen neben den zuckerhaltigen Produkten auch bei den Genuss von Alkohol sehr vorsichtig sein. Eine mögliche Folge des Alkoholkonsums ist Unterzuckerung (Hypoglykämie), welche im schlimmsten Fall lebensbedrohlich sein kann. (Quelle: Google Alkohol News, 3.2.11) gesundheitsspiegel.de, 3.2.11
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Montag 24. Januar 2011 von htm
Alkohol als Suchtmittel: Trinke ich zu viel?
Bei der Telefonaktion zum Thema Alkohol gaben drei Fachleute den Anrufern Ratschläge zum Umgang mit der Sucht. Das Interesse war groß.
Um Punkt 10 Uhr begannen die Telefone zu klingeln. Bei der Abendblatt-Aktion am vergangenen Freitag gab es keine ruhige Minute für die Experten Dr. Jens Reimer, Leiter des Arbeitsbereiches Sucht am UKE, Dr. Georg Poppele, Chefarzt für Innere Medizin am Ev. Krankenhaus Alsterdorf, und Dr. Klaus Behrendt, Chefarzt für Suchterkrankungen an der Asklepios-Klinik Nord Ochsenzoll. Drei Stunden lang berieten sie die zahlreichen Anrufer, die sich mit den unterschiedlichsten Sorgen und Problemen an die Fachleute wandten. Ihre wichtigsten Fragen und Antworten der Ärzte haben wir hier für Sie zusammengefasst. Quelle: abendblatt.de, 24.1.11)
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