Samstag 21. November 2009 von htm
Eine spanische Studie suggeriert, dass das Infarktrisiko mit zunehmendem Alkoholgenuss sinkt. Aus dem spanischen Navarra, einem der wunderbarsten und ältesten Weinanbaugebiete der Welt, kommt eine neue medizinische Erkenntnis, die die Fachwelt kaum glauben kann: Alkohol, genossen in beträchtlichen Mengen, ist gesund. Nicht für den ganzen Körper, aber immerhin doch fürs Herz. Acht Flaschen Wein, 28 große Gläser Bier oder mehrere Dutzend Schnapsgläser Wodka pro Woche wirkten sich günstig aus auf das Herz-Kreislauf-System, das habe die ausführliche Analyse der Trinkgewohnheiten von mehreren Zehntausend Spaniern ergeben, schreiben die Mediziner im britischen Fachmagazin „Hearts“. (Quelle: Google Alkohol Alert, 20.11.09) WELT ONLINE, 20.11.09 Kommentar: Schwachsinn! Die „Studie“ widerspricht sogar den bisherigen Studien mit positiven Aussagen zur Gesundheit. – Die möglicherweise genaus so falsch sind, nur nicht so dick aufgetragen.
Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Medizin |
Keine Kommentare »
Mittwoch 18. November 2009 von htm
Online-Kommentar zu Studien „Alkohol – in Maßen gesund?“ im Bayerischen Rundfunk am 16.11.09.
Ihr Artikel über gesunden Alkohol ist leider nicht über alle Zweifel erhaben. Vor allem verschweigen Sie die gesundheitsschädlichen Aspekte auch bei geringem Konsum, die gerade in letzter Zeit durch Studien belegt sind. Auch dass andere Aspekte zu den positven Ergebnissen geführt haben können, erwähnen Sie nicht. Z.B. dass mässige Weintrinker an sich meistens gesünder leben, z.B. weil sie es sich leisten können und deshalb ein besseres Risiko darstellen als Abstinente. Dann kommt die ganze Problematik der Abstinenten, die oft wissentlich oder unwissentlich in unsachgemässer Weise als Vergleichsgruppe herhalten mussten, obwohl sie ein derart heterogenes Gebilde darstellen, dass sie in keiner Weise als Vergleichsgruppe geeignet sind. Nur lebenslange Abstinenten ohne gesundheitliche Altlasten als Diabetiker, Alkoholiker, Übergewichtige usw. dürften als Vergleich herangezogen werden. Doch sind diese in der erforderlichen Menge in den wenigsten Ländern aufzutreiben. (Studie von Kaye Fillmore, Kalifornien) Dazu kommt, dass Studien, die von einer Industrie finanziert sind, meist im Ergebnis den Wünschen des Auftraggebers entsprechen. Auch legen die Forscher oft die Erhebungsstrukturen nicht offen, so dass eine wirkliche Überprüfung nicht möglich ist.
Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
Kategorie: Allgemein, Gesundheit, Internationales, Leserbriefe, Medizin, Reklame, Statistik |
Keine Kommentare »
Mittwoch 11. November 2009 von htm
Die Erfolgsquote bei Lebendgeburten durch in-vitro-Befruchtung fiel um 26%, wenn einer der Sexpartner vier oder mehr alkoholische Drinks pro Woche konsumierte, gemäss einer neuen Studie. Das Time Magazin berichtete am 27. Oktober, dass in einer Studie mit mehr als 2500 Paaren, die eine in-vitro-Befruchtung versuchten, der Erfolg um 16% zurückging, wenn die Frauen tranken und 14%, wenn die Männer tranken. Wein beeinträchtigte den Erfolg bei Frauen am meisten, während bei den Männern Bier den grössten negativen Einfluss hatte. (Quelle: Join Together, 10.11.09)
Kategorie: Allgemein, Diverse, Internationales, Medizin |
Keine Kommentare »
Dienstag 10. November 2009 von htm
Eine Studie mit Fruchtfliegen findet, dass starker Alkoholkonsum einen genetischen Prozess auslöst, der die Alkohol-Toleranz erhöht, aber auch den Körper vom Alkoholabbau umschaltet auf Fettbildung in der Leber — den Aufbau der tödlichen Leber-Zirrhose. Forscher der North Carolina State University sagten, die Ergebnisse könnten Auswirkungen für menschliche Trinker haben: Die Gene, die der Fruchtfliege helfen, den Alkoholkonsum zu verarbeiten, haben ein Gegenstück im menschlichen ME1 Gen, das bekannt dafür ist, im Zusammenhang mit Alkoholgebrauch zu stehen. (Quelle: Join Together, 9.11.09)
Study Explores Action of Alcohol-Related Metabolic ‚Switch‘
Kategorie: Abhängigkeit, Allgemein, Diverse, Internationales, Medizin |
Keine Kommentare »
Freitag 6. November 2009 von htm
Etwa sechs Jugendliche oder junge Erwachsene zwischen 10 und 23 Jahren landen täglich auf der Notfallstation, weil sie zuviel Alkohol getrunken haben. Die Diagnose Alkoholvergiftung nahm in den letzten Jahren stark zu, vor allem bei Mädchen und jungen Frauen. Die Dunkelziffer ist hoch, weil nur Spitaleintritte berücksichtigt sind. (Quelle: Google Alkohol Alert, 5.11.09) nachrichten.ch, 5.11.09 Berner Zeitung, 6.11.09 (mit unserem Online-Kommentar) SFA-Medienmitteilung, 5.11.09
Kategorie: Allgemein, Jugend, Jugendliche, Konsumhaltung, Medizin, Schweiz, Statistik, Veröffentlichungen |
Keine Kommentare »
Donnerstag 5. November 2009 von htm
Forscher des Rush University Medical Center haben entdeckt, wie Alkohol reguläre Krebszellen in eine aggressivere Form der Krankheit verwandelt, die sich in andere Teile des Körpers ausbreiten kann. Die Forscher fügten Alkohol zu Darmkrebs- und Brustkrebs-Zellen bei und fanden, dass der Alkohol den epithelial-to-mesenchymal-Übergang aktiviert hatte, ein Prozess, der bewirkt, dass Krebszellen metastatisch werden. (Quelle: Join Together, 4.11.09)
Kategorie: Allgemein, Diverse, Gesundheit, Internationales, Medizin |
Keine Kommentare »
Sonntag 1. November 2009 von htm
Welcher Mechanismus für den Zusammenhang von Alkohol und Krebs verantwortlich ist, haben amerikanische Biochemiker in einer Studie erstmals erkannt – und hoffen auf einen neuen Ansatz in der Krebstherapie. (Quelle: Google Alkohol Alert,
30.10.09) focus.de, 29.10.09
Kategorie: Allgemein, Internationales, Medizin |
Keine Kommentare »
Freitag 30. Oktober 2009 von htm
Alkohol ist ein Faktor beim Tod von einem von sieben jungen Leuten, er tötet 3430 Menschen pro Jahr und verursacht Unfälle und Verletzte, was 80’000 Australier jährlich ins Spital bringt. Ein Bericht des National Drug Research Institute vom letzten Monat zeigt, dass während des letzten Jahrzehnts Spitaleinweisungen um einen Drittel zugenommen haben, während alkoholbezogene Todesfälle zurückgingen. … Nach dem National Preventative Health Taskforce Report von diesem Monat kostet der Alkoholmissbrauch die australische Wirtschaft $15 Mia. pro Jahr. Die höchsten Kostenfaktoren waren Todesfälle mit $4.135 Mia. und Verminderung der Arbeitskraft und Absentismus mit $3.579 Mia., vor Verkehrsunfällen mit $2.202 Mia. (Source: Harvard World Health News, 10/29/09) The Sydney Morning Herald, 10/25/09 Kommentar: Interessante Zahlen für Passiv-Trinker, d.h. für uns alle.
Kategorie: Allgemein, Arbeitsplatz, Diverse, Internationales, Jugend, Jugendliche, Medizin, Politik, Statistik, Verkehr |
Keine Kommentare »
Mittwoch 28. Oktober 2009 von htm
18.10.2009
Redaktion Leserforum
Tages-Anzeiger
Postfach
8021 Zürich
Per e-mail
Leserbrief zu „Weg von der Flasche“, vom 17.10.09
Es wäre sicher erfreulich, wenn Alkoholismus mit Hilfe von Medikamenten bekämpft oder gar geheilt werden könnte. Nur sollte, wie nach einem klinischen Entzug, die psychologische Therapie folgen. Die Willenskraft wird immer eine Rolle spielen. Die besten Erfolge werden aber erzielt, wenn nach der Therapie direkt anschliessend eine Nachbetreuung in einer Gruppe erfolgt und dann sich die Persönlichkeit in einer Gruppe von Abstinenten weiter entwickeln kann. Das ergibt einen neuen Freundeskreis und Entfaltungsmöglichkeiten. Das von mir 1988 auf Anregung eines Mitarbeiters der Zürcher Alkoholberatungsstelle entwickelte und vom Kanton Zürich aus dem Alkoholzehntel mehrheitlich finanzierte Nachbetreuungs-Projekt läuft immer noch und wird erweitert. Nur sterben die Abstinentengruppen, welche diese anspruchsvolle Betreuungsaufgabe zu leisten imstande sind, langsam aus. Die medikamentöse Behandlung könnte deshalb an Bedeutung noch gewinnen. Damit würde allerdings das Interesse der Pharmaindustrie am florierenden Alkoholhandel noch steigen. Und die Prävention hätte es noch schwerer, wirksame verhältnispolitische Massnahmen durchzubringen.
Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
(leicht gekürzt veröffentlicht am 22.10.09)
Kategorie: Abhängigkeit, Alkoholindustrie, Allgemein, Gesundheit, Leserbriefe, Medizin, Rehabilitation, Schweiz |
Keine Kommentare »
Mittwoch 28. Oktober 2009 von htm
Einer US-Studie zufolge bestimmen zwei Gensysteme den Umgang mit Alkohol. Eines legt fest, wie viel jemand trinkt. Ein zweites bestimmt das Risiko einer Abhängigkeit. (Quelle: Google Alkohol Alert, 28.10.09) focus.de, 27.10.09
Kategorie: Abhängigkeit, Allgemein, Internationales, Medizin |
Keine Kommentare »