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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Medizin'

TOP NEWS: Grosse Langzeit-Studie: Mässiger Alkoholkonsum ohne Einfluss auf Herzinfarkt-Risiko!

Dienstag 12. Januar 2010 von htm

Forscher, die 22000 Männer während mehr als zwei Jahrzehnten untersuchten, haben festgestellt, dass Alkoholkonsum weder mit den Risiken, einen Herzinfarkt zu erleiden, noch mit dem Schweregrad von Infarkt-Symptomen im Zusammenhang steht. Reuters berichtete am 5.1.10. Früher haben kleinere Studien nahegelegt, dass mässiger Alkoholkonsum gegen Herzinfarkt schützen könnte, aber Forscher Tobias Kurth und Kollegen fanden, dass diese Annahme schwach begründet sei und mit der Zeit sogar schwächer werde. Die Studie fand, dass sehr mässige Konsumenten – jene, die gerade einen Drink wöchentlich zu sich nahmen – leicht weniger gefährdet waren, einen Infarkt zu erleiden, aber mässiger Konsum hatte keinen Einfluss. (Quelle: Join Together, 8.1.10) Ob das der Durchbruch ist? Wie reagiert wohl die alkoholfreundliche Presse darauf?

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Standardwerk: Alkohol – Kein gewöhnliches Konsumgut

Samstag 9. Januar 2010 von htm

von Sally Casswell, Raul Caetano, Thomas Babor, Untertitel: Forschung und Alkoholpolitik, 2005
ISBN 10: 3801719235, ISBN 13: 9783801719234, Erschienen bei: Hogrefe-verlag, EUR 59,95
Aus der Perspektive der Gesundheitsforschung ist Alkohol kein gewöhnliches Konsumgut. Alkohol hat weltweit Folgen für Individuen und Gesellschaften bis hin zu Krankheit und vorzeitigem Tod. Alkohol hat darüber hinaus einen ungünstigen Einfluss auf viele Aspekte des sozialen Lebens. Gesundheitspolitik und Alkoholforschung haben zum Ziel, diesen Auswirkungen sinnvoll zu begegnen. Was sind alkoholpolitische Maßnahmen Warum sind sie wichtig Welche Interventionen sind effektiv Das Buch beleuchtet die neuesten Erkenntnisse zur Effizienz nationaler und internationaler alkoholpolitischer Maßnahmen. Der Fokus liegt auf Empfehlungen hinsichtlich der wichtigsten Strategien: Besteuerung und Preispolitik, Regulierung von Kauf und Verkauf von alkoholischen Getränken, Modifizierung der Trinksituation, Maßnahmen gegen Trunkenheit am Steuer, Regulierung der Werbung für Alkohol, Präventions- und Therapieprogramme. Der deutschen Ausgabe sind drei Kapitel zur Alkoholpolitik in Deutschland, Österreich und der Schweiz beigefügt. Diese Beiträge diskutieren u.a. die Frage ob und wie die Ergebnisse auf den deutschen Sprachraum übertragen und welche Maßnahmen umgesetzt werden können. (Quelle: Google Alkohol Alert, 8.1.10) cgi.ebay.de, 8.1.10 Kommentar: Dies ist das Standardwerk der Alkoholpolitik. Alle Politiker sollten dieses gelesen haben. Englisches Original: Alcohol – No ordinary commodity, 2003

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UK: Alkoholbedingte Spitalkosten in 5 Jahren verdoppelt

Donnerstag 7. Januar 2010 von htm

Eine massive Zunahme von Leuten die viel Alkohol konsumieren und die Behandlungskosten für diese schafft eine unhaltbare Belastung für die Spitäler des nationalen Gesundheitssystems, aber es könnte mehr getan werden, um den bestehenden Druck zu verkleinern, sagt ein kürzlicher NHS Confederation Bericht: Zu viel der harten Tatsachen: Wieviel Alkohol das nationale Gesundheitssystem kostet, von der NHS Confederation und dem Royal College of Physicians zeigt, dass die Kosten des unmässigen Alkoholkonsums für das NHS in den letzten 5 Jahren sich verdoppelt haben, wobei die meisten Kosten für Spital- und ambulante Dienste anfielen. (Quelle: Medical News Today, 6.1.10) Kommentar: Wann schlagen unsere Spitäler und Krankenkassen Alarm? Es würde auch Druck von ihnen nehmen.

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Migros-Magazin: Besser leben – mit Schaumwein

Dienstag 29. Dezember 2009 von htm

In der Nummer vom 28.12.09 bringt das Migros-Magazin auf S. 63 in der Rubrik BESSER LEBEN auf einer halbe Seite mit grossem Bild einen PR-Artikel über die gesunden Eigenschaften von Schaumwein. Es wird Bezug genommen auf eine Untersuchung der Universität von Reading, GB, die gezeigt habe, dass noch nach Stunden eine verbesserte Durchblutung festgestellt worden sei. Dies sei auf die Phenole zurückzuführen, die in roten Trauben vorkommen. Kommentar: Die Migros verkauft dank ihrem Gründer G. Duttweiler keine alkoholischen Getränke, dafür gute Traubensäfte und moderne gespritzte Getränke auf Traubensaftbasis. Statt für diese zu werben, rührt sie die Werbetrommel für alkoholischen Schaumwein, nachdem sie in einer früheren Nummer schon den Slogan „Bier ist gesund“ gebracht hatte. Offensichtlich missbrauchen sie nun das Migros-Magazin für die Vermarktung von Denner- oder Globus-Produkten. Sie finden es nicht nötig, auf die negativen Aspekte des Alkohols einzugehen, die alle noch so herbeigeredeten „gesunden“ Eigenschaften weit übertreffen. Auch die Forscher warnen, erst müssten die Langzeitfolgen untersucht werden. Es wird auch nicht auf die unterschiedliche Reaktion der Geschlechter auf den Alkoholkonsum hingewiesen. (University of Reading, Press release, 12/14/09)

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D: Hohes Alter, Zigaretten, Alkohol: Größtes Krebrisiko

Donnerstag 17. Dezember 2009 von htm

Kaum zu glauben, aber an Herz-Kreislauf-Erkrankungen sterben in Deutschland deutlich mehr Menschen als an Krebs. Dabei sind es Tumorerkrankungen, die mit Tod assoziiert werden. Vor allem die bessere Vorsorge führt heute allerdings dazu, dass bösartige Tumoren häufiger rechtzeitig entdeckt werden. Zwar werden im Jahr hierzulande immer noch deutlich mehr als 400 000 Krebsneuerkrankungen registriert, doch auch weil häufigere Früherkennungsuntersuchungen dazu beitragen, dass Tumoren überhaupt entdeckt werden. Mehr als 211 000 Menschen sterben jährlich bundesweit an Krebs. Die häufigsten Todesursachen sind Lungen-, Magen-, Leber-, Darm- und Brustkrebs. Tabakrauch ist der größte Risikofaktor, der zu Krebs führt. Gefolgt von Alkohol und ungesundem, fettigem Essen bei mangelnder Bewegung. (Quelle: Google Alkohol Alert, 16.12.09) Der Tagesspiegel, 16.12.09

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Alkoholvergiftungen bei Kindern und Jugendlichen in Oberösterreich

Montag 7. Dezember 2009 von htm

Unter dem Schlagwort „Komatrinken“ wurden in den vergangenen Jahren, begleitet von grossem medialem Echo, immer wieder der exzessive Alkoholkonsum bzw. daraus resultierende Spitaleinlieferungen von Kindern und Jugendlichen diskutiert. Nun liegen die Ergebnisse der österreichweit ersten wissenschaftlichen Untersuchung zum Thema Alkoholintoxikationen bei Jugendlichen vor. Durchgeführt wurde die Untersuchung vom Institut Suchtprävention in Linz. (Quelle: Infoset Newsletter Dezember 2009)Der Kurzbericht (pdf, 12S. 100Kb) ist online erhältlich. Medienmitteilung des Instituts.

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„Keine Zigarette ist sicher“

Freitag 4. Dezember 2009 von htm

Ein halbseitiges Inserat im Tages-Anzeiger heute mit obigem 15 mm hohen Titel warnt den Leser vor den Gefahren des Rauchens und des Umstellens auf schwächere Marken. Die auf Packungen angegebenen Schadstoffmengen seien Richtmengen, die auf den Raucher unterschiedlich wirkten. Über dem Titel ist auf der ganzen Seitenbreite der Absender fettgedruckt angegeben: „Wichtige Information von Japan Tobacco International für Raucher“ Kommentar: Da versucht sich offenbar eine Tabakfirma reinzuwaschen. Vielleicht aus Angst vor teuren Prozessen. Wie schön wäre es, wenn die Alkoholindustrie auch schon so weit wäre. Dabei steht der Alkohol in der Rangliste der Gefährlichkeit auf Rang 5, vier Ränge vor dem Tabak.

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Weniger Krebstote in Europa

Dienstag 1. Dezember 2009 von htm

Immer weniger Menschen in Europa sterben an Krebs. Das ist ein Sieg für die Gegner des Rauchens. Denn nach Ansicht der Forscher liegt das auch am geringeren Tabak- und Alkoholkonsum. Die höchsten Krebs-Todesraten gab es in den Ländern, in denen viel geraucht und Alkohol getrunken wird. (Quelle: Google Alkohol Alert, 30.11.09) WELT ONLINE, 30.11.09

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Panikmeldung: Alkohol-Abstinenz ist ein Gesundheitsrisiko

Donnerstag 26. November 2009 von htm

„Moderate Alkoholtrinker haben eine höhere Lebenserwartung als strenge Abstinenzler. Das ergeben Dutzende von Studien über den Zusammenhang von Alkoholkonsum und tödlich verlaufenden Herzerkrankungen, wie die GSAAM e.V. (Deutsche Gesellschaft für Prävention und Anti-Aging Medizin) auf ihrer Homepage (www.gsaam.de) berichtet. Auch die Gesamtsterblichkeit unter Einschluss aller Todesarten, inklusive Krebs, ist deutlich erniedrigt…“ (Quelle: Google Alkohol Alert, 25.11.09) bild.de, 25.11.09 Kommentar: Die Kreise der Alkoholindustrie verfallen offensichtlich in Panikstimmung, seit die WHO in die Endphase der Diskussion um eine Alkohol-Strategie eintritt und gerade wieder eine Studie beweist, dass die angeblich verbesserte Denkleistung im Alter bei mässigem Alkoholkonsum ins Märchenreich gehört. Diese Deutsche Gesellschaft für Prävention und Anti-Aging Medizin entlarvt sich selber als Werkzeug der Alkoholindustrie. Nur werden wieder Zeitungen wie Bild solchen Unsinn genüsslich kolportieren und ihre Leserschaft für dumm verkaufen.

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Top News: Mässiger Alkoholkonsum schärft das Denken nicht!

Mittwoch 25. November 2009 von htm

Gemäss einem neuen Bericht werden ein oder zwei Gläser pro Tag die Gehirnleistung nicht fördern, wenn die Leute älter werden. Reuters berichtete am 16. November, dass Forscher des University College London untersuchten: soziale, wirtschaftliche und physikalische Bedingungen und Denkfähigkeiten bei 1985 Männern und Frauen im Alter von 60 bis 74 Jahren. Die Daten von den 87% der Teilnehmer, die sagten, sie würden mässig Alkohol konsumieren oder gar keinen, wurden weiter im Detail analysiert. … Die Forscher sagten, mässige Alkoholkonsumenten hätten leicht bessere geistige Fähigkeiten, wenn sie älter werden, weil ihr besserer sozialer, wirtschaftlicher und bildungsmässiger Status ihnen während des ganzen Lebens half, ihre Denkfähigkeit zu verbessern und nicht der Alkoholkonsum. (Quelle: Join Together, 24.11.09) Online-Kommentar: Auf eine solche Studie haben wir gewartet. Nun lasst uns sehen, ob die Medien über diese Studie auch so berichten, wie sie früher die Studie mit dem positiven Alkohol-Effekt willkommen geheissen haben.

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