Mittwoch 23. Februar 2011 von htm
Seit dem Jahr 1886 versuchen Fans des koffeinhaltigen Kult-Getränks, hinter das Geheimnis der ominösen Coca-Cola-Zutat „Merchandise 7x“ zu kommen. Gerüchten zufolge wird die Rezeptur in einem Banktresor in Atlanta aufbewahrt. Nun behauptet eine US-Website, die Zutatenliste in einem alten Zeitungsartikel gefunden zu haben. Der Wirtschaftsjournalist und Autor eines Buches über Coca-Cola, Mark Pendergrast, hält es für wahrscheinlich, dass es sich bei der Notiz wirklich um das geheime Rezept handelt. Rund 227 Gramm Alkohol sollen enthalten sein. (Quelle: Yahoo Nachrichten, 15.02.11) Kommentar: Die Frage ist, auf wieviel Wasser? In der Schweiz dürfen alkoholfreie Getränke 0.5% Alkohol enthalten. Das ergäbe ca 45 Liter im Minimum. Der grosse Zuckergehalt und Koffein werden nicht erwähnt.
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Dienstag 15. Februar 2011 von htm
htm: Nach der Ablehnung der Waffen-Initiative wird von der Bundesrätin Sommaruga betont, dass nun vermehrte Anstrengungen auf dem Gebiet der Suizid-Prävention unternommen würden. In der Frühlings-Session der Eidgen. Räte soll das Präventions-Gesetz behandelt werden, das diese Suizid-Prävention enthalten würde.
Kommentar: Wird dann von der Politik berücksichtigt, dass Alkohol-Prävention auch Suizid-Prävention bedeutet? Gerade im Zusammenhang mit einem Waffeneinsatz wirkt Alkohol oft als Hemmungslöser, der die Tat erst möglich macht. Daneben ist Suizid unter Alkoholabhängigen auch ein häufiges Ereignis, wenn trotz Therapien der Wiedereinstieg in die Gesellschaft nicht gelingen will.
Wirksame Alkoholprävention würde aber nicht nur die in der Schweiz hohe Suizidrate senken, sondern in vielen Problembereichen in unserer Gesellschaft spürbare Verbesserungen bringen. Alkohol ist, gemäss der kürzlichen Meldung der WHO für weltweit 2,5 Millionen Todesfälle jährlich mitverantwortlich, die meisten in den industrialisierten Ländern. Unfälle im Verkehr, am Arbeitsplatz, im Haushalt, in der Freizeit; 60 verschiedene, zum Teil tödliche Krankheiten (Krebs, Herz, Leber, Alkoholismus, Delirium Tremens), plötzlicher Kindstod wegen alkoholisierter Eltern, HIV-Übertragung, Gewalt und Vandalismus in der Öffentlichkeit, beim Sport, sexuelle Gewalt, unerwünschte Kinder, Gewalt in der Familie, Scheidungen, Kinder, die in alkoholbelasteten Familien aufwachsen müssen und deshalb schlechtere Lebenschancen haben, Armut, Jugendalkoholismus, Alkohol am Arbeitsplatz mit ökonomischen Folgen für die Firma und die Wirtschaft, Schädigung der Interessen von Staat und Bevölkerung durch die Korruption bei Politik und Medien, die sich dem Druck der Alkoholindustrie ergeben haben.
Die daraus entstehenden Sozialkosten belasten Staat und Bevölkerung jährlich mit Milliarden, die ungefragt bezahlt werden müssen. Leider muss befürchtet werden, dass sich auch mit den neuen kommenden Gesetzen (Präventionsgesetz, Alkoholgesetz) nicht viel ändern wird, weil der Bevölkerung die nötigen Informationen fehlen, um die Mehrheit der Politiker zur Umkehr zu zwingen. Ob die vom Bundesamt für Gesundheit angekündigte Diskussionswoche einen Fortschritt bringt, wird davon abhängen, ob die zielführenden Fragen diskutiert werden können, d.h. auch, ob die benötigten Informationen zur Verfügung stehen, die seit Jahren von der Fachwelt bereitgestellt werden.
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Donnerstag 3. Februar 2011 von htm
Etwa 70’000 Personen in der Schweiz trinken während der Arbeit zu viel Alkohol. Die Folgen dieses problematischen Konsums kosten die Arbeitgeber pro Jahr eine Milliarde Franken.
Wer vor oder während der Arbeit Alkohol trinkt, leistet weniger. Erstmals haben Experten nun für die Schweiz berechnet, wie teuer dies die Arbeitgeber zu stehen kommt. Problematischer Alkoholkonsum am Arbeitsplatz verursacht demnach jährlich Kosten von einer Milliarde Franken.
Der grösste Teil der Kosten – vier Fünftel – entfällt auf Produktivitätseinbussen, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in einer Mitteilung schreibt. Menschen, die während der Arbeit trinken, leisten gemäss Studie rund 15 Prozent weniger als nüchterne Personen. Neben der entgangenen Produktivität führt der problematisch Alkoholkonsum auch zu Kosten wegen vermehrter Absenzen sowie wegen Unfällen. Quelle: Google Alkohol News, 1.2.11) SR DRS, 1.2.11 / BAG Schlussbericht Kommentar:
Bisher wurde von ca 5% Mitarbeitern mit Alkoholproblemen ausgegangen. Diese Untersuchung ist wohl sehr vorsichtig vorgegangen. Immerhin eine Milliarde Kosten für die Arbeitgeber ist auch nicht ohne. Unverständlich, dass die Wirtschaftsverbände bisher immer alkoholpräventive Massnahmen torpedierten. Wenn es dagegen um Verbesserungen bei den Sozialleistungen geht, wird um jedes Promille gekämpft. Wann wird die Wirtschaft endlich vernünftig?
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Dienstag 1. Februar 2011 von htm
Wie leicht ist es für Minderjährige, Alkohol oder Zigaretten in Oberhausen zu kaufen? Die Redaktion testete es und schickte zwei Schülerinnen, 16 und 17 Jahre alt, in die Geschäfte. Nach nur einer Stunde hatten sie knapp zwei Liter Alkohol in 5 von 6 Geschäften gekauft. Hier der Erfahrungsbericht. (Quelle: Google Alkohol News, 29.01.11) derwesten.de, 29.01.11
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Dienstag 1. Februar 2011 von htm
Kommt jetzt der Alkohol-Warnhinweis auf Lebensmitteln und Getränken? Die familienpolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Dorothee Bär (7. Monat schwanger) fordert gegenüber BILD: „Auf angeblich alkoholfreiem Bier sowie Lebensmitteln, die selbst geringe Alkoholmengen enthalten, muss eine entsprechende Warnung aufgedruckt werden. (Quelle: Google Alkohol News, 30.01.11) bild.de, 30.01.11
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Mittwoch 26. Januar 2011 von htm
12.1.2010
Redaktion
Winterthurer Zeitung
Per e-mail
Leserbrief zu: „Jugendliche und Alkohol“ vom 12.1.2011
Mit Ihrem Leitartikel reagieren Sie auf den Bericht über die traurige Bilanz der Alkoholtestkäufe in Winterthur und auf den tragischen Todesfall eines betrunkenen jungen Mannes in Aarau.
Sie fragen den Polizeivorstand, dazu Stellung zu beziehen. Wer genau liest, merkt, dass er überhaupt nichts zu sagen hat. Es soll wieder Testkäufe geben, es sei ein gesellschaftliches Problem, also müssten die Eltern reagieren. Über die Fälle von alkoholisierten Jugendlichen wird keine Statistik geführt, die Polizei ist sowieso überlastet. Mit der Suchtpräventionsstelle Winterthur werde wertvolle Präventionsarbeit auch in Schulen geleistet. Alles vage, nichtssagend, wenig bringend.
Wenn es, wie er richtig sagt, ein gesellschaftliches Problem ist, heisst das, die Politik ist gefragt. Die Behörden haben den Auftrag von der Zivilgesellschaft, endlich diesen Problemkreis anzupacken und mit Hilfe der Fachleute und der Wissenschaft die nötigen Massnahmen zu ergreifen.
Winterthur könnte im Rahmen des Städteverbandes in Bern vorstellig werden. Oder die Behörden könnten die Bevölkerung aufklären, welche Massnahmen Erfolg versprechen, damit dieses informiert über Alternativen diskutieren und Druck auf Bern ausüben könnte. Die Medien versagen leider auf der ganzen Linie. Sie informieren nur über Unfälle und Verbrechen und lassen den Leser in Hoffnungslosigkeit zurück: Man kann ja doch nichts machen! Das ist genau, was die Alkoholindustrie wünscht und mit ihrem massiven Druck auf Behörden, Parlament und Medien auch erreicht.
Welche Massnahmen Erfolg bringen würden, ist spätestens seit der globalen Alkohol-Strategie der Weltgesundheitsorganisation vom vergangenen Mai offiziell bekannt. (Von der Schweiz mitunterzeichnet) Jugendschutzgesetze sind auch dabei, aber wichtiger wäre, die Gesellschaft in die Mitverantwortung einzubinden, sonst passiert gar nichts. Alle Informationen findet man auf www.alkoholpolitik.ch aus Effretikon.
Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
(ungekürzt veröffentlicht am 26.1.11)
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Donnerstag 20. Januar 2011 von htm
Am südlichen Stadtrand von Juba steht der einzige Industriebetrieb des neuen Staates. SAB-Miller sei darauf spezialisiert, in aufstrebenden Märkten zu investieren. Aus dem Norden droht keine Konkurrenz, die Scharia verbietet den Konsum von Alkohol. Der Betrieb beschäftigt 280 einheimische und 11 ausländische Mitarbeiter. Die ausländischen seien vor allem mit der Ausbildung der einheimischen beschäftigt. An einem normalen Tag werden 150 000 Halbliterflaschen produziert, im Jahr maximal 180 000 hl. Eine Erweiterung soll die Kapazität um 50% erhöhen. Hopfen und Malz werden aus der EU importiert. Die Zusammenarbeit mit den Behörden wird gelobt. Die Brauerei sei während der zweijährigen Anlaufzeit von Steuern befreit gewesen, zahle aber eine Alkoholsteuer, die sie selber angeregt hätte. (Quelle: Neue Zürcher Zeitung, 20.1.11) (nicht online) Kommentar: Wir haben am 30.11.10 eine Meldung über diese weltweit zweitgrösste Brauerei gebracht, die aufzeigte, wie sie es versteht, mit geringsten Steuern die Gewinne nach Europa zu schleusen. Nun hat sie ein neues Gebiet gefunden, wo sie die Ärmsten in den Teufelskreis des Alkohols hineinziehen kann. Ein soziales Auffangnetz oder eine Alkoholpolitik kennen die ja nicht. Unsere Entwicklungshilfe entsorgt als Bierdividenden.
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Freitag 14. Januar 2011 von htm
5.1.2011
Redaktion
Neue Zürcher Zeitung
8001 Zürich
Per e-mail
Leserbrief zu „Sieben Leitlinien für die SRG“ vom 4.1.2011
Unter dem Titel „Werte“ bekennt sich Roger de Weck zur Demokratie und zur Aufklärung. Auch den Verfassungsauftrag sieht er in diesem Kontext. Die SRG soll sachlich informieren und dem breiten Publikum Zugang zu komplexen Zusammenhängen verschaffen. Vorher schrieb er: „Werbung darf das Angebot nicht bestimmen.“
Soweit so wunderschön. Will er das verwirklichen, muss er aber tüchtig anpacken. Bisher hat die SRG, wie die andern Medien auch, genau diese Pflicht bei unserem grössten sozial-medizinischen Problem, dem Alkoholproblem, nicht erfüllt. Das wichtigste Ereignis des letzten Jahrzehnts auf diesem Gebiet, die Resolution für eine globale Alkohol-Strategie der Weltgesundheits Organisation im Mai 2010 wurde nicht kommuniziert. Aber auch sonst wird nur einseitig berichtet, so dass der Eindruck entstehen muss, es könne ja doch nichts zur Verbesserung der Lage getan werden. Die SRG bringt fast nur alkoholfreundliche Themen, dafür aber zahlreich. Den Vorwurf der Schleichwerbung hat sie bei der Unabhängigen Beschwerde Instanz UBI weit von sich gewiesen.
Es wäre für unser Land wirklich wunderschön, wenn Herr de Weck hier ein Zeichen setzen würde.
Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
(nicht veröffentlicht)
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Freitag 7. Januar 2011 von htm
Dass die Tankstellen in den Dörfern nur bestehen können, wenn sie nachts Alkohol verkaufen, stimmt nachdenklich. Vielleicht sollte man über eine andere Strukturförderung des ländlichen Raums nachdenken. Warum man dann ab 5 Uhr morgens schon wieder Alkohol kaufen muss und nicht erst ab neun, ist da nur eine Detailfrage. … (Quelle: Google Alkohol News, 6.1.11) hnawatch.de, 6.1.11 unser Online-Kommentar: Die Erhältlichkeit von Alkohol ist der zweitwichtigste Faktor, wenn es darum geht, den Konsum generell zu senken. (Nach der Preisgestaltung) Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) hat an ihrer Generalversammlung im Mai 2010 eine Resolution für eine globale Alkoholstrategie einstimmig verabschiedet. Darin wird diese wissenschaftlich erhärtete Tatsache bekräftigt und den 193 Mitgliedländern zur Umsetzung empfohlen. Regierung und die meisten Medien halten diese Resolution unter dem Deckel. Es könnte ja jemandem einfallen, die Umsetzung zu verlangen, damit die Schäden reduziert werden. Die Alkoholindustrie regiert, die Regierung kuscht.
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Sonntag 2. Januar 2011 von htm
„The seven key messages of the alcohol industry“. Diese Broschüre ist eben auf Englisch herausgekommen. Aus der Einführung: Die Absicht dieser Broschüre ist es, die Fachleute über die Anstrengungen der Alkoholindustrie zu informieren, mit denen sie die globale Alkoholpolitik zu beeinflussen versuchen, und sie gegen die Methoden der Industrie zu wappnen, die darauf zielen, der Einführung effektiver Massnahmen vorzubeugen. (Quelle: EUCAM, 01/02/11) „The seven key messages of the alcohol industry“ (pdf) Kommentar: Sehr oft sind Fachleute, die nicht direkt mit Verhältnisprävention beschäftigt sind, über dieses Feld nicht informiert. In der politischen Debatte sind sie dann oft hilflos und dem Vertreter der Industrie nicht gewachsen. Diese Broschüre könnte für Abhilfe sorgen.
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