Donnerstag 25. August 2011 von htm
„Kein Alkohol mehr in der Öffentlichkeit“
Saufen bis zum Umfallen. Letzte Woche berichtete B.Z. über Jugendliche im Vollrausch. Anlass war das neue Buch von „Arche“-Gründer Bernd Siggelkow (47). Gestern stellte er sein Werk „Generation Wodka“ vor.
Siggelkows zentrale Forderung: ein striktes Alkoholverbot auf Berlins Straßen und Plätzen. „Durch das Trinken an öffentlichen Orten werden junge Menschen allein schon optisch an übermäßigen Alkoholkonsum gewöhnt“, heißt es in seinem Buch. Weitere Forderungen des „Arche“-Gründers: … (Quelle: Google Alkohol News, 25.8.11) bz-berlin.de, 24.8.11 Kommentar: Diese Forderungen sind schon uralt. Die Alkohollobby wusste sie noch immer zu unterdrücken.
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Mittwoch 24. August 2011 von htm
Den großen Bierbrauern in Russland, die zum Großteil von ausländischen Unternehmen kontrolliert werden, geht es an den Kragen. Präsident Dmitrij Medwedjew hat ein Gesetz unterzeichnet, demzufolge Bier nunmehr zu den Alkoholika zählt. Bislang galt es in Russland als „Lebensmittel“, weshalb es praktisch zu jeder Uhrzeit und an jedem Ort verkauft werden konnte. Die von Medwedjew 2009 gestartete Anti-Alkohol-Kampagne bereitet dieser Tradition ein Ende.
Die Rechnung ging nicht auf Innerhalb der vergangenen 15 Jahre stieg laut Vereinigung der Alkoholproduzenten der Bierkonsum in Russland um das Vierfache. Von 2000 bis 2009 verdoppelte sich die Bierproduktion auf 1,2 Milliarden Dekaliter, wodurch Russland in die Top Drei der weltweit führenden Staaten aufrückte, hinter China und den USA. Gleichzeitig stellte sich ein von der Regierung erhoffter Nebeneffekt jedoch nicht ein: Der Konsum von stark alkoholischen Getränken – in erster Linie Wodka – sank nicht. … (Quelle: Google Alkohol News, 24.8.11) russland-heute.de, 23.8.11
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Dienstag 23. August 2011 von htm
Ist Euch schon mal aufgefallen, dass circa 50% der Werbung im Fernsehen Spots für alkoholische Getränke sind? Und nicht etwa „nur“ für Bier oder Biermixgetränke, sondern auch für die hochprozentigen Sachen.
Das Schlimme daran ist, dass die Protagonisten in diesen Spots dem Zuschauer suggerieren, wie viel Spaß man beim Verzehr dieser Spirituosen hat: es wird geflirtet, gefeiert, getanzt, gelacht – Lebensfreude pur. Bildschöne Frauen und coole Männer wecken in dem Zuschauer den Wunsch, ebenso attraktiv, lässig und fröhlich zu sein. Und genau darin liegt meiner Meinung nach die Gefahr. Nach wie vor ist die Alkoholabhängigkeit eine weit verbreitete Krankheit, und durch solche Werbespots wird der „Appetit“ auf Alkohol noch geschürt. Manchmal erscheint zwar am Ende des Spots der kleine Satz „drink respectfully“, aber der ist wirklich so winzig und wird so blitzschnell wieder ausgeblendet, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass irgendjemand großartig Notiz von ihm nimmt. … (Quelle: Google Alkohol News, 23.8.11) segapro.net, 22.8.11
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Donnerstag 4. August 2011 von htm
Brauer dürfen ihr Bier nicht als gesundheitsfördernd bewerben. Mit Blick auf entsprechende Darstellungen auf der Internetseite des Brauer-Bundes hat das Berliner Landgericht in einer am Montag veröffentlichten Entscheidung verboten, die schönheitsfördernde Wirkung von Bier hervorzuheben. Auch dürften Vorbeugeeffekte des Getränks gegen Herzerkrankungen, Gallen- und Harnstein sowie Osteoporose nicht angepriesen werden. (Quelle: netdoktor.de, 2.8.11)Kommentar: Wie würden unsere Gerichte in der Schweiz entscheiden? Warum gab es noch keine entsprechende Klagen gegen die Wein- und Bierlobby?
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Donnerstag 28. Juli 2011 von htm
Schweizer Absinth-Produzenten verärgern Franzosen mit Anspruch auf Namensschutz.
Nachdem das französische Parlament kürzlich das Absinth-Verbot aus dem Gesetz gestrichen hat, droht den Produzenten neue Unbill. Die Schweizer Kollegen im Val-de-Travers wollen den Namen schützen. Das stösst in Frankreich auf Unverständnis. (Quelle: Neue Zürcher Zeitung, 28.7.11)
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Donnerstag 28. Juli 2011 von htm
Bei der RTL II-Serie X-Diaries ist mächtig was los. Alkhol und Sex sind die zentralen Themen, die den Zuschauer am Vorabend unterhalten sollen. Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) fühlt sich offenbar zu gut unterhalten und stellte allein im zweiten Quartal 2011 37 Verstöße gegen die Bestimmungen des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV) fest.
Wegen der „aufdringlichen Darstellung der Themen Sex und Alkohol und der derb-zotigen Sprachwahl“ hat die Kommission die Verstöße gemeldet, die den jungen Zuschauer unter 16 und gar unter 12 irreführen könnten. … RTL II hat jetzt gehandelt. Die laufenden Folgen werden nun erst von der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen gesichtet. Darauf hatte man zuvor verzichtet. (Quelle: Google Alkohol News, 27.7.11)roadrunnerswelt.blogspot.com, 26.7.11
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Donnerstag 7. Juli 2011 von htm
Danach soll in Zukunft die Herkunft aller Fleisch- und Milchprodukte auf der Packung vermerkt werden. Und auch der Geburts- und Schlachtort der Tiere. Allergie-auslösende Stoffe gehören dann in die Liste der Inhaltsstoffe – und zwar auch bei nicht-verpackten Nahrungsmitteln, wie zum Beispiel im Restaurant. Die allgemeine Information ‘Pflanzliches Fett’ reicht nicht mehr aus. In Zukunft muss vermerkt werden von WELCHER Pflanze. Und es gilt 100 Gramm oder 100 Milliliter als Vergleichsgrundlage
Aber: Alkoholische Getränke sind ausgenommen – in Bier, Schnaps und Wein muss auch in Zukunft nicht aufgelistet werden, was alles drin steckt – zum Unmut von Verbraucherschutzorganisationen. Marianne Skar von Eurocare von der ‘European Alcohol Policy Alliance’ fragt sich, warum die Alkohol-Industrie nicht mit macht. “Wenn Wein solch ein natürliches Produkt ist, warum dann diese Geheimniskrämerei?” … (Quelle: Google Alcohol News, 7.7.11) euronews.net, 7.7.11
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Sonntag 19. Juni 2011 von htm
8.6.2011
Redaktion
Tages-Anzeiger
Leserforum
Zürich
Per e-mail
Leserbrief zu 2 Leserbriefen: “Trinkgewohnheiten – Der Rausch und die Politik, TA vom 8.6.11 (nicht online)
Zwei Leserbriefe nehmen die „rotnasigen und pausbackigen“ Politiker in Schutz, pochen auf das Recht auf Rausch (wo steht das eigentlich?) und sehen deren Auftritte sogar als alkoholpräventiv oder möchten, dass wir sie mit einer Prise Ironie betrachten.
Dei beiden Autoren wenden sich vehement gegen die in den letzten Tagen im Zusammenhang mit dem Auftritt des Winterthurer Stadtrats Galladé in verschiedenen Artikeln geäusserte Meinung, solche Politiker sollten ein besseres Vorbild abgeben. Dazu eine Erläuterung aus „Alkohol und Massenmedien“ (Regionale Veröffentlichungen der WHO/Europäische Schriftenreihe Nr. 62, 1998):
„Alkoholaufklärung hat u.a. nur deshalb begrenzten Erfolg, weil sie gegen einen Schwall von Botschaften ankämpfen muss, die den Alkoholkonsum fördern. Die primäre Quelle alkoholpositiver Botschaften ist die gesellschaftliche Wirklichkeit, sind die verbreitete und sichtbare Verfügbarkeit alkoholischer Getränke sowie die Allgegenwärtigkeit und die Akzeptanz des Alkohols in unterschiedlichsten Alltagssituationen und Zusammenhängen. Wie sich die Menschen zu gesundheitsbezogenen Themen stellen, wird tendenziell stärker durch Erfahrungen als durch Information bestimmt. Oft machen persönliche Erfahrungen der gesellschaftlichen Normen und Verhaltensweisen die weisen Ratschläge der Alkoholaufklärung unglaubwürdig.“
Suchtmittelwerbung, feuchtfröhliche Auftritte von Politikern oder andern Personen der Öffentlichkeit und die vielen landauf, landab stattfindenden Open Airs, Turn- und Wald- und Wiesenfeste verhindern, dass diese Genussmittel als gefährliche Produkte wahrgenommen und kritisch konsumiert werden. Und sie verunmöglichen eine glaubhafte Prävention bei Jugendlichen, die im Alltag die Welt
der Erwachsenen erleben, die ihr „Recht“ auf Rausch plakativ durchsetzen.
Haben sich die Verfechter des Rechts auf Rausch auch schon überlegt, was ein Alkoholrausch bewirkt? Er lähmt zuerst die wertvollsten menschlichen Eigenschaften, wie Selbstverantwortung, Wille, Urteilsfähigkeit, jene Eigenschaften, die den Menschen vom Tier unterscheiden. Die Menschenwürde geht verloren. Bei Mehrkonsum werden die körperlichen Funktionen geschädigt, bis zur Atemlähmung und zum Erstickungstod. Ist dieser Verlust der Menschenwürde wirklich erstrebenswert? Ist die Menschenwürde nicht ein Geschenk Gottes? Mindestens für aktive Christen und C-Politiker, zu denen sich neuerdings auch die SVP zählen soll? (Letzteres kann nur mit stärkster Ironie ausgesprochen werden.)
Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer, Effretikon
(nicht veröffentlicht)
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Sonntag 19. Juni 2011 von htm
5.6.2011
Redaktion Sonntagsblick
8008 Zürich
per E-Mail
Sehr geehrte Redaktion,
Gerne unterbreite ich Ihnen den nachfolgenden Leserbrief.
Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
Leserbrief zu „Zwangsabgabe auf jedes Bier“ vom 5.6.11
Eine Lenkungsabgabe auf allen Alkoholika ist sehr sinnvoll. Wissenschaftlich erwiesen und auch bei uns eine Erfahrungstatsache: Alcopopsteuer 2005 brachte einen Konsumrückgang auf diesen Getränken von ca 75%. Weil es keine generelle Steuererhöhung auf allen alkoholischen Getränken gab, wurde leider stark auf andere, auch selbst gemischte harte Sachen, ausgewichen. Auf der andern Seite führte die starke Reduktion der Schnapssteuer zu einem Konsumanstieg.
Um einer generellen Alkoholsteuer politische Akzeptanz zu verschaffen, sollte sie als Lenkungsabgabe geplant werden. D.h. der Ertrag müsste der Prävention dienen, auch kulturelle und sportliche Breitenförderung sind Prävention. Auf www.alkoholpolitik.ch ist eine Projekt-Idee beschrieben, die einen vielleicht gangbaren Weg aufzeigt. Dann müssten Staat, Präventionsfachleute und Medien der Bevölkerung klarmachen, dass es mit einer Alkoholsteuer nur gewinnen kann.
Bisher hält uns die Alkoholindustrie in Geiselhaft. Wir bezahlen ein Leben lang ungefragt die von ihr verursachten immensen Sozialkosten, gegen 500 Franken pro Kopf und Jahr – egal mit wieviel Konsum. Mit den Steuern könnte diese Last stark reduziert werden. Ist die Steuer hoch genug, wird auch ein Konsum- und damit ein Schadensrückgang eintreten, der wiederum die Sozialkosten senken hilft. Eine massive Unterstützung von Kultur und Jugendsport würde diese Entwicklung weiter fördern.
Die Preise für Alkoholika sind im Laufe der Jahrzehnte, gemessen an der Kaufkraft, immer billiger geworden. Dazu werden immer wieder mit Billigaktionen zusätzliche Konsumanreize geboten und die Werbung heizt die Konsumfreudigkeit weiter an. Die Alkoholindustrie entwickelt laufend neue trendige Getränke, die vor allem Jugendliche zu immer früherem Einstieg verleiten und mit ihrem gesüssten Geschmack sogar die Mädchen ansprechen. Bei Saufgelagen übertrumpfen die Mädchen teilweise sogar die Burschen. Dass diese häufige Suche nach dem Rauscherlebnis für unsere Gesellschaft ein bedrohliches Ausmann angenommen hat, sollte jedermann, vor allem die Politiker mit ihrem Auftrag, sich für unser Wohl einzusetzen, stark beschäftigen und veranlassen, nach Auswegen zu suchen und diese zu unterstützen.
(nicht veröffentlicht)
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Montag 13. Juni 2011 von htm
Ein Mafia 2-Leben ohne Schnaps, eine Mass Effect 2-Bar ohne alkoholhaltige Cocktails und ein The Witcher 2-Geralt ohne Met: Undenkbar! Wir zeigen euch heute Spiele, in denen der Alkohol zum guten Ton gehört.
In Spielen schlagen wir gerne über die Stränge. Sei es bei Schießereien, beim Rasen oder beim Thema Alkohol. Viele PC-Spiele wie Mafia 2, The Witcher 2 oder GTA 4 bieten als spaßiges Extra die Möglichkeit, sich zu betrinken – in vielen Fällen sogar richtig! Besucht man als Niko Bellic in Grand Theft Auto 4 die Kneipe und lässt es sich so richtig gut gehen, rächt es sich spätestens beim Autofahren. Hier bringt es nichts, in der Realität vor dem Bildschirm nüchtern zu bleiben: Wilde Kameraschwenks und großzügige Ausfalltritte des Hauptcharakteres beim Verlassen der Bar sorgen für ein authentisches Trunkenheits-Gefühl. … (Quelle: Google Alkohol News, 13.6.11) pcgames.de, 11.6.11 Kommentar: Im wirklichen Leben hört der Spass oft sehr schnell auf.
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