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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Werbung'

Alkoholwerbung am Schweizer Fernsehen

Samstag 6. Februar 2010 von htm

Seit dem 1. Februar dürfen alle Schweizer TV-Sender Werbung für Wein und Bier ausstrahlen. Das Interesse sei gemäss SRG-Werbevermarkterin Publisuisse „nicht gewaltig“. Es werde zusätzlich ca 3 Mio. Fr. pro Jahr einbringen, bei einem Gesamtumsatz von 300 Mio. Fr. (Quelle: NZZ, 5.2.10) Kommentar: Das sind 1%, etwa gleichviel, wie die Tagespresse zur Zeit der Volksinitiativen gegen Alkoholwerbung eingenommen hat. Trotz dieses geringen Anteils hat die Alkoholindustrie einen derart grossen Einfluss auf die Medien, dass die Bevölkerung nicht in dem Mass informiert wird, wie es nötig wäre, um eine objektive öffentliche Diskussion zu ermöglichen.

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Sumo-Superststar trat nach Alkohol-Affäre zurück

Freitag 5. Februar 2010 von htm

Der Sumo-Großmeister Asashoryu hat am Donnerstag unter Tränen seinen Rücktritt verkündet. Der 29-jährige aus der Mongolei stammende Superstar zog damit die Konsequenzen aus einem Handgemenge vor einem Nachtclub in Tokio nach einer durchzechten Nacht Mitte Jänner. „Ich habe allen große Probleme bereitet. Ich übernehme die Verantwortung und trete zurück“, sagte der über 150 kg schwere Sumotori. (Quelle: Google Alkohol News, 5.2.10) oe24.at, 5.2.10 unser Online-Kommentar: Bei uns im Westen ist ein solcher Vorgang eher selten. Da werden die Alkoholeskapaden der Spitzensportler oft noch beschönigt oder zugeschaut, bis sich einer völlig gesundheitlich ruiniert hat. Auch wird immer mehr gefordert, dass der Sportler nicht als Vorbild missbraucht werden solle. Obwohl er es natürlich für viele Jugendliche ist. Die alkoholischen Siegesrituale spielen auch eine Rolle dabei und natürlich auch das Sponsoring durch die Alkoholindustrie, auf das man nicht verzichten will.

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Ab 1.2.10 TV-Alkoholwerbung in der Schweiz

Donnerstag 4. Februar 2010 von htm

Jugendschutz respektieren: Ab 1. Februar 2010 dürfen alle Schweizer Fernsehsender Werbung für Bier und Wein ausstrahlen. Die Schweizer Suchtfachleute erinnern aus diesem Anlass an die Jugendschutzbestimmungen in der Radio- und Fernsehverordnung und künden eine genaue Beobachtung der TV-Alkoholwerbung an. Das gemeinschaftliche Communiqué (pdf, 1S. 90Kb), der SFA, GREA, dem Fachverband Sucht und Ingrado ist online erhältlich. Medienmitteilung der SFA, Checkliste (pdf, 2S., 50Kb) Alkoholwerbung im TV. (Quelle: Infoset Newsletter Februar 2010)

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Deutsche Alkoholprävention nach Mechthild Dyckmans

Donnerstag 4. Februar 2010 von htm

Die Bundesregierung setzt gegen den Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen auf Aufklärung. Weitere Verbote seien nicht notwendig, sagte Mechthild Dyckmans, Drogenbeauftragte der Bundesregierung.
Mit Aufklärung statt verschärften Gesetzen will die Bundesregierung gegen Alkoholmissbrauch vorgehen. „Ich sehe weitere Verbote im Moment nicht als notwendig an“, sagte die Drogenbeauftragte, die FDP-Politikerin Mechthild Dyckmans, am Dienstag in Frankfurt am Main. Stattdessen müsse die Einhaltung bereits bestehender Verbote konsequent kontrolliert werden. Im Vordergrund stehe aber die Prävention, die Dyckmans vor allem beim Rauschtrinken Jugendlicher und Alkoholverzicht von Schwangeren stärken will. (Quelle: Google Alkohol News, 3.2.10) focus.de, 2.2.10 Unser Online-Kommentar: Die Drogenbeauftragte wollte sich doch einarbeiten.
Sie sagte am Anfang ihrer Tätigkeit, sie wolle sich erst einarbeiten. Jetzt sieht man, wo sie sich Informationen holt: Bei der Spirituosen-Industrie. Sie würde besser den Entwurf für eine Alkoholstrategie der WHO studieren, da findet sie alles nötige evidenzbasiert pfannenfertig. Eltern und Schulen einzubeziehen ist gut als Alibi, sonst bringt es nichts. Kinder, die von den Eltern zum Alkoholkonsum „erzogen“ werden, trinken ausserhalb der Familie ebenfalls, gemäss einer jüngsten Studie in Holland. Die Heraufsetzung des Mindestalters wäre eine positive Massnahme, wobei die Durchsetzungsprobleme die gleichen sein würden wie jetzt. Werbeeinschränkungen, Verkaufsverbote und Testkäufe sind alles effektive Massnahmen. Kritisiert werden sie von der Alkohollobby, weil es die Verkäufe senkt.

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Alkohol und Sport

Samstag 23. Januar 2010 von htm

Interviews über Alkohol und Sport auf Radio Campus Jena, 22.1.10 mit unserem Online-Kommentar: Der Schlusssatz lässt darauf schliessen, dass sich Klara noch keine grossen Gedanken über Alkohol in der Gesellschaft gemacht hat. Dass sich die Alkoholindustrie mit Hilfe des Sponsoring in der Sportswelt einnisten konnte, ist ein wesentlicher Grund, warum die Gesellschaft zu weiten Teilen heute alkoholabhängig ist, d.h. sich aus den Klauen der Industrie nicht befreien kann.

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Pornografie, Gewalt, Alkohol: zahlreiche TV-Inhalte unzulässig

Freitag 22. Januar 2010 von htm

Die Kommission für Jugendmedienschutz meldete Verstöße unter anderem in den TV-Formaten „Cold Case“ und „Erwachsen auf Probe“. Die Privatsender RTL, RTL II, das DSF und ProSieben haben gegen die Jugendschutzbestimmungen verstoßen. Das teilte die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) der Landesmedienanstalten am Donnerstag mit. Die KJM registrierte im vierten Quartal des vergangenen Jahres 26 Verstöße gegen die Bestimmungen des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV) in Fernseh-, und 14 Verstöße in Telemedienangeboten (Internet). (Quelle: Google Alkohol Alert, 21.1.10) abendblatt.de, 21.1.10

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Online-Kommentar zu „Alkohol in der Literatur“

Donnerstag 21. Januar 2010 von htm

Online-Kommentar zu „Alkohol in der Literatur“ auf weilwirunslieben.wordpress.com, 20.1.10
Diese fleissigen Sprachforscher könnten sich doch einmal der Aufgabe widmen herzauszufinden, warum in der Bibel im Originaltext ca 11 verschiedene Ausdrücke vorkommen, die alle mit Wein übersetzt wurden, obwohl sie alles mögliche bedeuten, z.B. alkoholfreier Traubensaft, vergorenener Traubensaft (Wein), oder beides, getrocknete Trauben, frische Trauben, Traubenmus. Und dann die berühmten Stellen darauf kontrollieren, was jetzt wirklich gemeint war. War der gute Wein in Kanaa wirklich vergoren?
Ich finde es etwas pervers, wenn man die bekannten Alkoholiker-Karrieren sozusagen als Vorbilder hinstellt. Goethe soll übrigens auch gesagt haben: Jugend ist Trunkenheit ohne Wein.
Sicher kann man sich trotzdem an den alkoholbedingten Werken freuen. Sie gehören auch zum Leben. An echten, ungedopten Leistungen freue ich mich aber mehr, wie beim Sport.
Ein Freund sagt dazu: Alle als Alkoholiker bekannten Schriftsteller (Fallada, London) haben ihre breühmten Werke grundsätzlich in Phasen der Nüchternheit verfasst. Anders wäre dabei ja auch nur Gemurkse rausgekommen. In dem Buch von Simon Borowiak („Alk“) räumt der Autor mit dem Mythos auf (in einem sehr schön dargestellten Selbstversuch mit Schriftproben), dass man betrunken Literatur verfassen könne.

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Ratgeber: Kinder vor Alkohol schützen

Donnerstag 21. Januar 2010 von htm

Die Bilder in den Medien von haltlos betrunkenen Jugendlichen erschrecken viele Eltern. Es scheint, dass das exzessive Komasaufen bei Kindern und Jugendlichen äußert populär ist. Hundertprozentig können Eltern ihre Kinder nicht vor Alkohol schützen. Aber mit unseren Tipps helfen Sie Ihren Kindern, den Verlockungen des Alkohols selbstbewusst zu widerstehen. (Quelle: Google Alkohol Alert, 20.1.10) vnr.de, 20.10.10 Online-Kommentar: 1981 gab ich als wahrscheinlich erster eine Eltern-Information heraus mit solchen Ratschlägen, weil die entsprechenden Eltern-Abende der Suchtprävention die Eltern ziemlich ratlos zurückliessen. Hier ein paar Punkte daraus:

Sie werden nie Gewissheit haben, dass Ihr Kind vom Drogenkontakt verschont bleibt, aber Sie können Ihrerseits die Möglichkeiten vorzubeugen, 100prozentig ausnützen und das in Ihrer Macht Liegende tun, wenn Sie nur wollen!
Einige Vorschläge werden für Sie wahrscheinlich neu sein, vielleicht sogar zum Widerspruch herausfordern, was beim heutigen Informationsstand der Bevölkerung nur natürlich wäre…(Heute noch genau so)
– Verführen Sie nicht die eigenen Kinder zum Alkoholkonsum, wie es bei Familienfesten oft vorkommt.
– Denken Sie daran, dass ein Alkoholvorrat in der Wohnung (Hausbar) oder im Keller die Kinder in Ihrer Abwesenheit zum Neugierkonsum verleiten kann.
– Erziehen Sie Ihre Kinder zu kritischem Konsumieren, zum Verzichtenlernen, zum Mut, zur eigenen Meinung in der Gruppe zu stehen. Vergessen Sie auch hier das eigene Beispiel nicht.
– Bleiben Sie mit Ihren Kindern im Gespräch. Versuchen Sie, Drogenprobleme, die durch Massenmedien oder in der Nachbarschaft bekannt werden, sachlich zu diskutieren.
– Halten Sie guten Kontakt mit dem Lehrer Ihrer Kinder.
– Helfen Sie, wenn die Möglichkeit besteht, bei den Vorbereitungen von Klassenlagern und Schülerfesten mit.
– Fordern Sie Lehrer, Behörden und Politiker auf, in der Schule ein Klima zu schaffen, das frei ist von Alkohol, Tabak und andern Drogen.
– Denken Sie daran, dass auch Ihr eigenes Freizeitverhalten bewusst oder unbewusst ein wichtiger Miterzieher sein kann.
– Lenken Sie die Freizeitgestaltung Ihrer Kinder behutsam. Schicken Sie Ihre Kinder nur in Vereine, die keine ausgesprochene Drogengefahr bedeuten. Besondere Vorsicht ist leider bei gewissen Sportvereinen nötig. (Heute besonders über: Alkoholsponsoring) Lernen Sie die Leiter persönlich kennen und halten Sie Kontakt zu Ihnen.
– Schicken Sie Ihre Kinder nach Möglichkeit in eine gute, alkoholfrei lebende Jugendgruppe. Helfen Sie beim Aufbau einer neuen Gruppe mit, falls keine vorhanden ist.
– Unterstützen Sie alle politischen Vorstösse, die den Konsum der legalen und illegalen Drogen einschränken, z.B. Getränke- und Tabaksteuern, Werbeverbote, Jugendschutzgesetze, Bedürfnisklausel in Wirtschaftsgesetzen, Preisgestaltung in Restaurants (alkoholfreie Getränke sollten billiger sein als Bier), usw.
– Wählen Sie keine Politiker, die wirtschaftliche Interessen über Aspekte der Volksgesundheit stellen oder sogar direkt Alkohol- oder Tabakwerbung betreiben.
– Unterstützen Sie Zeitungen, die trotz der Drogenwerbung versuchen, die Pressefreiheit in ihrem Bereich zu retten.
– Unterstützen Sie Bestrebungen, die Sozial- und Präventivmedizin zu stärken.

Sie sehen, in 29 Jahren kein Fortschritt. Dank Falschinformation und alkoholfreundlicher Politik.

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Barstreet Festival: Wer Alkoholfreies trinkt, verliert Geld

Dienstag 19. Januar 2010 von htm

«Sensationeller Eintrittspreis von nur fünf Franken»: Mit diesem günstigen Angebot lockte das Barstreet-Festival am Freitag Tausende von Besuchern auf das Berner Bea-Gelände. Der Haken: Zusätzlich zum Ticket mussten die Ausgänger einen zehnfränkigen Gutschein kaufen, den sie an einer Bar gegen ein Getränk bis zum selben Wert eintauschen konnten. (Quelle: Google Alkohol Alert, 18.1.10) 20minuten ONLINE, 18.1.10 Kommentar: Das sollte verboten sein. Anstiftung zum Konsum von teuren, starken Alkoholika.

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TOP NEWS: Die Gesundheit in Krisenzeiten

Montag 18. Januar 2010 von htm

Nachlese: Der Tages-Anzeiger stellte im Dezember die Frage, ob Krisen die Gesundheit förderten. Dabei wurde erwähnt, dass während der Wirtschaftskrise in den USA zwischen 1929 und 1936 die Lebenserwartung eines Bürgers von 57,1 auf 63,3 Jahre angestiegen sei. Als Grund wird vermutet, dass wirtschaftlich gute Zeiten mehr Arbeitsunfälle und Stress brächten und der Konsum ungesunder Produkte zunehme. (Quelle: Tages-Anzeiger, 9.12.09) Kommentar: Logisch ist, dass weniger Konsum ungesunder Produkte die Lebenserwartung steigert. Bekanntlich war die Wirtschaftskrise auch die Zeit der Alkoholprohibition. Womit die Legende von deren Unwirksamkeit, die von der Alkohollobby und deren hörige Presse ständig kolportiert wird, einmal mehr widerlegt ist.

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