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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Verkehr'

D: Soll Alkohol im Stadion verboten werden?

Dienstag 28. Juni 2011 von htm

Der Meinungsstreit zum Alkoholverbot in den Stadien der ersten und zweiten Fußball-Bundesliga geht quer durch die Gesellschaft. Auch die Innenpolitiker sind sich uneins in ihrer Bewertung.
Hessens Innenminister Boris Rhein (CDU) stößt mit seinem Vorstoß für ein Alkoholverbot in Fußballstadien auf wenig Gegenliebe. Er will mit einem Alkoholverbot in den Stadien Gewaltexzesse eindämmen. Seiner Meinung nach enthemmt erst der Alkoholkonsum viele der späteren Täter. … (Quelle: Google Alkohol News, 27.6.11) blog.nz-online.de, 27.6.11
unser Online-Kommentar: Ein teilweises Alkoholverbot, wie beispielsweise in Stadien, immer oder nur bei Hochrisikospielen, ist eine Art von Symptombekämpfung, die Sinn machen kann, wenn keine besseren Möglichkeiten zur Verfügung stehen, um die Randalierer vor sich selbst und die Stadien, Bahnen, normalen Fans und Steuerzahler vor denen zu schützen.
Besser wäre natürlich, wenn mittels einer richtigen Alkoholpolitik der Alkoholkonsum und damit die alkoholbedingten Schäden generell heruntergefahren würden. Die von vielen im voraus bejammerte angebliche Freiheitsberaubung geschieht ja nicht beim Konsum sondern beim Erdulden der Schäden und deren Kosten durch die Allgemeinheit – nach dem Motto: Die Profite der Alkoholindustrie, die Schäden der Gesellschaft.

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USA: „Jackass“-Star Dunn hatte fast zwei Promille Alkohol im Blut

Freitag 24. Juni 2011 von htm

„Jackass“-Star Ryan Dunn hatte zum Zeitpunkt seines tödlichen Verkehrsunfalls fast zwei Promille Alkohol im Blut. Am Montagmorgen war der Stuntman laut Polizeiangaben nahe Philadelphia mit über 220 Kilometern pro Stunde mit seinem Porsche von einer Straße abgekommen und in einen Wald gerast. Das Fahrzeug ging in Flammen auf. Dunn und sein Beifahrer kamen bei dem Unfall ums Leben. (Quelle: Google Alkohol News, 24.6.11) welt.de, 23.6.11

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D: Politik will Alkohol aus den Stadien verbannen

Dienstag 21. Juni 2011 von htm

Die Probleme mit gewaltbereiten Fußballfans beschäftigt mal wieder die Politik. Auf der Innenministerkonferenz wird über ein generelles Alkoholverbot, auch für die An- und Abreise zu den Spielen, beraten.
In der abgelaufenen Saison kam es in den Stadien, aber auch im Anschluss an die Spiele, zu teils heftigen Ausschreitungen gewalttätiger Fans sowie Zusammenstößen mit der Polizei. Die Politik befürchtet eine weitere Zunahme an Gewalt und hat dabei vor allem die kommende Saison in der 2. Bundesliga im Blick. …
Hessens Innenminister Boris Rhein fordert vor der am Dienstag (21.06.11) beginnenden Innenministerkonferenz der Länder ein flächendeckendes Alkoholverbot in den Fußball-Stadien. Dabei soll auch diskutiert werden, ob das Verbot für Busse, U- und S-Bahnen gilt, in denen Fans zu den Stadien transportiert werden. „Der Konsum muss drastisch reduziert werden, weil er die Fans oft erst völlig enthemmt. Ich halte deshalb ein Alkoholverbot in Fußballstadien und im öffentlichen Nahverkehr für sinnvoll“, sagte der CDU-Politiker. (Quelle: Google Alkohol News, 21.6.11) sportschau.de, 20.6.11

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CH: Das Bundesamt für Verkehr will härter gegen Hooligans vorgehen

Montag 20. Juni 2011 von htm

Sie prüfen zum Beispiel, ob in jedem Fall an der geltenden Transportpflicht festgehalten werden muss oder ob es davon Ausnahmen geben darf. Heute darf jeder, der ein Billett hat, mit dem Zug von A nach B reisen. Dieses System ist gut, es kann bei Sonderzügen aber zu Problemen führen. Es darf nicht sein, dass auf diesen Fahrten schon fast routinemässig Züge verwüstet werden – und die Fans trotzdem darauf zählen können, ins Stadion und wieder nach Hause befördert zu werden. Da sind wir als Aufsichtsbehörde gefordert und müssen den Bahnen helfen.
Wir erwägen in den Zügen gewisse Massnahmen. Zur Debatte steht zum Beispiel ein Alkoholverbot für gewisse Züge sowie Alkoholtests. Auch ein Verbot von Glasflaschen ist denkbar. Wir klären derzeit ab, was im Rahmen des Hausrechts der Bahnen schon möglich ist und was man allenfalls beschliessen müsste. Wenn nötig, werden wir Gesetzes- oder Verordnungsänderungen vorschlagen. (Quelle: Aus einem Interview der NZZ am Sonntag mit Peter Füglistaler, Chef des Bundesamtes für Verkehr. 19.6.11) Kommentar: Trauerspiel ohne Ende.

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DRUID-Abschlusskonferenz in Köln

Donnerstag 16. Juni 2011 von htm

Eine konstant hohe Zahl von Verkehrsunfällen kann auf psychoaktive Substanzen zurückgeführt werden. Das EU-Projekt DRUID (Driving under the influence of alcohol, drugs and medicines) untersucht seit 2005 die Verbreitung verschiedener Substanzen im Straßenverkehr und deren Einfluss auf die Verkehrssicherheit sowie mögliche Sicherheitsmaßnahmen und neue Forschungsmethoden.
Am 27. und 28. September 2011 findet die Abschlusskonferenz in Köln statt, zu der mehr als 300 internationale Teilnehmer erwartet werden. … (Quelle: Google Alkohol News, 15.6.11) dvr.de, 15.6.11

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App Store: Apple entfernt Alkohol-Apps

Samstag 11. Juni 2011 von htm

Warnhinweise über Alkoholkontrollen der Polizei von iPhone-Apps wird es bald nicht mehr geben. Die Verbannung aus dem App Store ist eine Reaktion des Unternehmens aus Cupertino auf eine Forderung von US-Politikern.
Apps wie Trapster warnen Smartphone-Nutzer über Radar- und Laserfallen, Rotlicht-Kameras und Geschwindigkeits-Kameras und nehmen auch Hinweise aus der eigenen Community auf. Zu den Hinweisen gehören offenbar auch Informationen über mögliche Alkoholkontrollen. Doch damit dürfte es bald vorbei sein. Macrumors berichtet, dass Apple Apps, die über mögliche Alkoholkontrollen aufklären, aus dem eigenen Software-Einkaufsladen verbannen möchte. …
Apple hat in Reaktion auf den Brief jetzt seine Aufnahme-Richtlinien für den App Store geändert. In dem aktualisiertem Regelwerk heißt es nun unter anderem, dass Software mit Informationen zu „DUI Checkpoints“ verbannt werde, die nicht von den Exekutivorganen veröffentlicht wurde oder den Fahrer ermutige, unter Alkoholeinfluss Auto zu fahren.
Research in Motion, die Hersteller der BlackBerry-Smartphones, hatte die fraglichen Apps bereits direkt nach dem Brief der Senatoren entfernt; Google wich der Forderung aus. Ob Apple solche Software jetzt tatsächlich aus seinem App Store wirft, bleibt abzuwarten. (Quelle: Google Alkohol News, 11.6.11) netzwelt.de, 10.6.11

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A: So wird der Alkohol ausgebremst

Donnerstag 9. Juni 2011 von htm

Der Unfall einer Obersteirerin, die mit 1,8 Promille Alkohol im Blut einen Schulbus mit sechs Kindern lenkte, hätte weit schlimmer enden können. Mit einem Alkolock wäre er hingegen gar nicht passiert, denn er hätte die Frau an der Fahrt mit dem Kleinbus gehindert. Das System wird derzeit erprobt, findet aber nicht nur Zustimmung.
Alkolock? Das System machte zuerst in Schweden Karriere. Dabei muss, bevor ein Auto gestartet wird, in das Mundstück eines kleinen Gerätes geblasen werden, das mit dem Fahrzeug verbunden ist. Wird die Promillegrenze überschritten, blockiert die Zündung.
In Holland müssen seit dem heurigen Jahr alle Lenker, die von der Polizei mit 1,3 Promille und mehr am Steuer erwischt wurden, einen Alkolock in ihr Auto einbauen. In Österreich läuft seit dem vorigen Herbst ein Pilotversuch, an dem sich 26 Transportunternehmen mit 30 Lkw freiwillig beteiligen. Im Herbst wird das Projekt auf wiederholt alkoholisierte Lenker ausgeweitet.
Verkehrsministerin Doris Bures (SP) peilt als Ziel eine gesetzliche Regelung an, nach der alle Berufsfahrer (Bus- und Lkw-Lenker) sowie auch alle mehrfach betrunken ertappte privaten Lenker einen Alkolock in ihr Fahrzeug einbauen müssen. … (Quelle: Google Alkohol News, 9.6.11) kleinezeitung.at, 8.6.11 unser Online-Kommentar: Erprobtes System:
Das System funktioniert. In den USA gibt es eine Studie dazu. Weiter warten kostet nur Menschenleben.
Die Finanzierung müsste gefunden werden, wenn man bedenkt, wie viel Gesundheits- und Todesfallkosten eingespart werden können.
Eine gewisse Toleranz für Betrügereien muss einkalkuliert werden. Dies fällt aber nicht ins Gewicht.

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D: Schlägerei auf S-Bahnhof: Verdächtiger in Haft

Mittwoch 8. Juni 2011 von htm

Nach der tödlichen Herrentagsschlägerei in Rostock ist gegen den 24-jährigen mutmaßlichen Haupttäter am Freitag Haftbefehl wegen Totschlags erlassen worden. Der junge Mann soll das 44 Jahre alte Opfer mit einem massiven Faustschlag gegen den Kopf schwer verletzt haben, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der Mann stürzte daraufhin zu Boden und verlor das Bewusstsein. Er starb wenig später im Krankenhaus.
Wie inzwischen bekannt wurde, war offenbar ein Streit darüber, wer den schöneren Herrentagswagen hätte, Anlass der Auseinandersetzung.
Bereits wenige Stunden nach der Tat lieferten sich Betrunkene am S-Bahnhof und in der Nähe des Leuchtturms erneut heftige Prügeleien. Rettungskräfte und Polizei waren bis in die Nacht hinein im Großeinsatz. (Quelle: Google Alkohol News, 8.6.11) ostsee-zeitung.de, 3.6.11

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Blutkonserven-Kurier als Blaufahrer ohne Führerausweis

Donnerstag 2. Juni 2011 von htm

Vom Zürcher Bezirksgericht wurde ein 52-Jähriger wegen mehrfachen Fahrens eines Fahrzeuges trotz Führerscheinentzug und Fahrens in fahrunfähigem Zustand zu 330 Tagessätzen à 40 Franken verurteilt. 170 Tagessätze bedingt auf vier Jahre. Sein Ausweis war ihm schon 2004 auf unbestimmte Zeit entzogen worden. Im März 2010 geriet er auf einer Fahrt als Blutkonserven-Kurier mit 2.04‰ in eine Polizeikontrolle. (Quelle: NZZ, 1.6.11, nicht online)

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CH: Schwarzer Fussball-Frühling

Mittwoch 1. Juni 2011 von htm

Der Fussballverband sträubt sich gegen härtere Massnahmen gegen Hooligans
Die Gewalt bei Fussballspielen hat in diesem Frühling überdurchschnittlich zugenommen. Die Massnahmen gegen Hooligans greifen zu wenig.
Sie haben Scheiben eingeschlagen, Verkleidungen von Beleuchtungskörpern heruntergerissen und Handfeuerlöscher geleert. Während der Aufenthalte in Bahnhöfen schmissen sie Flaschen aus dem Zug und verletzten einen Passanten: die Fans des FC Sion, als sie am Sonntag zum Cup-Final nach Basel fuhren. Der Schaden, den die Hooligans im Extrazug angerichtet haben und den die SBB bezahlen müssen, geht in die Zehntausende von Franken. … (Quelle: NZZ, 31.5.11) Kommentar:Grosser Artikel aber kein Wort über Alkohol. Letztes Jahr drei Millionen Franken ungedeckte Schäden, massiv verbilligte Billette, alles zahlt der SBB-Kunde.

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