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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Sozialkosten'

Säufer stören genau so (wie Raucher)

Mittwoch 17. August 2011 von htm

Rauchen – auf dem Weg zum Totalverbot im öffentlichen Raum.
In einem Meinungsartikel vergleicht Erwin Haas die Bemühungen, das Rauchen aus dem öffentlichen Raum wegzubringen mit den kaum vorhandenen Massnahmen gegen das genauso schädliche Alkoholtrinken. (Quelle: Tages-Anzeiger, 17.8.11) Kommentar: Wegen der schädlichen Einflüsse auf die Umwelt wird Alkohol in der industrialisierten Welt als die gefährlichste Droge eingestuft. Die Umwelt, das sind wir alle. (Siehe auch den nicht veröffentlichten Leserbrief.)

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D: Geringere Alkoholsteuer-Einnahmen durch weniger Konsum

Mittwoch 17. August 2011 von htm

Die Deutschen haben 2010 weniger Alkohol getrunken als im Jahr zuvor. Dies wirkt sich auf die öffentlichen Kassen aus: Über die Alkoholsteuer fielen im vergangenen Jahr 3,1 Milliarden Euro an die Länder und den Staat. 156 Millionen weniger als 2009, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit. … (Quelle: Google Alkohol News, 17.8.11) noows.de, 16.8.11 unser Online-Kommentar: Thilo Bunzel: Er hat völlig recht. Nur dass eine Weinsteuer den weinproduzierenden Ländern zugute kommen sollte, finde ich weniger gut. Die profitieren ja von den Einkommensteuern der Winzer. Die alkoholbedingten Schäden durch den Weinkonsum fallen aber in allen Ländern an. Die Biersteuer ist viel zu gering.

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Nachlese zur Zürcher Street Parade 2011

Montag 15. August 2011 von htm

Die Kantonspolizeien Aargau und Zürich haben auf Autobahnen um Zürich in der Nacht auf Sonntag Alkoholkontrollen durchgeführt. 37 Lenker mussten wegen Alkohol oder Drogen den Führerschein abgeben, 3 wurden verzeigt (0,5 – 0,8 Promille). (Quelle: NZZ, 15.8.11)
267 ärztliche Interventionen (Vorjahr 248) waren auf übermässigen Alkohol- oder Drogenkonsum zurückzuführen. Einer liegt mit Stichwunde im Koma, einer schwebt in Lebensgefahr nach 6m-Sturz bei Streit. (Quelle: Tages-Anzeiger, 15.8.11)
Der Zürcher Trance-Star DJ Energy ist tot: Wenige Stunden nach einem Auftritt an der Street-Parade verstarb der 37-Jährige. Die Todesursache ist unbekannt und wird untersucht. (Quelle: Tages-Anzeiger, 15.8.11)
Die Polizei hat am Sonntag auf der Autobahn A1 die Fahrfähigkeit von Fahrzeuglenker überprüft. Dies hauptsächlich im Hinblick auf Rückkehrer von der Street Parade, so die Kantonspolizei Bern. 16 Führerausweise mussten auf der Stelle abgenommen werden. (Quelle: Google Alkohol News, 16.8.11) bernerzeitung.ch, 15.8.11

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D: Kein Alkohol mehr auf der Hafentreppe in Leer

Sonntag 14. August 2011 von htm

Die Verwaltung hat Schilder aufgestellt. Das Verbot gilt am Abend und nachts. In letzter Konsequenz kann ein Ordnungsgeld verhängt werden. Das kann mehrere Hundert Euro betragen.
Wenn es warm wird und die Sonne scheint, ist sie einer der schönsten Plätze am Leeraner Hafen: die Treppe vor der Tourismuszentrale. Ein Ort zum Genießen. Allerdings nur dann, wenn sich dort nicht wieder Zeitgenossen niedergelassen haben, die grölend zur Flasche greifen. Die Stadt Leer will jetzt diesem Treiben einen Riegel vorschieben und hat ein Alkoholverbot ausgesprochen. Von 20 Uhr abends bis 8 Uhr morgens darf auf der Hafentreppe kein Alkohol mehr getrunken werden. So steht es auf zwei Schildern. … (Quelle: Google Alkohol News, 13.8.11) ga-online.de, 12.8.11

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Hamburg: Facebook-„Abschiedssaufen“: Sperrt die Hochbahn die U3?

Sonntag 14. August 2011 von htm

Ab 1. Oktober müssen Alkoholsünder innerhalb des HVV zahlen. Einen Tag zuvor wollen mehrere Tausend Facebook-Nutzer die U3 mit Alkohol stürmen.
Ab 1. September müssen Fahrgäste des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) ihr Bier leeren oder anderweitig entsorgen, bevor sie in die Bahn steigen. (Quelle: Google Alkohol News, 12.8.11) abendblatt.de, 11.8.11

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Neuer HTA-Bericht zur Prävention von Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen

Dienstag 26. Juli 2011 von htm

Köln – Ob und wie Präventionsmaßnahmen dazu beitragen, den Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen zu reduzieren, ist nicht hinreichend nachgewiesen. Darauf weist das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information in einem neuen Health Technology Assessment (HTA) hin.
Demnach können Familieninterventionsprogramme sowie personalisierte computergestützte Interventionen an Schulen, Colleges und Universitäten vermutlich zwar dazu beitragen, Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen vorzubeugen.
Dagegen sei die Wirksamkeit von Anzeigen- und Informationskampagnen in Funk und Fernsehen nicht ausreichend belegt. Der Bericht zeigt auch, dass nur wenige Maßnahmen Häufigkeit oder Menge des Alkoholkonsums dauerhaft reduzieren. (Quelle: aerzteblatt.de, 26.7.11)unser Online-Kommentar: Die im Rahmen der Gesundheitsförderung seit bald 20 Jahren übermächtige Verhaltensprävention hat nicht nur nichts gebracht sondern auch noch das Aufkommen der neuen Modeerscheinungen Rauschtrinken und Mixgetränke erleichtert.
Die Regierungen sollten endlich ihre Verantwortung übernehmen und wirksame Massnahmen der Verhältnisprävention einführen und durchsetzen. Die bisherigen Alibiübungen der Verhaltensprävention dienen nur der Alkoholindustrie und nicht der Bevölkerung. Sogar die Weltgesundheitsorganisation der UNO drängt seit einem Jahr darauf.

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CH: Mehrere Schlägereien überschatten das Montreux Jazz Festival

Sonntag 17. Juli 2011 von htm

Beim Montreux Jazz Festival ist es in drei Nächten zu grösseren Auseinandersetzungen zwischen Festivalbesuchern und Sicherheitsleuten gekommen. Ein Sicherheitsmitarbeiter wurde ernsthaft verletzt. Zudem gab es grösseren Sachschaden.
Gemäss Polizeiangaben vom Sonntag gingen in den Nächten auf Samstag und Sonntag jeweils mehrere Gruppen von insgesamt rund 300 alkoholisierten Festivalbesuchern auf Sicherheitsleute und Polizisten los. Dabei flogen Flaschen, Steine und ähnliche Gegenstände. Die Randalierer verursachten grösseren Sachschaden, unter anderem auch an parkierten Autos. … (Quelle: sonntagszeitung.ch, 17.7.11)

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Mehr Polizisten für Winterthurs Partymeile

Samstag 16. Juli 2011 von htm

Schwere Schlägereien, verdreckte Strassen: Die Stadtpolizei verstärkt ihre Präsenz um den Bahnhof Winterthur. Und spannt mit Clubbetreibern zusammen. … Die Stadtpolizei verzeichnete in Bahnhofsnähe einen markanten Anstieg an Schlägereien: Von 69 im Jahr 2007 auf 102 im letzten Jahr, teils mit massiven Körperverletzungen. „Das Risiko für Konflikte ist gross, vor allem wenn Alkohol im Spiel ist“, sagte Polizeivorstand Künzle. … Für die zusätzlichen Aufgaben wird die Polizei im Herbst um drei Personen aufgestockt. Drei weitere Stellen werden im Budget 2012 beantragt. .. (Quelle: Tages-Anzeiger, 15.7.11, nicht online) Kommentar: Wieder Symptombekämpfung, die Steuerpflichtigen bezahlen. Aber eben: Der Rausch hat ja auch Positives, wie der Winterthurer Sozialvorstand Galladé im Mai gross verkündet hat. – Vor allem für die Alkoholindustrie.

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SPD gegen „Saufraum“ und für alternatives Alkohol-Projekt in der Nordstadt von Dortmund

Mittwoch 13. Juli 2011 von htm

Für den sogenannten Saufraum in Dortmunds Nordstadt hat sich immer noch kein Träger gefunden. Also fordert die SPD-Fraktion, das Projekt für die Trinkerszene zu begraben. Zugleich sollen die Fördermittel über eine andere Einrichtung an Alkoholkranke gehen.
Für Dortmunds SPD-Fraktion ist die Einrichtung eines „Saufraumes“ am Nordmarkt nach Kieler Vorbild gescheitert. Für ihren ordnungspolitische Sprecher sei vorhersehbar gewesen, dass sich niemand auf die Ausschreibung zu dieser besonderen Hilfe für die Trinkerszene beworben habe. „Insbesondere die Dortmunder Wohlfahrtsverbände haben sich nicht an diesem Ausschreibungsverfahren beteiligt“, so SPD-Ratsmitglied Dirk Goosmann. … (Quelle: Google Alkohol News, 13.7.11) derwesten.de, 12.7.11

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CH: Szenen einer disziplinierten Gesellschaft

Montag 4. Juli 2011 von htm

Alkoholverbote, Bussen für Littering, Wegweisungen – Schweizer Städte domestizieren ihren öffentlichen Raum
In den Städten geniessen wir die Vorzüge der 24-Stunden-Gesellschaft, doch sobald uns Lärm und Littering stören, rufen wir nach dem Staat. Dieser antwortet mit Verboten und Bussen – und schiesst oft übers Ziel hinaus. … (Quelle: Neue Zürcher Zeitung, 4.7.11) unser Online-Kommentar: Wenn der Kragen platzt.
Immer mehr Gemeinden, Verkehrsbetriebe, Stadien erwägen Massnahmen gegen überbordende Folgen des Alkoholkonsums. Sie ziehen die Notbremse und betreiben Symptombekämpfung. Das gefällt natürlich nicht allen, am wenigsten der Alkoholbranche, die ja am meisten von den krankhaft und risikoreich Konsumierenden verdienen, die etwa 50% des Konsums bestreiten.
Viel besser wäre für alle eine sinnvolle Alkoholpolitik. Damit eine solche aber verwirklicht werden könnte, bräuchte es ein korrekt informiertes Stimmvolk, das seine Interessen wahrnehmen könnte. Das hinwiederum ist gar nicht im Interesse der Alkoholindustrie und ihrer Verbündeten, also wird diese Information verhindert: Von den Medien und der Politik. Die Bevölkerung, die Passivtrinker, wie die WHO sagt, sind die Betrogenen. Sie bezahlt ein Leben lang ungefragt die Sozialkosten und leidet unter den Schäden.

Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Erhältlichkeit, Gewalt/Kriminalität, Jugend, Medien, Passivtrinker, Politik, Schweiz, Sozialkosten, Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen | Keine Kommentare »

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