Archiv für die Kategorie 'Medien'
Mittwoch 2. Juni 2010 von htm
Geesthacht, 2. Juni 2010. Der demografische Wandel stellt auch die Suchthilfe vor große Herausforderungen: Künftig müssen immer mehr alte Menschen mit Abhängigkeitsproblemen betreut werden. „rausch“, das unabhängige Magazin für Suchtfragen, stellt in seiner Juni-Ausgabe die wenigen vorhandenen Konzepte vor und geht auch der Frage nach, wie das Pflegepersonal mit Opas Wunsch nach seinem Joint zur Pink-Floyd-CD künftig umgehen könnte.
Wer die Lücke füllen soll, wenn die vergreisenden Selbsthilfeorganisationen ihre Angebote nicht mehr aufrecht halten können, ist eine weitere Facette zum Themenschwerpunkt »Sucht in der alternden Gesellschaft.«
Weitere Themen des Heftes sind ein Besuch in Deutschlands einzigem Hanfmuseum, wie die Bundesregierung Gesundheitsgefahren durch verunreinigtes Cannabis ignoriert sowie die aktuelle Positionierung der Suchthilfe in Deutschland. (Quelle: „rausch“, 2.6.10) www.neuland.com
Kategorie: Abhängigkeit, Allgemein, Andere Drogen, Gesundheit, Internationales, Medien, Rehabilitation, Senioren, Veröffentlichungen |
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Sonntag 30. Mai 2010 von htm
Können wir Minderjährige besser vor Alkoholmissbrauch schützen?
Minderjährige Jugendliche können immer noch trotz Jugendschutzgesetz problemlos Alkohol bekommen. Entweder kaufen Sie das Zeug in kleineren Läden selbst oder sie schicken einen Älteren vor, der den Alkohol legal kaufen kann. Immer wieder erlebe ich in Supermärkten – immerhin wird dort mittlerweile der Ausweis kontrolliert, wenn junge Leute Alkohol kaufen wollen-, dass Gruppen von Jugendlichen, die offensichtlich noch keine 16 Jahre alt sind, sich in der Spirituosenabteilung bedienen, einen älteren dabeihaben, der dann an der Kasse den Gesamteinkauf bezahlt. Die ersten Flaschen werden dann meist noch vor dem Supermarkt geöffnet. Das muss endlich ein Ende haben. …
Antwort von Prof. Michael Klein, Köln, Deutsches Institut für Sucht- und Präventionsforschung (DISuP) an der Katholischen Hochschule NRW:
Sie machen sich berechtigte Sorgen um die Kinder und Jugendlichen, die exzessiv Alkohol trinken und sich damit in Gefahr für Leib und Leben bringen. Auch wenn der Alkoholkonsum unter Jugendlichen insgesamt seit vielen Jahren leicht rückläufig ist, gibt es auf der anderen Seite Subgruppen von Kindern und Jugendlichen, die immer härtere Konsumstile, im Volksmund „Komasaufen“ genannt, zeigen. Diese Jugendlichen sind zwar eine Minderheit – Untersuchungen gehen von bis zu 15 Prozent der 16- bis 18-Jährigen aus, die regelmäßig exzessives Trinken zeigen. Aber trotz der Tatsache, dass die Mehrheit der Jugendlichen mit Alkohol angemessen umzugehen vermag, sind Alkoholexzesse, bei denen junge Menschen zu Schaden kommen, tragisch und dürfen nicht passieren. … (Quelle: Google Alkohol News, 30.5.10) tagesspiegel.de, 29.5.10 mit unserem Online-Kommentar
Kategorie: Alkoholindustrie, Alkoholsteuern, Allgemein, Gewalt/Kriminalität, Internationales, Jugend, Kinder, Medien, Politik, Religion und Alkohol, Verhältnis-Präv., Werbung |
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Mittwoch 26. Mai 2010 von htm
Fünfte Gewalt. Ein Wirrwarr. Von Prof. Roger Blum, Medienwissenschafter, Präsident der UBI (Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen) Im Tages-Anzeiger, 26.5.10. (nicht online)
„Die Medien kontrollieren und kritisieren die Akteure in Politik und Wirtschaft. Sie stellen eine Art „vierte Gewalt“ dar, einen Wachhund der Demokratie. Wer aber kontrolliert die Medien? Es ist offensichtlich, dass es Instanzen braucht, die auch die Medien kritisieren und kontrollieren, gewissermassen eine „fünfte Gewalt“. Denn die Medien verfügen über beträchtliche Macht. Grosse Medienunternehmen wie Google, SRG, Tamedia (…) entscheiden weitgehend darüber, wie die Bevölkerung informiert wird. Kommentar: Er zählt die verschiedenen Gremien auf, die Medienkritik betreiben, allesamt ziemlich ineffektiv. Auch seine eigene UBI kritisiert er. Hat er dort so viel Gegenwind, dass er selber die nötigen Verbesserungen nicht durchbringt? Zum Schluss sagt er: „Es gäbe Wege aus dem Elend. Man muss sie nur gehen.“ Der Satz passt genau auch aufs Alkoholproblem. Aber alle verstecken sich und sagen, der Druck der Alkohollobby sei zu gross. Die UBI hat damals, unter dem Vorgänger von Roger Blum, meine Beschwerden wegen Schleichwerbung für Alkohol abgewiesen. Ebenso der Schweizer Presserat meine Beschwerde, die Presse halte sich nicht an ihre eigenen Regeln über Rechte und Pflichten der Journalisten und würden das Alkoholproblem nicht seiner Bedeutung entsprechend recherchieren und behandeln. Heute wieder besonders aktuell, wo sie die WHO-Resolution zur globalen Alkohol-Strategie totschweigt. (siehe auch www.persoenlich.com, 3.6.10) mit unserem Online-Kommentar
Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Medien, Politik, Prominenz, Schweiz, Zitate |
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Mittwoch 26. Mai 2010 von htm
heute 21.15 Uhr. Neues Doku-Format „Süchtig“ zeigt Menschen, die den Kampf gegen ihre Abhängigkeit aufnehmen. Mit Dr. Christoph Heck, Facharzt. (Quelle: Tages-Anzeiger, 26.5.10)
Kategorie: Alkoholkrankheit, Allgemein, Internationales, Medien, Rehabilitation |
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Mittwoch 26. Mai 2010 von htm
In Schaffhausen fielen sie nach dem Anfahren, als sie in eine Kurve einbogen aus dem Wagen. Sie hatten 1,7 und 2 Promille. Sie verletzten sich leicht. (Quelle: Tages-Anzeiger, 26.5.10) Kommentar: Darüber wird berichtet. Über die WHO-Generalvesammlung mit der Resolution für eine globale Alkohol-Strategie seit einer Woche kein Wort. Aber ein grosser Artikel von Prof. R. Blum über „Das Elend der Medienkritik“.
Kategorie: Allgemein, Medien, Schweiz, Verkehr, Weltgesundheits-Org., Zitate |
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Mittwoch 26. Mai 2010 von htm
Online-Kommentar zum Artikel im Tagesspiegel vom 25.5.10 tagesspiegel.de, 25.5.10
Es ist wirklich tragisch. Da werden laufend neue Präventionskampagnen ausgeheckt, der Konsum geht leicht zurück und das Komasaufen nimmt zu, immer wieder auch mit tödlichen Folgen. Der Politik seien die Hände gebunden. Das stimmt natürlich. Die Alkoholindustrie hat die Politik im Griff. Die Politiker wagen nicht, die bekannten, erfolgversprechenden Massnahmen zu ergreifen, weil sie befürchten, das Volk würde sie nächstens abwählen. Das Stimmvolk kann aber gar nicht anders, weil es von den Behörden, den Medien und der Werbung nicht oder falsch informiert wird und deshalb glaubt, man könne gar nichts dagegen tun. Alkohol gehöre nun mal zur Kultur, sei keine Droge, sei flüssiges Brot, gehöre unbedingt zum Lifestyle, sei sogar gesund und was der Sprüche noch mehr sind.
Die WHO, Weltgesundheitsorganisation, hat letzten Donnerstag die Resolution für eine globale Alkohol-Strategie einstimmig verabschiedet. D.h. die europäischen Länder waren auch dabei. Leider ist die Umsetzung der empfohlenen Massnahmen freiwillig. Und die Medien und die Behörden hüllen sich wie oben beschrieben in Schweigen. Nicht einmal das Deutsche Ärzteblatt hat bisher in seinem täglichen Newsletter darauf reagiert. Das ruft nach einer kleinen Revolution von unten! Das schon immer auf diesem Gebiet für dumm verkaufte Volk sollte sich informieren und dann eine objektive, evidenzbasierte Alkoholpolitik im Sinn der WHO verlangen und nur Politiker wählen, die versprechen, dies zu tun. Unabhängige Informationen gibt es z.B. auf www.alkoholpolitik.ch.
Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Internationales, Jugend, Kinder, Leserbriefe, Medien, Politik, Statistik, Verhältnis-Präv., Weltgesundheits-Org., Werbung |
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Mittwoch 26. Mai 2010 von htm
Polizei bestätigte Tod der Steglitzer Schülerin und ordnete Obduktion an. Die Hälfte aller Jugendlichen mit Alkoholvergiftung ist inzwischen weiblich.
Ein 14-jähriges Mädchen wurde am Samstagvormittag in Steglitz im Haus ihrer Eltern tot aufgefunden. Möglicherweise starb sie an den Folgen einer Alkoholvergiftung. Nach Aussage von Bekannten, soll die Neuntklässlerin am Abend zuvor bei einer privaten Schülerparty in einem Einfamilienhaus im brandenburgischen Kleinmachnow erhebliche Mengen an Alkohol getrunken haben. Mitschüler berichten, dass das Mädchen noch in der Nacht auf ihrem Facebook-Profil geschrieben hatte: „So betrunken war ich noch nie“. Am nächsten Morgen war sie tot. Die 14-Jährige habe schon häufiger getrunken, heißt es im Freundeskreis. (Quelle: Google Alkohol News, 26.5.10) tagesspiegel.de, 25.5.10 unser Online-Kommentar:
Es ist wirklich tragisch. Da werden laufend neue Präventionskampagnen ausgeheckt, der Konsum geht leicht zurück und das Komasaufen nimmt zu, immer wieder auch mit tödlichen Folgen. Der Politik seien die Hände gebunden. Das stimmt natürlich. Die Alkoholindustrie hat die Politik im Griff. Die Politiker wagen nicht, die bekannten, erfolgversprechenden Massnahmen zu ergreifen, weil sie befürchten, das Volk würde sie nächstens abwählen. Das Stimmvolk kann aber gar nicht anders, weil es von den Behörden, den Medien und der Werbung nicht oder falsch informiert wird und deshalb glaubt, man könne gar nichts dagegen tun. Alkohol gehöre nun mal zur Kultur, sei keine Droge, sei flüssiges Brot, gehöre unbedingt zum Lifestyle, sei sogar gesund und was der Sprüche noch mehr sind.
Die WHO, Weltgesundheitsorganisation, hat letzten Donnerstag die Resolution für eine globale Alkohol-Strategie einstimmig verabschiedet. D.h. die europäischen Länder waren auch dabei. Leider ist die Umsetzung der empfohlenen Massnahmen freiwillig. Und die Medien und die Behörden hüllen sich wie oben beschrieben in Schweigen. Nicht einmal das Deutsche Ärzteblatt hat bisher in seinem täglichen Newsletter darauf reagiert. Das ruft nach einer kleinen Revolution von unten! Das schon immer auf diesem Gebiet für dumm verkaufte Volk sollte sich informieren und dann eine objektive, evidenzbasierte Alkoholpolitik im Sinn der WHO verlangen und nur Politiker wählen, die versprechen, dies zu tun. Unabhängige Informationen gibt es z.B. auf www.alkoholpolitik.ch.
Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Gesundheit, Internationales, Jugend, Kinder, Medien, Politik, Verhältnis-Präv., Weltgesundheits-Org., Werbung |
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Dienstag 25. Mai 2010 von htm
Restalkohol: Kein Problem! Dieser Meinung sind auch die vier jungen Leute, die sich für den Beitrag des WDR-Magazins Servicezeit Mobil als Probandinnen und Probanden zur Verfügung gestellt haben. Nach einem feucht-fröhlichen Abend und der Erprobung der Fahrtüchtigkeit am nächsten Morgen ist das Ergebnis im wahrsten Sinn des Wortes: ernüchternd. (Quelle: www.medienladen.ch/, 25.5.10)
Kategorie: Allgemein, Jugend, Medien, Schweiz, Unterricht, Verhaltens-Präv., Verkehr |
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Samstag 22. Mai 2010 von htm
Debatte über den Umgang mit Generika. Die WHO erkennt den Handel mit unzuverlässigen Medikamenten als wachsendes Problem. Die WHO-Generalversammlung hat neue Strategien zur Bekämpfung von Alkoholmissbrauch und ungesunder Nahrung erarbeitet. Eine Entschliessung gegen illegal produzierte Medikamente führte zu einem Streit um die Berechtigung von Generika. Die Weltgesundheitskonferenz WHA, die Generalversammlung der Weltgesundheitsorganisation WHO, hat am Freitagabend in Genf nach einwöchiger Arbeit die letzten Entschliessungen verabschiedet. Sie legen Strategien und Empfehlungen für die WHO fest und setzen den Budgetrahmen für die Arbeit der Organisation. …Die WHO sieht als grossen Erfolg die Verabschiedung ihrer ersten Richtlinien zur Eindämmung des Alkohol-Missbrauchs. … (Quelle: NZZ, 22.5.10) Kommentar: Nun hat die NZZ wenigstens im letzten Abschnitt auf die Alkohol-Strategie kurz hingewiesen. Unter dem Untertitel „Empfehlung gegen Fast Food“. Die Alkohollobby muss einen gewaltigen Druck auf die Medien ausüben, dass diese sich kaum getrauen, das Thema aufzugreifen.
Kategorie: Alkoholsteuern, Allgemein, Gesundheit, Jugend, Medien, Politik, Schweiz, Veranstaltungen, Verhältnis-Präv., Weltgesundheits-Org., Werbung |
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Donnerstag 20. Mai 2010 von htm
An seiner gestrigen Sitzung hat der Bundesrat die von Finanzminister Merz vorgebrachte Behandlung des Alkoholgesetzes vertagt. Der Entwurf enthielt Bestimmungen für Mindestpreise, die aber auf Grund der starken Opposition der Alkohollobby wieder entfernt worden seien. (Quelle: Schweizer Fernsehen, „10 vor 10“, 19.5.10) Kommentar: Diese Vertagung muss nicht unbedingt schlecht sein. So kann der Bundesrat die WHO-Resolution zur Alkohol-Strategie abwarten und verinnerlichen, die diese Woche an der WHO-GV verabschiedet werden soll. Mindestpreise für Alkoholika sind wichtig in Verbindung mit einer generellen Alkoholsteuer, damit diese nicht unterlaufen werden kann. Dass sich der Bundesrat von der Alkohollobby immer noch unter Druck setzen lässt, zeigt, dass er vom Primat der Politik über die Wirtschaft noch immer nicht überzeugt ist. Interessant, dass die beiden grossen Zeitungen kein Wort darüber verloren haben.
Kategorie: Alkoholsteuern, Allgemein, Jugend, Medien, Neues Alkoholgesetz (CH), Politik |
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