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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Medien'

CH: Roger de Weck wird neuer SRG-Generaldirektor

Mittwoch 19. Mai 2010 von htm

Die Ernennung des ehemaligen Tages-Anzeiger-Chefredaktors wird als grosse Überraschung aufgenommen. Von Journalisten und von links bis Mitte links begrüsst, von rechts abgelehnt. (Quellen: Tages-Anzeiger, 19.5.10 / NZZ, 18.5.10 Kommentar: Im TA-Interview zitiert er aus dem Programmauftrag der SRG: „Die Vielfalt der Ereignisse und Ansichten muss angemessen zum Ausdruck kommen. Ansichten und Kommentare müssen als solche erkennbar sein.“ „..ich wäre nicht Generaldirektor geworden, wenn ich nicht voll und ganz hinter diesem Gundsatz stehen würde.“ Beim Alkoholproblem ist die Vielfalt der Ansichten jedenfalls bisher nicht berücksichtigt worden. Es wäre schön, wenn dies jetzt ändern würde.

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Fraktion der Grünen fordert null Promille am Steuer

Mittwoch 19. Mai 2010 von htm

Berlin. Die Grünen fordern in einem Positionspapier der Fraktion ein Alkoholverbot am Steuer, so dass man nur noch mit 0,0 Promille fahren darf. Sie wollen den Einsatz unter 16-jähriger Testkäufer gesetzlich verbieten und stärkere Beschränkungen für die Alkohol-Werbung wie für die Tabakwerbung.
Nach den Erfahrungen mit dem Alkopop-Gesetz, das alkoholische Mischgetränke verteuert hat, wollen die Grünen weitere Sondersteuern auf Alkoholika prüfen. Jugendliche sollen nicht auf billigere Alkoholika ausweichen können. (Quelle: Google Alkohol News, 19.5.10) pressemitteilungen-online.de / derwesten.de, 18.5.10 mit unserem Online-Kommentar: 0.0 Promille, Steuern auf weiteren alkoholischen Getränkn und Werbeeinschränkungen wären sicher effektive Massnahmen. Ein Verbot von Testkäufen durch Jugendliche hingegen wäre ein falsches Signal an die Verkäufer. Dass das Umgehen der Alcopop-Steuer verhindert werden soll, ist dringlich. Wenn die Massnahmen aber nur auf Jugendliche zielt, ist sie wenig glaubwürdig. Die Erwachsenen sollten auch ihren Beitrag leisten. Sie geben ja das schlechte Beispiel ab. Werbeeinschränkungen sind sinnvoll, wenn sie die ständige Präsenz des Alkohols in der Gesellschaft vermindern. Prävention bei Jugendlichen wird dann glaubwürdiger.

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Droge oder Genuss? – Alkohol spaltet Maischbergers Talk

Samstag 8. Mai 2010 von htm

Das Thema geht immer. „Alkohol – Bester Freund oder schlimmster Feind?“, fragt Sandra Maischberger in ihrem Talk am Dienstagabend gewohnt provokant. Ein Bierbrauer versucht sich verzweifelt als Verteidiger. Schwer macht ihm das auch ein offenbar angetrunkener Schauspieler. (Quelle: Google Alkohol News, 7.5.10) derwesten.de, 5.5.10 mit vielen Kommentaren. Wir kommentierten bereits.

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D: Grüne nehmen Alkohol-Werbung ins Visier

Donnerstag 6. Mai 2010 von htm

Die Grünen wollen Alkohol-Werbung im Fernsehen einschränken. Der Jugendexperte der Fraktion, Gehring, sagte, Werbespots für Bier und Schnaps sollten nicht so aufgemacht sein, dass sie Jugendliche ansprechen. Außerdem sollten sie nicht rund um Sendungen ausgestrahlt werden, die vor allem Jugendliche sehen. (Quelle: Google Alkohol News, 4.5.10) domradio.de, 3.5.10

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Leserbrief zu Drogentests in Schulen

Donnerstag 6. Mai 2010 von htm

19.4.2010
Redaktion der
Neuen Zürcher Zeitung
Briefe an die NZZ
8021 Zürich
Per e-mail redaktion@nzz.ch

Leserbrief zu „Wenn Pädagogen auch Polizisten sind“ am 19.4.10

Meine über dreissig Jahre als Oberstufenlehrer, der sich intensiv um Suchtprävention bemüht hat, haben mir gezeigt, dass die inzwischen wissenschaftlich erhärteten Erkenntnisse zutreffen: Schulprävention vermag den Wissensstand zu verbessern, aber kaum das Verhalten zu steuern. Ein wesentlicher Grund wird im Artikel am Schluss angedeutet: Solange das Umfeld von Alkoholfreudigkeit geprägt ist, wirkt die Prävention unglaubwürdig und ist unwirksam. Da spielt das nahe Umfeld der Lehrerschaft schon eine Rolle. Aber die ganze Erwachsenengesellschaft ist ja geprägt von Alkohol in jeder Situation, von der Wiege bis zur Bahre. Die Medien überbieten sich mit Lifestyle-Berichten zu Alkohol-Themen. Und die Politik gibt laufend neue Highlights (z.B. TV-Alkoholwerbung, Verwässerung des Präventionsgesetzes, usw.) als Dreingabe, damit ja klar ist, wie die Interessen verteilt sind.
Dass nun noch die Repression in der Schule mit Drogentests Einzug halten muss, ist eine weitere Bankrotterklärung der Politik, die nicht gewillt ist, das nötige Massnahmenpaket zu schnüren und ihrer Verantwortung gerecht zu werden.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
(nicht erschienen)

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Alkohol – Bester Freund oder schlimmster Feind? ARD heute

Dienstag 4. Mai 2010 von htm

Menschen bei Maischberger Dienstag, 4. Mai 2010, 22.45 Uhr, im Ersten Zu Gast Wolfgang Völz (Schauspieler) Harald Glööckler (Modedesigner) Christine Kröning (Mutter und Alkoholikerin) Dr. Dieter Geyer (Neurologe und Suchttherapeut) Sebastian Priller (Brauer) Peter Nissen (Jurist und Ex-Politiker, war alkoholabhängig) Wolfgang Völz Der Schauspieler ist gegen eine Verteufelung des Alkohols. (Quelle: Google Alkohol News, 3.5.10)infocomma.net, 2.5.10 (Wir haben einen Kommentar gesandt.) Wieder wurde das übliche Procedere abgehandelt: Die beiden Seiten traten gegeneinander an, die Moderatorin versuchte das Gleichgewicht zu halten. Die Alkohollobby erhielt wieder eine Plattform, die Harmlosigkeit des Alkoholkonsums zu betonen und damit alle Alkoholkonsumenten in ihrem Konsum zu bestärken. Damit wurde eine historische Chance vertan, die WHO-Resolution, die diesen Monat in Genf von der WHO-GV beschlossen werden wird, unters Volk zu bringen.

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D: Bundesweite Kampagne gegen Alkohol und Zigaretten

Donnerstag 29. April 2010 von htm

In Düsseldorf hat am Dienstag eine bundesweite Kampagne begonnen, um Jugendliche vor den Gefahren von Alkohol und Zigaretten zu warnen. Mit Kinoproduktionen soll bei Kindern und Jugendlichen eine kritische Haltung zu den legalen Suchtmitteln gefördert werden, wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mitteilte.
Die Jugendfilmtage werden in diesem Jahr bundesweit in 17 Städten durchgeführt. Mehr als 20.000 Schüler werden mit ihren Lehrkräften zu Filmen und Mitmachaktionen in Kinos erwartet. Unterstützt wird die BZgA-Kampagne vom Verband der privaten Krankenversicherung. (Quelle: aerzteblatt.de, 27.4.10)

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Internationaler Kongress der Recherchierjournalisten in Genf

Mittwoch 21. April 2010 von htm

Kommentar: Morgen beginne dieser Kongress, schreibt Constantin Seibt im Tages-Anzeiger. (nicht online) Das sei ein Grund, die Profis an alle offenen Recherchen zu erinnern. Und dann zählt er auf 56 Zeilen einer Spalte massenhaft offene Skandale und Skandälchen auf, die noch der Aufklärung harren würden. Zum Teil recht originelle Fragestellungen. Aber kaum mehr als zwei, drei echte Fragen, die für unsere Welt relevant wären. Auch das ungelöste, sehr relevante Alkoholproblem ist ihm nicht bekannt. Da drängt sich doch die Zusatzfrage auf, warum nicht?

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CH: Neues Projekt eines Medien-Observatoriums

Dienstag 13. April 2010 von htm

Der Öffentlichkeitssoziologe Kurt Imhof baut an einer Beobachtungsstation, welche die Lage der Medien erfassen soll. Wir befragten ihn zum Stand des Projekts. Interview: ras.
Kurt Imhof, Ende November 2008 kündigten Sie an, ein Medien-Observatorium zu gründen. Hat Ihr Projekt inzwischen Fortschritte gemacht? … (Quelle: nzz.ch, 13.4.10) Kommentar: Ist er wohl so unabhängig, dass er die Berichterstattung über die Alkoholpolitik untersuchen kann und will?

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Warum ist Alkohol gesellschaftsfähig und das Rauchen nicht?

Samstag 10. April 2010 von htm

Unser Online-Kommentar auf gutefrage.net, am 10.4.10
Dafür gibt es mehrere Gründe. Z.B. rauchen nur noch etwa 25-30%. Alkoholkonsumenten sind um die 75%. Dann ist die Alkoholindustrie in den industrialisierten Ländern meistens stark vertreten und mit ihrer Werbung und dem Sponsoring hat sie viele Menschen und Institutionen an sich gebunden (Werbung, Medien, Politiker, Regierungen. Viele Menschen sind selber an ein Trinkverhalten gewöhnt, das ihnen unbewusst nicht erlaubt, dagegen vorzugehen. Die wahrscheinlich mässig konsumierende Mehrheit denkt, sie habe ja kein Alkoholproblem, also geht es sie nichts an. Sie wollen auch keine kleinen Opfer bringen, z.B. höhere Alkoholsteuern, weil sie ihre Mitverantwortung leider nicht sehen. Der neue Begriff des „Passivtrinkers“ will gerade dies thematisieren. Jeder, ob Konsument oder nicht, leidet passiv an den Folgen des Alkoholkonsums der Gesellschaft. Durch verminderte Lebensqualität (Gewalt, sexuelle Gewalt, Armut, Unfälle, ungewollte Schwangerschaften, Kinder in alkoholbelasteten Familien (Deutschland hat mehr als 1 Million), überbelastetes Gesundheitswesen) Dazu kommen die immensen Sozialkosten, die wir alle ungefragt ein Leben lang bezahlen. Würde der Gesamtkonsum und damit die Schäden gesenkt, hätten gerade die Nicht- oder Mässigkonsumenten den grössten Nutzen bei kleinstem Einsatz. Ein weiterer Grund ist der, dass die Bevölkerung schlecht informiert wird. Die Medien und die meisten Regierungen sind so stark an die Alkoholindustrie gebunden, dass sie ihr Volk nicht genügend informieren und dieses deshalb auf die Regierungen keinen Druck ausübt, dass die Verhältnisse geändert werden. Was auch heisst, die Gesellschaftsfähigkeit des Alkohols zu mindern. Dann würde automatisch auch der grassierende Jugendalkoholismus zurückgehen. Denn die Jugend spiegelt bekanntlich die Gesellschaft. Der Tabakkonsum und sein Prestige ging zurück, nachdem seine Gefährlichkeit für die Gesundheit bewiesen wurde und den Produzenten gerichtlich nachgewiesen wurde, dass sie trotz besseres Wissen, den giftigen Stoff weiter als harmlos vermarkteten. Die Alkoholindustrie hat dies erfasst und gibt laufend neue Studien heraus, wie harmlos ja sogar gesundheitsfördernd alkoholische Getränke seien. In Deutschland betreibt sie seit gestern eine pervertierte Art von Social Marketing, indem sie bei Schwangeren Prävention betreiben und damit für ihren Namen werben und hoffen, damit bei den andern Konsumenten mehr zu verkaufen. Diese Thematik wird seit Jahren auf https://www.alkoholpolitik.ch kritisch und unabhängig abgehandelt.

Kategorie: Alkoholindustrie, Alkoholsteuern, Allgemein, Andere Drogen, Armut, Gerichtsfälle, Gesundheit, Gewalt/Kriminalität, Internationales, Jugend, Kinder, Leserbriefe, Medien, Passivtrinker, Politik, Sport, Statistik, Verhältnis-Präv., Verkehr, Verschiedene, Weltgesundheits-Org., Werbung | Keine Kommentare »

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