Archiv für die Kategorie 'Medien'
Dienstag 1. Februar 2011 von htm
Die Reklame eines Magazins suggerierte, ein Zwölfjähriger trinke Alkohol und stehe einem Politiker nahe. Der Bub klagte auf Unterlassung, der Oberste Gerichtshof entschied für ihn.
Nur weil man auf einer Veranstaltung einen Politiker trifft, muss man sich noch lange nicht gefallen lassen, dass das Bild von diesem Ereignis als Werbemittel entfremdet wird. Das zeigt ein Urteil, das ein Zwölfjähriger gegen das Magazin „Profil“ erwirkt hat. (Quelle: Google Alkohol News, 30.01.11) diepresse.com, 30.01.11
Kategorie: Allgemein, Gerichtsfälle, Internationales, Kinder, Medien, Politik, Prominenz, Werbung |
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Mittwoch 26. Januar 2011 von htm
12.1.2010
Redaktion
Winterthurer Zeitung
Per e-mail
Leserbrief zu: „Jugendliche und Alkohol“ vom 12.1.2011
Mit Ihrem Leitartikel reagieren Sie auf den Bericht über die traurige Bilanz der Alkoholtestkäufe in Winterthur und auf den tragischen Todesfall eines betrunkenen jungen Mannes in Aarau.
Sie fragen den Polizeivorstand, dazu Stellung zu beziehen. Wer genau liest, merkt, dass er überhaupt nichts zu sagen hat. Es soll wieder Testkäufe geben, es sei ein gesellschaftliches Problem, also müssten die Eltern reagieren. Über die Fälle von alkoholisierten Jugendlichen wird keine Statistik geführt, die Polizei ist sowieso überlastet. Mit der Suchtpräventionsstelle Winterthur werde wertvolle Präventionsarbeit auch in Schulen geleistet. Alles vage, nichtssagend, wenig bringend.
Wenn es, wie er richtig sagt, ein gesellschaftliches Problem ist, heisst das, die Politik ist gefragt. Die Behörden haben den Auftrag von der Zivilgesellschaft, endlich diesen Problemkreis anzupacken und mit Hilfe der Fachleute und der Wissenschaft die nötigen Massnahmen zu ergreifen.
Winterthur könnte im Rahmen des Städteverbandes in Bern vorstellig werden. Oder die Behörden könnten die Bevölkerung aufklären, welche Massnahmen Erfolg versprechen, damit dieses informiert über Alternativen diskutieren und Druck auf Bern ausüben könnte. Die Medien versagen leider auf der ganzen Linie. Sie informieren nur über Unfälle und Verbrechen und lassen den Leser in Hoffnungslosigkeit zurück: Man kann ja doch nichts machen! Das ist genau, was die Alkoholindustrie wünscht und mit ihrem massiven Druck auf Behörden, Parlament und Medien auch erreicht.
Welche Massnahmen Erfolg bringen würden, ist spätestens seit der globalen Alkohol-Strategie der Weltgesundheitsorganisation vom vergangenen Mai offiziell bekannt. (Von der Schweiz mitunterzeichnet) Jugendschutzgesetze sind auch dabei, aber wichtiger wäre, die Gesellschaft in die Mitverantwortung einzubinden, sonst passiert gar nichts. Alle Informationen findet man auf www.alkoholpolitik.ch aus Effretikon.
Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
(ungekürzt veröffentlicht am 26.1.11)
Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Eltern, Erhältlichkeit, Jugend, Medien, Politik, Schweiz, Verhältnis-Präv., WHO globale Alkohol-Strategie, Wirtschaft |
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Montag 24. Januar 2011 von htm
Alkohol als Suchtmittel: Trinke ich zu viel?
Bei der Telefonaktion zum Thema Alkohol gaben drei Fachleute den Anrufern Ratschläge zum Umgang mit der Sucht. Das Interesse war groß.
Um Punkt 10 Uhr begannen die Telefone zu klingeln. Bei der Abendblatt-Aktion am vergangenen Freitag gab es keine ruhige Minute für die Experten Dr. Jens Reimer, Leiter des Arbeitsbereiches Sucht am UKE, Dr. Georg Poppele, Chefarzt für Innere Medizin am Ev. Krankenhaus Alsterdorf, und Dr. Klaus Behrendt, Chefarzt für Suchterkrankungen an der Asklepios-Klinik Nord Ochsenzoll. Drei Stunden lang berieten sie die zahlreichen Anrufer, die sich mit den unterschiedlichsten Sorgen und Problemen an die Fachleute wandten. Ihre wichtigsten Fragen und Antworten der Ärzte haben wir hier für Sie zusammengefasst. Quelle: abendblatt.de, 24.1.11)
Kategorie: Alkoholkrankheit, Allgemein, Gesundheit, Internationales, Konsumhaltung, Medien, Medizin, Rehabilitation |
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Samstag 22. Januar 2011 von htm
Betr. Sendung Treffpunkt vom 21.1.11: „Wenn die Jugend ins Torkeln kommt“
Besten Dank, dass Sie sich dieses aktuellen Themas angenommen haben. Sie haben mit Berufsschülern und deren Umfeld, sowie einigen Fachleuten Gespräche geführt. Ergbnis? Trotz viermaliger Aufklärungsaktionen allein in dieser Schule haben die Schüler nicht erkennen lassen, dass ihr Verhalten geändert hat. Sie berichten von übermässigem Konsum und von Fahren in angetrunkenem Zustand. Die Sendung hinterlässt wie meistens bei solchen Programmen oder Medienberichten den Eindruck: Man kann ja doch nichts machen!
Damit erfüllt die SRG meiner Ansicht nach ihre Pflicht nicht, in der Bevölkerung die Diskussion zu wichtigen gesellschaftlichen Themen zu ermöglichen.
Um diesen Auftrag zu erfüllen, müsste die SRG Alternativen aufzeigen, die man diskutieren kann. Bekanntlich verbessert Aufklärung das Wissen, verändert aber das Verhalten fast nicht. Die Medien müssten endlich den Weg von der Verhaltens- zur Verhältnisprävention finden und deren Möglichkeiten aufzeigen.
Kategorie: Allgemein, Eltern, Gesundheit, Jugend, Konsumhaltung, Leserbriefe, Medien, Schweiz, Unterricht, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv. |
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Samstag 22. Januar 2011 von htm
Trinken bis zum Umfallen – unter Schweizer Jugendlichen ist Alkohol das Suchtmittel Nummer eins. Dies bereitet Eltern und Lehrern Sorgen, denn das jugendliche Gehirn gilt als besonders empfindlich.
Schülerinnen und Schüler der Berufsschule Goldau erzählen, wie ihr Umgang mit Alkohol ist, was für eine Rolle die Gruppendynamik spielt – und weshalb es bisweilen durchaus als «cool» gelten kann, exzessiv zu trinken. Ein Psychologe und ein Mediziner zeigen auf, was Ursachen und Wirkungen sind, wenn junge Menschen bei Bier, Wein und Alcopops scheinbar keine Grenzen kennen. (Quelle: DRS1, Treffpunkt, 21.1.1) unser Mail an die Redaktion: Besten Dank, dass Sie sich dieses aktuellen Themas angenommen haben. Sie haben mit Berufsschülern und deren Umfeld, sowie einigen Fachleuten Gespräche geführt. Ergbnis? Trotz viermaliger Aufklärungsaktionen allein in dieser Schule haben die Schüler nicht erkennen lassen, dass ihr Verhalten geändert hat. Sie berichten von übermässigem Konsum und von Fahren in angetrunkenem Zustand. Die Sendung hinterlässt wie meistens bei solchen Programmen oder Medienberichten den Eindruck: Man kann ja doch nichts machen!
Damit erfüllt die SRG meiner Ansicht nach ihre Pflicht nicht, in der Bevölkerung die Diskussion zu wichtigen gesellschaftlichen Themen zu ermöglichen.
Um diesen Auftrag zu erfüllen, müsste die SRG Alternativen aufzeigen, die man diskutieren kann. Bekanntlich verbessert Aufklärung das Wissen, verändert aber das Verhalten fast nicht. Die Medien müssten endlich den Weg von der Verhaltens- zur Verhältnisprävention finden und deren Möglichkeiten aufzeigen.
Kategorie: Alcopops (de), Allgemein, Jugend, Medien, Schweiz, Unterricht, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen |
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Donnerstag 20. Januar 2011 von htm
Ab wann regiert in Deutschland die Logik? Wie viele Alkoholiker gibt es möglicherweise schon unter den Politikern, so dass sich seit vielen Jahren die Logik in Interessenpolitik umkehrt und damit die Süchte alkoholabhängiger Politiker und gleichsam die der Bürger Deutschlands unterstützt? Ab wann ist wohl zu erwarten, dass in Deutschland die Logik regieren wird? … (Quelle: Google Alkohol News, 19.1.11) readers-edition.de, 19.1.11 unser Online-Kommentar:
Den ersten Abschnitt finde ich super. Ich bin auch seit 54 Jahren Automobilist, aber ich verstehe, warum nach dem Verursacherprinzip Treibstoffsteuern erhoben werden müssen.
Was ich nicht verstehe, ist, dass für die horrenden Alkoholschäden keine kostendeckenden Steuern zu bezahlen sind. Davon hat der Artikelschreiber keine Ahnung. Eigenartigerweise werden Treibstoffsteuern mehrheitlich, auch von den Behörden, akzeptiert, während beim Alkohol Steuern zur Deckung der Sozialkosten tabuisiert werden. Wer hat denn kein Interesse, dass wegen höherer Preise ein Konsumrückgang stattfinden könnte? Die Hälfte des Alkohols wird in krankhafter Weise konsumiert. Das soll wohl so bleiben und wir alle zahlen die Zeche mit Steuern, Krankenkassen- und Versicherungsprämien. Nur merkt es kaum einer, dass er ein Leben lang ungefragt bezahlt, egal wie viel er trinkt. Beim Autofahrer und bei den Transportkosten ist das anders.
Kategorie: Alkoholsteuern, Allgemein, Internationales, Medien, Passivtrinker, Politik, Sozialkosten, Verhältnis-Präv., Verkehr, Verschiedene |
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Samstag 15. Januar 2011 von htm
Gefährliche Gratwanderung
Besonderen Einfluss auf den Alkoholkonsum von Jugendlichen haben Werbung und Marketing. „Die Werbemuster sind auf Jugendliche abgestimmt“, sagt Stephan Mayer, Pressesprecher der Techniker Krankenkasse (TK). Der ELSA-Bericht „Die Auswirkungen von Alkoholwerbung“ (2007), an dem 24 europäische Länder beteiligt waren, und die ZEUS-Studie „Alkoholwerbung im Deutschen Fernsehen“ (2004) im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums unterstützen diese Ansicht. Je mehr Werbung die Jugendlichen konsumierten, umso mehr Alkohol wurde von ihnen getrunken. … (Quelle: Google Alkohol News, 15.1.11) idowa.de, 14.1.11 unser Online-Kommentar: Auch andere Studien belegen die Wirkung der Alkohol-Werbung. Leider hat es die Politiker noch nie interessiert. In der Schweiz wurde erst letztes Jahr erstmals Alkoholwerbung am öffentlichenFernsehen bewilligt. Es sei ein „politischer Entscheid“ hiess es. Das Wohl der jungen Generation spielt keine Rolle. Die korrupte Beziehung zur Alkoholwirtschaft dagegen schon.
Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Internationales, Jugend, Jugendliche, Kinder, Konsumhaltung, Medien, Werbung |
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Freitag 14. Januar 2011 von htm
5.1.2011
Redaktion
Neue Zürcher Zeitung
8001 Zürich
Per e-mail
Leserbrief zu „Sieben Leitlinien für die SRG“ vom 4.1.2011
Unter dem Titel „Werte“ bekennt sich Roger de Weck zur Demokratie und zur Aufklärung. Auch den Verfassungsauftrag sieht er in diesem Kontext. Die SRG soll sachlich informieren und dem breiten Publikum Zugang zu komplexen Zusammenhängen verschaffen. Vorher schrieb er: „Werbung darf das Angebot nicht bestimmen.“
Soweit so wunderschön. Will er das verwirklichen, muss er aber tüchtig anpacken. Bisher hat die SRG, wie die andern Medien auch, genau diese Pflicht bei unserem grössten sozial-medizinischen Problem, dem Alkoholproblem, nicht erfüllt. Das wichtigste Ereignis des letzten Jahrzehnts auf diesem Gebiet, die Resolution für eine globale Alkohol-Strategie der Weltgesundheits Organisation im Mai 2010 wurde nicht kommuniziert. Aber auch sonst wird nur einseitig berichtet, so dass der Eindruck entstehen muss, es könne ja doch nichts zur Verbesserung der Lage getan werden. Die SRG bringt fast nur alkoholfreundliche Themen, dafür aber zahlreich. Den Vorwurf der Schleichwerbung hat sie bei der Unabhängigen Beschwerde Instanz UBI weit von sich gewiesen.
Es wäre für unser Land wirklich wunderschön, wenn Herr de Weck hier ein Zeichen setzen würde.
Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
(nicht veröffentlicht)
Kategorie: Allgemein, Arbeitsplatz, Leserbriefe, Medien, Politik, Prominenz, Schweiz, Veröffentlichungen, Werbung, Wirtschaft |
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Freitag 14. Januar 2011 von htm
Die SuchtHotline verzeichnete 2010 mehr als 4.600 Anfragen. Dies bedeutet, dass durchschnittlich alle 114 Minuten das Telefon der 24-stündigen Krisenberatung klingelte oder eine E-Mail-Anfrage eintraf. Ein erneuter Anstieg von 5 Prozent war bei den Onlineberatungen zu verzeichnen, die vor allem jüngere Menschen in Anspruch nahmen. … (Quelle: Google Alkohol News, 13.1.11) wochenanzeiger.de, 13.1.11
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Samstag 8. Januar 2011 von htm
Buenos Aires – Im biblischen Alter von 108 Jahren hat der Argentinier Gregorio Mosqueda Tipps fürs Älterwerden gegeben. Die Quintessenz: „Kein Alkohol, viele Frauen.“
Er habe 57 Freundinnen gehabt, rechnete der betagte „Latin-Lover“ der Zeitung „Clarin“ (Freitag) akribisch vor. Mosqueda überlebte vier Ehefrauen, zeugte 22 Kinder, hat etwa 60 Enkelkinder und mehrere Urenkel. Die genaue Enkel-Zahl ist unklar, denn einige Söhne und Töchter leben weit weg vom Vater und lassen selten von sich hören. (Quelle: Google Alkohol News, 7.1.11) rhein-zeitung.de, 7.1.11 unser Online-Kommentar: Dass ein geregeltes Sexleben altersverlängernd wirkt, scheint wissenschaftlich nachgewiesen zu sein, Allein schon verheiratet zu sein, verlängere das Leben. Beim Alkohol ist die Lage schwieriger zu beurteilen. Viele alkoholpositive Studien wollen belegen, dass mässiger Alkoholkonsum gesünder sei als Abstinenz. Der gesunde Menschenverstand, aber auch neuere Untersuchungen zeigen jetzt, dass viele dieser Studien falsch angelegt sind, möglicherweise, um die erwünschten Ergebnisse zu erzielen. Dabei geht es vor allem darum, dass nicht mit Langzeit- oder Lebenslang-Abstinenten verglichen wurde, sondern mit solchen, die gesundheitliche Defizite hatten. Dazu wurde nicht auf die sozialen Unterschiede Rücksicht genommen.
Diese Studien erscheinen nicht in den Medien. Warum wohl?
Kategorie: Alkoholfreies, Allgemein, Alter, Diverse, Medien, Medizin, Senioren, Vorsorge |
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