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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Medien'

F: Der Vater aller Wutbürger

Mittwoch 5. Januar 2011 von htm

Mit 93 Jahren sorgt der linke französische Intellektuelle Stéphane Hessel für eine Sensation: Sein Manifest beflügelt das Wutbürgertum. «Auf dieser Welt gibt es unerträgliche Dinge. Die Empörung ist der Schlüssel zum Engagement»: Stéphane Hessel.
In Frankreich reden sie von einem einzigartigen Verlagserfolg, einer wahren Sensation. Und von einem Gesellschaftsphänomen obendrein. Ein kleines politisches Büchlein, 32 Seiten dünn und nur 3 Euro teuer, mit dem imperativen Titel «Indignez-vous!» («Empört euch!») hat sich in den letzten Wochen 500’000-mal verkauft. Der Verlag druckt gerade weitere 300’000 Exemplare. Aus zehn Ländern sind schon Anfragen für die Rechte am Buch eingetroffen. Französische Buchhändler erzählen, zu Weihnachten sei die Nachfrage so gross gewesen, dass sie viele Kunden aufs neue Jahr hätten vertrösten müssen. Alle wollen sie dieses quasirevolutionäre Pamphlet von Stéphane Hessel lesen. Der linke Intellektuelle, eingebürgerter Sohn einer jüdischen Familie aus Berlin, avanciert zum Avantgardisten einer Bewegung, zu einer Art Popstar. Vor allem unter den Jungen. Und das mit 93 Jahren. (Quelle: Tages-Anzeiger, 5.1.11) unser Online-Kommentar: Die Unterdrückung einer offenen Diskussion über das Alkoholproblem und die Verbesserungsmöglichkeiten durch Behörden und Medien könnte auch Wutbürger erzeugen. Aber eben nur die Informierten.

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Leserbrief zu „Kinder erhalten problemlos Alkohol“, im Kanton Zürich

Dienstag 28. Dezember 2010 von htm

28.12.2010

Redaktion
Tages-Anzeiger
Leserforum
Zürich

Per e-mail

Leserbrief zu „Kinder erhalten problemlos Alkohol“, am 28.12.10

Die Tatsache, dass Kinder im Kanton Zürich problemlos Alkohol erhalten, kommentiert Liliane Minor unter der Überschrift „Ein dreifacher Skandal“. In Wahrheit ist der Skandal noch weit grösser. Man muss ja davon ausgehen, dass in all den Gemeinden, in denen noch keine Testkäufe durchgeführt werden, d.h. in ¾ der Gemeinden, auch zu über 60% Alkohol abgegeben wird. Ein Skandal ist aber auch, dass von den Jugendlichen erwartet wird, dass sie sich an ein Gesetz halten, das nur sie einschränkt, die Erwachsenen sich aber einen Sport daraus machen, Gesetze nach Möglichkeit zu umgehen. (z.B. Strassenverkehr, Steuerpflicht) Auch treffen sie keine Anstalten, die Umwelt für die Jugendlichen weniger alkoholbelastet erscheinen zu lassen, damit Prävention für Jugendliche glaubwürdiger wird. Da wird sofort auf das Recht auf persönliche Freiheit gepocht, sogar auf das Recht auf Selbstzerstörung.
Dass die Medien diese alkoholfreundliche Haltung noch unterstützen, indem sie wichtigste Informationen zurückhalten und der Bevölkerung gar nicht erst die Chance geben, eine andere Sicht der Dinge zu gewinnen, ist wohl der grösste Skandal. Wenn es am Mangel an Fachjournalisten liegt, brauchen sie ja nur auf meine Webseite www.alkoholpolitik.ch hinzuweisen. Dort sind die Informationen zu finden und auch Wege, die aus dem Schlamassel herausführen.
Übrigens, was wäre, wenn nicht Abstinentenverbände vor über 10 Jahren (!) mit Testkäufen begonnen hätten?

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer, Effretikon
(am 30.12.10 gekürzt veröffentlicht)

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D: Mehrheit will null Promille

Donnerstag 23. Dezember 2010 von htm

Weihnachten und Silvester, Zeit für die ein oder andere Feierlichkeit. Meist mit Alkohol, oft mit Heimfahrt am Steuer. Das sollte komplett verboten werden, findet die Mehrheit der Deutschen. (Quelle: Google Alkohol News, 22.12.10) autobild.de, 22.12.10 unser Online-Kommentar: Dieser Artikel vor einem Jahr in www.alkoholpolitik.ch: Seit 5 Jahren 0.5-Prommilegrenze in der Schweiz: Grosser Erfolg 25.12.2009 Vor fünf Jahren wurde die 0,5-Promille-Grenze für Autofahrer eingeführt. Die Bilanz: Heute sterben markant weniger Menschen bei Unfällen unter Einfluss von Alkohol. «Bei den Personenwagen-Insassen ging die Anzahl der Opfer von Alkoholunfällen von 2004 zu 2005 um 25 Prozent zurück», sagt bfu- Sprecher Daniel Menna. Ein Jahr später starben nochmals fast 30 Prozent weniger Menschen bei alkoholbedingten Unfällen, ……

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Leserbrief zu „Die FDP aus Liebe zur Schweiz“

Donnerstag 23. Dezember 2010 von htm

13.12.2010

Redaktion
Tages-Anzeiger
Leserforum
Zürich

Per e-mail

Leserbrief zu „Die FDP aus Liebe zur Schweiz“, Inserat am 13.12.10

Mit einem Inserat auf der Titelseite des Tages-Anzeigers behauptet die FDP: „Die FDP redet Klartext – Aus Liebe zur Schweiz.“
Bereits gestern in der TV-Sendung Giacobbo/Müller durfte FDP-Nationalrat Filippo Leutenegger dazu als Gast einen Werbespot anbringen.
Wenn die FDP Klartext aus Liebe zur Schweiz reden möchte, dann sollte sie dringend in Bern für eine wirksame Alkoholpolitik sorgen. Sie könnte eine Mehrheit erreichen. Den wichtigsten Präventionsfachmann hätten sie in den eigenen Reihen, wie auch den zuständigen Bundesrat. Die Neufassung des Alkoholgesetzes böte jetzt die beste Gelegenheit dazu. Bisher haben sie stets genau das Gegenteil dessen erreicht, was für die Schweiz gut ist. Gut war es nur für die Alkoholindustrie und ihre Lobby. Schlecht war es auch für die übrige Wirtschaft. Die Ideologie der grenzenlosen Selbstverantwortung hat ausgedient. Denken ist gefragt.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer, Effretikon
(nicht veröffentlicht. Inserenten darf man nicht mit einem Leserbrief vergraulen.)

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Südafrika: Krasser TV-Spot warnt vor Alkohol am Steuer

Mittwoch 22. Dezember 2010 von htm

In Südafrika wird gerade besonders drastisch vor Alkohol am Steuer gewarnt: Im Fernsehen läuft ein Werbespot, in dem düstere Gestalten in einem Knast-Szenario nach neuen Männern verlangen. In südafrikanischen Gefängnissen sind Vergewaltigungen an der Tagesordnung. … (Quelle: Google Alkohol News, 21.12.10) spiegel.de, 21.12.10

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Radio DRS3 heute abend: Alkohol – zwischen Genuss und Zerstörung

Sonntag 19. Dezember 2010 von htm

Alkohol lockert die Stimmung und ist ein Schmiermittel unserer Gesellschaft, aber auch eine psychoaktive Droge und ein starkes Zellgift. Ein Stoff, der uns stimuliert, inspiriert – und bei übermässigem Genuss zerstört.
Über 300’000 Menschen in der Schweiz gelten als alkoholkrank. Input fragt, was der Alkohol in uns macht und spricht mit Betroffenen und Fachleuten. (Quelle: NZZ, 18.12.10) Kommentar: Wieder eine Sendung mehr, in der von der gesellschaftlichen Bedeutung des Alkohols abgelenkt wird. Mit solchen Sendungen glaubt die Radio-Leitung ihre Konzessions-Pflicht zu erfüllen. Im Online-Text wird geschrieben: „Alkohol lockert die Stimmung und ist ein Schmiermittel unserer Gesellschaft, aber auch eine psychoaktive Droge und ein starkes Zellgift.“ Wie wahr: Schmiermittel unserer Gesellschaft.

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Wikileaks – eine Hoffnung?

Mittwoch 15. Dezember 2010 von htm

Die Geister scheiden sich bei der Beurteilung über die Offenlegung geheimer Daten. Aber die Frage stellt sich schon: Wie wäre es, wenn Wikileaks den internen Absprachen der Alkoholindustrie auf die Schliche käme? Könnte das nicht die selbe Entwicklung einleiten, wie es beim Tabakproblem der Fall war? (htm)

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Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung weitet Social Media-Aktivitäten in der Alkoholprävention aus

Dienstag 7. Dezember 2010 von htm

Nach dem Start von „Alkohol? Kenn dein Limit.“ bei Facebook und MySpace ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mit ihrer Jugendkampagne zur Alkoholprävention jetzt auch in den VZ-Netzwerken aktiv. Auf SchülerVZ, StudiVZ und MeinVZ ist „Alkohol? Kenn dein Limit.“ mit einem eigenen Profil präsent. Insgesamt mehr als 3000 Jugendliche und junge Erwachsene sind bereits Fans der Kampagne in den sozialen Netzwerken. (Quelle: Google Alkohol News, 6.12.10) nichttrinker.com, 6.12.10

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D: 40 Prozent der Schüler trinken sich in den Rausch

Montag 6. Dezember 2010 von htm

Alkohol bis zum Abwinken: Viele Jugendliche trinken mindestens fünf Gläser Bier, Schnaps oder Mixgetränke direkt hintereinander. An diesem sogenannten Rauschtrinken beteiligen sich nach einer neuen DAK-Studie 43 Prozent der Schüler mindestens einmal monatlich.
Ein Drittel dieser Schüler stürzt sogar dreimal oder öfter im Monat ab. Das zeigt eine aktuelle Befragung von mehr als 4000 Jungen und Mädchen zwischen zehn und 18 Jahren, die die Leuphana Universität Lüneburg im Auftrag der Krankenkasse an 17 Schulen in sieben Bundesländern durchgeführt hat.
Bei den 15-Jährigen bekennt sich jeder zweite zum Rauschtrinken, obwohl diese Altersgruppe laut Jugendschutzgesetz noch gar keinen Alkohol konsumieren dürfte. Ab 16 Jahren steigt der Anteil der „Rauschtrinker“ auf mehr als 60 Prozent. (Quelle: Google Alkohol News, 3.12.10) rettungsdienste.de, 3.12.10 unser Online-Kommentar:
Es ist ja löblich, dass die Rettungsdienste diese Meldung verbreiten. Doch was nützt es? Die Leser werden wie immer denken, so ist es, man kann ja doch nichts machen, und zur Tagesordnung übergehen.
Nötig wäre aber, dass die, welche Einsicht in das Problem besitzen, politischen Druck auf die Behörden ausüben, dass die endlich für Abhilfe sorgen und sich dem Druck der Alkoholindustrie entziehen. Das werden sie nur tun, wenn der Druck von unten stark genug ist. Die Ärzteschaft, die Rettungsdienste, die Polizei und Justiz sollten diese Herausforderung anpacken und auch über die Lösungsmöglichkeiten orientieren. Die Bevölkerung wird von den Medien nicht informiert, auch die sind Komplizen der Alkoholwirtschaft. (Vielleicht mit wenigen Ausnahmen)

Kategorie: Alkoholkrankheit, Allgemein, Internationales, Jugend, Jugendliche, Kinder, Konsumhaltung, Medien, Politik, Statistik | Keine Kommentare »

Google: Änderung an der AdWords-Werberichtlinie zu Alkohol

Montag 6. Dezember 2010 von htm

Wir haben unsere AdWords-Werberichtlinie im Hinblick auf Alkohol geändert. Der Verkauf hochprozentiger Alkoholprodukte und Spirituosen darf jetzt beworben werden.
Diese Änderung ergänzt eine Richtlinienänderung vom Dezember 2008, mit der die Werbung für hochprozentige Alkoholprodukte und Spirituosen zu Branding-Zwecken gestattet wurde.
Seit dieser Änderung konnten Inserenten, die hochprozentige Alkoholprodukte anbieten, Websites bewerben, die Informationen zu ihrer Marke und ihren Produkten sowie zu damit herzustellenden Getränken enthalten. Jetzt können diese Inserenten auch Websites bewerben, über die hochprozentige Alkoholprodukte online angeboten werden. Außerdem dürfen Websites beworben werden, die Nutzer zu Händlern weiterleiten, die die Produkte verkaufen, oder die Verkaufsaktionen enthalten. … (Quelle: Google Alkohol News, 3.12.10) adwords-de.blogspot.com, 3.12.10 Kommentar: Die erwähnten Bedingungen zum Schutze der Jugend sind wohl völlig nutzlos. Dem Mammon wird der letzte Rest von Anstand geopfert.

Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Internationales, Jugend, Medien, Werbung | Keine Kommentare »

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