Archiv für die Kategorie 'Gewalt/Kriminalität'
Dienstag 28. Juni 2011 von htm
Der Meinungsstreit zum Alkoholverbot in den Stadien der ersten und zweiten Fußball-Bundesliga geht quer durch die Gesellschaft. Auch die Innenpolitiker sind sich uneins in ihrer Bewertung.
Hessens Innenminister Boris Rhein (CDU) stößt mit seinem Vorstoß für ein Alkoholverbot in Fußballstadien auf wenig Gegenliebe. Er will mit einem Alkoholverbot in den Stadien Gewaltexzesse eindämmen. Seiner Meinung nach enthemmt erst der Alkoholkonsum viele der späteren Täter. … (Quelle: Google Alkohol News, 27.6.11) blog.nz-online.de, 27.6.11
unser Online-Kommentar: Ein teilweises Alkoholverbot, wie beispielsweise in Stadien, immer oder nur bei Hochrisikospielen, ist eine Art von Symptombekämpfung, die Sinn machen kann, wenn keine besseren Möglichkeiten zur Verfügung stehen, um die Randalierer vor sich selbst und die Stadien, Bahnen, normalen Fans und Steuerzahler vor denen zu schützen.
Besser wäre natürlich, wenn mittels einer richtigen Alkoholpolitik der Alkoholkonsum und damit die alkoholbedingten Schäden generell heruntergefahren würden. Die von vielen im voraus bejammerte angebliche Freiheitsberaubung geschieht ja nicht beim Konsum sondern beim Erdulden der Schäden und deren Kosten durch die Allgemeinheit – nach dem Motto: Die Profite der Alkoholindustrie, die Schäden der Gesellschaft.
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Dienstag 21. Juni 2011 von htm
Die Probleme mit gewaltbereiten Fußballfans beschäftigt mal wieder die Politik. Auf der Innenministerkonferenz wird über ein generelles Alkoholverbot, auch für die An- und Abreise zu den Spielen, beraten.
In der abgelaufenen Saison kam es in den Stadien, aber auch im Anschluss an die Spiele, zu teils heftigen Ausschreitungen gewalttätiger Fans sowie Zusammenstößen mit der Polizei. Die Politik befürchtet eine weitere Zunahme an Gewalt und hat dabei vor allem die kommende Saison in der 2. Bundesliga im Blick. …
Hessens Innenminister Boris Rhein fordert vor der am Dienstag (21.06.11) beginnenden Innenministerkonferenz der Länder ein flächendeckendes Alkoholverbot in den Fußball-Stadien. Dabei soll auch diskutiert werden, ob das Verbot für Busse, U- und S-Bahnen gilt, in denen Fans zu den Stadien transportiert werden. „Der Konsum muss drastisch reduziert werden, weil er die Fans oft erst völlig enthemmt. Ich halte deshalb ein Alkoholverbot in Fußballstadien und im öffentlichen Nahverkehr für sinnvoll“, sagte der CDU-Politiker. (Quelle: Google Alkohol News, 21.6.11) sportschau.de, 20.6.11
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Montag 20. Juni 2011 von htm
Sie prüfen zum Beispiel, ob in jedem Fall an der geltenden Transportpflicht festgehalten werden muss oder ob es davon Ausnahmen geben darf. Heute darf jeder, der ein Billett hat, mit dem Zug von A nach B reisen. Dieses System ist gut, es kann bei Sonderzügen aber zu Problemen führen. Es darf nicht sein, dass auf diesen Fahrten schon fast routinemässig Züge verwüstet werden – und die Fans trotzdem darauf zählen können, ins Stadion und wieder nach Hause befördert zu werden. Da sind wir als Aufsichtsbehörde gefordert und müssen den Bahnen helfen.
Wir erwägen in den Zügen gewisse Massnahmen. Zur Debatte steht zum Beispiel ein Alkoholverbot für gewisse Züge sowie Alkoholtests. Auch ein Verbot von Glasflaschen ist denkbar. Wir klären derzeit ab, was im Rahmen des Hausrechts der Bahnen schon möglich ist und was man allenfalls beschliessen müsste. Wenn nötig, werden wir Gesetzes- oder Verordnungsänderungen vorschlagen. (Quelle: Aus einem Interview der NZZ am Sonntag mit Peter Füglistaler, Chef des Bundesamtes für Verkehr. 19.6.11) Kommentar: Trauerspiel ohne Ende.
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Sonntag 19. Juni 2011 von htm
Betreiber von Bars und Diskotheken in Niedersachsen wollen stärker gegen Gewalt von Jugendlichen vorgehen. Es gehe vor allem darum, den Alkoholkonsum einzudämmen, weil die Gewaltbereitschaft mit dem Alkoholpegel steige, sagte Renate Mitulla vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) in Hannover. Derzeit laufe die Kampagne «Alkohol, nur wenn’s Recht ist», die Jugendlichen mit Plakaten und Schulungen zeigen solle, dass man auch ohne Alkohol Spaß haben könne, sagte die Dehoga-Geschäftsführerin. … (Quelle: Google Alkohol News, 19.6.11) bild.de, 18.6.11 Kommentar: Mit Plakaten ist da nichts zu machen. Mit weniger Alkohol schon. Aber das heisst weniger Gewinn.
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Mittwoch 8. Juni 2011 von htm
Nach der tödlichen Herrentagsschlägerei in Rostock ist gegen den 24-jährigen mutmaßlichen Haupttäter am Freitag Haftbefehl wegen Totschlags erlassen worden. Der junge Mann soll das 44 Jahre alte Opfer mit einem massiven Faustschlag gegen den Kopf schwer verletzt haben, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der Mann stürzte daraufhin zu Boden und verlor das Bewusstsein. Er starb wenig später im Krankenhaus.
Wie inzwischen bekannt wurde, war offenbar ein Streit darüber, wer den schöneren Herrentagswagen hätte, Anlass der Auseinandersetzung.
Bereits wenige Stunden nach der Tat lieferten sich Betrunkene am S-Bahnhof und in der Nähe des Leuchtturms erneut heftige Prügeleien. Rettungskräfte und Polizei waren bis in die Nacht hinein im Großeinsatz. (Quelle: Google Alkohol News, 8.6.11) ostsee-zeitung.de, 3.6.11
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Sonntag 5. Juni 2011 von htm
Jugendliche im Emsland – und generell in den norddeutschen Landkreisen – sind weniger gewalttätig als in der übrigen Republik. Das besagt eine Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen. Eine gute Nachricht. Das Leben in den Vereinen, die kirchliche Prägung der Region – all dies wirkt sich positiv aus.
Diese Erkenntnis ist nicht neu, eigentlich das Normale. Nur nicht mehr in der scheinbar immer schneller tickenden Zeit. In dieser ist es eine Top-Meldung. Eigentlich schon wieder pervers.
Auch die zweite Meldung überrascht nicht. Jugendliche aus der Region trinken häufiger Alkohol als ihre Gleichaltrigen in Hamburg oder München. Nur die Begründung der Kriminologen erschreckt: Weil es dort Geselligkeit gebe, würde sich die Jugend volllaufen lassen. … (Quelle: Google Alkohol News, 5.6.11) presseportal.de, 4.6.11
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Mittwoch 1. Juni 2011 von htm
Der Fussballverband sträubt sich gegen härtere Massnahmen gegen Hooligans
Die Gewalt bei Fussballspielen hat in diesem Frühling überdurchschnittlich zugenommen. Die Massnahmen gegen Hooligans greifen zu wenig.
Sie haben Scheiben eingeschlagen, Verkleidungen von Beleuchtungskörpern heruntergerissen und Handfeuerlöscher geleert. Während der Aufenthalte in Bahnhöfen schmissen sie Flaschen aus dem Zug und verletzten einen Passanten: die Fans des FC Sion, als sie am Sonntag zum Cup-Final nach Basel fuhren. Der Schaden, den die Hooligans im Extrazug angerichtet haben und den die SBB bezahlen müssen, geht in die Zehntausende von Franken. … (Quelle: NZZ, 31.5.11) Kommentar:Grosser Artikel aber kein Wort über Alkohol. Letztes Jahr drei Millionen Franken ungedeckte Schäden, massiv verbilligte Billette, alles zahlt der SBB-Kunde.
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Mittwoch 1. Juni 2011 von htm
Mit einer Präventionswoche will die Kantonspolizei Bern ein Zeichen gegen Alkohol- und Gewaltexzesse bei Jugendlichen setzen. Vom 6. bis 11. Juni soll die Bevölkerung im ganzen Kanton für diese Themen sensibilisiert werden.
Praktisch jeden Tag stünden Polizisten wegen Gewalt von Jugendlichen und übermässigem Alkoholkonsum im Einsatz, heisst es in einem Communiqué vom Dienstag. … (Quelle: Google Alkohol News, 1.6.11) bernerzeitung.ch, 31.5.11
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Montag 30. Mai 2011 von htm
Experten der Stadt Düsseldorf nehmen Erwachsene als Trink-Vorbilder in die Pflicht.
Gerade ist auf dem Gustaf-Gründgens-Platz eine Präventionswoche gegen Alkohol zu Ende gegangen, etwa 1.000 Menschen haben sich über die Gefahren von übermäßigem Alkoholgenuss informiert. Experten kommen zu unterschiedlichen Einschätzungen, wenn man sie nach dem Trinkverhalten von Jugendlichen fragt.
Charlotte Dalheim ist die Suchtkoordinatorin der Stadt. Sie sagt zwar, dass der Alkoholkonsum von Jugendlichen zwischen 2001 und 2009 in Düsseldorf nicht gestiegen ist. „Aber unter denen, die trinken, hat der Risikokonsum zugenommen.“ Besonders stark ist das bei den Mädchen der Fall. (Quelle: Google Alkohol News, 30.5.11) wz-newsline.de, 29.5.11 Unser Online-Kommentar: Natürlich hat jeder Jugendliche seine Probleme. Das heisst aber nicht, dass es egal ist, wenn er sich noch ein Alkoholproblem zulegt. Das Rauschtrinken ist eine grosse Gefahr für das jugendliche, in Entwicklung begriffene Gehirn. Das sollte nicht mit Allgemeinplätzen abgetan werden. Ganz abgesehen von den eventuell damit verbundenen negativen gesellschaftlichen Folgen. (Gewalt, Vandalismus, sexuelle Gewalt, ungewollte Schwangerschaften, usw.)
Die Gesellschaft sollte endlich ihre Verantwortung wahrnehmen und den Stellenwert des Alkohols in der Öffentlichkeit abbauen. Die Regierungen stehen immer noch unter der Fuchtel der Alkohollobby und verweigern den Dienst an der Bevölkerung.
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Sonntag 29. Mai 2011 von htm
25.5.2011
Redaktion
Neue Zürcher Zeitung
8001 Zürich
Per e-mail
Leserbrief zu „Platzverbot für König Alkohol“ vom 25.5.11
Der Deutschland-Korrespondent der NZZ lässt seinen Frust los, indem er auf einer Achterbahn der Gefühle Argumente und Informationen durcheinanderwirbelt, um am Schluss noch in bewährt liberaler Manier auf das Recht auf Rausch zu plädieren, ohne Rücksicht auf Familie und Gesellschaft.
In der ersten Hälfte des Artikels, der bezeichnenderweise als Feuilleton erschien, liefert der Autor lauter Tatsachen, wobei er sich auf die gleichzeitig in Deutschland laufende Aktionswoche bezieht. Das ist auch gut so, denn in der Schweiz findet man solche Angaben höchst selten in der Presse. Die Rolle von König Alkohol, sprich der Alkoholindustrie, wird hierzulande gerne tabuisiert: Dass Alkohol bei Gewalt eine Rolle spielt, wurde lange verschwiegen. Dass Alkohol das Krebsrisiko steigert, d.h. die neueste, bahnbrechende, internationale Studie, wurde in Deutschland in den Medien breit diskutiert, in der Schweiz noch kaum von einem Medium aufgenommen. Das Volk könnte ja auf dumme Gedanken kommen.
Der Rest des Artikels bewegt sich auf dem Niveau eines Stammtisch-Schwadroneurs. Ein wirklich “hilfreicher” Beitrag zur nationalen Dialogwoche “Alkohol”. Ist das die vielgepriesene journalistische Qualität? Der NZZ fehlt es offenbar an schweizerischen Fachjournalisten auf diesem Gebiet oder sie will bewusst keinen konstruktiven Beitrag leisten. Die Wirtschaft könnte es übel nehmen.
Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer, Effretikon
(nicht veröffentlicht)
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