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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Gewalt/Kriminalität'

GPK-Bericht zum Fall des WEF-Sicherheitschefs

Sonntag 18. April 2010 von htm

Die Bündner Regierung hat im Umgang mit dem Alkoholproblem des Polizeikommandanten Markus Reinhardt zu wenig konsequent gehandelt. Dies gab der Sonderausschuss der Geschäftsprüfungskommission bekannt. Dennoch sei es kein Fehler gewesen, ihn im Amt zu belassen. (Quelle: Tages-Anzeiger, 16./17.4.10) Kommentar: Die Regierung und sein Umfeld haben sich als Co-Alkoholiker verhalten. Das Wissen um diese Problematik sollte wirklich weiter verbreitet werden. Vielleicht nützt es ja im einen oder andern Fall. (Siehe auch: Schlussstrich unter Fall Reinhardt in der Online-NZZ vom 19.4.10)

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Kantone erhöhen Druck auf Fussballklubs, nur Leichtbier

Sonntag 18. April 2010 von htm

Die Schweizer Vereine müssen mehr gegen randalierende Fans unternehmen und enger mit den Behörden zusammenarbeiten, sonst flattern ihnen bald hohe Rechnungen ins Haus. Kantone, der Schweizerische Fussballverband (SFV) und die Swiss Football League (SFL) präsentierten in Bern als Resultat der Einigung eine Mustervereinbarung, die sämtliche SFL-Klubs bis Ende Juni, also vor Beginn der Saison 2010/11, unterzeichnen sollen. Die Vereinbarung, die lokal angepasst werden kann, ermöglicht ein repressiveres Vorgehen gegen gewalttätige Fussballfans und nennt auch einige präventive Massnahmen. Je mehr die Vereine unternehmen, desto weniger müssen sie bezahlen. Im Stadion dürfen ausser Leichtbier keine alkoholischen Getränke konsumiert werden. (Quelle: Tages-Anzeiger, 16./17.4.10)

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D: Prozess um die Bluttat beim Winzerfest

Sonntag 11. April 2010 von htm

Plädoyers im Prozess um die Bluttat beim Winzerfest: Täter soll in Psychiatrie – Für die Freiheit zu gefährlich.
Staatsanwalt, Nebenkläger und Verteidiger sind sich einig: Der 24-jährige Lukas H., der auf dem Winzerfest einen Zechkumpan umgebracht hat, gehört für lange Zeit in eine geschlossene psychiatrische Anstalt. (Quelle: Google Alkohol News, 11.4.10) bietigheimerzeitung.de, 10.4.10

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D: Alkohol-Verbot für Jugendliche? Oder mehr Kontrollen?

Sonntag 11. April 2010 von htm

Mit Sauf-Spielen fängt es an, mit Gewalt-Exzessen endet es – immer mehr Jugendliche verfallen dem Alkohol.
Weil die Politik nicht genügend tut, will die Polizei jetzt härter gegen Alkoholmissbrauch von Jugendlichen durchgreifen! (Quelle: Google Alkohol News, 11.4.10) bild.de, 10.4.10 Mit unserem Online-Kommentar: Wenn schon braucht es beides. Verbote ohne Kontrollen sind sinnlos. Für ausreichende Kontrollen braucht es aber auch genügend finanzielle Mittel im Polizeitetat. Das vergessen die Politiker meistens.
Besser wäre eine ausgewogene Alkoholpolitik, wie sie die Weltgesundheitsorganisation im Mai als Resolution bringen soll. Das Stimmvolk sollte ihre Regierungen unter Druck setzen, diese Massnahmen, welche die Fachleute vorschlagen, umzusetzen. Dann wäre allen geholfen, alle würden profitieren. Nur die Alkoholindustrie, die uns seit 100 Jahren zwingt, die horrenden alkoholbedingten Sozialkosten zu bezahlen und unter der verminderten Lebensqualität zu leiden, würde endlich zurückgebunden.

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CH: Fussball Zürich : Basel, Sicherheitskosten

Samstag 10. April 2010 von htm

Möglicherweise muss der FC Zürich erstmals die Polizeikosten des Spiels gegen Basel bezahlen. Das kann 300’000 Franken bedeuten. Gemäss Bundesgericht kann die Stadt 60 – 80% der Kosten weiterverrechnen. (Quelle: NZZ, 10.4.10) Kommentar: Hoffentlich nimmt die Stadt diese Möglichkeit bald wahr. Dann ergreift der FCZ vielleicht doch noch die nötigen Massnahmen, um der Gewalt Einhalt zu gebieten.

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CVP bringt Vorschläge im Gesundheitswesen

Samstag 10. April 2010 von htm

Dass die steigenden Kosten im Gesundheitswesen ein Problem darstellen, ist unbestritten. Zur Lösung liegen etliche Vorschläge auf dem Tisch. Am Freitag hat die CVP weitere präsentiert. Sie möchte die medizinische Versorgung neu organisieren. «Es kann nicht sein, dass die Prämienlast jedes Jahr wächst», hat CVP-Präsident Christophe Darbellay am Freitag vor den Medien gesagt. Die CVP lege deshalb einen Plan vor, um das Gesundheitswesen wieder fit und bezahlbar zu machen. Im Zusammenhang mit der Krebsbehandlung soll die Menschenwürde ein wichtiges Kriterium sein. Der Artikel endet mit: „Zwiespältig fällt die Forderung zur Prävention aus: So wehrt sich die CVP gegen Eingriffe in die persönliche Freiheit, verlangt aber „pfiffige“ Angebote für mehr Bewegung und gesündere Ernährung.“ (Quelle: NZZ, 9./10.4.10) Kommentar: Die Menschenwürde, die bei Alkoholkonsum oft verloren geht, scheint die CVP nicht zu kümmern. Den Eingriff in die persönliche Freiheit sieht sie wahrscheinlich in Verbindung mit wirksamen Massnahmen zur Eindämmung der Alkoholschäden. Sie übersieht dabei geflissentlich, dass die ganze Bevölkerung seit über 100 Jahren von der Alkoholbranche in der persönlichen Freiheit massiv beschnitten wird, indem sie eine Gesellschaft von Passivtrinkern geworden ist, die ungefragt die verminderte Lebensqualität in Kauf nehmen und die horrenden Sozialkosten ein Leben lang bezahlen muss.

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Warum ist Alkohol gesellschaftsfähig und das Rauchen nicht?

Samstag 10. April 2010 von htm

Unser Online-Kommentar auf gutefrage.net, am 10.4.10
Dafür gibt es mehrere Gründe. Z.B. rauchen nur noch etwa 25-30%. Alkoholkonsumenten sind um die 75%. Dann ist die Alkoholindustrie in den industrialisierten Ländern meistens stark vertreten und mit ihrer Werbung und dem Sponsoring hat sie viele Menschen und Institutionen an sich gebunden (Werbung, Medien, Politiker, Regierungen. Viele Menschen sind selber an ein Trinkverhalten gewöhnt, das ihnen unbewusst nicht erlaubt, dagegen vorzugehen. Die wahrscheinlich mässig konsumierende Mehrheit denkt, sie habe ja kein Alkoholproblem, also geht es sie nichts an. Sie wollen auch keine kleinen Opfer bringen, z.B. höhere Alkoholsteuern, weil sie ihre Mitverantwortung leider nicht sehen. Der neue Begriff des „Passivtrinkers“ will gerade dies thematisieren. Jeder, ob Konsument oder nicht, leidet passiv an den Folgen des Alkoholkonsums der Gesellschaft. Durch verminderte Lebensqualität (Gewalt, sexuelle Gewalt, Armut, Unfälle, ungewollte Schwangerschaften, Kinder in alkoholbelasteten Familien (Deutschland hat mehr als 1 Million), überbelastetes Gesundheitswesen) Dazu kommen die immensen Sozialkosten, die wir alle ungefragt ein Leben lang bezahlen. Würde der Gesamtkonsum und damit die Schäden gesenkt, hätten gerade die Nicht- oder Mässigkonsumenten den grössten Nutzen bei kleinstem Einsatz. Ein weiterer Grund ist der, dass die Bevölkerung schlecht informiert wird. Die Medien und die meisten Regierungen sind so stark an die Alkoholindustrie gebunden, dass sie ihr Volk nicht genügend informieren und dieses deshalb auf die Regierungen keinen Druck ausübt, dass die Verhältnisse geändert werden. Was auch heisst, die Gesellschaftsfähigkeit des Alkohols zu mindern. Dann würde automatisch auch der grassierende Jugendalkoholismus zurückgehen. Denn die Jugend spiegelt bekanntlich die Gesellschaft. Der Tabakkonsum und sein Prestige ging zurück, nachdem seine Gefährlichkeit für die Gesundheit bewiesen wurde und den Produzenten gerichtlich nachgewiesen wurde, dass sie trotz besseres Wissen, den giftigen Stoff weiter als harmlos vermarkteten. Die Alkoholindustrie hat dies erfasst und gibt laufend neue Studien heraus, wie harmlos ja sogar gesundheitsfördernd alkoholische Getränke seien. In Deutschland betreibt sie seit gestern eine pervertierte Art von Social Marketing, indem sie bei Schwangeren Prävention betreiben und damit für ihren Namen werben und hoffen, damit bei den andern Konsumenten mehr zu verkaufen. Diese Thematik wird seit Jahren auf https://www.alkoholpolitik.ch kritisch und unabhängig abgehandelt.

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Internationale Club Health Conference in Zürich

Samstag 10. April 2010 von htm

Club Health l 7. – 9. Juni 2010, XTRA, Zürich
In Zusammenarbeit mit HNT (Healthy Nightlife Toolbox) organisiert das Swiss Steering Committee die diesjährige internationale Club Health Conference. Der Fokus des Kongresses liegt auf präventiven und schadensmindernden Massnahmen, die das Nachtleben attraktiver und sicherer machen und die Gesundheit von PartygängerInnen fördern.
Im Vorfeld des Kongresses findet am 7. Juni der Swiss Satellite statt. Dabei werden das Thema Nachtleben aus der Optik der vier drogenpolitischen Säulen und der Forschung beleuchetet und zwei innovative Projekte aus der Schweiz vorgestellt. Die Veranstaltung schliesst mit einer Podiumsdiskussion zu Alkohol, Gewalt, illegaler Substanzenkonsum im Nachtleben.
Für den internationalen Teil des Kongresses konnten hochkarätige ReferentInnen aus Forschung und Praxis engagiert werden.
» Programm Swiss Satellite
» Kongressprogramm
» Zur Anmeldung
Kommentar: Noch vor ein paar Jahren war ich ein angefeindeter Rufer in der Wüste, wenn ich auf den Zusammenhang von Alkohol und Gewalt hinwies. Geht es wohl ebenso lang, bis die Zusammenhänge bei Alkohol und Armut oder mit Gesundheitskosten akzeptiert werden?

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Online-Kommentar zu Deutsche trinken zu viel …

Freitag 9. April 2010 von htm

Online-Kommentar zu „Deutsche trinken zu viel – Millionen sind süchtig“ auf webnews.de, am 8.4.10
Der WHO geht es mit der kommenden Resolution für eine Alkohol-Strategie darum, den Menschen die Belastungen aufzuzeigen, unter denen alle zu leiden haben. Deshalb der Ausdruck “Passivtrinker”. Egal ob oder wieviel man trinkt, alle leiden darunter, auch wenn es nicht bewusst wird: Einmal die eingeschränkte Lebensqualität durch alkoholbedingte Todesfälle, Verletzungen, Gewalt, sexuelle Gewalt, mehr als eine Million Kinder in Deutschland allein, die in alkoholbelasteten Familien aufwachsen müssen und eingeschränkte Zukunftsperspektiven haben. Dazu kommt noch die finanzielle Seite. Wir zahlen alle ein Leben lang ungefragt an die immensen alkoholbedingten Sozialkosten.
Die WHO gibt nun die Antwort auf die Frage, was dagegen getan werden kann. Und zwar auf Grund jahrelanger wissenschaftlicher Arbeiten und weltweiter Diskussion der Ergebnisse. Das Alkoholproblem ist das grösste sozialmedizinische Problem. D.h. es betrifft die ganze Gesellschaft, nicht nur die betroffenen Alkoholkranken. Deshalb muss die Verbesserung auch von der Gesellschaft aus kommen und sie muss Mitverantwortung übernehmen, denn sie verursacht mit ihrem Trinkverhalten, der ungehemmten Werbung, der Billigpreispolitik, der Liberalisierung der Verkaufsbetriebzahlen und Öffnungszeiten, usw. diesen hohen Konsum und die entsprechend hohen Schäden. Bisher galt: Die Profite dem Alkoholkapital, die Sozialkosten dem Volk. Die Alkohol-Lobby in diesem Forum sieht dies natürlich anders und versucht, die WHO zu diskreditieren und dem Leser Sand in die Augen zu streuen, damit er weiterhin nicht aufwacht.

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Viele Deutsche trinken zu viel, aber alle sind Passivtrinker

Freitag 9. April 2010 von htm

Viele Bundesbürger trinken zu viel Alkohol, immer öfter landen sie im Vollrausch im Krankenhaus. Umgerechnet nimmt jeder Deutsche im Durchschnitt fast zehn Liter reinen Alkohol pro Jahr zu sich, wie das Jahrbuch Sucht 2010 zeigt. Experten zeigen sich auch über die Zahl der Alkoholabhängigen besorgt. (Quelle: webnews.de, 8.4.10) Mit unserem Online-Kommentar: Der WHO geht es mit der kommenden Resolution für eine Alkohol-Strategie darum, den Menschen die Belastungen aufzuzeigen, unter denen alle zu leiden haben. Deshalb der Ausdruck „Passivtrinker“. Egal ob oder wieviel man trinkt, alle leiden darunter, auch wenn es nicht bewusst wird: Einmal die eingeschränkte Lebensqualität durch alkoholbedingte Todesfälle, Verletzungen, Gewalt, sexuelle Gewalt, mehr als eine Million Kinder in Deutschland allein, die in alkoholbelasteten Familien aufwachsen müssen und eingeschränkte Zukunftsperspektiven haben. Dazu kommt noch die finanzielle Seite. Wir zahlen alle ein Leben lang ungefragt an die immensen alkoholbedingten Sozialkosten.
Die WHO gibt nun die Antwort auf die Frage, was dagegen getan werden kann. Und zwar auf Grund jahrelanger wissenschaftlicher Arbeiten und weltweiter Diskussion der Ergebnisse. Das Alkoholproblem ist das grösste sozialmedizinische Problem. D.h. es betrifft die ganze Gesellschaft, nicht nur die betroffenen Alkoholkranken. Deshalb muss die Verbesserung auch von der Gesellschaft aus kommen und sie muss Mitverantwortung übernehmen, denn sie verursacht mit ihrem Trinkverhalten, der ungehemmten Werbung, der Billigpreispolitik, der Liberalisierung der Verkaufsbetriebzahlen und Öffnungszeiten, usw. diesen hohen Konsum und die entsprechend hohen Schäden. Bisher galt: Die Profite dem Alkoholkapital, die Sozialkosten dem Volk. Die Alkohol-Lobby in diesem Forum sieht dies natürlich anders und versucht, die WHO zu diskreditieren und dem Leser Sand in die Augen zu streuen, damit er weiterhin nicht aufwacht.

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