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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Gewalt/Kriminalität'

Ein weiterer Schock für Mixas Bistum, neue Vorwürfe

Samstag 8. Mai 2010 von htm

AUGSBURG. Gerade für gläubige Katholiken ist es ein Schock: Der Augsburger Bischof Walter Mixa soll einen minderjährigen Jungen missbraucht haben; die Staatsanwaltschaft Ingolstadt hat Vorermittlungen aufgenommen. Priester und Laien reagierten gestern mit Entsetzen. Von einem Super-GAU sprach Helmut Mangold, Vorsitzender des Diözesanrats. Unabhängig davon, was die Vorermittlungen ergäben, bleibe „viel hängen“.
Viele fragten sich: Hat der Bischof Wasser gepredigt und Wein getrunken? Die Gerüchte, dass Mixa seit Jahren übermäßig Alkohol konsumiert, sind nach Informationen der Augsburger Allgemeinen im Kern richtig. (Quelle: Google Alkohol News, 8.5.10) badische-zeitung.de, 8.5.10 Kommentar: Auch in diesem Fall gab es viele Co-Alkoholiker. Ob die in sich gehen? Die Missbrauchsvorwürfe sind inzwischen fallengelassen worden.

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Droge oder Genuss? – Alkohol spaltet Maischbergers Talk

Samstag 8. Mai 2010 von htm

Das Thema geht immer. „Alkohol – Bester Freund oder schlimmster Feind?“, fragt Sandra Maischberger in ihrem Talk am Dienstagabend gewohnt provokant. Ein Bierbrauer versucht sich verzweifelt als Verteidiger. Schwer macht ihm das auch ein offenbar angetrunkener Schauspieler. (Quelle: Google Alkohol News, 7.5.10) derwesten.de, 5.5.10 mit vielen Kommentaren. Wir kommentierten bereits.

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Jugendanwaltschaften Statistik 2009 aus dem Kanton Zürich

Samstag 8. Mai 2010 von htm

12’361 neue Untersuchungen haben die Jugendanwaltschaften im Kanton Zürich im vergangenen Jahr eröffnet. Das waren drei Prozent mehr als im Jahr zuvor. 4047 Jugendliche (Vorjahr 4003) wurden verurteilt. 6,1 Prozent aller Taten, und damit 0,5 Prozent weniger als 2009, waren Delikte gegen Leib und Leben (vom Raufhandel bis zum Tötungsdelikt). Polizeirapporte wegen Körperverletzung, Tätlichkeit oder Raufhandel stiegen um 10.2%.
(Quelle: NZZ, 6./7.5.10)

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Kommentar zu „Menschen bei Maischberger“ vom 4.5.10

Freitag 7. Mai 2010 von htm

SENDUNG VOM DIENSTAG, 4. MAI 2010, 22.45 UHR in das Erste (ARD)
„Alkohol – Bester Freund oder schlimmster Feind?“

Sehr geehrte Damen und Herren,
Statt in der gestrigen Sendung das übliche Procedere ablaufen zu lassen, d.h. die beiden Seiten gegeneinander antreten zu lassen, hätten Sie die historische Chance ergreifen können, die Wahrheit zum Alkoholproblem zu verbreiten, wie sie in der WHO-Resolution diesen Monat an der WHO-GV in Genf hoffentlich verabschiedet werden wird. Stattdessen verschafften sie den Alkoholbefürwortern eine Plattform für ihre Alkoholwerbung, mit der sie alle Alkoholkonsumenten in ihrem Konsum bestärkten. Leider war auch die Gegenseite nicht genügend vorbereitet. Der junge Modedesigner war zum Glück in der Lage, mit seinem Mundwerk dem Vielschwätzer der Bierlobby Paroli zu bieten.
Falls Sie überhaupt ernsthaft an dem Thema interessiert sind, empfehle ich Ihnen die Webseite www.alkoholpolitik.ch. Sie soll international die beste Informationsquelle zu dem Thema sein.
Damit Sie sehen, wohin die Alkoholstrategie der WHO zielt, hier eine kurze Erläuterung:
Die WHO bringt den neuen Begriff des Passivtrinkers in die Diskussion. Wir alle sind Passivtrinker, denn wir leiden unter den Folgen des Alkoholkonsums: Gewalt, sexuelle Gewalt, Vandalismus, zerrüttete Familien, Kinder, die in alkoholbelasteten Familien lange leiden (psychisch, armutsbedingt, Gewalt, schlechte Lebensaussichten; in Deutschland mehr als 1 Million), Unfälle mit Tot und Invalidität in Beruf, im Verkehr: oft sind unschuldige Opfer zu beklagen, Krankheiten und Tod: Die WHO spricht von ca 6O Krankheiten, bei denen Alkohol eine Haupt- oder Nebenrolle spielt. Armut. Passivtrinker sind wir auch, weil wir die finanziellen Schäden ein Leben lang ungefragt mit Steuern und Versicherungsprämien mitbezahlen. Würden nun diese mässigen- und Nichtkonsumenten ihre Verantwortung wahnehmen, könnten sie das Problem deutlich reduzieren. Sie sollen ja die Mehrheit bilden. Würden Alkoholsteuern erhoben, die den Namen auch
verdienen, hätten sie die geringste zusätzliche Last zu tragen und wären an den positiven Auswirkungen voll beteiligt. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen übrigens, dass alle Konsumgruppen auf die
Preiserhöhung mit Minderkonsum reagieren. Natürlich müsste, auch gemäss WHO, ein ganzes Massnahmepaket beschlossen werden.
Wenn Sie diese Botschaft ins Volk bringen, leisten Sie der Öffentlichkeit einen grossen Dienst. Und sich selber auch.
Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
www.alkoholpolitik.ch

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Online-Kommentar zu „SPD will Trinkverbote in Stuttgart“

Donnerstag 6. Mai 2010 von htm

Online-Kommentar: zu Die SPD verlangt Trinkverbote in Stuttgart. (Stuttgarter Zeitung online am 4.5.10) Das Problem ist doch, dass die Regierungsparteien mit der Alkoholindustrie dermassen vernetzt sind und/oder nicht über den eigenen Alkoholverbrauch hinwegsehen können. Deshalb interessiert es sie nicht, dass mit 16% weniger Gewaltfälle doch ein respektabler Erfolg verzeichnet wurde. Darum bringen sie es auch nicht fertig, ein wirkliches und erfolgversprechendes Präventionspaket zu schnüren. Die Folge sind dann solche Notstandsmassnahmen, die von den Freiheitsideologen immer leicht bekämpft werden können. Sie wollen ja gar keine Verbesserung, weil das die Erträge der Alkoholindustrie schmälern würde. Sie merken nicht, dass ihre Freiheit schon immer von der Alkoholindustrie eingeschränkt wurde. Sie sind, wie wir alle, Passivtrinker, die unter den Folgen des Alkoholkonsums leiden und ein Leben lang ungefragt die horrenden alkoholbedingten Sozialkosten mittragen.

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D: SPD will öffentliche Trinkverbote in Stuttgart

Donnerstag 6. Mai 2010 von htm

Freiburg hat gute Erfahrungen mit dem Trinkverbot in der Innenstadt gemacht. Die Polizei verzeichnete 16 Prozent weniger Gewaltdelikte und führte dies darauf zurück, dass auf öffentlichen Straßen und Plätzen kein Alkohol getrunken werden durfte. Die Freiburger Verordnung hielt aber der juristischen Prüfung nicht stand. Im Juli 2009 kippte der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg die Polizeiverordnung der Stadt. Für das Alkoholverbot fehle die rechtliche Grundlage. (Quelle: Google Alkohol News, 5.5.10) stuttgarter-zeitung.de, 4.5.10 unser Online-Kommentar: Das Problem ist doch, dass die Regierungsparteien mit der Alkoholindustrie dermassen vernetzt sind und/oder nicht über den eigenen Alkoholverbrauch hinwegsehen können. Deshalb interessiert es sie nicht, dass mit 16% weniger Gewaltfälle doch ein respektabler Erfolg verzeichnet wurde. Darum bringen sie es auch nicht fertig, ein wirkliches und erfolgversprechendes Präventionspaket zu schnüren. Die Folge sind dann solche Notstandsmassnahmen, die von den Freiheitsideologen immer leicht bekämpft werden können. Sie wollen ja gar keine Verbesserung, weil das die Erträge der Alkoholindustrie schmälern würde. Sie merken nicht, dass ihre Freiheit schon immer von der Alkoholindustrie eingeschränkt wurde. Sie sind, wie wir alle, Passivtrinker, die unter den Folgen des Alkoholkonsums leiden und ein Leben lang ungefragt die horrenden alkoholbedingten Sozialkosten mittragen.

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CH: Der Baselbieter Harassenlauf 2010

Dienstag 4. Mai 2010 von htm

Die Behörden kündigten rigoroses Durchgreifen an gegen die Teilnehmer des Baselbieter Harassenlaufes. Dennoch kamen um 300 Menschen. Die Polizei war überall präsent. Die herkömmliche Route entlang der Birs war von den Behörden mit einem Alkoholverbot belegt worden. Das Grossaufgebot von 420 Polizisten und einem Armee-Helikopter soll 450’000 Franken kosten. Rund 20 Sozialarbeiter begleiteten den 2 1/2 stündigen Spaziergang im Dauerregen. Grössere Zwischenfälle soll es nicht gegeben haben. (Quelle: Basler Zeitung, 2.5.10) Kommentar: Am Abend zogen dann 120 Vandalen durch Basel und richteten grosse Sachschäden an. Die Erwachsenengesellschaft ist kein Vorbild. Ihre Prävention ist unglaubwürdig, also wirkungslos. Der Passivtrinker und Steuerzahler zahlt weiter.

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Markhausen, D: Betrunkener rast in Menschenmenge

Dienstag 4. Mai 2010 von htm

Ein betrunkener Autofahrer ist am frühen Sonnabendmorgen bei Markhausen (Landkreis Cloppenburg) in eine Menschenmenge gerast, die eine Mai-Wanderung machte. 15 Menschen sind nach Angaben der Polizei verletzt worden. Eine 19 Jahre alte Frau befand sich zunächst in Lebensgefahr, zwei weitere Menschen wurden schwer verletzt. Der Fahrer flüchtete anschließend. Er wurde nach einer Fahndung, an der auch ein Hubschrauber beteiligt war, gefasst. Er hatte über 2 Promille Alkohol im Blut. (Quelle: Google Alkohol News, 3.5.10) ga-online.de, 2.5.10 Kommentar: Wie lautet doch der Titel eines vorherigen Artikels: „Der ganz normale 1. Mai-Wahnsinn“. Und wann wird der geändert?

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Der normale 1. Mai-Wahnsinn: Schnapsleichen und Schlägereien

Dienstag 4. Mai 2010 von htm

Warendorf/Sassenberg – Tatzeit: 1. Mai. Tatort: Feldmarksee in Sassenberg. Das Ergebnis: Hunderte Personen, die am See lagerten und zum Teil stark betrunken waren. „Am See war die Hölle los“, skizzierte ein Beobachter das Bild. „Der Alkohol floss in Strömen. Die kamen mit Zehnerpack, Ghetto-Blaster und Einweg-Grill.“ Anlaufstellen waren in erster Linie der Grillplatz und das Strandbad. Die traurige Bilanz: 15 Mal rückte der Rettungswagen am 1. Mai aus. Trinken bis zur Bewusstlosigkeit. Und was auch auffiel: Die Jugendlichen, die am See zur Flasche griffen, waren erstaunlich jung. (Quelle: Google Alkohol News, 3.5.10) westfaelische-nachtrichten.de, 2.5.10

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D: Kontrollen in Lünen mit Wirkung

Freitag 30. April 2010 von htm

Mit verstärkten Jugendschutzkontrollen hat die Polizei versucht, das Problem stark alkoholisierter Jugendlicher in der Öffentlichkeit und die daraus entstehende Gewalt besser in den Griff zu bekommen. Dabei war sie, eigenen Angaben zufolge, durchaus erfolgreich.
Insgesamt 4973 Jugendliche hat die Polizei von Februar bis Dezember in Lünen kontrolliert, manchmal mit einelnen Beamten, manchmal auch mit großem Aufgebot. 628 der Kontrollierten waren alkoholisiert, 49 davon waren so betrunken, dass sie direkt zu den Eltern gebracht wurden. Einige mussten an das Jugendamt übergeben werden. Auch Kioske, Gaststätten und andere Orte, an denen sich Jugendliche Alkohol besorgen, wurden überprüft. Insgesamt wurden allein für die Jugendschutzkontrollen in Lünen 2800 Arbeitsstunden zusätzlich aufgewendet.
„Wir haben ihnen gezeigt, was wir tolerieren, und was wir nicht tolerieren” (Quelle: Google Alkohol News, 29.4.10)
derwesten.de, 28.4.10

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